Alles, was du schon immer zu Speedbooten wissen wolltest

Speedboot auf dem Meer an einem sonnigen Tag
Alexander Nebe
Alexander Nebe
Die Sonne glitzert auf dem Wasser, in rasendem Tempo steuerst du dein Boot durch die weiße Gischt, der Wind braust dir um die Ohren. Mit einem Speedboot durch die Wellen zu zischen ist ein schier unglaubliches Erlebnis. Hast du schon Erfahrungen damit und überlegst, einen eigenen Wasserflitzer zu erwerben? Ein Speedbootexperte beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema und verrät, worauf du unbedingt achten solltest.
  1. Ab wann gilt ein Boot als Speedboot?
  2. Wo ist das Fahren mit einem Speedboot erlaubt?
  3. Was sind die aktuell schnellsten Modelle?
  4. Was ist bei der Wartung zu beachten?
  5. Schnell, schneller, Speedboot!
  6. FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Ab wann gilt ein Boot als Speedboot?

Wie Alfred Zurhausen, CEO von Marine Partner Network, erklärt, gibt es für Speedboote in Deutschland keine gesetzlich festgelegte Mindestgeschwindigkeit. Für den europäischen Raum existiert jedoch zumindest ein Orientierungswert: Demnach gilt ein Boot als Speedboot, wenn es die Grenze von 100 Kilometern pro Stunde knackt. In den USA liegt der Wert bei ungefähr 120 Kilometern pro Stunde.

Ein wichtigerer Faktor ist die Form des Bootsbodens: Eine ausgeprägte V-Form in einem Winkel von 24 bis 25 Grad erlaubt auch einen schnellen Ritt durch rauere Gewässer, ohne dass die Passagier:innen übermäßig durchgeschüttelt werden. Je tiefer das V des Bodens, desto weniger Auftrieb hat das Boot – und desto mehr Leistung braucht der Motor.

Nerdpedia

Den Weltrekord für das schnellste Speedboot hält bis heute die „Spirit of Australia“. Im Oktober 1978 erreichte sie unglaubliche 511 Kilometer pro Stunde – auch dank eines 34-Turbojet-Strahltriebwerks.

Wo ist das Fahren mit einem Speedboot erlaubt?

Grundsätzlich darfst du auf fast allen Gewässern fahren – es sei denn, es ist explizit verboten. Informiere dich am besten vorher im örtlichen Hafen oder online über die Gesetzgebung des Landes, in dem du eine Spritztour planst, und über die Regeln im jeweiligen Fahrgebiet. Gerade im Binnenbereich gibt es häufig Tempobegrenzungen und weitere Beschränkungen. So sind zum Beispiel auf der Maas nur maximal 20 Kilometer pro Stunde erlaubt; auch auf der Mosel gilt in einigen Flussabschnitten ein Tempolimit.

Hin und wieder darfst du auch im Bereich der Ortsdurchfahrten nicht volle Power geben. Im deutschen Teil des Rheins gibt es hingegen keine Beschränkungen. Aber natürlich gilt auch hier die allgemeine Sorgfaltspflicht: Achte also überall darauf, dass du Sicherheitsabstände einhältst, Menschenleben und andere Schiffe nicht gefährdest sowie die Umwelt schonst – und passe dein Tempo immer an die jeweilige Situation an.

Nahaufnahme der Hand eines Mannes am Steuer eines Schnellboots bei Sonnenuntergang.

Was kostet ein Speedboot?


Für ein Boot der Einsteigerklasse solltest du mindestens 200.000 Euro einplanen. Falls du mit ordentlich Schmackes übers Wasser brettern möchtest, solltest du mindestens eine halbe Million Euro investieren. Die teuersten Modelle kosten etwa fünf Millionen Euro.
Hier eine Auswahl von Modellen in drei verschiedenen Preiskategorien:

Outerlimits SV-29
9 Meter lang, 565 PS (1 Motor), Höchsttempo 155 km/h
Preis: ab 500.000 Euro

Outerlimits SL-52
16 Meter lang, 2 X 1550 PS, Höchsttempo 235 km/h
Preis: ab 2 Millionen Euro

Cigarette Racing 515 Project ONE
16 Meter lang, 2 X 1550 PS, Höchsttempo 220 km/h
Preis: ab 2,5 Millionen Euro

Was sind die aktuell schnellsten Modelle?

Die schnellsten Speedboote mit V-Rümpfen für den Freizeitsport sind die Outerlimits SL 50. Ihre Motoren schaffen eine Spitzengeschwindigkeit von rund 235 Kilometern pro Stunde. Katamarane der Firma MTI oder Skater knacken sogar die magische Grenze von 300 Kilometern pro Stunde, sie gehören allerdings zu den Mehrrumpfbooten. Ebenfalls ganz vorne mit dabei sind Einrumpfboote des Herstellers Cigarette Racing, bei denen die Tachonadel auch mal bis zu 220 Kilometer pro Stunde ausschlägt.

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Welche Technik und Materialien stecken dahinter?

Die Hersteller von Freizeit-Speedbooten bieten eigentlich immer zwei V8-Motoren an. Diese Kraftpakete gelten bei den Bootsmotorenherstellern in diesem Hochleistungsbereich als Standard. Bei hochwertigen Sportbooten wird zudem auf Leichtbau geachtet, und es kommen hauptsächlich hochwertige Materialien wie Karbon, Kevlar oder Epoxidharz zum Einsatz.

Luxus-Schnellboot rast über das Meer

Was ist bei der Wartung zu beachten?

Regelmäßige Technikchecks sind Pflicht – achte dabei stets darauf, dass sie nach den Vorschriften des Herstellers ablaufen. Vorschnelle und unüberlegte Maßnahmen in Eigenregie können unerfreuliche Folgen haben. Grundsätzlich gilt die Regel: Je höher die Leistung des Motors, desto häufiger ist eine Wartung angesagt.

Bei den Bootsmotoren gibt es übrigens nur zwei verschiedene Klassen. Im Schnellbereich findest du fast ausschließlich Benziner: Die vereinzelten Dieselmotoren sind eine absolute Marktnische. Denn im Vergleich zu Benzinern haben sie höhere Drehmomente und brauchen deshalb weit stärkere Z-Antriebe und Getriebe – diese fressen den Geschwindigkeitsbonus praktisch wieder auf.

Wie oft muss ein Speedboot zur Wartung?

Bei Standardmotoren reicht eine Wartung pro Jahr, einen Hochleistungsmotor solltest du nach einer Laufzeit von 25 Stunden durchchecken lassen. Bei 50 Stunden Betrieb pro Jahr fällt eine Wartung hier also zweimal jährlich an.

Sehr wichtig sind regelmäßige Ölwechsel. Frisches Öl ist immer noch die beste Versicherung für einen ebenso lang wie zuverlässig laufenden Motor. Im Vergleich zu anderen anfallenden Kosten ist es vergleichsweise preisgünstig – je nach Motorenmodell fallen dafür zwischen 500 und 1000 Euro pro Wartung und Motor an.

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Welche Pflege ist nötig?

Für ultimativen Pflegeluxus sorgen Bootslifte, die aber eher in den USA verbreitet sind. Sie heben das Speedboot mithilfe von Hydraulik oder Druckluft aus dem Wasser. So schützt du vor allem die empfindliche Antriebstechnik vor Schäden durch Salzwasser. Das kostet zwar, ist aber immer noch günstiger, als Motorenteile aufgrund von Rost austauschen zu müssen.

Wenn das Boot fast das gesamte Jahr im Wasser liegt, ist ein Schutzanstrich – zum Beispiel gegen den Befall von Muscheln – sinnvoll. Allerdings verringert er die Geschwindigkeit. Wenn du mit deinem Flitzer durch Salzwasser gefahren bist, solltest du den Motor mit Süßwasser spülen, um die Korrosion zu verringern.

Mehrere aneinandergereihte, aufgebockte Boote im Hafen

Mit der Lizenz zum Wasserflitzen

In den James-Bond-Filmen haben Speedboote seit Jahrzehnten große Auftritte bei spektakulären Verfolgungsjagden – etwa in „Leben und sterben lassen“ (1973), „Die Welt ist nicht genug“ (1999) oder „Casino Royale“ (2006).

Schnell, schneller, Speedboot!

Ein rasanter Tripp an Bord eines Schnellbootes ist ein Fest für die Sinne, das schnell süchtig machen kann – ganz egal, ob du auf einem See, Fluss oder auf offenem Meer in atemberaubendem Tempo über die Wellen gleitest. Speedbootfahren ist die Königsklasse des Motorbootsports und Adrenalin pur. Um das schnittige Kraftpaket souverän zu beherrschen, solltest du unbedingt eine zusätzliche Schulung absolvieren. Dann steht dem temporeichen Spaß nichts mehr im Weg.

Und falls du mal etwas ruhiger übers Wasser gleiten möchtest, ist eine Fahrt mit dem Elektroboot eine abwechslungsreiche Alternative. Oder wie wäre es mit einer Segelschiff-Tour durch eine der schönsten Segelreviere Europas? Gut zu wissen vor Reiseantritt: Mit dem Premium-Versicherungspaket der Gold oder Platinum Card ist auch deine Familie auf Reisen bestens abgesichert.*

FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Wie schnell ist ein Speedboot?
Ein Boot gilt als Speedboot, wenn es mindestens 100 Kilometer pro Stunde fährt, in den USA liegt dieser Wert sogar bei 120 Kilometern pro Stunde. Den Weltrekord für das schnellste Speedboot hält die „Spirit of Australia“, die 1978 mit 511 Kilometern pro Stunde beeindruckte.
Wie viel PS hat ein Speedboot?
Die PS-Zahlen sind bei den jeweiligen Modellen sehr unterschiedlich. Während die Outerlimits SV-29 beispielsweise 565 PS aufweist, kommt die Outerlimits SL-52 mit zweimal 1.350 PS daher.
Was kostet ein Speedboot?
Die Preise variieren je nach Modell stark. Einsteigerboote sind ab etwa 200.000 Euro erhältlich, die teuersten Modelle kosten rund 5 Millionen Euro.

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