- Small Talk im Business als unterschätzte Kunst
- 6 Tipps für den Business-Small-Talk
- Geeignete und ungeeignete Small-Talk-Themen
- Small Talk im internationalen Umfeld
- Small Talk im Business: Kleines Gespräch mit großer Wirkung
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Alles Wichtige auf einen Blick
Wichtig sind eine offene Haltung, echtes Zuhören und das Vermeiden sensibler oder kontroverser Themen. Small Talk lässt sich üben – und wird mit Routine zu einem wertvollen Werkzeug für Networking und Kundengespräche.
Small Talk im Business als unterschätzte Kunst
Small Talk kann ein Türöffner sein. Besonders in Deutschland gilt die „leichte, beiläufige Konversation“, so die Definition laut Duden, aber als Herausforderung. Im internationalen Vergleich gelten die Deutschen beim Small Talk als zu ernsthaft und sachlich in der Themensetzung.
Oscar Wilde nannte Small Talk „die Kunst, alles zu berühren und nichts zu vertiefen“. Genau darin liegt seine Stärke: Nicht der Inhalt zählt, sondern die Verbindung zwischen zwei Menschen. Oft wird die soziale Kraft von Small Talk unterschätzt. Das kann Small Talk im Business bewirken:
- Gemeinschaft schaffen: Im Corporate-Umfeld kann Small Talk ein Gefühl von Nähe und Zugehörigkeit schaffen und den Raum für Begegnung öffnen.
- Hierarchien überwinden: Beim Small Talk im Business-Kontext treten Unterschiede in Status oder Position zurück. Gemeinsame Interessen schaffen Augenhöhe.
- Vertrauen herstellen: Ein kleiner Plausch macht Fremde zu Bekannten. Der positive Ersteindruck, der dabei entsteht, kann später beruflich entscheidend sein und die Zusammenarbeit erleichtern.
- Tiefgreifendes vorbereiten: An den Übergängen zwischen Programmpunkten – beim Ankommen, in Pausen, beim Abschied – baut Small Talk eine Brücke zu intensiveren Gesprächen.
- Eine Auszeit ermöglichen: Leichte Themen bieten eine kurze Pause vom Arbeitsalltag. Im Gespräch über leichte Themen rücken Verpflichtungen in den Hintergrund.
Good to know: Nahezu jede erfolgreiche Führungskraft beherrscht die Kunst des Small Talks. Die Kommunikationsform ist essenziell zum Business Networking sowie für die Beziehungspflege und erhöht die Bereitschaft des Gegenübers, offen zu sprechen.
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6 Tipps für den Business-Small-Talk
Wir geben dir ein paar Tipps, mit denen du Small Talk am besten gestaltest und für dein Business nutzen kannst.
1. Mit deinem Körper ein Willkommen aussprechen
Dein Gegenüber nimmt dich wahr, bevor du ein Wort sagst. Eine offene, zugewandte Haltung signalisiert Interesse und Selbstsicherheit. Stehe aufrecht, halte Blickkontakt und lächle. Verschränkte nicht die Arme, das wirkt abweisend und schafft unbewusst Distanz.
2. Das Eis brechen und Gemeinsamkeiten finden
Auch wenn du vermeintlich nichts über dein Gegenüber weißt: Ihr habt garantiert etwas gemeinsam. Zunächst einmal seid ihr zur selben Zeit am selben Ort. Was führt euch her? Wo begann eure Reise? Welchen Eindruck habt ihr von der Veranstaltung? Nutze das Hier und Jetzt, um Gemeinsamkeit zu schaffen.
3. Ehrliches Interesse signalisieren und Fragen stellen
Nutze die Chance, aus der Beliebigkeit auszubrechen und etwas Persönliches über dein Gegenüber zu erfahren. Stelle offene Fragen, die dazu einladen, mehr von sich zu erzählen. So fühlen deine Gesprächspartner:innen sich gesehen und wertgeschätzt.
4. Aufmerksam sein und richtig zuhören
Blicke dein Gegenüber an, wenn ihr miteinander redet. So entsteht eine Verbindung und du zeigst Respekt. Indem du richtig zuhörst, schaffst du die Basis für ein gutes Gespräch, kannst zum Beispiel weitere gekonnte Fragen stellen.
5. Dem Gegenüber ein gutes Gefühl geben
Kritik und pessimistische Aussagen belasten das Gesprächsklima. Sie machen es deinem Gegenüber schwer, locker zu bleiben und Anknüpfungspunkte zu schaffen. Der Small Talk soll euch beiden Vergnügen bereiten. Halte dich deshalb an leichte Themen.
6. Einen runden Abschluss finden
Wenn klar ist, dass ihr den Small-Talk beenden werdet, um zum Beispiel zum nächsten Punkt auf der Agenda zu kommen, schließe das letzte Thema positiv ab. Du kannst deinem Gegenüber zum Beispiel ein Kompliment zum Gespräch machen „Ich könnte mich noch viel länger weiter unterhalten. Das war wirklich super interessant.“
Und biete deine Visitenkarte an, falls du für die Zukunft weiteren Kontakt wünschst oder für die Kundenakquise.
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Geeignete und ungeeignete Small-Talk-Themen
Welche Themen im Small Talk funktionieren, hängt stark vom Kontext ab. Doch einige Klassiker schaffen fast überall eine angenehme Gesprächsbasis. Eine gute Orientierung bieten unverfängliche, alltagsnahe Themen, die dein Gegenüber nicht in Verlegenheit bringen. Andere Themen hingegen bergen Konfliktpotenzial oder überschreiten persönliche Grenzen.
Geeignete Themen sind leicht, verbindend und alltagsnah:
- Ankommen und Anlass: Eindrücke zur Veranstaltung, Anreise, Atmosphäre, ein unverfängliches Kompliment
- Freizeit und Kultur: Hobbys, Filme, Musik, Bücher, Konzerte, kleine Anekdoten
- Essen und Genuss: Lieblingsgerichte, Restaurantempfehlungen
- Reisen: Reiseziele, Erfahrungen, Tipps
- Umgebung und Alltag: Wohnort, Stadtviertel, Natur, Spaziergänge, Garten oder Umzug
Zu heikle, zu private oder konfliktträchtige Themen sind ungeeignet:
- Privates: Partnerschaft, Sexualität, familiäre Probleme, Finanzen
- Sensible Bereiche: Krankheit, Tod, Identität
- Kontroverses: Politik, Religion, diskriminierende Inhalte
- Negatives: Lästern, Klatsch, ungefragte Ratschläge
Small Talk im internationalen Umfeld
Im internationalen Kontext zeigt sich besonders deutlich, wie unterschiedlich die Erwartungen an leichte Gespräche sein können: Im angelsächsischen Raum zum Beispiel gehört überschwänglicher Enthusiasmus zum guten Ton. In Frankreich werden Geist und Witz beim Business-Small-Talk geschätzt.
Während Small Talk in vielen Kulturen als höflicher Einstieg und unverzichtbare Beziehungspflege gilt, neigen Deutsche dazu, rasch zur Sache zu kommen. Oft schneller, als es dem Gegenüber lieb ist.
Die Kunst besteht darin, die Beziehungsebene nicht zu überspringen. Kleine Komplimente, Achtsamkeit und ein bisschen sprachliche Leichtigkeit erleichtern es, den gemeinsamen Rhythmus zu finden, wie bei einem Tanz, bei dem du auf den Schritt der anderen Person achtest.
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Small Talk im Business: Kleines Gespräch mit großer Wirkung
Small Talk im Business wirkt vielleicht auf den ersten Blick banal, doch er kann viel: Türen öffnen, Nähe schaffen und dabei helfen, Menschen zu erreichen, die dir sonst fremd geblieben wären. Wenn du dich traust, mit Leichtigkeit ins Gespräch zu gehen, entsteht oft ein gemeinsamer Moment, ein Gefühl von Verbundenheit.
Du musst dafür weder besonders wortgewandt noch extrovertiert sein. Es reicht, neugierig auf dein Gegenüber zuzugehen und der Person mit echter Freundlichkeit zu begegnen. Dann wird aus scheinbar nebensächlichen Worten ein kraftvoller Anfang – eine super Basis für eine Geschäftsbeziehung.
Viele Situationen, in denen Small Talk angebracht ist, ergeben sich auf Dienstreise. Mit den Tipps in diesem Artikel wird dir der Small Talk erleichtert. Und die Reisebuchung wird dir mit der Business Platinum Card erleichtert: Buchst du mit dieser deine Geschäftsreisen über den Online-Reise-Service von American Express, profitierst du von besonderen Vorteilen wie 200 Euro Online-Reiseguthaben.*