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Business-Knigge: Dos und Don’ts beim Onboarding

Onboarding beschreibt die Einarbeitung und Integration neuer Mitarbeiter:innen in ein Unternehmen. Ein strukturierter Prozess hilft dabei, ihnen den Einstieg zu erleichtern, Erwartungen zu klären und sie mit Aufgaben, Team und Unternehmenskultur vertraut zu machen. Welche Knigge-Regeln dabei gelten, erfährst du hier.

Alles Wichtige auf einen Blick

Ein gelungenes Onboarding beginnt bereits vor dem ersten Arbeitstag. Wichtig sind eine gute Vorbereitung, klare Erwartungen, eine feste Ansprechperson und die frühzeitige Integration ins Team. Regelmäßiges Feedback hilft dabei, offene Fragen zu klären und den Einarbeitungsprozess anzupassen. Vermieden werden sollten unklare Zuständigkeiten, fehlende Arbeitsmittel, Informationsüberflutung und mangelnde Kommunikation.

Wozu dient Onboarding?

Der erste Eindruck zählt – auch beim Einstieg in ein neues Unternehmen. Ein durchdachtes Onboarding hilft neuen Mitarbeiter:innen dabei, sich fachlich, sozial und kulturell in ihrem neuen Arbeitsumfeld zurechtzufinden. Gleichzeitig erhalten Unternehmen die Möglichkeit, Erwartungen frühzeitig zu klären und neue Teammitglieder gezielt an ihre Aufgaben heranzuführen. 

Onboarding ist dabei mehr als eine kurze Einführung: Der Prozess kann sich über mehrere Monate erstrecken und sollte neben der fachlichen Einarbeitung auch die Unternehmenskultur und die Zusammenarbeit im Team berücksichtigen.

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Warum effektives Onboarding für Unternehmen entscheidend ist

Ein strukturiertes Onboarding ist nicht nur eine Einführung in Aufgaben und Tools. Für Unternehmen ist es eine Investition in einen erfolgreichen Start neuer Mitarbeiter:innen: Je schneller sie sich orientieren, ihre Aufgaben verstehen und im Team zurechtfinden, desto eher können sie eigenständig arbeiten.

Erhalten neue Mitarbeiter:innen einen strukturierten Einarbeitungsplan, können sie einfacher und schneller die vielen neuen Informationen verarbeiten, ihre Aufgaben, interne Prozesse, technische Systeme und Ansprechpartner:innen kennenlernen.

Klare Ziele für die ersten Wochen machen außerdem sichtbar, welche Kenntnisse bereits vorhanden sind und wo noch Unterstützung erforderlich ist. Gleichzeitig kann ein wertschätzender Einstieg dazu beitragen, dass sich neue Beschäftigte mit dem Unternehmen identifizieren und langfristig im Team ankommen.

Onboarding sollte deshalb nicht ausschließlich auf fachliche Inhalte ausgerichtet sein. Auch die Integration ins Team und die Vermittlung der Unternehmenskultur spielen eine wichtige Rolle. Neue Mitarbeiter:innen sollten verstehen, wie Zusammenarbeit im Unternehmen funktioniert und welche Werte den Arbeitsalltag prägen.

Onboarding: So gelingt der Prozess

Entscheidend beim Onboarding ist ein abgestimmter Prozess, der neue Mitarbeiter:innen von der Vorbereitung vor dem Start bis zur zunehmenden Eigenständigkeit begleitet. Die folgenden Maßnahmen helfen dir dabei, den Einstieg strukturiert und wertschätzend zu gestalten.

Gute Vorbereitung ist alles

Gutes Onboarding beginnt bereits vor dem ersten Arbeitstag. Schicke neuen Mitarbeiter:innen rechtzeitig die wichtigsten Informationen zum Start. Dazu gehören beispielsweise Angaben zu Arbeitszeit, Treffpunkt, Dresscode, Ansprechpartner:innen und benötigten Unterlagen. Auch Informationen über das Unternehmen oder das Team können dabei helfen, erste Orientierung zu geben.

Prüfe gleichzeitig, ob Arbeitsplatz, technische Ausstattung und Zugänge eingerichtet sind. So kannst du vermeiden, dass der erste Arbeitstag mit organisatorischen Problemen statt mit der eigentlichen Einarbeitung beginnt.

Praxis-Tipp: Erstelle eine standardisierte Pre-Boarding-Checkliste, die Verantwortlichkeiten und Zeitpunkte festlegt. Diese könnte etwa so aussehen:

Aufgabe
Verantwortlich
Zeitpunkt
Persönliche Ansprechperson/Mentor:in zuweisen
HR und Führungskraft
2 Wochen vor Start
Willkommens-E-Mail inklusive Agenda für den ersten Tag
Führungskraft
1 Woche vor Start
Team über den Einstieg informieren
Führungskraft
1 Woche vor Start
IT-Ausstattung und Zugänge einrichten
IT-Abteilung
3 Tage vor Start
Arbeitsplatz vorbereiten
Office Management
1 Tag vor Start

Persönlich willkommen heißen

Auch der erste Arbeitstag sollte vorbereitet sein. Eine persönliche Begrüßung durch die Führungskraft oder das Team vermittelt Wertschätzung und erleichtert den Einstieg. Stelle neue Mitarbeiter:innen den wichtigsten Kolleg:innen vor und zeige ihnen, wo sie arbeiten, welche Kommunikationskanäle relevant sind und an wen sie sich bei unterschiedlichen Fragen wenden können.

Dabei solltest du den ersten Tag nicht mit Informationen überladen. Organisatorische Themen, Schulungen und wichtige Einführungen lassen sich gegebenenfalls auf mehrere Tage verteilen. Auch die fachliche Einarbeitung sollte schrittweise erfolgen.

Erwartungen und Ziele klar definieren

Neue Mitarbeiter:innen sollten möglichst früh wissen, was von ihnen erwartet wird. Besprich deshalb die wichtigsten Aufgaben und Verantwortlichkeiten und lege gemeinsam erste Ziele fest. Dabei geht es nicht darum, von Anfang an jede einzelne Tätigkeit vorzugeben. Vielmehr sollte klar sein, welche Prioritäten in den ersten Wochen gelten und woran sich Fortschritte messen lassen.

Mentor:innen für den Arbeitsalltag

Eine persönliche Ansperchperson kann neuen Mitarbeiter:innen die ersten Wochen erleichtern. Sie beantwortet Fragen, hilft bei organisatorischen Themen und erklärt informelle Abläufe, die in keinem Handbuch stehen.

Das kann gerade bei vermeintlich kleinen Fragen hilfreich sein: Wo findet das Team Mittagessen statt? Welche Kommunikationskanäle werden genutzt? Wie laufen Meetings ab? An wen wende ich mich bei einem bestimmten Thema? Eine persönliche Ansprechperson bietet dafür eine niedrigschwellige Anlaufstelle und kann gleichzeitig die Integration ins Team unterstützen.

Team und Unternehmenskultur vermitteln

Onboarding umfasst nicht nur die fachliche Einarbeitung. Neue Mitarbeiter:innen sollten auch verstehen, wie Zusammenarbeit im Unternehmen funktioniert. Dazu gehören Unternehmenswerte und -ziele ebenso wie informelle Regeln, Kommunikationswege und Teamrituale.

Binde neue Teammitglieder deshalb frühzeitig in relevante Meetings, Kommunikationskanäle und gemeinsame Aktivitäten ein. Auch gemeinsame Mittagessen oder Gespräche mit Kolleg:innen können den Einstieg erleichtern. Wichtig ist, dass die Integration nicht erzwungen wirkt, sondern Raum für ein natürliches Kennenlernen lässt.

Regelmäßig Feedback geben und einholen

Onboarding ist ein Prozess. Plane deshalb regelmäßige Feedbackgespräche ein, beispielsweise nach der ersten Woche sowie nach 30, 60 und 90 Tagen.

Besprochen werden sollte, wie die Einarbeitung läuft, welche Ziele bereits erreicht wurden und wo noch Unterstützung notwendig ist. Frage gleichzeitig neue Mitarbeiter:innen, was ihnen beim Einstieg geholfen hat und wo Informationen oder Abläufe verbessert werden könnten.

Dabei sollte Feedback in beide Richtungen möglich sein. So kannst du nicht nur die Einarbeitung individuell anpassen, sondern auch den Onboarding-Prozess für zukünftige Neueinstellungen weiterentwickeln.

Onboarding über die ersten Monate planen

Professionelles Onboarding endet nicht nach wenigen Tagen. Je nach Position und Unternehmen kann die Integration mehrere Monate dauern. Plane deshalb unterschiedliche Phasen ein und steigere die Verantwortung schrittweise:

Phase
Fokus
Maßnahmen
Woche 1–2
Orientierung
Grundlagen, Team, Tools und Abläufe kennenlernen
Monat 1
Einarbeitung
Erste Aufgaben und regelmäßiges Feedback
Monat 2–3
Eigenständigkeit
Verantwortung übernehmen und Netzwerk aufbauen
Monat 4–6
Weiterentwicklung
Verantwortung ausbauen und Entwicklungsperspektiven besprechen

Ein schönes Zeichen für eine gelungene kulturelle Integration: Wenn neue Mitarbeiter:innen irgendwann selbstverständlich von „wir“ statt „ihr“ sprechen. 

Kommunikationsplan für neue Mitarbeiter:innen

  • Vor dem Start: Team über den Einstieg und die neue Rolle informieren
  • Eine Woche vor dem Start: Begrüßung und wichtige Informationen versenden
  • Am Vortag: Ankunft, Ansprechpartner:innen und Ablauf des ersten Tages bestätigen
  • Am ersten Tag: neue Mitarbeiter:innen persönlich begrüßen und im Team vorstellen
  • Nach einer Woche: erste Eindrücke und offene Fragen besprechen
  • Nach 30, 60 und 90 Tagen: Ziele, Fortschritte und weiteren Unterstützungsbedarf besprechen
  • Diese Fehler solltest du beim Onboarding vermeiden

    Auch bei einem grundsätzlich gut geplanten Onboarding können typische Fehler den Einstieg erschweren. Besonders problematisch sind fehlende Vorbereitung, unklare Zuständigkeiten und zu viele Informationen auf einmal. Die folgenden Don’ts zeigen, welche Stolpersteine du vermeiden solltest.

    Arbeitsverträge, die auf sich warten lassen

    Schon vor dem eigentlichen Arbeitsantritt begehen viele Unternehmen beim Onboarding einen typischen Fehler, der sich leicht vermeiden lässt: lange Wartezeiten bis zum Erhalt des Arbeitsvertrags. 

    Eine verzögerte Zusendung des Arbeitsvertrags nach fester Zusage, die sich womöglich über mehrere Wochen zieht, erweckt einen unprofessionellen und nachlässigen Eindruck. Dies kann dazu führen, dass sich bald anfangende Mitarbeitende vergessen fühlen.

    Kein fertig eingerichteter Arbeitsplatz

    Computer, Telefon, Software und Zugänge sollten möglichst vor dem ersten Arbeitstag funktionieren. Muss sich ein neues Teammitglied zunächst um fehlende Passwörter oder technische Ausstattung kümmern, bleibt weniger Zeit für die eigentliche Einarbeitung.

    Prüfe deshalb vor dem Start, ob alle notwendigen Arbeitsmittel vorhanden und einsatzbereit sind. Das gilt auch für Mitarbeiter:innen, die remote oder hybrid arbeiten.

    Zu viele Informationen auf einmal

    Handbücher, Schulungen, Prozesse, Ansprechpartner:innen und neue Tools können gerade am Anfang schnell zu viel werden. Versuche deshalb nicht, sämtliche Informationen am ersten Tag zu vermitteln. Priorisiere stattdessen, was neue Mitarbeiter:innen sofort wissen müssen, und verteile weitere Inhalte auf die folgenden Wochen. 

    Rolle und Verantwortlichkeiten unklar kommunizieren

    Neue Mitarbeiter:innen sollten wissen, welche Aufgaben zu ihrer Position gehören und wie ihre Arbeit mit den Aufgaben anderer Teammitglieder zusammenhängt. Unklare Verantwortlichkeiten können nicht nur die Einarbeitung erschweren, sondern auch zu Missverständnissen im Team führen.

    Besprich deshalb frühzeitig Aufgaben, Zuständigkeiten und Schnittstellen. Kläre außerdem, welche Entscheidungen neue Mitarbeiter:innen selbst treffen können und wann Rücksprache erforderlich ist.

    Onboarding nach der ersten Woche beenden

    Eine kurze Einführung und ein paar Schulungen machen noch kein vollständiges Onboarding aus. Wer nach den ersten Tagen keine Rückfragen mehr stellt, Feedback gibt oder Unterstützung anbietet, riskiert, dass Probleme erst spät sichtbar werden.

    Plane deshalb auch nach der ersten Woche feste Gesprächspunkte ein. Prüfe gemeinsam, welche Ziele bereits erreicht wurden, wo noch Fragen offen sind und welche nächsten Schritte anstehen.

    Langfristig von professionellem Onboarding profitieren

    Ein gelungenes Onboarding schafft die Grundlage dafür, dass neue Mitarbeiter:innen ihre Aufgaben verstehen, sich im Team zurechtfinden und zunehmend eigenständig arbeiten können. Dabei kommt es weniger auf einzelne Maßnahmen als auf das Zusammenspiel aus guter Vorbereitung, klaren Erwartungen, persönlicher Begleitung und regelmäßigem Feedback an.

    Wenn du den Prozess von Anfang an strukturierst und über die ersten Tage hinaus begleitest, profitieren davon nicht nur neue Beschäftigte. Auch Führungskräfte und Teams erhalten mehr Klarheit über Zuständigkeiten und Fortschritte, während Unternehmen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit schaffen.

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    FAQ: Häufige Fragen und Antworten

    *Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
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    *Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen: Business Gold Card, Business Platinum Card