Bitte Suchbegriff eingeben…

E-Scooter mieten oder kaufen: Was es kostet und wo man sie fahren darf

Ein elegant gekleideter, junger Mann auf einem E-Scooter
Florian Heil
Florian Heil
Vor einigen Jahren noch eine Seltenheit, gehören E-Scooter vor allem in größeren Städten mittlerweile zum Alltag. Gerade in der City nutzen viele den Elektroroller, denn hier sind die meisten Wege nur wenige Kilometer lang. Alles über Vor- und Nachteile, die Verkehrsregeln und die Kosten von E-Scootern, erfährst du hier.
  1. E-Scooter: Was ist das überhaupt?
  2. Verkehrsregeln für E-Scooter
  3. Versicherung für E-Scooter
  4. E-Scooter mieten: Anbieter, Ablauf und Preise
  5. E-Scooter sind aus Städten nicht mehr wegzudenken

E-Scooter: Was ist das überhaupt?

E-Scooter, auch Elektroroller genannt, sind Elektrokleinstfahrzeuge, die mittlerweile das Straßenbild vieler Städte in Deutschland und auf der ganzen Welt prägen. Sie sehen den gängigen Tretrollern ähnlich, sind jedoch mit einem Elektromotor ausgestattet und können per Gashebel am Lenker ohne körperliche Anstrengung auf bis zu 20 Stundenkilometer beschleunigt werden.

Um mit einem solchen E-Scooter auf öffentlichen Straßen fahren zu dürfen, ist eine Betriebserlaubnis für das Gefährt erforderlich. Die meisten Hersteller haben solch eine Zulassung für ihre Modelle bereits beantragt – jedoch nicht alle. Dann sind die Käufer:innen selbst dafür verantwortlich, ihren Roller für den Straßenverkehr zuzulassen. Damit das gelingt, müssen die E-Scooter einige Anforderungen erfüllen, die Bremsen, Licht, Klingel, Lenkstange und noch weitere Dinge betreffen.

Hinweis: Diese und weitere Angaben im Artikel beziehen sich auf den Stand Mai 2022.

Extra-Tipp

Besitzer:innen einer American Express Karte sind auf Reisen weltweit gut abgesichert. Eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung ist ab der Blue Card inklusive.
Eine Person fährt auf einem E-Scooter durch einen Park

Erste Parkplätze extra für E-Scooter

In einigen Städten wurden bereits erste Parkplätze speziell für E-Scooter geschaffen, und es werden immer mehr. So können Rollerfahrer:innen beispielsweise in Stuttgart und Ulm ihr Gefährt schon auf extra eingerichteten Stellplätzen abstellen. Diese befinden sich an häufig frequentierten Mobilitätspunkten, beispielsweise an Haltestellen der Stadtbahn. Auch in den Apps der E-Scooter-Anbieter werden diese Parkplätze angezeigt – und nicht nur das: Nutzer:innen erhalten Freiminuten oder Fahrtguthaben, wenn sie ihre Scooter dort parken.

Wegweisend ist hier Paris: In der französischen Hauptstadt wurden bereits rund 3.000 E-Scooter Parkplätze eingerichtet.

Verkehrsregeln für E-Scooter

Jeder, der mindestens 14 Jahre alt ist, darf einen E-Scooter fahren, sofern sich dieser in seinem eigenen Besitz befindet – ein Pkw- oder Mofaführerschein ist nicht notwendig. Wer sich einen solchen Roller leiht, muss jedoch volljährig sein.

Das Fahren ist auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen erlaubt. Sind diese nicht vorhanden, müssen Fahrer:innen auf die Straße ausweichen – der Fußweg oder eine Fußgängerzone sind verbotenes Terrain. Insofern gilt für Rollerfahrer:innen auch die Fahrradampel. Gibt es die nicht, ist die Ampel für den fließenden Verkehr zu beachten.

Manche Einbahnstraßen sind mit dem Vermerk „Radfahrer frei“ versehen, das gilt dann auch für Elektro-Tretroller. Darüber hinaus kann die Nutzung solcher Elektrokleinstfahrzeuge auf anderen Verkehrsflächen durch das Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ gestattet werden.

Das oft kritisierte wilde Parken der E-Roller, die an einigen Straßenecken zu Dutzenden herumstehen oder liegen, ist prinzipiell erlaubt. Sie dürfen in den meisten Städten am Straßenrand und auf dem Gehweg abgestellt werden – allerdings nur so, dass sie Fußgänger und Rollstuhlfahrer nicht behindern oder gefährden.

In einigen Städten wurden die Parkregeln allerdings schon verschärft: In Frankfurt etwa dürfen die Flitzer künftig nicht mehr einfach dort abgestellt werden, wo es den Fahrer:innen gerade passt. Zum Ausgleich sollen großflächige Parkzonen geschaffen werden.

Ein junges Paar fährt lachend auf E-Scootern über einen breiten Gehweg

Was kosten E-Scooter?

Wer sich einen E-Scooter kaufen möchte, hat die Qual der Wahl: Dutzende Anbieter konkurrieren mittlerweile um die Käuferschaft. Einfache Modelle werden schon für weniger als 200 Euro verkauft, für qualitativ hochwertige Gefährte mit Straßenzulassung sind aber in der Regel mindestens 350 Euro fällig. Top-Modelle gibt es derzeit für gut 1.000 Euro. Unterschiede bestehen vor allem in Bezug auf Reichweite, Lebensdauer des Akkus, Bremsen und allgemeine Verarbeitung.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Keine Helmpflicht für E-Scooter

Eine Helmpflicht besteht für E-Scooter nicht – es ist aber, genau wie für Radfahrer, empfehlenswert, sich mit einem Helm zu schützen. Denn Unebenheiten auf der Fahrbahn wirken sich aufgrund mangelnder Dämpfung meist noch stärker aus als auf dem Bike.

Ebenfalls zu beachten: Elektroroller sind nur für eine Person zugelassen. Wer zu zweit auf einem Roller erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Daran ändert sich auch dann nichts, wenn das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten wurde.

Handy auf dem Tretroller kann teuer werden

Wer mit einem E-Scooter in Bewegung ist, sollte nicht gleichzeitig telefonieren. Denn Handys sind am Lenker genauso verboten wie am Steuer eines fahrenden Autos. Es drohen 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Wer zusätzlich andere Menschen gefährdet, zahlt 150 Euro Bußgeld, erhält zwei Punkte und bekommt einen Monat Fahrverbot.

Versicherung für E-Scooter

Ohne eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung darf ein E-Scooter nicht auf die Straße. Diese Police deckt bis zu einer bestimmten Summe alle Schäden ab, die bei Dritten verursacht werden. Für Schäden am eigenen Roller kommt die Haftplicht jedoch nicht auf. Wer diese mitversichern möchte, kann über eine Kasko-Versicherung nachdenken, die vor allem auch einen Schutz vor Diebstahl einschließt. Beide Versicherungen zusammen sind bereits für deutlich unter 100 Euro im Jahr zu bekommen.

Bei Mietrollern ist eine Haftpflichtversicherung immer inkludiert. Inwiefern weitere Schäden abgedeckt sind, unterscheidet sich teilweise von Anbieter zu Anbieter.

Ein junger Mann fährt mit einem E-Scooter auf einem Gehweg

Unbegrenzt Punkten

Jeden Tag und mit jedem Karteneinsatz deiner Amex sammelst du Punkte. Egal ob in der Nähe oder rund um den Globus – du erhältst pro Euro einen Punkt. Zusatzkarten sammeln automatisch mit und es gibt keinen Verfall der Punkte während deiner Mitgliedschaft. Grenzenlos belohnen:
  • Sachprämien: Finde dein neues Lieblingsstück.
  • Prämienvielfalt: Wähle aus starken Marken.
  • Zahlen mit Punkten: Deine Punkte machen es möglich oder begleiche Kartentransaktionen einfach nachträglich mit Punkten.
  • Reisen: Erkunde die Welt. Ob Punktetransfer zu Airline-/Hotel-Partnern, Prämienflüge oder Online-Reise-Service von American Express – du hast die Wahl.
  • Gutscheine: Mach dir selbst oder anderen eine Freude.
  • Spenden: Tu Gutes und setze Punkte für einen guten Zweck ein.

E-Scooter mieten: Anbieter, Ablauf und Preise

Der Großteil der E-Scooter, die auf den Straßen herumstehen und gefahren werden, stammt aus den Flotten der Sharing-Dienste. In Großstädten gibt es mehrere Anbieter.

Der Ablauf des Leihvorgangs ist bei allen nahezu identisch:

Solange der Akku reicht, kann der E-Scooter gefahren werden. Die Minute kostet derzeit bei den meisten Anbietern 19 Cent. Ist die Fahrt beendet, kann das Gefährt innerhalb des Geschäftsgebietes überall abgestellt werden, wo es niemanden behindert.

Nahaufnahme von zwei Händen, die ein Smartphone vor einem E-Scooter bedienen

Die größten E-Scooter-Sharing-Dienste im Überblick

Tier: Das Unternehmen Tier Mobility hat seinen Sitz in Berlin, ist in rund 90 deutschen Städten vertreten und damit einer der größten und beliebtesten Sharing-Dienste in Deutschland. Neben Scootern werden auch E-Roller und E-Bikes angeboten. Die Scooter sind zudem über die Sixt-App buchbar.

Bolt: Seit 2021 ist das in Estland gegründete Unternehmen Bolt auch in Deutschland aktiv, mittlerweile in mehr als 50 Städten. Das Scooter-Modell „Bolt 4“ kann nach Herstellerangaben zu 100 Prozent recycelt werden. Für kurze Fahrten bietet Bolt einen echten Vorteil, denn die branchenübliche Entsperrgebühr berechnet Bolt noch nicht. In einigen Städten bietet das Unternehmen auch E-Bikes oder Ride-Hailing-Services an, eine Art Gemeinschaftstaxi.

Lime: Der US-Anbieter Lime bezeichnet sich selbst als weltweit größten Sharing-Anbieter von Elektrofahrzeugen. In Deutschland ist der Verleiher in rund 60 Städten vertreten. Die Kosten pro Minute variieren bei Lime, liegen aber meist über den üblichen 19 Cent die Minute. Bei längeren Fahrten lohnen sich Tagespakete, die ab zehn Euro zu bekommen sind. Neben den Scootern werden auch E-Bikes angeboten, beide Gefährte sind auch über die Uber-App buchbar.

Voi: Der schwedische Anbieter Voi ist erst in rund 20 deutschen Städten am Start, will aber weiter wachsen. Über ein Loyalitäts-Bonussystem wird der Minutenpreis um bis zu 40 Prozent reduziert. Auch Tages- oder Monatspässe sind im Angebot. Und wer sich bei der Verkehrsschule RideLikeVoila anmeldet, kann Freifahrten verdienen.

Vier grüne E-Scooter stehen geparkt auf der Straße

E-Scooter sind aus Städten nicht mehr wegzudenken

E-Scooter-Sharing liegt seit einigen Jahren im Trend. Auch wenn nicht alle Bürger:innen diesen Dienst gutheißen, ist er vor allem aus Großstädten nicht mehr wegzudenken. Ob als Ergänzung zum Öffentlichen Nahverkehr, der nicht jede Ecke erreichen kann, als Sightseeing-Mobil für Tourist:innen oder als vergleichsweise günstige Alternative zu den Carsharing-Diensten – diese neue Mobilitätsform hat sich in Deutschland als ein nachhaltiger Teil der städtischen Transportsysteme etabliert.

Mehr zu dem Thema

An dieser Stelle befinden sich Inhalte aus sozialen Medien

Wir verwenden den Service eines Drittanbieters, um Inhalte einzubetten. Dieser Service kann Daten zu Ihren Aktivitäten sammeln. Bitte lesen Sie die Details durch und stimmen Sie der Nutzung des Services zu, um die Inhalte anzusehen.
MEHR INFORMATIONEN