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Der Gin des Lebens – richtig mixen mit Tonic & Botanicals

Gin-Getränk mit einer Erdbeere im Eiswürfel und Limette
Florian Heil
Die verschiedenen Ginsorten in der Hausbar faszinieren durch ihre kreativen Flaschendesigns und eine Vielfalt an Geschmacksvariationen. Sie alle warten darauf, bei einem gemütlichen Abend verkostet zu werden. Ein gutes Tonic Water kann einem Gin seine Geheimnisse entlocken oder seinen eigensinnigen Charakter noch stärker hervorheben. Neben Tonic Water gibt es aber noch viel mehr Möglichkeiten, um das Kultgetränk zu veredeln. Lass dich inspirieren.
  1. Gin und Tonic: Eine komplexe Beziehung
  2. Gin Tonic mit Zutaten veredeln
  3. Gin mischen: Alternativen zu Tonic
  4. Verspielt und fruchtig: Pink Gin
  5. Vom Underdog zum Kultgetränk

Gin und Tonic: Eine komplexe Beziehung

Anfang des Jahrtausends waren sie in Deutschlands Bars und Kneipen noch die Ausnahme: die Gin-Tonic-Trinker. Meist stand auch nur eine Ginmarke zur Auswahl, vielleicht zwei, aber sicherlich nur ein Tonic Water. Nach und nach wurde das Getränk zum Trend, dann entstand ein regelrechter Hype. Plötzlich offerieren Bars 50 verschiedene Sorten Wacholderschnaps und überall in Deutschland haben kleine Gin-Destillerien eröffnet, die ihre eigenen Kompositionen vertreiben.

Das richtige Tonic Water zum Gin

Die wachsende Popularität verwundert nicht: Richtig gemixt schmeckt ein klassischer Gin Tonic einfach herausragend – erfrischend, nicht zu süß, mit einer leicht bitteren Note. Die Sorte des Tonic Waters hat dabei großen Einfluss auf den Geschmack. Denn Tonic Waters sind genauso vielfältig wie die verschiedenen Ginsorten. Sie können bestimmte Geschmacksnoten hervorheben, unauffällig begleiten oder auch überdecken. Es werden vier Kategorien voneinander unterschieden:

Klassisch: Das klassische Tonic Water passt zu ebensolchen Ginsorten, schmeckt zitronig-bitter und sorgt für die typische Frische eines Gin Tonics.

Floral-fruchtig: Fruchtige Tonics mögen einen gleichgestellten Partner mit blumiger Note, können aber auch schlichten Charakteren zu dem gewissen Etwas verhelfen.

Würzig: Würzige Tonics sind herb, weniger zitronig und geben dem Gin Tonic etwas Ursprüngliches. Sie können leichten Gins etwas Besonderes verleihen.

Dry: Dry Tonic Water gilt als sanft und weniger süß und passt sowohl zu fruchtigen als auch dezenten oder intensiven Ginsorten. Es lässt jedem Gin Raum, um seinen eigenen Charakter zu entfalten.

Zwei Drinks von oben mit Minzblättern und Limettenstücken

Gin mit Tonic mischen – der Klassiker

  • Ein Glas – Tumbler oder Highball – mit großen Eiswürfeln füllen.
  • Das Mischverhältnis von Gin und Tonic je nach Art des Glases wählen.
  • Gin und Tonic im Tumbler: 1:1 oder 1:2
  • Gin und Tonic im Highball: 1:3 oder 1:4
Final wird das Mixgetränk traditionell mit einer Zitronenspalte garniert, um die Zitrusnoten im Gin Tonic zu unterstreichen.

Gin Tonic mit Zutaten veredeln

Die mittlerweile mehr als 6.000 global verfügbaren Ginsorten führen zu einer unglaublichen Vielfalt der Genussmöglichkeiten. Schon durch leichte Abwandlungen lassen sich neue Geschmackswelten entdecken.

Gin Tonic mit Gurke

Etabliert hat sich mittlerweile eine Gurkenscheibe anstelle der Zitrusfrucht. Diese sorgt für erfrischend-erdiges Aroma. Aber Vorsicht: Die Gurkenscheibe passt nicht zu jedem Gin. Besonders gut harmoniert sie beispielsweise mit Hendrick’s Gin. Der bringt die passende Note nämlich selbst mit. Dazu passt ein mildes Dry Tonic Water.

Säckchen mit Kräutern und Gewürzen zum Veredeln von Gin

Gin Tonic mit Rosmarin oder Thymian

Etwas eleganter und intensiver wird der klassische Gin Tonic, wenn er mit Kräutern garniert wird. Ein Zweig Rosmarin oder Thymian im Glas regt den Geruch- und Geschmackssinn an und unterstützt die Entfaltung der verschiedenen Aromen. Rosmarin lässt sich außerdem sehr gut durch ein oder zwei Orangenscheiben ergänzen. Mit diesen Zutaten harmoniert beispielsweise der mediterrane Gin Mare, der bereits mit entsprechenden Botanicals der Region verfeinert wurde.

Generell gilt: Durch Kräuter, Früchte oder Gewürze gewinnt ein Gin immer dann, wenn die Ginsorte bereits entsprechende Botanicals enthält.

Woraus wird Gin gemacht?

Gin wird traditionell aus drei Grundzutaten hergestellt: neutralem Alkohol, Wacholder und den sogenannten Botanicals. Der Alkohol muss „landwirtschaftlichen Ursprungs“ sein. Dabei kann es sich zum Beispiel um Korn oder Wodka handeln. Wacholderbeeren geben dem Gin seine typische Note. Botanicals sind Früchte, Kräuter oder Gewürze wie zum Beispiel Zitrone, Thymian und Kardamom.

Gin mischen: Alternativen zu Tonic

Gin lässt sich nicht nur mit Tonic Water mixen. Klassische Ginsorten eignen sich ideal für herbe oder auch fruchtige Drinks. Beispiele gefällig?

Gin Fizz ist eine fruchtig-süße Cocktailvariation mit Sommerfeeling. Seine Bestandteile:

Negroni wird gerne als Aperitif getrunken und ebenfalls auf Ginbasis gemixt. Seine Bestandteile:

Gin Gin Mule geht auf den Moscow Mule zurück, wird aber mit Gin statt Wodka gemischt. Als besondere Komponente enthält er Ginger Beer. Seine Bestandteile:

Und dann gibt es da natürlich noch reihenweise Exoten. So reifen einige Gins wie der Berliner Brandstifter Aged Gin im Fass. Sie lassen sich deliziös mit naturtrübem Birnensaft genießen. Und der aus dem Schwarzwald stammende Monkey 47 soll besonders gut zu schwarzem Tee passen.

Zwei rote Cocktails mit Eis auf einem Tresen

Nerdpedia

James Bond trinkt seinen Martini mit 3 Teilen Gin, 1 Teil Wodka und 1/2 Teil Lillet gemixt.

Verspielt und fruchtig: Pink Gin

In Großbritannien, dem Mutterland der Spirituose, sind rosafarbene Gins seit einiger Zeit im Kommen: Bereits jeder sechste neue Gin ist rosa. Die Farbe ergibt sich durch die Beigabe von Beeren oder anderen Früchten meist nach der Destillation. Doch auch in anderen Ländern wird schon seit geraumer Zeit Pink Gin kreiert. Besonders der spanische Erdbeer-Gin Larios Rosé erfreut sich auch hierzulande großer Beliebtheit. Diese Spirituosen sind nicht nur fruchtiger, sondern durch den meist etwas geringeren Alkoholanteil auch leichter zu genießen.

Für einen Gin Tonic ist der Pink Gin allerdings nur bedingt empfehlenswert und pur sollte er wegen der starken Aromen lieber gar nicht genossen werden. Als Zutat für Cocktails hingegen kann er – beispielsweise mit herber Zitronenlimonade und Prosecco als Pink Gin Spritz – durchaus punkten.

Pink Gin mit Grapefruit und Salzrand am Glas

Vom Underdog zum Kultgetränk

Dieser kleine Streifzug deutet es bereits an: Die Möglichkeiten, mit Gin zu experimentieren, sind schier unerschöpflich und immer wieder überraschend. Die Welt des Gins lädt dazu ein, erforscht zu werden. Wer mutig ausprobiert, wird meist belohnt, denn: Am Ende ergibt alles einen Gin.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

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