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Kreditkarte vorne und hinten verstehen: Aufbau und Funktionen
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Kreditkarte vorne und hinten verstehen: Aufbau und Funktionen

Kreditkarte vorne und hinten verstehen: Aufbau und Funktionen

Erfahren Sie alles zu den Informationen und Funktionen, die Sie auf Ihrer Kreditkarte vorne und hinten finden.
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AMEX - Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 18.04.2025
American Express Kreditkarte: Eine blaue Kreditkarte mit dem American Express Logo und einem Chip.
Das Angebot an Kreditkarten ist groß, der Aufbau jedoch fast immer gleich. Vorder- und Rückseite verfügen über sämtliche Bestandteile, die Sie zum Shoppen im Geschäft und online benötigen.

Inhalt

Jede Kreditkarte muss bestimmte Informationen enthalten, die auf der Vorderseite und auf der Rückseite zu finden sind. Somit halten die Karten internationale Standards ein, damit Sie überall auf der Welt online wie offline Zahlungen tätigen können. Zudem verfügen Kreditkarten über spannende Technologien wie den EMV-Chip, um sichere Transaktionen zu garantieren.

Die Informationen auf der Vorderseite der Kreditkarte

Sicher ist es Ihnen bereits aufgefallen: Die Kreditkartengröße ist immer gleich. Die Karten werden im Scheckkartenformat ausgegeben. Dabei handelt es sich um eine internationale Norm, die auch für Identitätsdokumente genutzt wird: ISO/IEC 7810 mit den Maßen 85,60 mm × 53,98 mm. Auf der Vorderseite finden Sie grundlegende Informationen Ihrer Kreditkarte.

Zahlungsdienstleister Ihrer Kreditkarte

Typischerweise finden Sie in der oberen Hälfte links oder rechts das Logo und den Namen des Dienstleisters, also beispielsweise American Express, Visa, Mastercard oder Diners Club. Das Logo gibt zudem Aufschluss darüber, wo Sie mit der Karte zahlen können. Wird die Karte von einem Bankinstitut herausgegeben, finden Sie den Namen der Bank auf der Karte (zum Beispiel bei einer von der Raiffeisen Bank ausgestellten Visa-Karte). 

Kartennummer mit IIN-Code

Bei zahlreichen Kreditkarten finden Sie die individuelle Kartennummer auf der Vorderseite. Sie besteht in den meisten Fällen aus 16 Ziffern. Bei einigen Dienstleistern sind es auch 14 oder 15, alte Karten haben sogar nur zwölf Ziffern. Die Kartennummer dient zur Identifikation der Person, die die Karte besitzt, und ist wichtig, um Online-Käufe abzuschließen. Zudem ist die Nummer hochgeprägt und lässt sich somit erfühlen.

  • Die ersten sechs Ziffern bilden den IIN-Code (Issuer Identification Number), der früher als BIN-Code bekannt war. 
  • Mit den ersten vier Ziffern dieses Codes können Sie wiederum bestimmen, welcher Dienstleister die Karte ausgestellt hat (also ob es eine Karte von American Express, Visa oder Mastercard ist). Oftmals finden Sie diese ersten vier Ziffern noch einmal gesondert auf der Karte. 

Zudem stecken in einer Kartennummer noch weitere Angaben: Mit etwas Hintergrundwissen können Sie sämtliche Informationen aus den 12 bis 16 Ziffern herauslesen.

Gut zu wissen: Bei Ihrer American Express Card befindet sich die Kartennummer auf der Rückseite und ist 15 Ziffern lang.

Name der Inhaber:innen

Auf der Vorderseite Ihrer Kreditkarte finden Sie Ihren vollständigen Namen, was der Identifikation dient. Genau wie die Kartennummer ist der Name hochgeprägt.

Ausstellungsdatum und Gültigkeitsdauer

Aus Sicherheitsgründen und um sicherzustellen, dass die Karte technisch auf dem neuesten Stand ist, bekommen Sie in regelmäßigen Abständen eine neue Karte zugeschickt. Jede Kreditkarte ist mit einem Gültigkeitsdatum versehen, nach dessen Ablauf die Karte nicht länger verwendbar ist. 

Das Datum ist mit Monat und Jahr angegeben, meist in der Schreibweise MM/JJ. Als Sicherheitsmaßnahme wird das Ablaufdatum bei Online-Einkäufen abgefragt.

Einige Karten zeigen darüber hinaus das Ausgabedatum der Karte an. Die Schreibweise ist dieselbe wie das Datum für den Ablauf der Karte.

Welche Informationen stehen auf der Rückseite einer Kreditkarte?

Auf der Rückseite finden Sie sämtliche Informationen wie den CVC-Code oder Funktionen wie den Magnetstreifen. Dabei ist eine Kreditkarte meist sehr ähnlich aufgebaut.

Magnetstreifen mit digital gespeicherten Daten

Auf dem Magnetstreifen Ihrer Kreditkarte befinden sich nicht-sichtbare Daten, die ein Händler bei einer Transaktion abruft. Sobald Sie also mit Ihrer Kreditkarte in einem lokalen Geschäft zahlen und die Karte eingelesen wird, ruft das Kartenlesegerät gezielt Informationen ab. Was schnell und einfach aussieht, ist ein komplexer Vorgang, um Kreditkartenbetrug vorzubeugen:

  • Die Daten CVC1 (Card Validation Code 1) und CVV2 (Card Verification Value 2) werden an das Zahlungssystem des Händlers übertragen.
  • Diese Daten werden mit anderen Informationen Ihrer Kreditkarte abgeglichen, um die Gültigkeit der Karte zu prüfen.
  • Nach erfolgreicher Prüfung wird die Zahlung autorisiert und das Geld abgebucht.

Unterschriftsfeld mit Prüfnummer

Unter dem Magnetstreifen befindet sich ein Unterschriftsfeld, das Sie signieren müssen. Für Einkäufe im stationären Handel ist die Unterschrift relevant. Haben Sie Ihre beantragte Kreditkarte erhalten, sollten Sie die Karte am besten sofort unterschreiben. Neben der PIN-Eingabe wird im Geschäft eine Unterschrift auf einem Kaufvertrag oder einem Kassenbon gefordert. Der Händler gleicht diese Unterschrift mit der Unterschrift auf Ihrer Kreditkarte ab.

Prüfnummer oder CVC

Die dreistellige Prüfnummer, auch CVC-Code genannt (Card Validation Code), befindet sich meist am Rand des Unterschriftsfelds der Karte. Diese Ziffer wird bei Online-Käufen (oder auch bei Einkäufen per Telefon) zusätzlich abgefragt, um Betrug zu vermeiden. 

Daten des Kreditkartenherausgebers

Auf der Rückseite Ihrer Kreditkarte finden Sie zudem sämtliche Angaben des Dienstleisters, die variieren können. Typischerweise zählen dazu:

 Telefonnummer des Notfallservice

  • Angeben zur Sofortsperre – entweder per Telefon oder online
  • Adresse

Die wichtigsten Telefonnummern sollten Sie sich notieren.

Über welche Informationen verfügt eine Kreditkarte zusätzlich?

Neben den genannten Elementen besitzen Kreditkarten weitere Informationen oder Technologien.

EMV-Chip

Mittlerweile verfügen alle neuen Kreditkarten über einen EMV-Chip, das ist ein internationaler Standard für sichere Transaktionen. Der Chip ergänzt den Magnetstreifen. Während ein Magnetstreifen nämlich statische Informationen enthält (Namen und andere Daten), funktioniert der EMV-Chip dynamisch. Das heißt: Er erzeugt bei jeder Transaktion eindeutige Codes, die das Risiko von Betrug reduzieren.

Zusätzlich kann der EMV-Chip weitere dynamische Funktionen verwalten, wie zum Beispiel das Sammeln von Bonuspunkten oder Flugmeilen, Verrechnen von Coupons und Ähnlichem.

Hologramm

Um Fälschungen zu vermeiden, verfügen zahlreiche Kreditkarten über ein Hologramm. Das können Sie auf der Vorder- oder Rückseite finden. Ähnlich wie bei Personalausweisen sind die Hologramme dreidimensional und je nach Lichteinfall zu erkennen. Die bekanntesten Hologramme:

  • American Express mit einem Centurion, dem Kommandanten der römischen Armee
  • Visa mit einer Taube
  • Mastercard mit zwei übereinanderliegenden Weltkugeln

Die PIN (nicht sichtbar)

Ihr vierstelliger PIN-Code befindet sich nirgends auf der Karte, sondern wird Ihnen per Post vom Zahlungsdienstleister zugeschickt. Der Code dient zur Sicherheitsabfrage. Üblicherweise müssen Sie ihn beim Abheben von Bargeld am Automaten, beim Bezahlen in Geschäften oder zur Überprüfung bei Online-Transaktionen eingeben.

Sicherheitsregeln beim Umgang mit Kreditkarten

Für Transaktionen reichen unter Umständen bereits Name, Kreditkartennummer, CVC-Nummer und Gültigkeitsdatum aus. Daher sollten Sie niemals diese sensiblen Daten mit Dritten teilen. Halten Sie unbedingt diese wichtigen Sicherheitsregeln ein:

  • Teilen Sie keine Fotos Ihrer Kreditkarte
  • Shoppen Sie nur in Online-Shops mit SSL-Verschlüsselung
  • Richten Sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ein

 Zudem sollten Sie regelmäßig Ihre Kreditkartenabrechnungen prüfen und bei Auffälligkeiten den Zahlungsdienstleister kontaktieren. Informieren Sie sich über weitere Sicherheitsmaßnahmen, um Betrug wie beispielsweise Phishing vorzubeugen.

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