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Made in Germany: 6 deutsche Modelabels, die du kennen solltest

Zwei männliche und weibliche Models lehnen an einer ockerfarbenen Felswand und tragen winterliche Outfits aus der FW Kollektion von BOSS
Nina Nestler
Nina Nestler
Die deutsche Modelandschaft ist vielseitig – ob im Luxussegment, in der Ready-to-wear-Mode oder im Bereich Streetwear. Die Designer:innen hierzulande müssen sich keinesfalls verstecken, im Gegenteil: Viele sind rund um den Globus bekannt und beliebt. Denn Mode made in Germany ist nicht nur traditionsbewusst, sondern auch kreativ und innovativ. Wir haben eine Liste mit sechs Labels zusammengestellt, die du kennen solltest.
  1. Hugo Boss: High-End-Fashion aus Metzingen
  2. William Fan: Experimentelle Ready-to-wear mit asiatischem Einfluss
  3. Jan 'n June: Faire, minimalistische Looks
  4. A Kind of Guise: Qualitative Mode produziert in Deutschland
  5. Hien Le: Cleane und hochwertige Outfits on demand
  6. Iris von Arnim: Das Stricklabel im Luxussegment
  7. Deutsche Designer:innen: Innovativ und bedacht

Hugo Boss: High-End-Fashion aus Metzingen

Eines der international wohl bekanntesten deutschen Modelabels ist Hugo Boss. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens mit Sitz in Metzingen begann bereits 1924, damals allerdings noch mit der Herstellung von Berufsbekleidung. Erst Ende der 40er-Jahre startete Hugo Boss mit der Fertigung exklusiver Herrenanzüge, für die das Label auch heute noch bekannt ist. Aufgeteilt in die Unterlinien Boss und Hugo, gehören zum Portfolio mittlerweile nicht nur Herren-, Damen- und Kinderbekleidung, sondern auch Accessoires, Düfte und Homewear.
Unter anderem zeigt das deutsche Fashion-Unternehmen seine Kollektionen während der Mailänder Fashion Week und beweist immer wieder, wie lässig Tailoring sein kann. Denn neben den klassischen Anzügen lässt das Unternehmen sein Know-how im Konfektionieren auch in alltagstaugliche Casualwear einfließen – was unter anderem die Modelinie Boss x NBA und die Kooperation mit Russel Athletic verdeutlichen.

Der Stil: von Business bis Casual und Athleisure.

Ein Mann in dunklem Anzug, Mantel und Sneakern bei der Landung eines Sprungs.

William Fan: Experimentelle Ready-to-wear mit asiatischem Einfluss

William Fan weiß, dass vor allem auch Mode ein gendersensibles Thema ist. Seit 2015 entwirft der Designer in seiner Wahlheimat Berlin Fashion, die mit Klischees spielt und ungeachtet des Geschlechts getragen werden kann: „Ich empfinde die Differenzierung von Mann und Frau als nicht mehr zeitgemäß. Solange ein Produkt gefällt und man darin nicht verkleidet aussieht, soll sich keiner einschränken lassen“, brachte er es in einem Interview einmal auf den Punkt. Dabei sind seine Looks auch immer inspiriert von seinen chinesischen Wurzeln.

So verbindet er gerne ostasiatische und europäische Elemente. Das zeigt sich vor allem durch die Kombinationen der Stoffe wie beispielsweise Seide mit Hightech-Materialien. Oder auch in den Schnitten, die an Kimonos oder traditionelle Wickelhosen erinnern.

Der Stil: William Fan drapiert, faltet und wickelt asymmetrische Looks aus besonderen Stoffen und Materialien – und gilt definitiv weiterhin als „Label to watch“!

Ein limonengrüner Mantel hängt neben einem weißen Trägerkleid auf einer besonderen Kleiderstange im William-Fan-Store

Nerdpedia

Die erste Förderinitiative, die bewusst deutschen Nachwuchsdesigner:innen die Chance bot, ihre Entwürfe zu zeigen, war der Vogue Salon. Er wurde 2011 anlässlich der Berliner Fashion Week von der damaligen Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp ins Leben gerufen.

Jan 'n June: Faire, minimalistische Looks

Bei einer Flasche Wein im Sommer 2013 kam Jula Holtzheimer und Anna Bronowski die Idee, ein stylisches, nachhaltiges und bezahlbares deutsches Modelabel zu gründen. Gesagt, getan. Nach vielen Höhen und Tiefen fertigen die beiden mit ihrem Team auch heute noch erfolgreich faire und vegane Kleidung – mittlerweile auch für Männer. Ihr Markenzeichen: minimalistische und moderne, aber auch zeitlose Looks (natürlich aus nachhaltigen Materialien), die hauptsächlich in Polen hergestellt werden, von einem kleinen Familiennähbetrieb in Breslau.

Jan 'n June möchte auch ein Bewusstsein für bedachten Modekonsum schaffen. Unter dem Hashtag #byebyefastfashion wirbt das Label dafür, sich für weniger, dafür langlebigere Produkte zu entscheiden. Außerdem erschien 2018 mit „Minimal Fashion“ das erste Buch der Designerinnen , das eine Anleitung zu einer Capsule Wardrobe enthält.

Der Stil: unverkennbar clean und minimalistisch mit einer eher schlichten Farb- und Musterwahl, was einen großen Spielraum beim Styling ermöglicht.

Ein männliches Model trägt mehrere Strickpullis in Weiß, Creme und Curry übereinander drapiert sowie einen senfgelben Strickschal.

A Kind of Guise: Qualitative Mode produziert in Deutschland

Neben der saisonalen Kollektion, die zweimal im Jahr erscheint, bietet A Kind of Guise auch immer wieder Dauerbrenner und Evergreens, die jederzeit erhältlich sind. Das Design der Münchner Brand ist geprägt durch die Liebe fürs Detail und die Heimat. Das zeigt sich in der klassisch-edlen und funktionellen Optik: schlichte Teile, die durch kleine Besonderheiten wie einen Aufnäher, eine Naht oder dezente Prints leger und schick zugleich wirken – genau diese Unaufgeregtheit macht das Label aus.

Als Yasar Ceviker A Kind of Guise 2009 gründete, wollte er keine Revolution am Modehimmel schaffen, sondern sich auf Items konzentrieren, die durch zeitloses Design und besondere Materialien überzeugen. Das Konzept ging auf: Weltweit ist die Marke in rund 80 Boutiquen und Kaufhäusern sowie eigenen Filialen erhältlich.

Der Stil: basic – die Kleidungsstücke werden durch kleine Details und hochwertige Materialien zu etwas Besonderem.

Ein Mann mit Vollbart zwischen Rosenbüschen, er trägt ein tannengrünes Strickbeanie und lindgrünes Hemd

Hien Le: Cleane und hochwertige Outfits on demand

Hien Le sammelte Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Modeszene, ehe er sich 2011 entschied, sein eigenes Label zu gründen. Sein Debüt feierte er – wie sollte es auch anders sein – auf der Mercedes-Benz Fashion Week. Mit seinen klaren und dezenten Schnitten avancierte er schnell zu einem beliebten gehobenen deutschen Modelabel. Hien Les Entwürfe sind alters- und saisonübergreifend und geprägt von dezenten Farben.

Der Berliner Designer produziert ausschließlich in Deutschland. Und das – nachdem er sein Konzept im Hinblick auf Nachhaltigkeit überdachte – mittlerweile nur noch auf Anfrage. Ein Schachzug, der seiner Beliebtheit bestimmt zugutekommt.

Der Stil: Geradlinige Schnitte, hochwertige Materialien und schlichte Farben stehen für einen entspannten Luxus.

Ein weibliches und männliches Model lehnen an einer weißen Holzleiter und tragen weiße, elegante Outfits aus Satin.

Iris von Arnim: Das Stricklabel im Luxussegment

Iris von Arnim steht für Tradition, Handwerk und hochwertige Verarbeitung. Kaum ein anderes inhabergeführtes deutsches Familienunternehmen hat es geschafft, über so einen langen Zeitraum stabil auf dem Markt zu bleiben und seine Kund:innen zu begeistern. Immerhin eröffnete die Modeschöpferin bereits Mitte der 70er-Jahre ihre erste Boutique am Hamburger Großneumarkt. Ohne gelerntes Schneiderhandwerk, dafür aber mit einem guten Gespür für Farben und Formen.

Seit Mitte der 80er-Jahre konzentriert sich das Luxuslabel auf die Verarbeitung von Kaschmir. Und das immer noch mit großem Erfolg.

Der Stil: sowohl farbenfrohe als auch zurückhaltende Strickkollektionen mit außergewöhnlichen Zöpfen, Rippen und Mustern – exklusiv und unabhängig von kurzweiligen Trends.

Ein männliches Model in Stoffhose und auberginefarbenem Strickpulli vor einem greigefarbenen Betonhintergrund

Deutsche Designer:innen: Innovativ und bedacht

Die hiesige Mode steht neben Qualität vor allem für Beständigkeit. Dabei bleiben die Labels ihrem eigenen Anspruch und Verständnis immer treu. Bemerkenswert ist auch, dass viele bewusst auf Nachhaltigkeit setzen und lieber zukunftsorientiert designen als nur für den Moment.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

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