Erklärung
Bei der Maestro-Karte handelt es sich meistens nicht um einen eigenständigen Kartentyp, sondern um eine Bezahlfunktion, die vom Finanzdienstleister Mastercard unterstützt wird. Genau genommen sind also alle Bankomatkarten, auch Debitkarten genannt, mit dem rot-blauen Maestro-Logo auch Maestro-Karten. Mit diesem Kartentyp kann in Geschäften und Restaurants im In- und Ausland bezahlt sowie Geld abgehoben werden.
Vorteile und Nachteile einer Maestro-Karte
Wie jede Zahlungsmöglichkeit hat auch die Maestro-Karte ihre Vor- und Nachteile, die in der folgenden Tabelle aufgelistet sind:
| Vorteile | Nachteile |
| Kostengünstig, da es einige Banken ohne Kontoführungsgebühren gibt und auch das Geldabheben zumindest bei der Hausbank kostenlos ist | Wird nicht überall – z. B. in Hotels oder bei Mietwagenfirmen – als Kaution akzeptiert, vor allem in den USA ist eine „echte“ Kreditkarte praktisch unumgänglich |
| Kann auch im Ausland eingesetzt werden (Achtung: Je nach Destination vorher bezüglich Freischaltung und anfallender Gebühren erkundigen) | Transaktionen werden sofort abgebucht, kein finanzieller Spielraum |
| Sichere Bezahlmethode, da jede Transaktion über 50 Euro mit der 4-stelligen PIN bestätigt werden muss |
Maestro vs. Mastercard: der Unterschied
Während es sich bei Maestro um ein Bezahlsystem für Bankomatkarten handelt, ist die Mastercard eine eigenständige Karte und kann sowohl als Debitkarte, Kredit- oder Prepaid-Karte vorliegen. Der Unterschied zwischen diesen Kartentypen liegt in der Abbuchung der Zahlung, die sowohl bei der Bankomatkarte als auch bei der Prepaid-Karte immer umgehend nach jeder Transaktion erfolgt. Die Transaktionen mit der Kreditkarte werden gesammelt und müssen im Folgemonat in Form der Kreditkartenabrechnung bezahlt werden.
Eine Debitkarte bzw. Bankomatkarte (egal ob Maestro oder mit einer anderen Bezahlfunktion) ist mit einem Girokonto verbunden. Wird damit bezahlt oder Geld abgehoben, wird dieses auch zeitnah vom Guthaben abgebucht. Befindet sich kein Guthaben mehr auf dem Konto, kann auch nicht mehr mit der Karte bezahlt werden.
Ähnlich funktioniert die Abbuchung bei der Prepaid-Karte, die allerdings unter den Begriff Kreditkarte fällt. Damit man die Prepaid-Karte benutzen kann, muss sie zuerst mit Guthaben aufgeladen werden. Eine Prepaid-Karte ist eine gute Alternative für Lehrlinge und Studierende, die die Voraussetzungen für den Erwerb einer Kreditkarte noch nicht erfüllen. Außerdem ist eine Prepaid-Karte auch eine tolle Geschenkidee für junge Erwachsene.
So funktioniert das Maestro-Bezahlsystem
Die Karten mit Maestro-Funktion sind zur kontaktlosen Nahfeldkommunikation mit einem NFC-Chip ausgestattet. Bei der Bezahlung wird die Karte an das Lesegerät des Händlers gehalten, woraufhin die Daten des Bankkontos übermittelt werden und der Betrag abgebucht wird. Bei Beträgen über 50 Euro ist die zusätzliche Eingabe der 4-stelligen PIN nötig, bei Geldabhebungen braucht es immer die PIN.
Wo kann man mit der Maestro-Karte überall bezahlen?
In allen Geschäften und Dienstleistungsunternehmen, die Bankomatzahlungen akzeptieren, kann üblicherweise mit der Maestro-Karte bezahlt werden. Ein Hinweis darauf, dass Maestro akzeptiert wird, ist häufig das Symbol mit den beiden roten und blauen Kugeln an der Tür.
Außerdem kann man mit den meisten Maestro-Karten im Internet bezahlen.