Das Wichtigste im Überblick
- Kreditkarten, und dazu zählen auch die Charge-Karten von AMEX, werden nicht an Minderjährige und somit nicht voll geschäftsfähige Personen ausgegeben.
- Jugendliche unter 18 Jahren können Prepaid-Karten oder Debitkarten (besser bekannt als „Bankomatkarte“) nutzen.
Warum eine Kreditkarte für Kinder und Jugendliche?
Grundsätzlich ist der Gedanke, dass Jugendliche bargeldlos bezahlen können und auch sollen, im digitalen Zeitalter von heute in keiner Weise außergewöhnlich. Selbstverständlich wickeln viele Jugendliche ihre Geschäfte ebenso online ab und oftmals ist dabei auch nur eine Onlinezahlung möglich. Konzert- und andere Veranstaltungstickets beispielsweise werden fast immer online reserviert und bezahlt.
Für viele Jugendliche werden auch Auslandssemester, Sprachreisen und sonstige Auslandsaufenthalte immer selbstverständlicher oder gehören zum fixen Bestandteil des Lehrplans.
Die Vorteile einer Kreditkarte auf Reisen sind natürlich nicht von der Hand zu weisen, da es kaum jemandem behagt, sein gesamtes Reisebudget bar mit sich zu führen, man auch im Ausland Bargeld beheben möchte und in Ländern wie den USA oder Nordeuropa ganz selbstverständlich vom Besitz einer Kreditkarte oder von sonstiger bargeldloser Zahlungsmöglichkeit ausgegangen wird.
Gleichzeitig sollen Jugendliche aber auch den flexiblen und eigenständigen Umgang mit Geld und bargeldlosem Zahlen erlernen. Bei Prepaid-Karten kann nur über den aufgeladenen Betrag verfügt werden, und Debitkarten für Jugendliche bieten keinen Überziehungsrahmen an. So wird der Umgang mit einem gewissen Budget erlernt, das keine Möglichkeit zur Überschreitung bietet.
Beste Kreditkarte für Jugendliche: die richtige Wahl treffen
An Minderjährige dürfen in Österreich keine Kreditkarten ausgegeben werden. Hier finden Sie eine Gegenüberstellung der beiden Kartentypen, die für Kinder und Jugendliche infrage kommen.
| Prepaid-Karten | Debitkarten |
| Um damit bezahlen oder Geld abheben zu können, muss zuerst Guthaben auf die Karte gebucht werden. Zahlungen und Abhebungen werden sofort abgebucht, wenn das Guthaben aufgebraucht ist, kann die Karte nicht mehr benutzt werden. | Bankkarte zum GirokontoZahlungen und Abhebungen werden sofort abgebucht.Überziehungsrahmen (Achtung, Zinsen!) unter 18 Jahren nicht möglich |
Worauf gilt es bei der Auswahl zu achten?
Während für Erwachsene sowie volljährige Studierende und Lehrlinge grundsätzlich alle Möglichkeiten verfügbar sind, stehen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ausschließlich Prepaid-Karten und Debitkarten zur Verfügung. Hier gilt es zu vergleichen, welche Gebühren für Karten und Kontoführung anfallen und welche Zusatzleistungen angeboten werden.
Damit Jugendliche ihr Budget selbst verwalten und den Umgang mit bargeldlosem Zahlen lernen, ist die Eröffnung eines Jugendkontos mit zugehöriger Debitkarte (Bankomatkarte) sinnvoll. Jugendkontos sind meistens kostenfrei und bieten einige interessante Zusatzfeatures (z. B. vergünstigte Konzertkarten, Willkommensboni), die es bei den einzelnen Anbietern zu vergleichen gilt.
Ein Jugendkonto kann online oder in einer Bankfiliale in wenigen Minuten eröffnet werden. Ihr Kind benötigt einen gültigen Reisepass und um Online-Banking nutzen zu können, eine E-Mail-Adresse, sowie ein Smartphone. Bis zum 14. Lebensjahr muss ein Elternteil das Jugendkonto eröffnen, danach kann es der/die Jugendliche auch selbst machen.
Tipps für Eltern: Risiko und Sicherheitsaspekte
Viele Jugendkonten sind so konzipiert, dass sie sich mit dem Kind mit entwickeln und je nach Alter mehr Funktionen zur Verfügung stehen. Bei Kindern unter 14 Jahren haben Sie meistens die Möglichkeit, Limits für Bargeldabhebungen zu setzen. Auch wenn keine Überziehung des Kontos möglich ist, sollten Sie davon Gebrauch machen, bis Ihr Kind an den Umgang gewöhnt ist.
Beginnen Sie frühzeitig mit finanzieller Bildung. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie viel ein Einkauf kostet, dass man bei Produkten Preisvergleiche anstellen kann, und stellen Sie ihm sein eigenes kleines Budget zur Verfügung, mit dem es lernt, hauszuhalten.
Sprechen Sie außerdem mit Ihrem Kind über Online-Shopping, Gratisangebote, Downloads, Probeabos und Geschenkaktionen im Internet und die Möglichkeit, dadurch in eine Abofalle zu tappen.