- Islands Vulkane: Faszinierende Naturgewalt
- Berühmter Vulkan: Eyjafjallajökull
- Unter ständiger Beobachtung: Katla
- Das sogenannte Tor zur Hölle: Hekla
- Brodeln unter dem Gletscher: Grimsvötn
- Abstieg in die Magmahöhle: Thrihnukagigur
- Beeindruckender Kratersee: Krafla
- Island: Naturerlebnisse auf der größten Vulkaninsel der Welt
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Alles Wichtige auf einen Blick
Besucher:innen können auf Wanderungen, Gletscher- oder Magmahöhlen-Touren die vulkanische Landschaft hautnah erleben – von schlafenden bis aktiven Vulkanen, manche von ihnen mit faszinierenden Kraterseen.
Islands Vulkane: Faszinierende Naturgewalt
Keine Insel der Welt zählt so viele Vulkane wie Island – 130 Stück gibt es dort. Der Grund dafür ist eine erhöhte seismische Aktivität, denn die Insel liegt auf der Grenze zweier Kontinentalplatten, auf dem sogenannten Mittelatlantischen Rücken. Außerdem liegt Island auf einem sogenannten Hotspot, dort tritt besonders viel Magma aus dem Erdinneren an die Oberfläche.
Rund 30 der Vulkane Islands sind aktiv, die anderen gelten als schlafende Vulkane. Also als solche, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft nicht mehr ausbrechen werden. Unter den aktiven Vulkanen auf Island sind Ausbrüche etwa alle zehn Jahre üblich.
Manche der Vulkane sorgen nicht nur für spektakuläre Landschaften und lassen heiße Quellen und Geysire, Lavafelder oder Basaltsäulen entstehen, sondern sind mit ihren Ausbrüchen auch verantwortlich für weltweite Schlagzeilen.
Nice to know: Die meisten der Vulkane auf Island sind sogenannte Schichtvulkane mit typischer Kraterform, auch Schildvulkane mit kuppelartiger Form kommen dort oft vor.
Berühmter Vulkan: Eyjafjallajökull
Der wohl berühmteste Vulkan Islands, an dessen Namen bei der Berichterstattung zu seinem Ausbruch im Jahr 2010 viele Reporter:innen scheiterten, ist der Eyjafjallajökull. Der Schichtvulkan liegt im Süden Islands und ist von Gletschern bedeckt, ein sogenannter subglazialer Vulkan.
Ungewöhnliche seismische Aktivitäten konnten vorab schon festgestellt werden, bis es dann wenige Wochen später zu einem Ausbruch unter der Eisdecke kam. Durch Explosionen wurde feine Asche und anderes Auswurfmaterial so hoch geschleudert, dass die dadurch entstandene Wolke sogar den Flugverkehr in Europa weitgehend beeinflusste.
Heute kannst du den Vulkan und die Ausbruchstelle bei einer Wanderung auf deiner Islandreise besichtigen, sie zählt zu den beliebtesten Attraktionen des Landes.
Nice to know: Der höchste Punkt des aktiven Vulkans Eyjafjallajökull liegt auf 1.651 Metern.
Unter ständiger Beobachtung: Katla
Einer der größten Vulkane Islands ist der Katla. Der aktive Vulkan steht aufgrund seiner Aktivitäten unter der ständigen Beobachtung von Wissenschaftler:innen. Denn sein Ausbruch ist wohl längst überfällig, da er dem Vulkansystem des Eyjafjallajökulls angehört – Vulkane eines Systems brechen in der Regel innerhalb weniger Jahre danach ebenfalls aus.
Auch der Vulkan Katla ist von Gletschern umgeben, sein riesiger Krater ist vollständig von einer dicken Eisschicht bedeckt. Ein Ausbruch könnte zu sogenannten Jökulhlaups führen, Gletscherfluten, die durch die Explosion und Schmelze ausgelöst werden.
Bei einem Flug mit dem Hubschrauber kannst du den eindrucksvollen Vulkan von oben betrachten. Näher ran kommst du auf einem der vielen Wanderwege oder bei einer geführten Tour in eine der Eishöhlen des Gletschers.
Nice to know: Notfallpläne im Falle eines Ausbruchs des Vulkans Katla bestehen bereits, um die Bevölkerung im Ernstfall vor den Auswirkungen zu schützen.
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Das sogenannte Tor zur Hölle: Hekla
Der isländische Vulkan Hekla sorgte schon im Mittelalter mit seinen explosiven Ausbrüchen für Aufsehen und erhielt dadurch den Beinamen als „Tor zur Hölle“. Bei einer seiner größten Ausbrüche vor rund 2.900 Jahren wurde so viel Vulkanmaterial in die Luft geschleudert, dass er damit in den darauffolgenden Jahren für kühlere Temperaturen in Nordeuropa sorgte.
Der Vulkan Hekla ist auch heute noch tätig, sein letzter Ausbruch im Jahr 2000 war aber vergleichsweise klein. Die umliegenden Lavafelder und der imposante Feuerberg mit seinen 1.491 Metern geben heute ein spektakuläres Panorama ab.
Nice to know: Willst du aktive Vulkane wie den Hekla auf Island bei einer Wanderung sehen, solltest du vorher immer die örtlichen Warnungen beachten.
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Brodeln unter dem Gletscher: Grimsvötn
Der Vulkan Grimsvötn auf Island gehört zum gleichnamigen Vulkansystem und befindet sich ebenfalls unter einer Eiskappe. Er liegt im Südosten der Insel im Hochland und beeindruckt mit einer Höhe von 1.725 Metern. Seismische Aktivitäten werden auch bei ihm immer wieder verzeichnet, der Vulkan zählt zu den aktivsten des Landes.
Nice to know: Die Region um den Vulkan kannst du bei einer Gletscherwanderung oder -expedition erkunden.
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Abstieg in die Magmahöhle: Thrihnukagigur
Der Vulkan Thrihnukagigur hingegen ist ein schlafender Vulkan – er ist seit etwa 4.000 Jahren nicht ausgebrochen. Ein Besuch lohnt sich dennoch, denn hier erwartet dich ein einzigartiges Erlebnis: Die mittlerweile leere Magmakammer kannst du besichtigen.
Mit einem Lift geht es hinab in die riesige Höhle, die dank der Ablagerung zahlreicher Elemente in der Lava farbenprächtig in Rot-, Grün- und Gelbtönen schimmert. Von Reykjavik erreichst du diese Sehenswürdigkeit innerhalb von rund 40 Minuten mit dem Auto.
Nice to know: Die Magmakammer des Vulkans Thrihnukagigur ist so groß, dass sogar die Freiheitsstatue darin Platz finden würde.
Beeindruckender Kratersee: Krafla
Ein aktiver Vulkan auf Island ist auch der Krafla im Norden der Insel. Er gehört zu einem rund 100 Kilometer langen Vulkansystem der Region Myvatn. Starke Explosionen formten auf dem Feuerberg den Viti-Krater, um den ein Wanderweg am Kraterrand führt. In seinem Inneren: ein eindrucksvoller Kratersee mit kaltem Wasser, das in schönstem Smaragdblau strahlt.
Nice to know: In der Nähe des Vulkans befindet sich ein Thermalgebiet, wo du in 40 Grad warmem Wasser ein erholsames Thermalbad genießen kannst.
Island: Naturerlebnisse auf der größten Vulkaninsel der Welt
Island begeistert jährlich zahlreiche Tourist:innen mit seinen wunderschönen Wasserfällen und Gletschern wie dem Jökulsárlón, eindrucksvollen Landschaften und Naturgewalten. Besonders die Vulkane Islands bieten ein faszinierendes Erlebnis. Egal, ob du auf Lavafeldern wanderst, eine Gletscherexpedition machst oder danach in heißen Quellen entspannst.
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