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Designers’ Choice: Mit diesen 5 Wandfarben liegst du immer richtig

Eine Küche und ein Essbereich mit unterschiedlichen Wandfarben
Nikolas Feireiss
Wandfarben geben einem Raum Atmosphäre, lassen ihn einladend, gemütlich oder eher kühl wirken. Sie können mit der Einrichtung verschmelzen oder einen Kontrast bilden, sich vage im Hintergrund halten oder kraftvoll dominieren. Sicher ist: Sie lösen Gefühle in uns aus. Welche Wandfarben echte Wohlfühl-Booster sind und welche Eigenschaften sie noch mitbringen, erfährst du hier.
  1. Altweiß – klassisch schön
  2. Greige – lässig und edel
  3. Ziegelrot – Ferien zu Hause
  4. Korngelb – macht gute Laune
  5. Altrosa – traditionell edel
  6. Mut zur Wandfarbe

Altweiß – klassisch schön

Am Anfang steht der Klassiker: Weiß lässt Räume heller und größer erscheinen und passt eigentlich immer. Es kann allerdings auch ein wenig steril wirken. Deshalb ist Altweiß eine gute Alternative. Es hat die Frische von reinem Weiß, ist aber weniger kühl. Auch Altweiß gibt es in verschiedenen Abstufungen: von Eierschalenfarben über Elfenbein bis zu hellen Cremetönen. „Das Schöne an der Wandfarbe Weiß ist, sie passt zu allen Wohnstilen und bringt Kunst optimal zur Geltung“, sagt die Designerin Mirjam Hüttner, die mit ihrem Mann Claude Muller schon den German Design Award gewonnen hat.

Übrigens …
Im Buckingham-Palast mit seinen 19 Prunkräumen für offizielle Anlässe ist der White-Drawing-Room wohl der prachtvollste. Eine geheime Spiegeltür führt von dort in die Privatgemächer der Königin.

Ein großes Sofa vor einer weißen Wand mit hohen Fenstern

Greige – lässig und edel

Giorgio Armani gilt als Erfinder der Nichtfarbe Greige, einer Mischung aus Beige und Grau, die immer stilvoll, dabei aber nie so brav wie ein reiner Beigeton wirkt. Es passt perfekt zu Armanis Motto: „Übertreibungen sind immer falsch.“ Greige kann mal mehr ins Graue, mal mehr ins Beige spielen und auch Anteile von Grün oder Rosa haben. In jedem Fall wirkt es elegant, selbstverständlich und zeitlos modern. Als Wandfarbe ist es universell einsetzbar.

Übrigens …
2015 eröffnete Giorgio Armani sein Museum Armani/Silos in Mailand. Es ist ein ganz und gar greiger Bau, der dem Schaffen des Designers gewidmet ist.

Ein Bett vor einer grau-beigen Wand

Nerdpedia

Wandfarben haben ihre eigene Geschichte: Wandmalereien in ägyptischen Tempeln und Gräbern hatten eine kultische Bedeutung. Griech:innen und Römer:innen sahen Farben zuallererst als Schmuck. In historischen Bauernhäusern der Neuzeit in Europa war mit Farben mitunter auch die Hoffnung verbunden, böse Geister abzuschrecken.

Ziegelrot – Ferien zu Hause

„Ziegelrot bringt Urlaubsfeelings nach Hause“, sagt Stefan Flachsbarth von bfs-Design. Seine Entwürfe und Einrichtungen werden regelmäßig in exklusiven Interiormagazinen veröffentlicht. Ziegelrot ist aber auch ein Klassiker, weil es sich vielen Wohnstilen anpasst. Für die Küche ist es besonders geeignet, verleiht aber auch dem Wohn- oder Eingangsbereich ein einladendes Flair.

Übrigens …
In den späten 80er Jahren waren in Schwämmchentechnik gewischte Wände in Terrakotta angesagt. Die Schwämmchentechnik ist (zum Glück?) out. Das neue Terrakotta ist Ziegelrot.

Zwei Stühle vor einem Regal und einer rötlich-braunen Wand

Die Pantone-Trendfarben 2021


Wer eine fachliche Meinung oder einschlägige Ideen in Sachen Farbe braucht, der wendet sich an das Pantone Color Institute. Das Unternehmen berät Kund:innen, erstellt Trendprognosen und wählt regelmäßig die Trendfarben des Jahres. 2021 hat Pantone gleich zwei herausragende Farben ausgemacht: „Ultimate Gray“ erinnert an die Farbe von Gestein. Es soll Stärke und Belastbarkeit ausdrücken. „Illuminating“ ist ein fröhliches Gelb, das für Hoffnung und Zuversicht steht.

Korngelb – macht gute Laune

Auf die Idee, Gelb als Wandfarbe auszuwählen, kommen die meisten vielleicht nicht sofort, es ist aber eine gute! Ein gelb gestrichener Raum wirkt automatisch freundlich und sonnig. Der weltweit renommierte Designer Werner Aisslinger schlägt ein Korngelb vor. „Es muss ausgeblichen wirken, wie ein altes Sofa aus den 70er Jahren“. Ein gelbes Wohnzimmer oder auch eine Küche in Gelb mögen auf den ersten Blick überraschen, werden sich aber bald als stimmungsaufhellend erweisen.

Übrigens …
Ein sonniges Gelb verträgt sich gut mit anderen Farben. Es ließe sich fast sagen, es passt zu bunt.

Ein Sofa vor einer gelb gestrichenen Wand mit Bildern

Le Corbusier: Polychromie Architecturale

Eine ausgeklügelte architektonische Farbpalette hat der große Architekt und Designer Le Corbusier 1931 entwickelt. Seine „edle Skala“ bestand aus Weiß, Schwarz, Ultramarin, Blau, Tönen des Englischgrün, Ockergelb, natürlicher Sienaerde, Zinnoberrot, Karminrot, Englischrot und gebrannter Sienaerde. Aus diesen Farben wählte er die aus seiner Sicht wirkungsvollsten Werte für die Wand und stellte ein Heft von 43 Unifarben zusammen. Es sind Serien, die sich aus Volltonfarben und abgestuften Aufhellungen zusammensetzen. 1959 vollendete er seine Polychromie Architecturale mit 20 weiteren Farben, die kräftiger und dynamischer wirken.

Altrosa – traditionell edel

Altrosa wirkt edel und schon etwas gealtert. Und gerade das macht seinen Reiz aus. Als Wandfarbe eignet sich der Farbton, weil er unaufdringlich und zurückhaltend ist. Er bildet zum Beispiel den perfekten Hintergrund für ein elegantes Esszimmer. „Altrosa ist die coole Tante von Pink“, sagt Christine Nogtev, Designerin und Gründerin des Interior Labels Roomsafari. „Altrosa ist elegant und understated.“

Übrigens …
Der angesagte englische Farbenhersteller Farrow and Ball bietet einen Altrosaton mit dem kuriosen Namen „Dead Salmon“ an. Was nach totem Fisch klingt, beschreibt ganz einfach ein mattes (dead) Rosa. Dead Salmon wurde schon 1805 in einem englischen Landhaus verwendet.

Ein Kinderbett vor einer rosa gestrichenen Wand

Mut zur Wandfarbe

Wandfarben machen eine Wohnung besonders, geben Möbeln, Kunst und nicht zuletzt dem eigenen Charakter einen passenden Hintergrund. Mit dezenten Farben machst du nie etwas falsch. Kraftvolle Töne sind ein Statement und können dabei dennoch überraschend unaufdringlich wirken. Und falls es doch nicht gleich die ganze Wand sein soll? Dann sind farbstarke Wohnaccessoires wie Kissen, Kerzen oder Tischwäsche eine unkomplizierte Alternative, um dem Zuhause eine neue Note zu geben.

Drei Tipps für die nächste Deko-Aktion:

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

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