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Auf Eis, pur oder im Mix? Wie du welchen Whisky am besten trinkst

Eine Reihe von Whiskygläsern auf einem Holztisch
Florian Heil
Ein opulentes Mahl neigt sich dem Ende zu, die Lust auf einen Absacker steigt. Ein guter Whisky soll es sein, um den gelungenen Abend angemessen zu zelebrieren. Dein Gastgeber serviert dir ein feines Tröpfchen – auf Eis! Für dich als echte:r Liebhaber:in dieser Spirituose ein Frevel. Denn auf deiner Zunge entfaltet sich der Whisky-Genuss in seinem gesamten Aromenspektrum einzig in seiner puren Wahrhaftigkeit. Dabei sind einige Sorten durchaus geeignet, um sie verdünnt oder als Mix zu trinken. Welche das sind, erfährst du hier.
  1. Whisky als Lifestyle-Getränk
  2. Whisky pur trinken: Entscheidend ist die Temperatur
  3. Whisky als Mischgetränk: Bourbon ist das Maß der Dinge
  4. Whisky richtig trinken: Das passende Glas
  5. Whisky ist eine Glaubensfrage

Whisky als Lifestyle-Getränk

„Whisky ist kein Getränk, Whisky ist eine Weltanschauung“, sagte der britische Schriftsteller und Dichter Joseph Rudyard Kipling. Auch wem das ein wenig zu weit geht – Whisky ist für viele Menschen doch mehr als eine gewöhnliche Spirituose. Zwischen 1920 und 1980 prägte Whisky, vornehmlich Scotch, die Genusskultur einer ganzen Welt. Auch wenn der Absatz Ende des vergangenen Jahrhunderts zurückging, steht der im Holzfass gelagerte Getreidebrand auch heute noch für einen gehobenen Lifestyle.

Wurde der Whisky früher von vielen Anhänger:innen der Spirituose einfach getrunken, philosophieren Liebhaber:innen heute über viele Seiten des Getränks: über das richtige Alter, die Brennblasen, die Fassqualität, die Glasform, die die Aromen des Whiskys am besten zur Entfaltung kommen lässt und die Möglichkeit einer Wertanlage. Und natürlich über die Art und Weise des Genusses.

Zwei verschiedene Arten von Whiskyfässern vor einer Mauer

Whisky kommt wieder

Der Whiskykonsum in Deutschland, der seit 1980 teils deutlich zurückging, steigt laut der Verbrauchs- und Medienanalyse 2021 seit einigen Jahren wieder an: Gaben 2017 noch 7,6 Prozent an, mindestens einmal im Monat Whisky zu trinken, waren es 2020 schon 8,4 Prozent. Damit schafft er es im Ranking der beliebtesten Spirituosen hierzulande auf Platz neun.

Whisky pur trinken: Entscheidend ist die Temperatur

„Wenn mich jemand fragt, ob ich Wasser zu meinem Scotch möchte, antworte ich, dass ich durstig bin und nicht schmutzig“. Diese Worte stammen vom US-amerikanischen Bühnenkünstler Joe E. Lewis. Und viele passionierte Whiskytrinker:innen teilen seine Ansicht. Die vermehrte Zugabe von Wasser, möglicherweise sogar in gefrorenem Zustand, ist für Purist:innen die reine Barbarei.

In der Tat ist sich die Whisky-Szene relativ einig, dass ihr hochprozentiges Getränk am besten pur genossen werden sollte. Denn durch Eis werden die komplexen Aromen des Whiskys zu sehr verdünnt und können sich nicht optimal entfalten. Wem der Drink zu stark ist, der sollte lieber ein paar Tropfen Wasser hinzugeben. Denn entscheidend ist auch die Trinktemperatur. 18 bis 22 Grad gelten als ideal, um alle Aromen freizusetzen.

Doch gerade im Sommer ist ein kühler, erfrischender Drink oft das Mittel der Wahl, um einen tollen Tag entsprechend abzuschließen. Wenn also doch Eis, dann besser nur einen oder zwei Würfel, um den Whisky noch als solchen wahrnehmen zu können. Am besten eignet sich ein kräftiger Blended Whisky, ein Bourbon oder ein Rye Whisky. Diese Sorten verkraften den Zusatz von viel eiskaltem Wasser am besten.

Drei Whisky auf Eis, mit denen angestoßen wird

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Whisky als Mischgetränk: Bourbon ist das Maß der Dinge

„Natürlich schmeckt dieser Whisky – mit Cola“. In vielen Gesprächen unter Whiskykenner:innen finden sich solche Kommentare zu Abfüllungen von subjektiv empfundener schlechter Qualität. Whisky als Mischgetränk – für viele ein Frevel, doch weithin beliebt.

Ob als Longdrink oder als Cocktail genossen, die Varianten sind vielfältig. Welcher Whisky sich für einen Mix gut eignet, kommt in erster Linie auf die verwendeten Zutaten an. Generell sind hochwertige Whiskys auch für Mischgetränke zu empfehlen, denn Whisky soll ja nicht durch das Mischen mit anderen Zutaten erst „trinkbar“ gemacht werden.

Sowohl für den klassischen Longdrink Whisky-Cola als auch für die Cocktail-Klassiker Whisky Sour und Old Fashioned wird in der Regel Bourbon als Basis verwendet. Doch auch der würzigere und fruchtigere Rye Whisky eignet sich, um geschmacklich gegen die Auffüller zu bestehen. Whisky Soda kann hingegen gut mit einem Scotch gemixt werden, ebenso wie der Bobby Burns, ein Klassiker aus Scotch, Vermouth und Bénédictine.

Ein Bartender füllt einen Whiskycocktail aus einem Shaker in ein Glas

Whisky richtig trinken: Das passende Glas

„The light music of whisky falling into a glass – an agreeable interlude“, sagte der irische Autor James Joyce. Bereits das Geräusch, wenn der Whisky ins Glas gegossen wird, sorgte bei ihm demnach für Wohlbefinden. Doch Glas ist nicht gleich Glas – denn die Aromen sollen idealerweise gebündelt zur Nase aufsteigen können. Dafür eignet sich der gern gewählte Tumbler eher weniger, da diese Glasform zu breit ist und die Aromen sich deshalb zu schnell verflüchtigen. Besser geeignet ist ein sogenanntes Nosing-Glas. Im breiten Bauch können sich die Aromen ausbreiten, auf dem Weg nach oben werden sie aufgrund der schmalen Öffnung für die Nase konzentriert.

Drei Whiskygläser, die aus einer Flasche befüllt werden

Whiskysteine als Eisersatz

Wer seinen Whisky gern kälter genießt, seinen Drink aber nicht verwässern möchte, sollte auf Whiskysteine zurückgreifen. Diese bestehen aus Speckstein, Edelstahl oder Granit und werden einige Stunden im Eisfach gekühlt. Dann halten sie den Whisky mehrere Stunden auf der gewünschten Temperatur.

Whisky ist eine Glaubensfrage

Der richtige Genuss von Whisky ist eine Glaubensfrage. Wer auf die komplexe Vielfalt der Aromen Wert legt, wird den goldenen Brand pur oder mit ein paar Tropfen Wasser verdünnt, auf Zimmertemperatur und in einem nach oben zulaufenden Glas genießen. Und wer einfach einen erfrischenden Drink mit deutlicher Whisky-Note präferiert, wird Eis oder den einen oder anderen Filler hinzugeben. Erlaubt ist alles, was der persönliche Geschmack hergibt.

 

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