Wie mache ich eine Wettbewerbsanalyse?

Das Wichtigste aus diesem Artikel
- Definition Wettbewerbsanalyse: Die systematische Untersuchung direkter und indirekter Konkurrenten ist essenziell für die strategische Marktpositionierung.
- Vorteile der Wettbewerbsanalyse: Sie hilft, Marktveränderungen und Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und eigene Stärken und Schwächen aufzudecken.
- Schritte zur Wettbewerbsanalyse: Von der Identifikation der Konkurrenz über die SWOT-Analyse bis zur Umsetzung passender Maßnahmen.
- Relevanz: Regelmäßige Analysen sichern Wettbewerbsvorteile und fördern nachhaltiges Wachstum und bessere Marktpositionierung.
Unter dem Begriff Wettbewerbsanalyse versteht man die systematische Untersuchung der direkten und indirekten Konkurrenten eines Unternehmens auf dem Zielmarkt. Die Wettbewerbsuntersuchung spielt für Unternehmen eine essenzielle Rolle, da diese die Basis für die strategische Marktpositionierung bildet. Die Ziele einer Wettbewerbsanalyse liegen darin, das Verständnis für den aktuellen Zielmarkt und die Konkurrenz zu vertiefen, ein stärkeres Wachstum zu verzeichnen sowie eine langfristig bessere Positionierung zu erreichen.
Es gibt verschiedene Gründe, weshalb die regelmäßige Analyse der Wettbewerbssituation notwendig ist. Falls Sie beispielsweise ein neues Geschäft gründen, ist die Wettbewerbsanalyse ein fester und unverzichtbarer Bestandteil des Businessplans, um erfolgreich in den Markt einzutreten. Auch für etablierte Unternehmen ist es wichtig, in wiederkehrenden Abständen eine Wettbewerbsanalyse zu erstellen. Grund dafür ist, den angestrebten Markt und die Faktoren, die ihn beeinflussen, im Auge zu behalten.
Indem du regelmäßig eine Wettbewerbsanalyse durchführst, verschaffst du dir vielerlei Wettbewerbsvorteile. So bist du in der Lage, Marktveränderungen, Mitbewerberstrategien sowie Kundenbedürfnisse schneller zu erkennen und kannst auf diese frühzeitig reagieren. Zudem hilft dir die Erstellung einer Wettbewerbsanalyse dabei, unternehmenseigene Stärken und Schwächen aufzudecken und zu untersuchen. Ein weiterer Vorteil der Wettbewerbsuntersuchung ist es, die Marktpositionierung deines Unternehmens bestimmen zu können.
Um eine Wettbewerbsanalyse zu erstellen, ist eine systematische Vorgehensweise empfehlenswert, die alle relevanten Aspekte umfassend berücksichtigt. Du kannst dich an folgenden Wettbewerbsanalyse-Aufbau, unterteilt in 6 Schritte, halten:
Beginne die Wettbewerbsanalyse, indem du dir einen Überblick über deine direkten und indirekten Konkurrent:innen verschaffst. So kannst du Auswirkungen neuer Märkte auf dein Unternehmen besser einschätzen. Suche dir etwa 5 bis 10 Mitbewerbende aus, die ein vergleichbares Produktportfolio und Geschäftsmodell wie dein Unternehmen aufweisen.
Diese kannst du auch über SEO-Tools, Internet-Recherche, das Lesen von Branchenbüchern und -verzeichnissen oder auf Messen ausfindig machen. Die Erkenntnisse deiner Wettbewerbsanalyse fallen detaillierter aus, wenn du junge und bereits etablierte Unternehmen hierbei gleichermaßen berücksichtigst.
Die Analyse der Wettbewerbssituation beinhaltet im zweiten Schritt, sich mit aktuellen Marktstrukturen, auch Marktanalyse genannt, zu befassen. Dies gelingt dir mithilfe einer ausführlichen Marktforschung, unterteilt in eine Kombination aus Primär- und Sekundärforschung.
Im Rahmen der Primärforschung erhebe selbstständig Daten, beispielsweise durch Online-Umfragen mit potenziellen Zielgruppen und Kund:innen oder durch persönliche Interviews mit Geschäftspartner:innen, Fachleuten oder der Kundschaft. Hingegen nutze bei der Sekundärforschung bereits vorhandene Wettbewerberinformationen aus beispielsweise Geschäftsberichten, Nachrichtenartikeln oder Pressemitteilungen.
Im dritten Schritt deiner Wettbewerbsanalyse geht es darum, deine eigenen Produkte und deren spezifische Eigenschaften dem Konkurrenzangebot gegenüberzustellen. Die jeweiligen Unterschiede und Parallelen kannst du anhand folgender Faktoren herauskristallisieren:
- Alleinstellungsmerkmale
- Vorteile des Produkts
- Preisgestaltung
- Zielgruppenalter
- Qualität des Produkts
- Umweltfreundlichkeit
- Produktdesign
- Servicequalität
- Art von Funktionen und Garantien
- Benutzerfreundlichkeit
- Werbung
Die Wettbewerbsuntersuchung spielt für Unternehmen eine essenzielle Rolle, da diese die Basis für die strategische Marktpositionierung bildet.
Der nächste Schritt der Wettbewerbsanalyse besteht darin, die konkreten Marketingmaßnahmen der Konkurrenz zu analysieren. Eine Analyse der Marketingmaßnahmen kann dir beispielsweise dabei helfen, zu erkennen, aus welchem Grund ein Konkurrent trotz ähnlicher Produkte größere Marktanteile besitzt. Um ein umfassendes Bild über die Marketingstrategien deiner Konkurrenz zu erhalten, solltest du einen genauen Blick auf die Social-Media-Kanäle, Werbeanzeigen, Websiteinhalte, Pressemitteilungen und Produktbeschreibungen werfen.
Im fünften Schritt deiner Wettbewerbsuntersuchung dreht sich alles um die SWOT-Analyse. Die SWOT-Analyse dient dazu, die Stärken und Schwächen sowohl deines Unternehmens als auch die der Konkurrenz herauszuarbeiten und darauf aufbauend mögliche Chancen und Risiken des Marktumfeldes frühzeitig zu erkennen. Bei der Durchführung einer SWOT-Analyse ist es hilfreich, folgende Fragen zu berücksichtigen:
- In welchem Bereich werden momentan Erfolge erzielt?
- Wo besteht Verbesserungspotenzial im eigenen Leistungsangebot?
- Welche Stärken nutzt der Wettbewerb aktuell, um zukünftige Chancen zu ergreifen und potenzielle Risiken abzuschwächen?
Sobald du deine Wettbewerbsanalyse abgeschlossen und die wichtigsten Schlüsse gezogen hast, gilt es, diese in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Reflektiere daher gezielt, welche Maßnahmen du, basierend auf den gewonnenen Ergebnissen, ergreifen möchtest – und setze diese anschließend in die Tat um.
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