Drei Person stehen in einem Aufzug und unterhalten sich. © Nomad_Soul/stock.adobe.com
Überzeuge mit deiner Geschäftsidee und mache andere Menschen neugierig – nicht nur im Fahrstuhl.

Elevator Pitch in 60 Sekunden: Beispiele, Vorlage und 5-Schritte-Anleitung

Ob beim Networking, auf einer Messe oder im spontanen Gespräch: Manchmal bleiben nur wenige Sekunden, um eine Geschäftsidee vorzustellen. Ein Elevator Pitch bringt Angebot, Nutzen und Kernbotschaft prägnant auf den Punkt. Hier erfährst du, wie du deinen Pitch in fünf Schritten entwickelst – inklusive Vorlage, Beispielen und sieben Tipps.

Das Wichtigste im Überblick

Ein Elevator Pitch ist eine maximal 60 Sekunden lange, prägnante Vorstellung einer Idee, eines Produkts oder deiner Person, die schnell Interesse weckt und zur nächsten Aktion führt. Entscheidend sind ein klarer Aufbau mit einer Kernbotschaft, ein Call-to-Action sowie eine authentische Präsentation.

Was ist ein Elevator Pitch?

Ein Elevator Pitch – auch Elevator Speech oder Elevator Statement genannt – ist eine maximal 60 Sekunden lange Kurzpräsentation, mit der du eine Idee, ein Produkt, eine Dienstleistung oder dich selbst vorstellst. Der Name geht auf die Vorstellung zurück, einer Person während einer kurzen Aufzugsfahrt die eigene Idee zu präsentieren.

Die berühmte Aufzugssituation ist dabei vor allem eine Metapher für die Kürze des Gesprächs. Ein Elevator Pitch muss deshalb nicht exakt 60 Sekunden dauern. Je nach Anlass kann auch ein deutlich kürzerer Pitch sinnvoll sein.

Im Mittelpunkt steht eine klare Kernbotschaft: Dein Gegenüber soll auf Anhieb verstehen, welches Problem du kennst, welche Lösung du anbietest und welchen konkreten Nutzen sie bringt.

Eine Person drückt mit dem Zeigefinger auf einen Aufzugsknopf. © jaboo_foto/stock.adobe.com
Bei einem Elevator Pitch bringst du dein Konzept unter anderem während einer Fahrstuhlfahrt auf den Punkt.

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Wann eignet sich ein Elevator Pitch?

Ein Elevator Pitch ist überall dort hilfreich, wo du in kurzer Zeit Interesse für deine Geschäftsidee, dein Angebot oder deine Person wecken möchtest. Das kann geplant oder spontan geschehen.

Typische Gelegenheiten sind:

  • Networking-Veranstaltungen
  • Messen
  • Konferenzen
  • Kundengespräche
  • Telefonate
  • Videocalls
  • Bewerbungsgespräche
  • Gespräche mit potenziellen Geschäftspartner:innen

In 5 Schritten zum perfekten Elevator Pitch

Ein guter Elevator Pitch braucht keine komplizierte Struktur. Entscheidend ist, dass die einzelnen Informationen logisch aufeinander aufbauen und dein Gegenüber schnell zum Kern deiner Aussage führen.

1. Starte mit einem Problem oder Aufhänger

Beginne mit einer Frage, einer Beobachtung oder einem konkreten Problem deiner Zielgruppe. So machst du unmittelbar deutlich, warum dein Thema relevant ist.

„Viele kleine Unternehmen verlieren potenzielle Kund:innen, weil Angebote mehrere Tage auf sich warten lassen.“

2. Stelle deine Lösung vor

Erkläre anschließend in einem Satz, was du anbietest und wie du das beschriebene Problem löst. Verzichte dabei auf technische Details, die für den ersten Kontakt nicht entscheidend sind.

„Unsere Software erstellt individuelle Angebote innerhalb von 24 Stunden und automatisiert wiederkehrende Arbeitsschritte.“

3. Zeige den konkreten Nutzen

Jetzt geht es um die Frage: Was verändert sich durch deine Lösung für dein Gegenüber? Formuliere den Vorteil möglichst konkret und vermeide allgemeine Aussagen wie „mehr Effizienz“ oder „maximaler Mehrwert“.

„So können Unternehmen schneller auf Anfragen reagieren, ohne zusätzliches Personal für die Angebotserstellung einzusetzen.“

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4. Zeige, was dich unterscheidet

Erkläre knapp, warum dein Angebot für die Zielgruppe interessant ist. Das kann ein besonderes Merkmal, deine Erfahrung, eine Referenz oder ein konkretes Ergebnis sein.

„Im Gegensatz zu herkömmlichen Vorlagen passt unsere Software die Angebote automatisch an die jeweilige Anfrage an.“

Du musst dabei nicht ausführlich über die Konkurrenz sprechen. Ein klarer Unterschied reicht, damit dein Angebot im Gedächtnis bleibt.

5. Fordere dein Gegenüber zu einer klaren Handlung auf

Beende deinen Pitch nicht einfach mit deiner letzten Information. Sag deinem Gegenüber, was als Nächstes passieren soll.

„Wenn Sie möchten, zeige ich Ihnen in einem 15-minütigen Demo-Call, wie das funktioniert.“

Der nächste Schritt kann je nach Situation auch ein weiterer Gesprächstermin, ein Austausch von Kontaktdaten oder eine Vernetzung auf LinkedIn sein.

Elevator-Pitch-Vorlage

Mit dieser Vorlage kannst du deinen eigenen Pitch Schritt für Schritt formulieren. Setze zunächst die Platzhalter ein und kürze anschließend alles, was für den ersten Kontakt nicht unbedingt nötig ist.

„Kennen Sie das Problem, dass [Problem der Zielgruppe]? Mit [Produkt/Dienstleistung] helfen wir [Zielgruppe] dabei, [konkreter Nutzen]. Anders als [Alternative] bieten wir [Unterscheidungsmerkmal]. Wenn Sie möchten, [konkreter nächster Schritt].“

Ein guter Pitch muss dabei nicht jedes Element gleich ausführlich behandeln. Je nach Situation solltest du deinen Pitch anpassen. Bei einem potenziellen Kunden steht beispielsweise der konkrete Nutzen deines Angebots im Vordergrund. Bei Investor:innen können Marktpotenzial und Geschäftsmodell wichtiger sein. Entscheidend sind die Punkte, die für das konkrete Gegenüber in diesem Moment relevant sind.

7 Tipps für deinen Elevator Pitch

Die richtige Struktur ist die Grundlage. Ebenso wichtig ist aber, wie du deinen Pitch präsentierst. Diese sieben Tipps helfen dir dabei, verständlich und souverän aufzutreten.

1. Nutze einen prägnanten Einstieg

Der erste Satz sollte unmittelbar Interesse wecken. Eine Frage, eine konkrete Beobachtung oder eine überraschende Zahl kann dabei stärker wirken als eine allgemeine Unternehmensvorstellung.

„Wie viel Umsatz entgeht Ihnen, weil Leads fünf Tage auf ein Angebot warten?“

2. Passe deinen Pitch an dein Gegenüber an

Ein Pitch ist kein unveränderlicher Textbaustein. Überlege vorab, was für die jeweilige Person relevant ist, und stelle genau diesen Aspekt in den Mittelpunkt. Bei einem Kunden kann der konkrete Nutzen entscheidend sein, während für Investor:innen beispielsweise Geschäftsmodell und Wachstumsperspektive wichtiger sein können.

3. Verwende verständliche Sprache

Dein Gegenüber sollte deinen Pitch beim ersten Zuhören verstehen. Verzichte deshalb auf unnötige Fachbegriffe und erkläre komplexe Zusammenhänge so einfach wie möglich. Teste deinen Pitch am besten mit einer Person außerhalb deiner Branche. Wenn sie nach dem Zuhören nicht sagen kann, was du anbietest, solltest du nachschärfen.

4. Achte auf Blickkontakt und Körpersprache

Blickkontakt signalisiert Aufmerksamkeit und hilft dabei, eine persönliche Verbindung aufzubauen. Bei mehreren Zuhörenden solltest du deinen Blick nicht dauerhaft auf eine Person richten. Im Videocall gilt: Positioniere die Kamera möglichst auf Augenhöhe und schaue beim Sprechen regelmäßig in die Linse.

5. Bleibe authentisch

Dein Pitch sollte vorbereitet sein, aber nicht auswendig gelernt wirken. Formuliere ihn so, dass er zu deiner Persönlichkeit und deiner natürlichen Sprechweise passt. Auch Begeisterung kann überzeugen. Sie sollte jedoch authentisch bleiben und nicht dazu führen, dass der Pitch übertrieben oder einstudiert wirkt.

6. Setze bewusst Pausen

Sprich nicht möglichst schnell, um alle Informationen in wenigen Sekunden unterzubringen. Kurze Pausen machen wichtige Aussagen verständlicher und geben deinem Gegenüber Gelegenheit, das Gesagte aufzunehmen. Gerade nach einer Frage oder einer zentralen Aussage kann eine kurze Pause wirkungsvoll sein.

7. Übe deinen Pitch regelmäßig

Ein guter Elevator Pitch entsteht selten beim ersten Versuch. Sprich ihn laut aus und teste ihn vor Kolleg:innen, Freund:innen oder Familie. Achte dabei auf die Rückmeldungen: Wird dein Angebot verstanden? Ist der Nutzen klar? Und entsteht tatsächlich Interesse an einem weiteren Gespräch?

Elevator Pitch: Weniger ist mehr

Ein guter Elevator Pitch soll nicht dein gesamtes Geschäftsmodell erklären. Er soll in kurzer Zeit eine klare Vorstellung davon vermitteln, welches Problem du löst und warum sich ein weiteres Gespräch lohnt. Entwickle deshalb zunächst eine ausführliche Version und kürze sie anschließend auf die wichtigsten Aussagen. So kannst du deinen Pitch je nach Situation flexibel anpassen.

Von weiteren Business-Tipps und inspirierenden Geschichten erfolgreicher Firmengründer hörst du in der Video- und Podcast-Reihe „Business Stories“.

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FAQ: Häufige Fragen und Antworten

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
Erfahre hier mehr zu den Bedingungen.
*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen: Business Gold Card, Business Platinum Card

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