
Business Knigge: Dos und Don'ts beim Onboarding
Onboarding beschreibt das Einarbeiten und Integrieren von neuen Mitarbeitenden in ein Unternehmen. Da erfolgreiches Onboarding wesentlich für das weitere Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und -nehmer:innen ist und sich im Prozess mehrere Fehler einschleichen können, ist die Beachtung mehrerer Aspekte erforderlich. Im nachfolgenden Beitrag haben wir für dich die wichtigsten Dos und Don'ts zusammengefasst.
Das Wichtigste aus diesem Artikel
- Womit Ihnen erfolgreiches Onboarding gelingt
- Wie Sie am ersten Arbeitstag einen positiven Eindruck hinterlassen können
- Welche Onboarding-Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten
Der erste Eindruck zählt – und das gilt nicht nur für persönliche Begegnungen, sondern auch für den ersten Kontakt zwischen Unternehmen und neuen Mitarbeitenden. Ein durchdachtes Onboarding ist dabei entscheidend für den langfristigen Erfolg beider Seiten. Doch was genau macht ein gutes Onboarding aus? Welche Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden, und wie können Sie den Onboarding-Prozess so gestalten, dass neue Talente sich schnell integriert und wertgeschätzt fühlen?
Aktuelle Studien belegen: Unternehmen mit strukturiertem Onboarding erreichen eine um 62% höhere Produktivität bei neuen Mitarbeitenden und eine um 50% höhere Mitarbeiterbindung im ersten Jahr. Gleichzeitig verursachen gescheiterte Einarbeitungen und frühe Kündigungen immense Kosten – bis zu 200% eines Jahresgehalts pro verlorene Fachkraft.
Ob kleines Start-up oder etablierter Konzern – ein professionelles Onboarding ist keine optionale Zusatzleistung, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. In diesem Guide erfahren Sie, welche Dos und Don'ts dabei entscheidend sind und wie Sie den Einstieg neuer Teammitglieder zum Erfolg führen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut einer aktuellen Gallup-Studie verlassen 33% der neu eingestellten Mitarbeitenden ihr Unternehmen bereits innerhalb der ersten sechs Monate wieder – ein kostspieliger Verlust, der sich durch professionelles Onboarding deutlich reduzieren lässt. Unternehmen mit strukturierten Einarbeitungsprozessen verzeichnen dagegen eine um 54% höhere Produktivität bei neuen Teammitgliedern und eine um 34% schnellere Erreichung voller Leistungsfähigkeit.
Der finanzielle Impact ist beeindruckend:
"Onboarding ist kein HR-Prozess, sondern eine strategische Investition in die Zukunft des Unternehmens," betont Dr. Andrea Küppers, Personalexpertin bei der Ludwig-Maximilian-Universität München. "Unternehmen, die hier sparen, zahlen langfristig den höheren Preis."
Aktuelle Recruiting-Statistiken bestätigen, dass der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte weiter zunimmt. Ein exzellentes Onboarding ist damit nicht nur ein Kostenfaktor, sondern ein entscheidender Wettbewerbsvorteil – insbesondere in Branchen mit Fachkräftemangel.
Auch vor dem eigentlichen Arbeitsantritt neuer Arbeitnehmenden kannst du beim Onboarding-Prozess bereits punkten. So ist es für Personaler:innen empfehlenswert, zukünftigen Neulingen relevante und interessante Kerninfos zum Unternehmen vorab zuzusenden. Dies kann beispielsweise das Unternehmensleitbild sein, in das die verbleibenden Tage und Wochen bis zum Antritt investiert werden können. Des Weiteren ist die Angabe einer Kontaktperson für offene Fragen sinnvoll. Ebenfalls von Vorteil ist es, neuen Teammitgliedern vor Beginn des ersten Arbeitstags frühzeitig eine herzliche Begrüßungsmail zuzuschicken, die detaillierte Informationen für den ersten Arbeitstag enthält. Füge beispielsweise an, um welche Uhrzeit Newcomer:innen erscheinen sollen und was mitgebracht werden muss.