Von All Mountain bis Freestyle: Diese Snowboardarten gibt es
Alles Wichtige auf einen Blick
Zusätzlich beeinflusst die Vorspannung das Fahrgefühl – Camber steht für Kantenhalt und Stabilität, Rocker für Fehlerverzeihung und leichte Drehfreudigkeit, Hybrid-Profile verbinden beide Eigenschaften. Für Einsteiger:innen ist meist ein weicheres All-Mountain-Board die sinnvollste Wahl, weil es in vielen Situationen gut funktioniert.
Die passende Snowboardart hängt vor allem davon ab, wo und wie du fahren willst: auf der Piste, im Snowpark, im Tiefschnee oder mit viel Tempo beim Carven. Grundsätzlich wird zwischen All-Mountain-, Freestyle-, Freeride- und Raceboards unterschieden. Dazu kommen Unterschiede bei Shape, Flex und Vorspannung, die das Fahrgefühl zusätzlich beeinflussen.
Wenn du ein möglichst vielseitiges Board suchst, ist ein All-Mountain-Board meist die beste Wahl. Für Tricks, Jumps und Switch-Fahren eignet sich ein Freestyleboard, für Powder und unpräpariertes Gelände ein Freerideboard und für hohe Geschwindigkeiten sowie präzises Carven ein Raceboard.
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Als Mitte der 1980er-Jahre die ersten Snowboardfahrer:innen auf den Pisten auftauchten, sahen ihre Sportgeräte alle sehr ähnlich aus. Mittlerweile gibt es für jeden Fahrstil spezielle Bretter verschiedenster Marken.
Snowboards unterscheiden sich heute nicht nur nach Einsatzbereich, sondern auch nach Shape, Flex, Breite und Vorspannung. Die vier wichtigsten Boardtypen sind:
- All-Mountain-Boards
- Freestyleboards
- Freerideboards
- Raceboards
All-Mountain-Boards sind die vielseitigsten Snowboards und für die meisten Fahrer:innen die beste Allround-Wahl. Sie funktionieren auf präparierten Pisten, machen erste Park-Einsätze mit und kommen auch mit wechselnden Schneebedingungen gut zurecht.
Gerade für Anfänger:innen und Gelegenheitsfahrer:innen sind All-Mountain-Boards interessant, weil viele Modelle gut kontrollierbar sind und so Fehler gut verzeihen. Mit einem solchen Brett kommst du behänd die Pisten herunter, zudem kannst du dich an leichteren Sprüngen und Tricks versuchen. All-Mountain-Boards werden am meisten verkauft und sind ein guter Kompromiss für Schneefans, die alle Disziplinen auf dem Snowboard ausprobieren möchten.Kurzes Fazit: Wenn du also noch nicht genau weißt, ob du lieber carven, kleine Tricks lernen oder einfach entspannt die Piste fahren willst, liegst du mit einem All-Mountain-Board meist richtig.
Freestyleboards sind auf Tricks, Sprünge, Butters und Switch-Fahren ausgelegt. Typisch ist ein True-Twin-Shape, bei dem Nose und Tail symmetrisch aufgebaut sind. Dadurch fährt sich das Board in beide Richtungen möglichst ausgeglichen. Damit eignen sie sich hervorragend für Snowparks und spezielle Parcours, um Sprünge und Tricks auszuprobieren.
Viele Freestyleboards sind etwas kürzer und weicher als klassische All-Mountain-Modelle. Das macht sie verspielter, erleichtert Rotationen und sorgt dafür, dass sich Tricks kontrollierter einleiten lassen. Sie werfen sie dich bei Sprüngen regelrecht in die Luft und federn die Landung gut ab. Auf harter Piste und bei viel Tempo fühlen sie sich dafür oft weniger laufruhig an.
Kurzes Fazit: Wenn du vor allem im Park unterwegs bist oder gern mit Sprüngen, Rails und Sidehits spielst, ist ein Freestyleboard die passende Wahl. Für reine Pistenfahrer:innen ist es dagegen meist nicht die vielseitigste Option.
Freerideboards sind für Tiefschnee, unpräpariertes Gelände und hohe Laufruhe bei Tempo gebaut. Typisch sind ein Directional-Shape, eine längere oder breitere Nose, ein Setback-Stance und oft ein etwas steiferes Fahrverhalten. So bekommt das Board mehr Auftrieb im Powder und bleibt in anspruchsvollerem Terrain stabil.
Viele Freerideboards können auch zum Carven auf Pisten oder für einfache Tricks verwendet werden. Ihre größten Stärken spielen sie aber dort aus, wo präparierte Hänge enden: im weichen Schnee, auf verspurten Flächen und in natürlichem Gelände.
Good to know: Wer abseits gesicherter Pisten fährt, braucht nicht nur das passende Board, sondern auch fundiertes Know-how zu Lawinen, Tourenplanung und Verhalten im Notfall.Ab auf die Piste
Du möchtest dein neues Snowboard gleich ausprobieren und das mit einer sportlichen Auszeit verbinden? Wie wäre es mit einem Skiurlaub in Polen oder Italien? Auch in Tschechien und Norwegen warten tolle Skigebiete auf dich und dein Board.
Geschwindigkeitsjunkies sind unter den Snowboarder:innen eher selten – aber wenn du auf rasante Fahrten stehst, greifst du am besten zu einem Raceboard, oft auch Alpinboards genannt. Sie sind für harte Pisten, hohe Geschwindigkeiten und präzises Carven gemacht. Sie sind in der Regel schmaler, länger und steifer als Freestyle- oder Freerideboards und klar auf die Fahrt in eine Richtung ausgelegt.
Kurzes Fazit: Für Anfänger:innen sind Raceboards meist nicht ideal. Wer aber maximale Präzision sucht und am liebsten saubere, schnelle Carving-Turns in harte Pisten zieht, findet hier die sportlichste Variante.
Extra-Tipp: Auch als fortgeschrittene:r Snowboardfahrer:in solltest du dich für deine Abfahrten absichern und dabei auf eine gute Auslandskrankenversicherung setzen – beispielsweise übernimmt die Versicherung von AXA Partners auch Such- und Bergungskosten in Höhe von 5.000 Euro.*
Nerdpedia
1965 entwickelte der US-Amerikaner Sherman Poppen den sogenannten Snurfer (Snow Surfer), ein Board, das noch keine Bindungen besaß und mit einem Seil gesteuert wurde. Er war zunächst als Spielzeug für Kinder gedacht, gewann aber auch bei Erwachsenen schnell an Beliebtheit und gilt als einer der Vorläufer der heutigen Snowboards.
Der Shape beschreibt die Grundform des Snowboards und beeinflusst stark, wie es sich fährt. Besonders verbreitet sind heute True Twin, Directional Twin und Directional; asymmetrische Varianten sind eher Speziallösungen.
- True Twin: Diese Form ohne Unterschied zwischen Nose und Tail ist bei typischen Freestyleboards die Regel. Für Einsteiger:innen eignet sich die True-Twin-Variante, bei der Fahrverhalten und Kraftübertragung in beide Richtungen identisch sind. Für Piste und Tiefschnee ist der Directional Twin vorteilhaft, da die etwas längere Nose den Auftrieb verbessert. Das macht sie auch interessant für Freestyle-Rider:innen, die viel im Park unterwegs sind und oft rotieren oder rückwärts landen.
- Directional Twin: Directional-Twin-Boards
verbinden
die Balance eines Twin-Shapes mit mehr Stabilität in Fahrtrichtung. Meist ist
die Nose etwas länger oder der Stand leicht nach hinten versetzt. Dadurch
eignen sie sich besonders gut für All-Mountain-Fahrer:innen, die
Vielseitigkeit suchen
- Directional: Diese Form ist für Tiefschnee optimiert und daher bei Freerider:innen beliebt. Durch die breite und nach oben gebogene Nose bekommst du den nötigen Auftrieb, der Schwerpunkt wird durch die nach hinten versetzten Inserts der Bindungen optimal verlagert. Sie sind besonders bei Freeride- und carvingorientierten Boards beliebt.
- Asymmetrical: Asymmetrische Boards sind nicht an einen bestimmten Typus gekoppelt. Sie haben zwei unterschiedlich lange Kanten, sodass du die Fersenkante leichter belasten, Kurven einfacher fahren kannst und mehr Kontrolle über dein Sportgerät hast. Solche Boards sind spannend für technisch interessierte Rider:innen, aber kein eigener Haupt-Boardtyp.
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Neben Boardtyp und Shape beeinflusst auch die Vorspannung, also die Art, wie das Board gebogen ist, wie sich ein Snowboard auf Schnee verhält. Sie entscheidet mit darüber, wie viel Kantengriff, Pop, Auftrieb und Fehlerverzeihung ein Board bietet. Grundsätzlich lässt sich zwischen Camber, Rocker und Flat unterscheiden – in der Praxis setzen viele moderne Boards heute auf Hybrid-Profile.
- Das klassische Modell nennt sich Camber, hier liegen nur die beiden Enden auf dem Schnee auf. Dadurch läuft das Brett präzise und ist leicht zu kontrollieren. Camber eignet sich besonders für sportliche Fahrer:innen, Carving und viele parkorientierte Setups.
- Beim sogenannten Rocker liegt nur der mittlere Bereich auf dem Schnee auf. Diese Vorspannung ist empfehlenswert für Einsteiger:innen, da mit ihr die ersten Kurven leichter gefahren werden können und der Auftrieb im Powder höher ist.
- Bei der Flat-Vorspannung liegt das ganze Brett auf dem Schnee. Von der fehlenden Biegung profitiert die Balance. Das Brett lässt sich nicht ganz so leicht drehen wie ein Rocker, hat aber wesentlich mehr Kantengrip. Es fährt sich dadurch stabil, berechenbar und ausgewogen.
Viele moderne Snowboards kombinieren heute mehrere Profilformen, die Hybrid-Profile. Häufig kommt Camber unter den Bindungen zum Einsatz, während Nose und Tail leicht rockern. So verbinden Hybrid-Profile Grip und Pop mit mehr Fehlerverzeihung und besserem Auftrieb – ein Grund, warum sie besonders bei All-Mountain- und Freerideboards so verbreitet sind.
Tipp: Du bist lieber zu Fuß im Schnee unterwegs? Wie wäre es mit Winterwandern im Allgäu? Spektakuläre Touren führen dich durch imposante Landschaften.
Die beste Snowboardart ist die, die zu deinem Fahrstil, deinem Können und deinem bevorzugten Terrain passt. Für die meisten Einsteiger:innen und Freizeitfahrer:innen ist ein All-Mountain-Board die vielseitigste Wahl. Wer vor allem im Park fährt, greift eher zum Freestyleboard. Für Powder und unpräpariertes Gelände eignet sich ein Freerideboard, und für hartes, schnelles Carving ist ein Raceboard die sportlichste Option.
Wenn du noch unsicher bist, hilft ein einfacher Praxistest: Leih oder teste verschiedene Boards, statt nur nach Optik oder Marke zu entscheiden. Schon nach wenigen Abfahrten merkst du meist, ob dir ein verspieltes, laufruhiges oder besonders präzises Fahrgefühl besser liegt.
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Welches Snowboard eignet sich am besten für Anfänger:innen?Für den Einstieg ist meist ein All-Mountain-Board am sinnvollsten, weil es auf der Piste vielseitig einsetzbar und oft gutmütig abgestimmt ist. Wenn das Board nicht zu hart und nicht zu spezialisiert ist, gelingen die ersten Kurven, Bremstechniken und Richtungswechsel meist deutlich leichter.
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Was ist der Unterschied zwischen Freeride- und All-Mountain-Boards?Ein All-Mountain-Board ist auf Vielseitigkeit ausgelegt und soll auf der Piste, bei kleinen Tricks und in wechselnden Bedingungen ordentlich funktionieren. Ein Freerideboard ist stärker auf Tiefschnee, Stabilität bei Tempo und Fahrten abseits präparierter Hänge zugeschnitten.
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Ist Camber oder Rocker besser?Weder Camber noch Rocker ist pauschal besser – entscheidend ist, wie und wo du fahren möchtest. Camber fühlt sich meist präziser und griffiger an, während Rocker oft leichter dreht, fehlerverzeihender fährt und im weichen Schnee mehr Auftrieb bietet.
