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Bonsai züchten: So gedeiht der kleine Baum im Wohnzimmer

Close-up eines Bonsaibaums, in den Händen eines Mannes
Redaktion AMEXcited
Markus Huth
Der knorrige Stamm hebt sich aus dem Moos hervor, die geschwungenen Äste scheinen uralt: Bonsais sehen aus wie große Bäume im Miniaturformat. Sie sind richtige kleine Kunstwerke fürs Wohnzimmer und haben nicht nur auf ihrem Ursprungskontinent Asien viele Fans. Doch Bonsais sind sehr anspruchsvolle Zimmerpflanzen – sie brauchen viel Aufmerksamkeit und Pflege. Damit sich der kleine Baum bei dir zu Hause wohlfühlt, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengestellt.
  1. Wähle die passende Baumart
  2. Bonsai selbst ziehen oder kaufen?
  3. So bringst du deinen Bonsai in Form
  4. So hältst du deinen Bonsai gesund
  5. Der Weg ist der Bonsai

Wähle die passende Baumart

Ein Bonsai lässt sich aus fast jeder Baumart züchten. Als Zimmerpflanzen eignen sich (sub-)tropische Baumarten, die sich in einer konstant warmen Umgebung wohlfühlen. Heimische Baumarten sind eher für den Garten geeignet, da sie an den Wechsel der Jahreszeiten gewöhnt sind. Für die Ästhetik spielt zudem die Größe der Blätter eine Rolle: Sie sollten klein und filigran sein, um den Miniatur-Charme des Bonsais zu unterstützen.

Der Ficus „Ginseng” (Chinesische Feige) ist ein sehr guter Bonsai für Anfänger:innen. Er wächst schnell, ist pflegeleicht und günstig. Sein dicker, wulstiger Stamm und die kleinen immergrünen Blätter lassen ihn auch im Miniformat alt und mächtig erscheinen.

Ein Ficus Ginseng in einem schwarzen Topf vor einer weißen Wand

Der Fukientee aus Asien ist eine der beliebtesten Baumarten für Bonsais. Er ist nach einer chinesischen Provinz benannt und verfügt über einen dicken Stamm, immergrüne Blätter und weiße Blüten.

Stamm und Blätter eines Fukientee-Bonsais vor schwarzem Hintergrund

Nerdpedia

Was ist ein Bonsai? Das Wort „Bonsai“ stammt aus dem Japanischen und setzt sich aus „Bon“ für Schale und „Sai“ für Baum zusammen. Es ist also ein Baum, der in einer Schale wächst.

Bonsai selbst ziehen oder kaufen?

Für Einsteiger:innen

Wenn du noch keine Erfahrung mit Bonsais hast, solltest du zunächst einen fertigen Bonsai kaufen. Das hat den Vorteil, dass du nicht mehrere Jahre warten musst, um einen schönen Bonsai in der Wohnung zu haben.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Für Fortgeschrittene

Wenn du einige Monate Erfahrung mit der Pflege eines fertigen Bonsais gesammelt hast, bist du bereit für den nächsten Schritt: einen Bonsai aus einer Jungpflanze selbst zu ziehen. Dabei kaufst du ein kleines Pflänzchen in einem Anzuchttopf, das noch nicht auf seine Bonsai-Zukunft vorbereitet wurde.
Die Pflanze muss in deiner Wohnung für ein bis zwei Jahre wachsen, bis sie einige Zentimeter hoch und stark genug ist. Dann kannst du erste Schnitte vornehmen und unerwünschte Äste und Triebe wegschneiden – dadurch werden der Stamm und die verbliebenen Äste dicker.

Für Profis

Du kannst einen Bonsai auch aus Samen ziehen. Im Fachgeschäft gibt es Samen für verschiedene Baumarten und spezielle Bonsai-Anzuchterde. Zu Hause pflanzt du eine Handvoll Samen – und brauchst anschließend viel Geduld. Erst nach etwa drei bis fünf Jahren sind die Jungpflanzen stark genug für die erste Bonsaibearbeitung.

Weibliche Hände topfen mit speziellen Werkzeugen einen Bonsai um.

So bringst du deinen Bonsai in Form

Damit die kleine Pflanze in der Schale wie ein alter Baum in der Landschaft aussieht, musst du regelmäßig in ihr natürliches Wachstum eingreifen. Dafür stehen dir zwei Methoden zur Verfügung: das Beschneiden und das Verformen. Die wichtigsten Werkzeuge sind:

Beschneiden

Mit der Bonsaischere schneidest du Blätter ab, die aus der von dir gewünschten Baumform herauswachsen. Am besten geht das, wenn du eine klare Vorstellung von der Form der Baumkrone hast, zum Beispiel kugel-, kegel- oder schirmförmig. Mit der Knospenzange entfernst du unerwünschte Äste und Zweige.

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Verformen

Aluminiumdraht ist gut geeignet für das Verformen von Ästen. Dabei solltest du für dünne Äste dünnen Draht verwenden und dicke Äste stärkeren Draht. Kupferdraht ist besonders stark und daher für dicke Stämme gut geeignet. Überlege dir, in welche Richtung ein Ast wachsen soll. Versuche, eine geschwungene Biegung zu erreichen, da dies besonders nach einem alten Baum aussieht.
Gehe folgendermaßen vor:

  1. Wickle ein ausreichend langes Stück Draht zur Verankerung zweimal um den Hauptstamm des Bäumchens.
  2. Führe den Draht um den Ast, der verformt werden soll. Achte darauf, den Draht im 45-Grad-Winkel und in etwa fingerbreitem Abstand um den Ast zu wickeln.
  3. Drücke den Draht inklusive Ast vorsichtig in die gewünschte Form.
  4. Wenn der Ast nach einiger Zeit dicker wird und von allein in die gewünschte Richtung wächst, entferne den Draht mit der Drahtzange, da es ansonsten unschöne Spuren auf der Rinde gibt.
Ein Bonsaibaum, Draht und verschiedene Bonsaiwerkzeuge auf weißem Untergrund

Traditionelle Schnittformen des Bonsais


Viele traditionelle Bonsaischnitttechniken haben japanische Bezeichnungen, hier eine Auswahl:
  • „Bunjingi“: Ein langer, weitgehend astfreier Stamm biegt und krümmt sich mit schirmartigen Blätterkronen. Das ist der klassische japanische Bonsai.
  • „Moyogi“: Der Hauptstamm wächst senkrecht nach oben und hat an abstehenden Ästen mehrere Blätterkronen.
  • „Chokkan“: Ein dicker Stamm wächst mit einer kegelförmigen Blätterkrone gerade nach oben – ein großer, mächtiger Baum als Miniaturausgabe.
Als „Yamadori“ wird ein aus der Natur entnommenes Bäumchen bezeichnet, das in eine Schale verpflanzt wird. Auch das ist eine Möglichkeit, wie du einen Bonsai züchten kannst. Aber Achtung: Du darfst deinen potenziellen Bonsai nicht von fremden oder öffentlichen Flächen nehmen.

So hältst du deinen Bonsai gesund

Die richtige Pflege hängt von der jeweiligen Baumart ab, aber es gibt einige allgemeingültige Tipps:

Ein Mann gießt einen Bonsai mit einer großen, metallenen Gießkanne.

Der Weg ist der Bonsai

Wenn dein Bonsai in der gewünschten Form wächst, wird er zu einem echten Highlight im Wohnzimmer. Besonders viel Spaß macht die Dekoration des Unterbaus: Nutze schöne Steine oder Moos, um den Bonsai wie in einer malerischen Landschaft wachsen zu lassen. Wenn du dich gut um das Bäumchen kümmerst, kann es zu einem lebenslangen Begleiter werden. Und wahrscheinlich wird es bald in schöner Gesellschaft stehen – denn ein Bonsai macht oft Lust auf mehr.

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