Vom Aero- bis zum Gravelbike: Diese 5 Rennradtypen solltest du kennen

Zwei Rennradfahrer auf einer Bergstraße.
Redaktion AMEXcited
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Raus auf die Straße, immer am Anschlag in die Pedale treten. Oder ins Gelände, bei Wind und Wetter durch Matsch und über Schotter biken. Bevor du ins Fahrradgeschäft gehst, um dir ein neues Bike zu kaufen, solltest du wissen, was für ein Rennradtyp du bist. Denn vor dem Kauf steht die Selbstanalyse: Willst du kürzere Strecken fahren oder betreibst du lieber Ausdauersport? Bist du in der Stadt unterwegs oder eher in der Natur? Wir zeigen dir, welche fünf Rennradtypen du kennen solltest.
  1. Der Klassiker: Das Straßenrennrad
  2. Mehr Komfort für längere Strecken: Das Endurance-Bike
  3. Der Sprinter unter den Rennrädern: Das Aero-Bike
  4. Spaß im Schlamm und aus Schotter: Das Cyclocross
  5. Der Allrounder auf Straße und im Gelände: Das Gravelbike
  6. Die große Vielfalt der Rennradtypen

Der Klassiker: Das Straßenrennrad

Wer die Tour de France oder den Giro d’Italia verfolgt, kennt es: das klassische Rennrad. Es ist extrem leicht und schnell und wird in Straßenradrennen eingesetzt. Seine Reifen sind besonders schmal, in der Regel nur 23 Millimeter breit. Daher erfordert eine stabile Fahrt für Neulinge etwas Übung – das solltest du beim Rennradkauf beachten.

In den vergangenen Jahren hat sich immer mehr die Scheibenbremse durchgesetzt. Sein Rahmen hat eine Diamantenform mit einem nach hinten leicht abfallenden Oberrohr, was ihn steifer macht und leichter. Sein geringes Gewicht ist vor allem bei ansteigender Strecke von Bedeutung, aber auch auf gerader Strecke können Fahrer:innen hohe Geschwindigkeiten erreichen.

Daher wird der Rahmen oft aus Carbon gefertigt, mit einem Gewicht von etwa sieben Kilogramm. Bei günstigeren Varianten ist der Rahmen aus Aluminium, was das Rennrad allerdings rund zwei Kilogramm schwerer macht. Der Sattel ist in der Regel hart und schmal, der Lenker gebogen.

Good to know: Laut Radsport-Weltverband UCI darf ein Straßenrennrad 6,8 Kilogramm nicht unterschreiten.

Ein Rennradfahrer auf einer Straße.

Nerdpedia

Ein besonderes Fahrrad ist das Singlespeed. Es hat keine Gangschaltung, ist in der Ausrüstung stark reduziert, dabei aber schnell und stabil. Wenn das Hinterrad umgedreht eingebaut wird, wird es zum „Fixie“ mit starrem Ritzel. Dann ist ein ständiges Mittreten erforderlich.

Mehr Komfort für längere Strecken: Das Endurance-Bike

Die etwas komfortablere Variante ist das Endurance-Rennrad. Es ist besonders für längere Strecken, schlechte Straßenverhältnisse oder für Ausgleichssport geeignet. Es ermöglicht eine bequemere, weil aufrechtere Sitzposition, da es über ein längeres Steuerrohr und einen kürzeren Rahmen verfügt. Das entlastet Schultern und Rücken.

Auch das Endurance-Bike ist meist aus Carbon gefertigt. Es kann mit einer Zweifach- oder Dreifach-Kurbel ausgestattet werden. Für eine bessere Performance am Berg empfiehlt sich, drei vordere Kettenblätter zu wählen.

Die Reifen sind mit 28 bis 32 Millimeter etwas breiter als die des Straßenrennrades. Auch der Sattel ist in der Regel etwas bequemer und weicher als der des Klassikers. Der breitere Lenker sorgt zusätzlich für mehr Stabilität. All das geht zu Lasten der Geschwindigkeit. Die bessere Dämpfung und die aufrechtere Sitzposition ermöglicht über einen längeren Zeitraum jedoch eine höhere Leistung, was den Geschwindigkeitsverlust etwas kompensiert.

Good to know: Endurance-Bikes werden oft als Marathon-Rennräder angepriesen. Inzwischen gibt es sie schon mit einer Reifenbreite von 38 Millimetern.

Ein Radfahrer auf einem Endurance-Rennrad.

Der Sprinter unter den Rennrädern: Das Aero-Bike

Auch unter Profis wird das Aero-Bike immer beliebter. Im Gegensatz zum klassischen Rennrad zeichnet es sich durch ein kürzeres Steuerrohr aus, was den Fahrer:innen eine gestreckte und damit aerodynamischere Sitzposition ermöglicht. Es eignet sich insbesondere für klassische Radrennen, aber auch für kurze Triathlons. Die Besonderheit des Aero-Rennrades ist der sehr eckige Rahmen und das meist gerade Oberrohr. Die Rahmenrohre sind dick und laufen am Ende spitz oder kegelförmig zusammen. Deshalb ist es etwas schwerer.

Wie das Rennrad wird auch das Aero-Bike hauptsächlich aus Carbon gefertigt. Lenker und Sattel sind identisch mit denen des klassischen Racers. Durch das etwas höhere Gewicht und die hohen Felgenprofile ist das Aero-Rennrad anfälliger für Seiten- und Gegenwinde. Dafür ist die Geometrie des Rades nahezu perfekt.

Good to know: Wegen seiner perfekten Aerodynamik ist das Aero-Bike besonders für Sprinter:innen geeignet.

Freisteller eines Aerobikes.

Bikepacking: Radcampen für Langstrecken-Sportler:innen


Bikepacking ist in Mode. Der Ursprung liegt in den US-amerikanischen Mountainbike-Langstreckenrennen, die über mehrere Tagesetappen gehen. Da fremde Hilfe verboten ist, müssen die Teilnehmer:innen ihr Übernachtungsequipment und ihre Verpflegung selbst transportieren.

Um dabei nicht an Wendigkeit und Tempo zu verlieren, schnallen sie ihre Ausrüstung direkt ans Rad, und verstauen es nicht in wackeligen Seiten- oder Lenkertaschen. Hierzu eignen sich vor allem Gravelbike und Randonneur, ein Rennrad aus Stahl mit aufrechterer Sitzposition, an dem auch Gepäckträger mit einer Traglast von bis zu 50 Kilogramm angebracht werden können.

Spaß im Schlamm und aus Schotter: Das Cyclocross

Wen es eher ins Gelände zieht, der ist mit dem Cyclocross gut bedient, das seine Stärken abseits asphaltierter Straßen hat. Das Querfeldeinrad ist wegen seiner breiteren Reifen (bis zu 33 Millimeter) besonders für Einsteiger:innen geeignet und wird auch im Winter gerne als Trainingsrad genutzt oder für den Ausgleichssport. Die Sitzposition gleicht der beim Straßenrennrad, dafür liegen die Tretlager höher, damit die Pedalen im Gelände nicht zu schnell Kontakt mit dem Boden bekommen.

Das Cyclocross verfügt meist über Scheibenbremsen, denn die dürfen auch bei nassem Wetter im Matsch nichts von ihrer Bremskraft einbüßen. Auch einfache Treppen, höhere Hürden oder Anstiege sind mit dem Cyclocross leicht zu meistern. Auf der Straße verliert es gegenüber dem Rennrad und dem Aero-Bike natürlich deutlich an Speed.

Good to know: Cyclocross ist auch unter dem Namen Querfeldeinrennen bekannt. Seinen Ursprung hat es an der französischen Riviera, wo sich um die Jahrhundertwende 1899/1900 die Straßenradprofis im Winter im Gelände auf die kommende Straßensaison vorbereiteten.

Ein Radfahrer im Wald.

Der Allrounder auf Straße und im Gelände: Das Gravelbike

Das Gravelbike ist der Allrounder unter den Rennrädern. Es überzeugt im Gelände wie auf der Straße und ist auch als Stadtfahrrad geeignet. Optisch ähnelt das Gravelbike dem Rennrad. Es ist allerdings in der Regel aus Stahl gefertigt, was es stabiler, aber deutlich schwerer und damit langsamer macht. Die Reifen sind mit rund 40 Millimeter fast doppelt so breit wie die des klassischen Rennrades. So kann es im Matsch und auf Schotter bestehen.

Der Alleskönner ist in der Regel mit Tubeless-Reifen ausgestattet. Diese sind mit Dichtmilch gefüllt und enthalten keinen Schlauch. Das schützt vor Pannen und reduziert den Rollwiderstand, der durch die Reibung des Schlauchs im Reifen verursacht wird. Wie beim Cyclocross sorgen Scheibenbremsen für Bremskraft bei allen Witterungsbedingungen.

Good to know: Da auch Taschen am Rahmen und Schutzbleche befestigt werden können, eignet sich das Gravelbike optimal für Bikepacking.

Ein Radfahrer im Gelände.

Die große Vielfalt der Rennradtypen

Nicht jeder herstellende Betrieb bietet alle Rennradtypen an. Doch die Vielfalt ist riesig, das Angebot auch für Fachleute schwer zu überblicken. Die Preise der Räder variieren stark und – wie immer bei Luxusgütern – sind die Grenzen nach oben offen.

Für Einsteiger:innen empfiehlt sich zunächst ein fertiges Rad, einzelne Komponenten wie der Sattel sind austauschbar. Wer Erfahrung hat und seinen Rennradtyp bereits gefunden hat, kann sich sein Bike aus einzelnen Teilen selbst zusammenstellen. Ein Lesetipp für Freund:innen des Radsports: unser Artikel über berühmte Rennradfahrer:innen, die in die Geschichtsbücher eingegangen sind.

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