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Dresscode Business Casual: So geht’s

Ein Mann in Anzug und Hemd sitzt auf einem Brückengeländer
Redaktion AMEXcited
Nele Weissenborn
Wenn auf der Einladung zur Firmenveranstaltung oder in der Kleiderordnung im neuen Job die Formulierung „Business Casual“ auftaucht, sind viele erst einmal ratlos. Welche Kleidung ist angebracht? Was für Kombinationen sind okay? Sind meine neuen Sneaker zu casual für den Look? Und geht mein Sakko auch zur Jeans? Alles nicht so wild: Wir zeigen dir, wie du den Look meisterst und das perfekte Büro-Outfit findest.
  1. Was heißt Business Casual?
  2. Für die Herren gilt: Anzug mit Hemd ohne Krawatte
  3. Was ist Business Casual für Damen?
  4. Business Casual: Das sind die No-Gos
  5. Mit diesen 5 Tipps gelingt der Business Casual Look 
  6. Ist ein Dresscode überhaupt noch zeitgemäß?

Was heißt Business Casual?

Seriös, aber nicht overdressed auszusehen erfordert Fingerspitzengefühl. Im klassischen Sinn bedeutet Business Casual für Männer: Anzug ohne Krawatte. Frauen sind in der Regel mit einer Bluse und einer eleganten Hose oder einem knielangen Rock gut beraten. Doch wo kommt die Kleiderordnung zum Einsatz? Meist bei lockeren Business-Veranstaltungen, internen Meetings ohne die Chefs, ungezwungenen Workshops und After-Work-Events. Aber Vorsicht: Es handelt sich dennoch um ein repräsentatives Outfit und sollte nicht zu leger interpretiert werden.

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Der Casual Friday – englisch für „zwangloser oder lässiger Freitag“ – stammt aus den USA und bezeichnet die Gepflogenheit, am Freitag vom strengen Dresscode abzuweichen. Anstelle der sonst vorgeschriebenen Business-Kleidung greifen Mitarbeiter:innen an diesem Tag zur Freizeitkleidung. Eingeführt in den späten 50er-Jahren, diente die gelockerte Kleiderordnung vor allem der Mitarbeiter:innen-Motivation.

Für die Herren gilt: Anzug mit Hemd ohne Krawatte

Trotz dieser Faustregel bietet der Business Casual Look für die Herren genug Spielraum. Kreativität ist erlaubt, sofern diese Spielregeln beachtet werden: Sakko und Hose müssen nicht einheitlich sein. Statt Hemd geht auch ein unifarbenes T-Shirt – dann aber bitte mit Sakko darüber. Mit der Kombination aus Stoffhose, Hemd und Sakko macht keiner etwas verkehrt. Für Hemden gilt: Farbige Button-Down-Hemden sind eine gute Wahl. Wer besonders mutig ist, kombiniert schlichte Blousons und dünne Jacken zum Hemd. An den Füßen überzeugen Schnürschuhen, Loafer oder Slipper.

Ein Mann im Anzug sitzt in einem Auto, im Hintergrund Sonnenschein

Für jede Saison das passende Outfit

Im Sommer greifen Männer beim Business Casual Look am besten zu luftigen Chinos, Button-Down-Hemden aus Seersucker oder Leinen sowie edlen Poloshirts. An kälteren Tagen ist auch ein feiner Strickpullover unter dem Sakko erlaubt. Auch V-Neck-Pullover, die über dem Hemd getragen werden, bieten sich an. Bei dieser Kombination sollte allerdings beachtet werden, dass nur der Kragen vom Hemd zu sehen ist – nicht die halbe Brust.

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Was ist Business Casual für Damen?

Die Kleidung, die Damen beim Dresscode Business Casual wählen, sollte im besten Fall dezent und elegant sein. Von modernen Blusen über feine Pullover, dezente Kleider oder Jumpsuits bis zu schlichten Baumwollhosen oder eleganten Röcken – Frauen haben die freie Wahl. Farbige Akzente sind gern gesehen. Von zu schrillen Farbkombinationen ist aber abzuraten. Es müssen nicht zwangsläufig hohe Schuhe zum Business Casual Look sein: Auch elegante Ballerinas, Slipper oder Loafer passen zu diesem Dresscode. Bei der Wahl der Accessoires gilt: Lieber zu unauffälligem Schmuck wie etwa kleinen Ohrsteckern greifen.

Eine Frau in einem blauen Blazer steht vor einer Garage und trinkt aus einem Becher

Sneaker zum Business Casual Look?

Da gehen die Meinungen auseinander. Generell haben Turnschuhe im Business Casual Look nichts verloren. Eine geduldete und oft gesehene Ausnahme sind schlichte, weiße Sneaker. Ohne Muster, ohne auffällige Markenlogos und verspielte Details. Und der Rest des Outfits sollte dementsprechend nicht zu sportlich ausfallen.

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Der Business Casual Look wird übrigens auch dann verlangt, wenn in der Einladung als Dresscode „Day Formal“ angegeben wird.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Business Casual: Das sind die No-Gos

Wenn der Dresscode oder die Firmenpolicy Business Casual erfordert, sollten diese Dinge lieber vermieden werden:

Woher kommen Dresscodes?

Die formelle Kleiderordnung hat ihren Ursprung im Altertum und im Mittelalter. Je höher der soziale Stand des Trägers, desto edler war das Material der Kleidung. Besondere Stoffe wie Seide, Samt und Pelz durfte früher nur der Adel tragen.

Mit diesen 5 Tipps gelingt der Business Casual Look

1. Schuhe immer putzen

Dreckige und ausgelatschte Schuhe ruinieren jedes Outfit. Klassische Schuhe wie Budapester oder Loafer sind bei Business Casual ideal. Zu ausgefallene Designs und Farben sind eher etwas für abends.

Zwei Hände putzen ein Paar Herren-Lederschuhe mit Schuhwachs

2. Auf den Sitz kommt es an

Wenn die Kleidung nicht vernünftig sitzt, kann sie noch so teuer sein – sie wirkt dann einfach schludrig. Bei Anzughosen lohnt sich ein Gang zum Schneider – er verhilft den edlen Beinkleidern zur richtigen Länge.

An einem Hosenbein wird Maß genommen

3. Understatement

Lieber zu gedeckten Farben greifen und schrille Farbkombinationen vermeiden. Für Hemden gilt: Weiß, Blau und Pastell sind immer eine gute Wahl. Hosen am besten in Schwarz, Navy, Grau und Beige kaufen. Frauen sind da freier und können auch zu etwas bunteren Outfits greifen.

Ein Mann in Businesskleidung sitzt auf einer Holzbank, in den Händen hält er ein Smartphone und eine Brille

4. Accessoires: Ja, bitte – aber dezent!

Große Gürtelschnallen, dicke Goldketten und Uhrenarmbänder aus Gummi haben beim Business Casual Look nichts verloren. Stilvoller sind hochwertige Uhren, dezente Ohrringe und zarte Ketten aus hochwertigen Materialien.

Nahaufnahme der Handgelenke eines Mannes in einem blauen Anzug, er berührt seine Armbanduhr

5. Der richtige Gürtel

Der Gürtel sollte immer zu den Schuhen passen. Leichte Unterschiede im Farbton sind okay, da man nie beide direkt nebeneinander sieht. Idealerweise sitzt der Gürtel im mittleren Loch. Mit sportlichen Hosen wie Chinos können auch Stoffgürtel kombiniert werden.

Ein Paar Lederschuhe und ein Ledergürtel in derselben Farbe vor türkisfarbenen Hintergrund

Ist ein Dresscode überhaupt noch zeitgemäß?

Dresscodes dienen als Orientierungshilfe und erleichtern die Kleiderwahl. Wer morgens weiß, was er oder sie anzuziehen hat, spart Zeit und Nerven. Bei vielen offiziellen Anlässen gehört ein Dresscode in der Einladung zum guten Ton und sorgt dafür, dass sich niemand aufgrund seiner Kleidung deplatziert fühlt. Ein einheitlicher Look erhöht außerdem das Zugehörigkeitsgefühl und repräsentiert – im Geschäftsumfeld – die Firmenidentität.

Im modernen Berufsleben verschwimmen die Grenzen der formellen Kleiderordnung immer mehr: Je nach Firmenkultur wird Business Casual auch legerer interpretiert. Nicht mehr zeitgemäß ist hingegen die Geschlechtertrennung in Männlein und Weiblein (wie zum Beispiel beim Rockzwang für Frauen), auch weil sie nicht binäre Personen kategorisch ausschließt. Allgemeine Empfehlung: Jede:r sollte das anziehen, worin er sich wohlfühlt – wenn es zum Dresscode passt.

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