
Schnecken essen: Welche schmecken und wie gesund sie sind
Die Schnecke gilt weltweit als Symbol der Slow-Food-Bewegung – nicht wegen ihres Tempos, sondern weil ihre Zucht meist wenig Fläche, Futter und Wasser benötigt. Schnecken zählen zu den besonders schützenswerten Lebensmitteln. Welche Schnecken essbar sind, wie du Escargots sicher zubereitest und wie Schneckenfleisch schmeckt, liest du hier.
Das Wichtigste im Überblick
Essbare Schnecken wie Weinbergschnecken (Escargots), Achatschnecken und teils Meeresschnecken (Seeohren/Abalonen) gelten richtig zubereitet als Delikatesse – Gartenschnecken und Nacktschnecken sind dagegen nicht zum Verzehr geeignet.
Am einfachsten sind vorgekochte Produkte aus der Tiefkühltruhe oder Dose. Bei frischen Schnecken gilt: reinigen, kurz überbrühen, Eingeweide entfernen und gründlich waschen. Schnecken schmecken nicht schleimig, sie haben einen festen Biss und ein eher neutrales, je nach Futter leicht erdig-nussiges Aroma (Weinbergschnecke) oder maritime Nuancen (Seeohren).
Schnecken als Nahrungsmittel haben eine lange Tradition: archäologische Funde zeigen, dass sie schon in der Steinzeit gegessen wurden. In Deutschland zögern heute viele, vor allem wegen der ungewohnten Optik und wegen Bedenken rund um Parasiten.
Entscheidend für gute, leckere Schnecken sind Herkunft und Küchenhygiene: Schnecken aus kontrollierter Zucht und eine vollständige Erhitzung minimieren das Risiko, dass sie Parasiten enthalten, deutlich.
Trotz Vorbehalten gelten Escargots (Französisch für Speiseschnecken) richtig zubereitet als Delikatesse und sind in gut sortierten Supermärkten häufig als Tiefkühlware oder in der Dose erhältlich. Am beliebtesten ist in Deutschland die Weinbergschnecke, meist aus der Zucht, oft bereits vorgekocht und tiefgefroren.
Neben der Weinbergschnecke spielen auch größere Achatschnecken sowie vereinzelt Meeresschnecken wie Seeohren (Abalonen) in der Küche eine Rolle. Von Nacktschnecken und den meisten Gartenschnecken ist zum Verzehr abzuraten: Sie sind hygienisch riskanter, teils geschützt und für eine sichere, kontrollierte Verarbeitung im Haushalt ungeeignet.
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Am einfachsten ist es, verzehrfertige Schnecken aus dem Tiefkühlfach oder aus der Dose zu verwenden. Wenn du Weinbergschnecken selbst vorbereiten möchtest, solltest du sie nur aus seriöser, kontrollierter Herkunft beziehen, denn die Verarbeitung ist aufwendig und hygienisch anspruchsvoll.
Die folgende Grundvorbereitung zeigt die gängige Vorgehensweise (Details können je nach Rezept variieren):
- Zunächst müssen die lebenden Schnecken samt Gehäuse kurz in Essigwasser eingelegt und gereinigt werden.
- Danach werden die Schnecken in Salzwasser etwa 10 bis 15 Minuten überbrüht und im Anschluss im Eiswasser abgeschreckt. Das Gehäuse lässt sich von den nun toten Schnecken leicht trennen.
- Die Eingeweide werden mit einem scharfen Messer herausgeschnitten. Der restliche Schleim lässt sich am besten mit Salz entfernen.
- Zum Abschluss müssen die Schnecken noch gründlich gewaschen werden.
Nach der Grundreinigung sind die Schnecken bereit für die Weiterverarbeitung. Klassisch wird die Weinbergschnecke mit Kräuter- oder Knoblauchbutter und etwas Weißwein im Ofen überbacken, weil das eher milde Fleisch Aromen sehr gut aufnimmt.
In der gehobenen Küche landen sie außerdem als Ragout, in Suppen, als Pesto-Variante oder als herzhaftes Schnecken-Gulasch mit Kartoffeln auf dem Teller. Ebenfalls verbreitet sind Varianten, bei denen die Schnecken kurz in Speck oder Kräutern angebraten werden.
Schnecken sind gesund
Schneckenfleisch gilt als kalorienarm und eiweißreich und enthält vergleichsweise wenig Fett. Es liefert zudem wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink sowie B-Vitamine.
Je nach Art und Fütterung können auch Vitamin C und Folsäure in relevanten Mengen enthalten sein. Wenn du eine proteinreiche Alternative zu klassischem Fleisch suchst, können Schnecken ernährungsphysiologisch interessant für dich sein.
Richtig zubereitete Schnecken sind nicht schleimig: Sie haben einen festen, leicht elastischen Biss und schmecken eher mild, sodass Gewürze, Butter, Kräuter oder Soßen den Charakter stark prägen. Der Eigengeschmack variiert je nach Art und Fütterung.
Weinbergschnecken werden häufig als fein, erdig und leicht nussig beschrieben, oft wird das Mundgefühl mit zartem Kalbfleisch verglichen. Seeohren beziehungsweise Abalonen gelten als intensiver und werden geschmacklich oft zwischen Auster und Oktopus eingeordnet.
Damit kein Stück vom Gehäuse im Bissen landet und die Schnecke sicher aus der Schale gelöst werden kann, verwendest du beim Verzehr am besten spezielles Schneckenbesteck. Üblich sind eine Schneckenzange zum Fixieren sowie eine kleine Schneckengabel mit zwei Zinken. Je nach Gericht hilft zusätzlich ein Löffel für Soße und Kräuterbutter.

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Wie bei vielen ungewohnten Gerichten gilt auch bei Schnecken: Probieren hilft, den eigenen Geschmack einzuordnen. Essbare Schnecken aus Zucht sind im Vergleich zu Rind- oder Schweinefleisch in der Regel ressourcenschonender zu erzeugen und können eine kalorienarme, proteinreiche Nahrungsquelle sein. Wenn du auf Herkunft und Zubereitung achtest, bekommst du eine überraschend vielseitige Delikatesse.
Ein Tipp: Wenn du am 25. April, dem Tag des heiligen Markus, auf Mallorca sein solltest, kannst du dich durch die Vielfalt der Schneckengerichte probieren. Denn an diesem Feiertag ist es auf der Ferieninsel Tradition, Schnecken zu essen. Dann werden in den Bars, Lokalen und Restaurants Tausende von Schnecken serviert und verspeist.
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Welche Schnecken sind essbar und welche nicht?Essbar sind vor allem Weinbergschnecken (oft als Escargots verkauft), außerdem Achatschnecken und teils Meeresschnecken wie Seeohren, während Nackt- und viele Gartenschnecken nicht zum Verzehr geeignet sind.
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Wie gesund ist Schneckenfleisch?Schneckenfleisch ist kalorienarm, eiweißreich und liefert Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie viele Mineralstoffe (etwa Eisen, Zink) und Vitamine (vor allem B-Vitamine).
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Wie schmecken Schnecken?Richtig zubereitet sind sie nicht schleimig, haben einen festen Biss und schmecken eher neutral bis fein erdig-nussig (Weinbergschnecke), während Seeohren geschmacklich zwischen Auster und Oktopus liegen.
