Bitte Suchbegriff eingeben…

„In meinem Kopf gibt es kaum Grenzen“

Paul Ripke vor der Alten Brücke in Heidelberg
Redaktion AMEXcited
Nele Weissenborn
Was ist Paul Ripke eigentlich nicht? 2014 fotografierte er die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim WM-Sieg, begleitete Nico Rosberg und Lewis Hamilton zum Weltmeistertitel und die Toten Hosen auf Tournee. Nebenbei entwirft der gebürtige Heidelberger hippe Textilien, macht Riesling mit dem Weingut Dreissigacker und quatscht sich im Podcast „Alle Wege führen nach Ruhm“ die Stories von der Seele. Im AMEXcited-Interview erzählt er vom Reisen, warum er täglich Regeln bricht und wieso seine Spontanität ihn manchmal Kopf und Kragen kostet.

2014 hast du es als einziger WM-Fotograf in den Innenraum des Stadions von Rio geschafft. Überschreitest du heute noch Grenzen?

Die deutsche Fußballnationalmannschaft steht im Kreis um den FIFA-WM-Pokal

Wenn du so willst, überschreite ich täglich Grenzen. Das liegt daran, dass ich mich auf keinen Fall wiederholen will. Ich habe den Anspruch, mit meiner Arbeit Pionier zu sein. Dazu gehört bewusster Regelbruch. Ich hinterfrage alles – das macht es oft nicht leicht, mit mir zusammenzuarbeiten. Wenn du genau das machst, was alle vor dir schon gemacht haben, berührt das niemanden mehr. Ich zwinge mich dazu, Neues zu lernen – das kann ein neues Social Media Format sein oder auch jetzt meine Funktion als Brand Ambassador für American Express. Das habe ich in der Form so bisher auch noch nie gemacht.

Wie gefällt dir diese Rolle? Ist die Platinum Card jetzt immer dabei?

Paul Ripke hält die Amex Platinum Card in den Händen, im Hintergrund ein Geländewagen mit Fahrrad

Ich muss auf jeden Fall noch etwas üben – normalerweise setze ich ja immer andere in Szene. Jetzt bin ich selber Markengesicht. Ich gebe aber gerne so Vollgas mit Amex, weil mich die Marke schon echt lange begleitet. Seit unserer Auswanderung nach Kalifornien in 2016 nutze ich nur noch die Platinum Card und besitze gar keine andere Kreditkarte mehr. Ich habe siebenstellige Meilen als Guthaben – so viel bin ich mit ihr schon gereist.

Pauls Hacks für die Platinum Card

  • Die Global Dining Collection: Du bekommst regelmäßig Tische und weitere Vorteile in tollen Restaurants, die sonst bereits ausgebucht sind.
  • Upgrade-Check: Vor jeder Reise prüfe ich, ob es spezielle Benefits, zum Beispiel Upgrades für Flüge und Hotelzimmer gibt – meine ganzen Reisebuchungen organisiere ich seit Jahren selbst.

Wer dir auf Social Media folgt, könnte denken: Du hast schon alles erlebt. Was steht noch auf deiner Bucket List?

Fotograf Paul Ripke und Rapper Marteria stehen in den Bergen neben einem Helikopter

Ehrlicherweise ist meine Bucket List schon seit zehn Jahren leer. Meine persönliche Hölle wäre es, wenn alles genauso wird, wie ich es mir vorstelle. In der Retroperspektive habe ich bereits 400 Mal mehr erlebt, als ich mir je erträumt hätte. Das habe ich oft auch dem Zufall zu verdanken. Ich habe drei gesunde Kinder, bin seit 16 Jahren verheiratet und habe beruflich schon so viel machen dürfen, wie verschiedene Weltmeistertitel im Sport hautnah zu begleiten oder auf Welttournee und Weltreise mit Musiker:innen zu gehen. Jetzt noch mehr zu wollen, wäre irgendwie anmaßend.

Gibt es da also gar nichts?

Doch. Ich würde gerne mit Barack Obama Basketball spielen, vertraue aber darauf, dass solche Sachen zu einem kommen. Bis dahin mache ich das Beste aus dem, was mir so auf dem Weg passiert.

Paul Ripke in der Salzwüste von Utah vor einem Geländewagen mit integriertem Zelt

Hat dich dein spontaner Lebensstil auch schon einmal in eine brenzlige Situation gebracht?

Als ich 2016 mit meiner Familie in die USA auswanderte, mussten wir unsere Abschiedsfeier ausrichten und wussten bis kurz vor knapp nicht, ob unsere Einreise wirklich klappt. Zwei Wochen vor Abreise hatten wir einen Termin im Frankfurter Konsulat, um die Pässe abzugeben und das Visum für die Ausreise fertig zu machen. Auf dem Weg zum Konsulat rief mich Nico Rosberg an und bat mich, spontan mit ihm nach Aserbaidschan zu fliegen. Dafür brauchte ich natürlich meinen Pass...

Damit der Urlaub schon an der Haustür anfängt. Lehn' dich zurück und lass' dich entspannt chauffieren. Mit deiner American Express Platinum Card erhältst du pro Jahr 200 Euro Guthaben für 10 Fahrten à 20 Euro bei SIXT ride für Taxifahrten, Flughafentransfer oder auch einen Limousinen- und Chauffeur-Service.

Du bist also mitgeflogen?

Ich sage mal so: Am 1.7.2016 um 09:10 Uhr sind wir ab Hamburg ausgewandert und um 16:30 Uhr am Tag davor wurden die Pässe inklusive Visa zugestellt. Ich selber kann mit meiner Spontanität ziemlich gut leben – für meine Familie und Freunde sind solche Momente aber oft nicht einfach.

Paul Ripke vor der Alten Brücke in Heidelberg

Bist du im Job genauso spontan?

Ich denke immer in Kür und Pflicht. Was die Pflicht betrifft – meine Familie ernähren und die Miete bezahlen; da agiere ich sehr strategisch. Das war früher schon so: Tagsüber habe ich Matsch- und Buddelhosen für Aldi fotografiert und abends die künstlerischen Projekte, die Kür, umgesetzt. Wenn ich mir keine Sorgen um die Basis machen muss, hält mir das den Rücken für die Kür frei. Da kann ich dann so kurzfristig und spontan arbeiten wie ich will.

In meinem Kopf gibt es wenige Grenzen.

Da ist prinzipiell erst einmal alles möglich. Du musst es aber auch wollen und einfach verdammt fleißig sein. Ich übe total viel, das sehen die Leute ja oft nicht – vor den Podcasts-Aufnahmen erzähle ich zum Beispiel einige Geschichten meiner Frau, um diese im Gespräch mit Joko dann flüssiger wiedergeben zu können.

Paul Ripke und Joko Winterscheidt sitzen in der Badewanne

Wann langweilst du dich?

Mir wird relativ schnell langweilig. Ein guter Tag hat sehr viel in einem Tag. Da passiert was. Ich habe im Monat aber auch zwei Tage, an denen ich gar nichts mache. Das brauche ich auch. Was ich nicht gut kann, ist das Graue zwischendrin. Ich empfinde sehr stark schwarz-weiß. Entweder schaue ich zwei Tage lang durchgehend Netflix und bewege mich nicht oder ich fahre fünfzehnmal Fahrrad und fliege irgendwohin. Die maßvolle Normalität empfinde ich als langweilig – ich mag das Auf und Ab der Extreme.

Paul Ripke und Rick Zabel führen eine Radtour durch die Weinberge an

Im Vergleich zum jüngeren Paul: Welchen Komfort schätzt du heute auf Reisen?

Ich liebe gutes Hoteldesign. Ich selber wohne in Newport Beach gar nicht so besonders designig – eher sogar ein bisschen trottelig – finde es aber total großartig, mich in gutem Design zu suhlen. Grundlegend ist mir auch ein guter Blick wichtig: Wenn du aus einem Hotelzimmer schaust und die Aussicht dich umhaut: Das ist für mich Komfort. Ich kann auf Flügen auch stundenlang aus dem Fenster schauen – über die Liebe zu schönen Landschaften bin ich übrigens zur Fotografie gekommen. Da haben mich die Reisen mit meinen Eltern sehr stark geprägt.

Top 3 fürs Handgepäck: Das hat Paul Ripke immer dabei

  • Noise-Cancelling-Kopfhörer: Sound nervt mich schnell.
  • Eine Schlafmaske: Für den Power-Nap zwischendurch.
  • Power-Bank: Ohne vollgeladene Akkus kann ich meinen Job vergessen.

Wie seid ihr denn früher gereist?

Paul Ripke in Sportkleidung mit Rennrad vor einer Grünfläche

Meine Eltern haben früher mit jedem Kind eine Reise allein gemacht, also nur zu zweit. Bei diesen Reisen stand das Abenteuer im Vordergrund: Mit meinem Vater bin ich als Dreijähriger bereits 30 Kilometer mit dem Rad von Heidelberg nach Speyer gefahren. Mit 16 dann nach Dänemark – immer als mehrtägige Radtour mit Zelt und Verpflegung in den Satteltaschen. Ich glaube diese Urlaube haben schon früh mein Auge für Landschaften und Natur geschärft. Gerade meine alte Heimat, die Kurpfalz, hat so tolle Radstrecken. Für die Tour de Taste mit Amex haben wir dort auch 96 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt.

Paul Ripke, der in Mütze und T-Shirt das Victory-Zeichen macht.

Und wie reist du heute?

Ich versuche diese Art zu Reisen auch meinen Kindern mitzugeben und ihnen zu zeigen, dass man beim zu zweit oder alleine Reisen viel mehr mitnehmen kann. Einmal im Jahr verreise ich ganz bewusst nur für mich – erst letztens war ich allein in New York. Dann gebe ich dem Zufall eine Chance, lasse mich treiben und schaue spontan, was so passiert – allein letzte Woche habe ich so bestimmt drei Menschen kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte.

Mehr zu dem Thema