Eine Frau sitzt im Freien auf einer Terrasse, arbeitet an einem Laptop mit Blick ins Grüne.
© Olezzo/iStock/Getty Images Plus
Business

Flexible Arbeitszeitmodelle: Diese Möglichkeiten hast du

Flexible Arbeitszeitmodelle liegen im Trend, schließlich gilt New Work als Magnet für Talente und als Brutkasten für Innovationen. Ob Gleitzeit, Teilzeit oder Homeoffice – flexible Arbeitszeitmodelle sind mittlerweile Standard in vielen Firmen. Welche flexiblen Arbeitszeitmodelle es gibt und welche Gründe dafür und dagegen sprechen, liest du hier.

Das Wichtigste aus diesem Artikel

  • Flexible Arbeitszeitmodelle: Unterschiedliche Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer:innen und Arbeitgebern, die sich von der Normalarbeitszeit unterscheiden.
  • Vor- und Nachteile: Flexibles Arbeiten ermöglicht eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, kann aber auch zu einer Vermischung von Job und Privatem führen.
  • Teilzeitarbeit: Die wöchentliche Arbeitszeit weicht von der regulären Vollzeitarbeit ab. Dies erlaubt mehr Flexibilität, insbesondere bei Betreuungspflichten.
  • Gleitzeit: Festlegung von Kernarbeitszeiten mit flexiblen Anfangs- und Endzeiten. Erlaubt individuell angepasste Arbeitsrhythmen.
  • Vertrauensarbeitszeit: Keine festen Zeitvorgaben oder Kontrollen, setzt hohe Eigenverantwortung voraus. Rechtliche Klärungen sind noch erforderlich.
  • Jahresarbeitszeitmodell: Berechnet auf Basis des Wochenstunden-Durchschnitts. Erlaubt flexible Einteilung der täglichen (beziehungsweise wöchentlichen) Arbeitsstunden innerhalb eines Jahres.

Das sind flexible Arbeitszeitmodelle

Flexible Arbeitszeitmodelle basieren auf Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer:innen und Arbeitgebern, die sich hinsichtlich Ort und Länge von einer Normalarbeitszeit von neun bis 17 Uhr unterscheiden. Flexibles Arbeiten ist somit das Gegenteil einer festen Arbeitszeit.

Flexibles Arbeiten ist in den verschiedensten Varianten möglich. Das Spektrum reicht von Gleitzeit und Teilzeit über Vertrauensarbeitszeit und Langzeitarbeitskonten bis hin zu Homeoffice, Jobsharing und Remote Work.

Kurz erklärt: Vor- und Nachteile flexibler Arbeitszeitmodelle

Über die Flexibilisierung der Arbeitswelt wird seit vielen Jahren intensiv gestritten.

 

Befürworter:innen heben hervor, dass Arbeitnehmer:innen dadurch Familie und Beruf besser vereinbaren können. Gegner:innen argumentieren mit einem Verschwimmen von Job und Privatem.

Hier die relevantesten Vor- und Nachteile für Mitarbeitende und Unternehmen.

VorteileNachteile
Familienfreundliche UnternehmenskulturNur eingeschränkte Kontrolle der Arbeitszeiten
Höhere Zufriedenheit und Produktivität der MitarbeitendenArbeitsbedingte erweiterte oder sogar ständige Erreichbarkeit der Mitarbeiter:innen
Stärkere Bindung der Mitarbeitenden an das UnternehmenHöhere Komplexität bei Datenschutz und digitaler Infrastruktur
Weiterbildung neben dem Beruf leichter möglichNegative Auswirkungen auf das Teamgefühl aufgrund hoher Abwesenheitszeiten, etwa bei Homeoffice

Flexibel arbeiten in Teilzeit

Bei in Teilzeit Arbeitenden weicht die individuell vereinbarte Wochenarbeitszeit von der generellen Regelarbeitszeit ab. Statt der üblichen 40-Stunden-Woche arbeitest du zum Beispiel lediglich 15, 20 oder 25 Stunden wöchentlich. Eine Vier-Tage-Woche mit 32 Stunden gilt ebenfalls als Teilzeit, hierbei spricht man von vollzeitnaher Teilzeit.

Zudem kannst du bei einer Teilzeitstelle festlegen, an welchen Tagen du wie viele der vereinbarten Stunden arbeitest. Der Vorteil von Teilzeit liegt darin, dass du damit auch dann arbeiten kannst, wenn eine Vollzeitstelle für dich nicht machbar ist, zum Beispiel wegen der Betreuung kleiner Kinder.

American Express Kreditkarten

Die richtige Kreditkarte von American Express® : Mit dem cleveren Kartenvergleich von American Express findest du für jeden Lebensstil die passende Kreditkarte. Ganz besonders exklusive Vorteile genießt du mit der American Express Platinum Card und Gold Card.

Gleitzeit als flexibles Arbeitszeitmodell

Beim Modell der Gleitzeit legst du mit deinem Arbeitgeber sogenannte Kernarbeitszeiten und Gleitzeitspannen fest.

Der Vorteil dieses Modells liegt darin, dass du zwar zur vereinbarten Kernarbeitszeit arbeiten musst, etwas von zehn bis 16 Uhr. Allerdings kannst du mit der Gleitzeitspanne selbst entscheiden, wann du morgens vor zehn Uhr anfängst und wann du nach 16 Uhr deine Arbeit beendest.

Das heißt, du kannst um sieben Uhr anfangen und um 15 Uhr aufhören. Oder du beginnst um zehn Uhr und gehst um 19 Uhr – je nachdem, zu welcher Uhrzeit du am produktivsten bist, beziehungsweise wie es dein Alltag erlaubt.

Vertrauensarbeitszeit ohne feste Zeitvorgaben

Das Arbeitszeitmodell der Vertrauensarbeitszeit beruht auf dem Vertrauen deines Arbeitgebers dir gegenüber. Das heißt, dein Arbeitgeber kontrolliert weder deine Arbeitszeiten noch deine Anwesenheit. Entscheidend ist, dass du die Aufgaben und Ziele erledigst, die ihr im Vorfeld vereinbart habt.

Dieses Modell ist nicht für jeden geeignet, da es eine hohe Selbstständigkeit und Eigenverantwortung voraussetzt. Zudem machen ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus 2019 sowie Folgeurteile aus Deutschland die Erfassung der Arbeitszeit nötig. Es ist noch unklar, wie sich das auf das Modell der Vertrauensarbeitszeit auswirken wird.

Langzeitarbeitszeit oder Jahresarbeitszeit

Bei der Langzeitarbeitszeit berechnet dein Arbeitgeber auf Basis deiner durchschnittlichen Arbeitszeit pro Woche eine bestimmte Stundenzahl. Diese musst du dann innerhalb eines bestimmten Zeitraums abarbeiten. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um die Jahresarbeitszeit.

Der Vorteil der Jahresarbeitszeit liegt darin, dass du sowohl deine tägliche als auch deine wöchentliche Arbeitszeit selbst bestimmen kannst. Wichtig ist nur, dass du am Ende des Jahres auf deine vereinbarte Stundenanzahl kommst.

Ein weiterer Vorteil dieses Modells: Du kannst Überstunden ansammeln und damit deinen Urlaub verlängern oder spontan ein paar Tage frei nehmen. Wichtig ist dabei, dass du dein Arbeitszeitkonto jederzeit im Blick behältst.

Good to know: Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Im Arbeitszeitgesetz, kurz ArbG, ist festgeschrieben, welche Vorschriften für Arbeits- und Ruhezeiten in Deutschland gelten. Dazu zählen:

  • Wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden,
  • Tägliche Normalarbeitszeit von acht Stunden (mit Einschränkungen auch zehn Stunden)
  • Ruhezeit von elf Stunden innerhalb von 24 Stunden
  • Jährlich 15 freie Sonn- und Feiertage
  • Wechsel von Spät- beziehungsweise Nacht- auf Frühschicht ist untersagt

Dass das ArbZG nicht in Stein gemeißelt ist, zeigen Ausnahmen etwa in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder im Hotel- und Gaststättengewerbe.

 

Darüber hinaus sind Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz erlaubt, wenn diese in einem Tarifvertrag und in einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung festgehalten sind. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass eine willkürliche Anordnung durch vorgesetzte Personen nicht erlaubt ist.

Homeoffice und flexibles Arbeiten

Homeoffice boomt – und die Gründe dafür liegen auf der Hand. Im Homeoffice kannst du:

  • Deine Arbeitszeit frei einteilen
  • Deine Work-Life-Balance verbessern
  • Weniger Ablenkung durch Kolleg:innen erfahren
  • Das Pendeln zwischen Firma und zu Hause vermeiden

Doch was ist Homeoffice genau? Homeoffice ist eine flexible Form des Arbeitens, bei der du deine Arbeit teilweise oder ganz von zu Hause aus erledigen kannst.

Wichtig: In Deutschland gibt es bisher keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice. Ob du von zu Hause aus arbeiten darfst, entscheidet einzig dein Arbeitgeber. In Ausnahmen finden sich entsprechende Regelungen im Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung deines Unternehmens.

Weitere Modelle: Remote Work und Job Sharing

Remote Work ist eine Weiterentwicklung des Homeoffice. Dabei arbeiten sämtliche Mitarbeitenden in virtuellen Teams, da es keine Präsenzzeit im Büro gibt. Vielleicht hat das Unternehmen noch nicht einmal ein Büro, sondern ist komplett remote organisiert.

Der Hauptvorteil dieses Modells liegt darin, dass internationale Projektteams zeit- und ortsunabhängig zusammenarbeiten können.

Job Sharing bedeutet, dass sich zwei oder mehrere Mitarbeitende eine Vollzeitstelle teilen. Dabei wird unterschieden zwischen Job Splitting und Job Pairing:

  • Job Splitting zielt auf die Bearbeitung ähnlicher Aufgabenbereiche an unterschiedlichen Tagen ab.
  • Beim Job Pairing arbeiten zwei Mitarbeitende auf derselben Stelle und somit eng zusammen.

Wenn du mit deinem Arbeitgeber ein flexibles Arbeitszeitmodell vereinbaren möchtest, solltest du auf folgende Punkte achten:

  1. Festhalten von Details wie Stundenanzahl, Zeitfenstern für Erreichbarkeit und festen Bürotagen im Arbeitsvertrag
  2. Arbeitszeiterfassung zur Vermeidung unbezahlter Überstunden
  3. Definition von Ruhe- beziehungsweise Freizeitfenstern bei frei einteilbaren Arbeitszeiten

Flexibles Arbeiten: New Work macht zufriedener, wenn …

Immer mehr Unternehmen erkennen, dass Mitarbeitende sich mehr Freiraum bei der Wahl von Arbeitszeit und Arbeitsort wünschen. Umso wichtiger ist es, dass Firmen auf die individuellen Bedürfnisse ihre Arbeitnehmer:innen eingehen und Modelle für flexibles Arbeiten anbieten.

So erhöhen sie nicht nur die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden, sondern machen sich auch als Arbeitgeber für zukünftiges Arbeiten interessant. All das funktioniert jedoch nur, wenn neue Arbeitsmodelle strukturell im Unternehmen und im Management verankert werden.

FAQ: Häufige Fragen und Antworten

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
Erfahre hier mehr zu den Bedingungen.
*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen. Business Platinum Card
Nach Belastungen mit deiner American Express Business Platinum Hauptkarte und den zugehörigen Zusatzkarten von mindestens 15.000 Euro (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für das Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb der ersten 6 Monate nach Kartenerhalt und einer einwandfreien Kontoführung (u. a. kein Zahlungsverzug) bekommst du eine Gutschrift in Höhe von 200.000 Membership Rewards® Punkten auf dein Kartenkonto. Die Gutschrift erfolgt nach Ablauf der ersten 6 Monate mit der nächstmöglichen Abrechnung. Anspruch auf die Gutschrift haben nur Antragsteller:innen, die innerhalb der letzten 18 Monate nicht als Hauptkarteninhaber:in einer der beantragten Karte entsprechenden deutschen American Express Karte registriert waren. Die Gutschrift kann nicht ausgezahlt werden, sondern kann nur mit weiteren Kartenbelastungen verrechnet werden.

Business Gold Card
Nach Belastungen mit deiner Business Gold Karte und den zugehörigen Zusatzkarten von mindestens 25.000 Euro (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für das Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb der ersten 6 Monate nach Kartenerhalt und einer einwandfreien Kontoführung (u. a. kein Zahlungsverzug) bekommst du eine Gutschrift in Höhe von 75.000 Membership Rewards® Punkten auf dein Kartenkonto. Die Gutschrift erfolgt nach Ablauf der ersten 6 Monate mit der nächstmöglichen Abrechnung. Anspruch auf die Gutschrift haben nur Antragsteller:innen, die innerhalb der letzten 18 Monate nicht als Hauptkarteninhaber:in einer der beantragten Karte entsprechenden deutschen American Express Karte registriert waren.