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Fleischlos in Berlin – diese veganen Restaurants musst du besucht haben

Vegane Tapas mit Dips und Brotkorb, angerichtet auf Servierplatten auf einem gedeckten Tisch
Redaktion AMEXcited
Redaktion AMEXcited
Immer mehr Menschen verzichten bei ihrer Ernährung auf Tierprodukte. Laut Statista ernähren sich inzwischen 1,13 Millionen Menschen in Deutschland vegan – 33 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Andere Studien gehen von einer noch größeren Zahl aus. Längst hat sich die Gastronomie darauf eingestellt: Kaum ein Restaurant, das keine veganen Speisen auf seiner Menükarte hat. Und auch rein vegane Gourmet-Tempel sprießen aus dem Boden. Hier die besten veganen Restaurants in Berlin.
  1. Cookies Cream: Vegan-vegetarische Sterneküche
  2. Bistro Bardot: Slow Food mit Currywurst und Rührei
  3. Kopps: Vegane Küche – auch zum Nachkochen
  4. Vaust: Selbstgebrautes und schicke Charlottenburger:innen
  5. Lucky Leek: Architektonische Wunder für feine Gaumen
  6. FREA – Berlins erstes Zero-Waste-Restaurant
  7. Vor allem die kulinarische Qualität begeistert

Cookies Cream: Vegan-vegetarische Sterneküche

Wer zum ersten Mal das Cookies Cream in Berlin-Mitte besucht, wird erst Schwierigkeiten haben. Der Weg ins Restaurant führt durch eine Seitenstraße der Friedrichsstraße in einen schäbigen Hinterhof und endet an einer verschlossenen Tür, an der konspirativ geklingelt wird. Im Speisesaal dann elegante, weiß gedeckte Tische und gedämpftes, warmes Licht, das für eine coole, entspannte Atmosphäre sorgt. 2007 gründete Heinz Gindullis das Cookies. Es avancierte schnell zum kulinarischen Hotspot in Berlin und hat schon so einige Fleischesser:innen bekehrt.

Chefkoch Stephan Hentschel serviert experimentelle vegan-vegetarische Küche auf Top-Niveau und erhielt 2018 einen Michelin-Stern. Serviert wird „The Magnificant Seven“, ein wechselndes Sieben-Gänge-Menü aus regionalen und saisonalen Zutaten. Die Weinkarte bietet internationale und deutsche, zum großen Teil vegane Spitzengewächse. Wer nicht ganz so hungrig ist, kann auch nur fünf oder sechs Gänge bestellen. Der Service ist – typisch Berlin – cool und lässig, aber sehr professionell. Ein Muss bei jedem Berlin-Besuch, auch für Nicht-Veganer:innen.

Must-have: Gebackene Tomate mit Bohnen-Panachee in Trüffel-Teriyaki-Saft – zum Niederknien.

Innenraumaufnahme eines modernen Restaurants im Industrial-Stil mit elegant gedeckten Tischen

Nerdpedia

Berlin ist die vegane Hauptstadt. Mehr als 40 Restaurant verzichten hier komplett auf den Einsatz von Tierprodukten. Zudem gibt es weitere rund 40 Restaurants, die vegan-vegetarische Menüs anbieten.

Bistro Bardot: Slow Food mit Currywurst und Rührei

Im hippen Berliner Stadtteil Friedrichshain trifft sich ein internationales, junges Publikum im Bistro Bardot. In modernem, schlichtem Ambiente genießen die Gäst:innen biozertifiziertes Slow Food. Die Karte ist unterteilt in vegane und ein paar vegetarische Gerichte. Neben hausgebackenem Brot werden zum Beispiel vegane Varianten von Currywurst und Rührei serviert. Und obwohl sich das Bardot Bistro nennt, wird das Publikum auf dem rustikalen, schlichten und ökologischen Mobiliar durchaus zum längeren Verweilen animiert.

Die Küche ist einsehbar. So lassen sich die jungen, kreativen Köchinnen und Köche bei der Arbeit auf die Finger und in die Töpfe schauen. Angeschlossen ist das Bistro Bardot an ein Design-Hotel, das ebenfalls – wie das Bardot – den Namen eines internationalen Filmstars trägt: das Almodóvar. Auch hier wohnt man in puristischem, modernem Ambiente – mitten im Herzen eines der angesagtesten Stadtteile Berlins.

Unbedingt probieren: die hausgemachten Gnocchi mit Spinat.

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Nahaufnahme einer veganen Speise mit gefüllter Zucchini auf weißem Porzellanteller

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Kopps: Vegane Küche – auch zum Nachkochen

Schlichte Holztische, Kerzenschein und puristisches Design: So wird im Kopps in Berlin-Mitte, dem Restaurant des ehemaligen Theaterschauspielers Ilhami Terzi, gespeist. Bei schönem Wetter ist der Raum wegen der großen Fenster sonnendurchflutet. Wie in den meisten veganen Gourmet-Tempeln verwenden auch die Kreativen in der Kopps-Küche unter der Leitung der von Marcus Kümmel und Niklas Mirinioui vorwiegend regionale und saisonale Zutaten. Alle Gerichte sind hausgemacht und offensichtlich mit viel Liebe angerichtet.

Auch auf der Weinkarte wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Der überwiegende Teil der Weine ist biodynamisch oder -zertifiziert. Das Abendmenü besteht aus einem wechselnden Sieben-Gänge-Menü, das auch in kleineren Varianten geordert werden kann. Auf der Speisekarte werden nur die Zutaten genannt. Die Komposition bleibt der Fantasie der Köche überlassen. Wer auch seine heimischen Gäste einmal auf hohem veganen Niveau bewirten will, kann an den veganen Workshops des Kopps teilnehmen.

Nicht verpassen: Auch das Frühstück oder der Wochenend-Brunch im Kopps sind äußerst empfehlenswert.

Innenaufnahme eines modernen Restaurants mit gedeckten Holztischen

Lang lebte der Wortschöpfer

Der Schöpfer des Wortes „vegan“ war der Brite Donald Watson, der 1944 die Vegan Society gründete. Diese Gesellschaft entstand als Abspaltung der Vegetarian Society. Anders als bei dem Begriff „vegetarisch“ (engl. „vegetarian“), leitete Watson den Begriff nicht vom Lateinischen „vegetus“ (lebendig, frisch, kraftvoll), sondern vom englischen Wort „vegetable“ (Gemüse, pflanzlich) ab. Um die Abgrenzung zu den Vegetarier:innen zu verdeutlichen, erfand er die Wortneuschöpfung „vegan“. Diese Ernährungsform scheint ihm bekommen zu sein – er wurde 95 Jahre alt.

Vaust: Selbstgebrautes und schicke Charlottenburger:innen

Mit veganen Speisen und selbstgebrautem Bier verwöhnt Wolfgang Grabolle im Vaust in Charlottenburg seine Gäste. Auf der Speisekarte des rustikalen Restaurants tummeln sich herzhafte, aber durchweg vegane Gerichte. Ein Klassiker: „Gebratene Zucchini mit Polenta-Kräuter-Schnitte, Paprika-Aioli und knusprigen Kichererbsen.“ So schlicht es auf der Karte formuliert ist, so gut schmeckt es.

Sein Bier braut Grabolle in der Brewbaker Brauerei in Berlin-Moabit selbst. Warum sollte er das auch anderen überlassen? Schließlich ist er diplomierter Braumeister und sichtbar mit großem Spaß bei der Sache. Immer im Zapfhahn: ein süffiges Pilsener und ein malzbetontes Dunkelbier. Im Sommer können die Gäste beim Selbstgebrauten an einem der Tische draußen auf dem Bürgersteig schicken Charlottenburger:innen herrlich beim flotten Flanieren auf der Pestalozzistraße zuschauen.

Ein dunkles und ein helles Bier in Gläsern stehen auf einem Gartentisch aus Holz

Lucky Leek: Architektonische Wunder für feine Gaumen

Ein Glückspilz, wer sich hierher verirrt: Zwischen Wasserturm und Jüdischem Friedhof an der Schönhauser Allee im Prenzlauer Berg serviert Chefin Josita Hartanto im Lucky Leek vegane Köstlichkeiten für den feinen Gaumen. So gehen Menüs in variabler Üppigkeit, aber auch Hauptgänge von der Karte mit kompetenter Weinbegleitung Hand in Hand. Nicht weniger als eine „neue Küche“ zu kreieren, hat sich die 40 Jahre alte Starköchin, die bereits mehrere vegane Kochbücher veröffentlicht hat, auf die Fahnen geschrieben. Und daran hält sie sich. Konsequent.

Der Lohn: 2018 erhielt Hartano einen Bib Gourmand. Damit ehrt der Guide Michelin Restaurants mit hochwertiger und nachhaltiger Küche. Kein Wunder, ihre Kreationen sehen aus wie kleine architektonische Wunder, schmecken zum Niederknien und klingen so geheimnis- wie verheißungsvoll, zum Beispiel „Kürbisnuggets mit Pastinaken-Püree und Preiselbeersauce“. Ein Muss für vegane Gourmets.

Nicht verpassen: Knusper-Windbeutel mit Erdbeer-Pannacotta, Matcha-Praline und Tapioka.

Eingang eines Restaurants mit Esstischen und Begrünung im Außenbereich

FREA – Berlins erstes Zero-Waste-Restaurant

Wem vegane Küche allein nicht nachhaltig genug ist, der/die ist im FREA in der Torstraße in Berlin-Mitte richtig aufgehoben. Das Restaurant von Jasmin Martins und David Suchy ist das erste Zero-Waste-Restaurant der Hauptstadt. Nachhaltigkeit spiegelt sich hier nicht nur auf der Speisekarte wider. Die Lampen in der Küche aus Pilzen, große Holztische und wuchernde Zimmerpflanzen unterstreichen die Absichten der Chefs aufs Angenehmste. Wenn es stimmt, dass das Auge mitisst, wird es hier auch satt. Und das Preis-Leistungsverhältnis ist unschlagbar.

Alle Gerichte von Jasmin Martins und David Suchy sind hausgemacht und einfach gut: Das Sauerteigbrot, die Nussmilch, die Pasta, der Minzkefir und die Schokolade. Zudem stärken sie den lokalen Ökoanbau, denn es werden nur saisonale und regionale Lebensmittel direkt vom Erzeuger verwendet. Die Verpackungen sind plastikfrei. Und: Die hauseigene Kompostiermaschine verarbeitet den anfallenden Abfall komplett innerhalb von 24 Stunden zu einem Bodenersatzstoff, der an die Zulieferhöfe zurückgegeben wird.

Unbedingt probieren: Minzkefir und Kartoffelterrine.

Ein Mann steht an einer Küchentheke, auf der verschiedene Einmachgläser mit Früchten und Gemüse aufgereiht sind

Vor allem die kulinarische Qualität begeistert

„Spar bloß mit’s Jemüse“, lautet ein Berliner Sprichwort. Das hört man allerdings immer seltener. Vegane Restaurants liegen voll im Trend, auch wegen der hohen kulinarischen Qualität. Vegane Pizza, vegane Döner, vegane Burger: Es gibt nichts, das es nicht gibt. Immer mehr Fleischliebhaber:innen wagen Ausflüge in die Welt ohne Tierprodukte und sind zunehmend begeistert. Manche zeigen der Fleischesslust nach dem Besuch im veganen Restaurant sogar endgültig die kalte Schulter.

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