Roboter als Paketboten: Ein europäisches Forschungsprojekt macht es möglich
Stell dir vor, du bekommst eine SMS-Benachrichtigung, dass dein Paket geliefert wurde. Aber anstatt eines menschlichen Postboten wartet ein Roboter vor deiner Tür. Dies mag wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film klingen, aber dank eines europäischen Forschungsprojekts ist es bereits teilweise Realität geworden. Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig und anderen Institutionen haben zwei Jahre lang den Einsatz von zwei vernetzten autonomen Fahrzeugen getestet.
In einer Vorführung in Braunschweig konnte man sehen, wie ein großes Fahrzeug - ein mobiles Zwischenlager - auf dem Universitätsgelände zwei Pakete transportierte. Anschließend brachte ein kleiner Lieferroboter die Sendungen etwa hundert Meter weiter zu einem Menschen. Die Testlieferung war erfolgreich und erforderte keinen menschlichen Zusteller für die Übergabe.
Kosteneinsparungen und Klimaschutz durch Robotik
Torben Hegerhorst, einer der beteiligten Wissenschaftler der TU Braunschweig, erklärt das Ziel des Projekts: Sie wollen die "letzte Meile" - also den letzten Abschnitt bis zum Empfänger - vollständig automatisieren und dadurch Kosten deutlich reduzieren.
Zudem führt er eine verbesserte CO2-Bilanz als Vorteil des Roboter-Einsatzes an: Da kein Transporter mit Verbrennungsmotor mehr bis vor die Haustür des Empfängers fährt, wird weniger CO2 ausgestoßen. "Und ein weiterer großer Aspekt ist der Fachkräftemangel, den wir damit beheben können", sagt Hegerhorst.
Angesichts der hohen Anzahl von Sendungen - jährlich rund 3,5 Milliarden Pakete in Deutschland - sucht die Paketbranche dringend Arbeitskräfte. Roboter könnten helfen, diese Personalprobleme zu lindern - vorausgesetzt natürlich, dass die Roboter-Tests erfolgreich sind und in eine alltagstaugliche Anwendung für alle münden.
Das Projekt "LogiSmile"
"LogiSmile - Last-mile logistics for autonomous goods delivery" (deutsch: Letzte-Meile-Logistik zur autonomen Warenlieferung) ist der Name des vorgestellten Projekts. Die Tests fanden nicht nur in Braunschweig statt, sondern auch nahe Barcelona und in Ungarn; externe Unternehmen waren ebenfalls beteiligt.
Menschliche Beteiligung noch notwendig
Trotz aller Automatisierung gibt es noch einen menschlichen Aspekt im Ablauf: Bei der Vorführung in Braunschweig musste ein Mensch die Pakete vom mobilen Zwischenlager zum kleinen Zustellroboter transportieren. Laut Hegerhorst stand dieses Übergabeverfahren jedoch nicht im Mittelpunkt des Projekts; viel wichtiger war die Zusammenarbeit zwischen den beiden Robotern, welche durch ein System überwacht und koordiniert wurde.
Andere EU-Länder sind weiter fortgeschritten
Andere Experten, die nicht am LogiSmile-Projekt beteiligt waren, sehen das Thema ebenfalls positiv. Kai-Oliver Schocke von der Frankfurt University of Applied Sciences weist darauf hin, dass andere EU-Länder in diesem Bereich bereits weiter sind und Zustellroboter bereits einsetzen. "Deutschland ist spät dran", sagt er.
Allerdings merkt der Logistik-Professor an, dass sich solche Roboter nicht für jedes Umfeld eignen. Es bleibt also noch viel zu tun auf dem Weg zur vollständigen Automatisierung der Paketzustellung.
Die Herausforderungen und Fortschritte der Roboterzustellung in Deutschland
In den Innenstädten kann es zuweilen chaotisch zugehen. E-Scooter und Fahrräder blockieren die Gehwege, Kopfsteinpflaster erschwert das Vorankommen und Bordsteine variieren in ihrer Höhe. All diese Faktoren können eine effiziente Zustellung von Paketen behindern.
Die Suche nach Lösungen: Autonome Zustellroboter
Schon seit geraumer Zeit arbeitet die Brief- und Paketbranche gemeinsam mit Wissenschaftlern daran, Roboterkonzepte zu entwickeln, um diese Herausforderungen zu meistern. Doch ein wirklicher Durchbruch blieb bislang aus.
Zwischen 2016 und 2017 testete Hermes beispielsweise ein autonomes Fahrzeug in Hamburg, welches Pakete vom Shop zum Empfänger transportierte. Die Technologie war damals allerdings noch sehr neuartig und befand sich lediglich im Prototypenstadium, wie eine Sprecherin des Unternehmens rückblickend erklärt. Sie betont jedoch auch, dass diese Erfahrung wertvoll war - auch wenn es für einen regulären Einsatz noch zu früh gewesen sei.
Auch DHL experimentierte 2017 mit einem "PostBOT" zur Briefzustellung im hessischen Bad Hersfeld. Dieser Roboter sollte Briefträgern lediglich als Unterstützung dienen: Er folgte ihnen zu Fuß und transportierte ihre Sendungen - bis zu 150 Kilo konnte er tragen. Allerdings wurde das Projekt nach einer Weile wieder eingestellt.
Erste Erfolge in Großbritannien
Am weitesten mit der Robotertechnologie ist bislang DPD gekommen - allerdings nicht in Deutschland, sondern in Großbritannien. Dort schickte das Unternehmen im Jahr 2022 Zustellroboter auf die Straßen von Milton Keynes, um täglich bis zu 30 Pakete auszuliefern. Ein Sprecher von DPD berichtet, dass die Roboter immer noch im Einsatz sind und das Projekt sogar auf zehn weitere Städte ausgeweitet wurde. Eine Ausweitung nach Deutschland sei jedoch vorerst nicht geplant.
Zukunftsaussichten der Robotertechnologie
Marten Bosselmann, Chef des deutschen Paketbranchen-Verbands Biek, äußert sich eher zurückhaltend zu den Erwartungen an die Robotertechnologie: Zwar sieht er grundsätzlich Potenzial für den Einsatz von Robotern bei der Zustellung auf der letzten Meile. Allerdings hält er es für unwahrscheinlich, dass sich praktische Anwendungsfälle schnell und wirtschaftlich umsetzen lassen.
Er betont jedoch auch: Autonome Fahrzeuge könnten eine wichtige Rolle bei der Paketzustellung spielen - vorausgesetzt es gibt ein flächendeckendes Breitband-Internet. Denn dies ist eine Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Zustellrobotern.
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