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Golfschläger: Welche es gibt und wann sie zum Einsatz kommen

Eine Hand zieht einen Golfschläger aus einer Tasche
Redaktion AMEXcited
Sonne, herrliche Luft und der Duft frisch geschnittenen Grases – Golf ist ein Sport für Genießer:innen. Und für Könner:innen. Es geht um Kraft und Köpfchen, um körperliche und mentale Fitness. Das Miteinander begeistert dabei ebenso wie der Sieg. Doch alles Können beginnt mit Kennen. All diese Fachbegriffe! 9er-Eisen? Pitching Wegde? Putter, Chipper, Lob? Hier erfährst du, welche Golfschlägerarten es gibt, welche du gleich zu Beginn brauchst und welche erst später.

Welche Golfschlägerarten gibt es?

Jeder Golfschläger dient einem bestimmten Zweck. Die Unterschiede zwischen den Schlägern sind dabei mal größer und mal weniger groß und das Gefühl dafür stellt sich erst mit etwas Übung ein. Wichtig ist es, verschiedene Schläger auszuprobieren, ihre Eigenheiten kennenzulernen und bei der Wahl auf die eigenen Vorlieben zu achten.

Dies sind die gängigen Golfschlägerarten:

Abgeschlagen: Der Driver und die Fairways

Am Anfang wird geholzt und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Der Driver ist für viele wohl einer der bekanntesten Schläger. Er gehört zu den Hölzern und wird daher auch Holz 1 genannt. Er schafft mit etwa 190 bis 250 Metern die größte Distanz, wird nur für den Abschlag verwendet und ausschließlich mit dem sogenannten Tee gespielt. Gut zu wissen: Der Driver gilt vielen als obligatorisch, ist aber besonders schwer zu beherrschen. Ungeübte Golfer:innen verziehen beim Schlag schnell nach rechts oder links, daher ist er für sie noch kein Muss.

Nerdpedia

Mit einem Driver schaffen Profispieler:innen beim Abschlag Reichweiten von 300 Metern und mehr.

Neben dem Driver gibt es die Fairwayhölzer. Das 3er-Holz beispielsweise schlägt mit 180 bis 215 Metern etwas weniger weit als der Driver, das 5er noch kürzer (170 bis 200 Meter). Die Zahl sagt also aus, wie weit ein Schlag gehen kann. Je höher die Zahl, desto kleiner wird der Schlägerkopf. Oft verwendet werden die Hölzer 3, 5 und 7.

Tee auf dem ein Golfball liegt und dahinter ein Golfschläger

Auf Distanz: Das Eisen

Für mittlere Distanzen auf dem Fairway kommt das Eisen ins Spiel. Zur Wahl stehen meist die Eisen 3 bis 9. Ein paar Hersteller haben auch 2er- und sogar 1er-Eisen im Programm, sie sind aber sehr selten und schwer zu spielen. Je höher die Zahl, desto größer ist der Neigungswinkel der Schlagfläche (Loft) und desto kürzer wird der Schaft. Ergebnis: Die Flugbahn des Balls wird immer höher und kürzer, der Aufprallwinkel steiler. Deshalb rollt der Ball nach dem Aufsetzen immer weniger aus. Anfänger:innen setzen in der Regel Eisen aus dem höheren Zahlenbereich ein.

Gut Holz und altes Eisen

Golfschläger für den Abschlag werden Hölzer genannt, weil sie früher aus Holz gefertigt wurden. Das ist heute nicht mehr so. Ähnliches gilt für die Eisen. Die ehemals schweren Schläger bestehen heute meist aus leichten Materialien wie Titan.

Goldene Mitte: Der Hybrid

Wer gerade mit dem Golfspielen beginnt, ist mit Hybridschlägern gut bedient. Hybriden können mit relativ wenig Krafteinsatz Weiten von 150 Metern und mehr erzielen und trotzdem zielgenau schlagen. Der Hybrid dient beispielsweise als Ersatz für die anspruchsvollen langen Eisen 3 und 4. Manche verzichten sogar auf den Driver und schlagen mit dem Hybrid ab. Die Idee ist nachvollziehbar: Mit dem Allrounder üben und erst nach einigen Runden auf dem Golfplatz einen eigenen kompletten Schlägersatz erwerben.

Mann schlägt Golfball aus einer Sandgrube

Kantensprung: Das Wedge

Kürzere Distanzen unter 100 Metern und Schläge aus einer Sandgrube, auch Bunker genannt, sind ein klarer Fall für das Wedge. Die Begriffsvielfalt ist verwirrend (Gap, Approach, Chipper), doch den meisten Golfenden genügen zwei: das Sand Wedge und das Pitching Wedge. Mit einer steil stehenden Schlagfläche (Sand) bzw. sehr steil stehenden Schlagfläche (Pitching) und einem kurzen Schaft gelingen präzise, hohe Schläge, nach denen der Ball sehr schnell zum Stopp kommt.

Besonders extreme Situationen verlangen das extremste Wedge, das sogenannte Lob Wedge. Es hat die steilste Schlagfläche. Damit lassen sich sogar Hindernisse direkt vor dem Ball überspielen.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Grande Finale: Der Putter

Jetzt geht es um die letzten Meter oder gar Zentimeter auf dem Weg zum Ziel: Der Putter (gesprochen: Patter) wird auf dem Grün zum Einlochen verwendet und ist im Golfset unverzichtbar. Es gibt ihn in unterschiedlichen Designs, die eine möglichst hohe Präzision ermöglichen sollen. Viele Putter ähneln dabei optisch Minigolfschlägern. Wer seine guten Leistungen vom Fairway und vom Rough nicht mit Fehlversuchen auf dem Green verspielen will, muss sich mit seinem Putter wirklich eins fühlen. Also: Um beim Putten nicht zu patzen, am besten viele verschiedene Modelle ausprobieren.

Golfschläger in einem Golfbag

Was muss mit ins Golfbag?

14 Schläger dürfen beim Golf offiziell mit auf die Runde. Doch nicht alle sind auch wirklich nötig. Neulinge sind zunächst verwirrt von der Vielzahl der Fachbegriffe und Funktionen. Wer sich in kleinen Schritten an die einzelnen Situationen und Anforderungen herantraut, bekommt immer mehr Überblick, kann nach und nach die einzelnen Schläger ausprobieren und seine persönlichen Lieblinge finden.

Das Golfset sollte zu Anfang einen Putter, ein Pitching Wedge und ein Sand Wedge enthalten. Ein Driver ermöglicht zwar einen weiten Abschlag, allerdings nur mit viel Übung. Hybridschläger oder Fairwayhölzer (3, 5 und 7) sind für Anfänger:innen eine gute Alternative. Auch bei den Eisen ist Übung gefragt. Anfänger:innen und Hobbyspieler:innen verwenden meist die Eisen 5 bis 9. Sie können am Anfang ebenfalls durch Hybridschläger ersetzt oder ergänzt werden.

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