
Was ist ketogene Ernährung? So bekommst du dein Fett weg
Alles Wichtige auf einen Blick
Auf dem Speiseplan stehen vor allem Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Öle, Nüsse und kohlenhydratarmes Gemüse, während Zucker, Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und andere stärkehaltige Lebensmittel weitgehend gemieden werden.
Weniger Pasta, mehr Avocado: Wer sich ketogen ernährt, stellt seinen Speiseplan ziemlich konsequent um. Statt Brötchen, Reis oder süßen Snacks landen plötzlich Omelett, Lachs, Nüsse und Gemüse mit reichlich Olivenöl auf dem Teller. Das klingt im ersten Moment nach Verzicht – kann aber überraschend vielseitig sein, wenn du cremige Dips, knackige Salate und herzhafte Pfannengerichte magst.
Die ketogene Ernährung ist eine sehr kohlenhydratarme, fettreiche Ernährungsform. Meist stammen dabei nur etwa fünf bis zehn Prozent der täglichen Energie aus Kohlenhydraten. Fett macht den größten Anteil aus. Ziel ist es, den Körper in die Ketose zu bringen, sodass er verstärkt Fett und Ketonkörper zur Energiegewinnung nutzt.
Im Alltag bedeutet das vor allem eines: planen statt spontan zugreifen. Denn während ein belegtes Brötchen oder ein schneller Müsliriegel fast überall zu haben sind, braucht Keto oft etwas mehr Vorbereitung. Planst du mit dem Gedanken einer Keto-Diät, bedeutet das, dass du Mahlzeiten bewusster zusammenstellst und ein besseres Gefühl dafür entwickelst, was tatsächlich lange satt macht.
Viele ketogene Ernährungsformen begrenzen die Kohlenhydratzufuhr auf etwa 20 bis 50 Gramm pro Tag. Der Großteil der Energie stammt aus Fett, Eiweiß wird in moderaten Mengen aufgenommen. Entscheidend bei der ketogenen Ernährung ist, die Kohlenhydrate so stark zu reduzieren, dass der Körper Ketonkörper bildet und in der sogenannten Ketose bleibt.
Dein nächstes Dinner geht auf uns
Good to know: Die ketogene Ernährung ist eine besonders strenge Form der Low-Carb-Ernährung. Ursprünglich wurde sie in den 1920er-Jahren als medizinische Therapie entwickelt, vor allem zur Behandlung bestimmter Formen von Epilepsie bei Kindern. Später wurde das Prinzip auch in Diätkonzepte wie Atkins aufgenommen und populär gemacht.
Doch nicht jede Low-Carb-Ernährung ist automatisch ketogen. Während Low Carb Kohlenhydrate generell reduziert, begrenzt Keto sie so stark, dass der Körper in Ketose gerät. Keto ist deshalb deutlich strenger als die meisten klassischen Low-Carb-Konzepte.

Bei der ketogenen Ernährung nimmst du Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und viele zuckerhaltige Produkte nur stark
eingeschränkt zu dir. Stattdessen stehen fettreiche und kohlenhydratarme Lebensmittel
im Mittelpunkt, etwa Eier, Fisch, Fleisch, Käse, Öle, Nüsse, Samen und
kohlenhydratarmes Gemüse. Verarbeitete Wurstwaren solltest du nur in Maßen essen. Achte auch auf versteckten Zucker! Kleine Mengen Beeren können je nach Tageslimit manchmal in einen Keto-Ernährungsplan passen.
Vegetarische Keto-Konzepte kannst du dir ebenfalls zusammenstellen. Vegane Varianten sind wiederum deutlich anspruchsvoller und sollten gut geplant werden.
Erlaubt sind also vor allem fettreiche und kohlenhydratarme Lebensmittel.
Geeignete Lebensmittel bei Keto:
- Fette und Öle: Olivenöl, Rapsöl, Leinöl, Kokosöl, Butter, Ghee
- Eiweißquellen: Eier, Fisch, Fleisch, Geflügel, Käse, griechischer Joghurt in kleinen Mengen
- Pflanzliche Optionen: Tofu, Tempeh, Nüsse, Samen, Avocado
- Gemüse: Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Spinat, Gurke, Salat, Pilze
- Sonstiges: Oliven, ungesüßte Pflanzendrinks je nach Zusammensetzung
Bei Keto sind folgende Lebensmittel meist ungeeignet oder stark eingeschränkt:
- Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln
- Zucker, Süßigkeiten, Gebäck
- Softdrinks, Fruchtsäfte, gesüßte Getränke
- Bananen, Trauben, Mango und viele andere zuckerreiche Obstsorten
- Bohnen, Linsen und andere stärkereiche Hülsenfrüchte
- stark verarbeitete Fertigprodukte mit verstecktem Zucker
Auf dem Teller muss Keto dennoch keineswegs langweilig aussehen: Denk an gebratenen Lachs auf buntem Blattsalat, Zucchini-Nudeln mit Pesto, Blumenkohlreis aus der Pfanne oder ein cremiges Rührei mit Pilzen und Feta. Gerade weil viele klassische Beilagen wegfallen, rücken Gewürze, gute Öle und verschiedene Texturen stärker in den Mittelpunkt – und genau das macht die Ernährung für viele überraschend spannend.

Nimmst du über die Ernährung nur sehr wenige Kohlenhydrate auf, sinkt dein Glykogenspeicher und dein Körper stellt seinen Energiestoffwechsel um. Die Leber bildet dann aus Fettsäuren sogenannte Ketonkörper, die von Gehirn, Muskeln und anderen Geweben als Energiequelle genutzt werden können. Einen Teil des weiterhin benötigten Zuckers stellt der Körper selbst her, etwa über die Gluconeogenese.
Ketose bedeutet folglich, dass der Körper wegen der stark reduzierten Kohlenhydratzufuhr vermehrt Ketonkörper aus Fett bildet. Diese Ketonkörper dienen dann als alternative Energiequelle, vor allem wenn wenig Glukose verfügbar ist.
Reduzierst du also Kohlenhydrate in ausreichendem Maß, kann der Körper in Ketose gelangen. Ob das der Fall ist, lässt sich über Ketonkörper messen – Blutmessungen gelten dabei als genauer als Urinteststreifen. Für gesunde Menschen, die Keto nur testweise ausprobieren, ist eine Messung nicht immer zwingend nötig; bei medizinisch begleiteten Keto-Formen kann sie sinnvoll sein.
Good to know: Typische Anzeichen für eine Ketose sind: trockener Mund, Acetongeruch, Appetitveränderung sowie eine schnelle Gewichtsabnahme am Anfang.
Ketogene Ernährung der Stars
Da Kim Kardashian auf der New Yorker Met-Gala Anfang Mai 2022 unbedingt das berühmte Marilyn-Monroe-Kleid tragen wollte, verzichtete sie im Rahmen einer strengen Diät auf Kohlenhydrate und nahm 7 Kilo innerhalb von 3 Wochen ab. Auch Hollywoodstar Halle Berry und die US-amerikanische Basketballikone LeBron James schwören auf die ketogene Ernährung und präsentieren ihre Erfolge stolz auf Social-Media-Plattformen.

Zu Beginn der ketogenen Ernährung berichten viele Menschen über typische Umstellungsbeschwerden, oft als „Keto-Grippe“ bezeichnet. Dazu gehören Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, Mundgeruch, Verstopfung oder Übelkeit.
Häufig spielen dabei auch Flüssigkeits- und Elektrolytverluste eine Rolle. Je nach Lebensmittelauswahl können sich außerdem Blutfettwerte verändern, weshalb eine ärztliche Begleitung bei Vorerkrankungen sinnvoll ist.
Wichtig ist aber: Keto ist kein Freifahrtschein für unbegrenzten Speck, Käse und Butter. Entscheidend bleibt die Qualität der Lebensmittel. Wer vor allem auf frisches Gemüse, hochwertige Fette, gute Eiweißquellen und möglichst wenig stark verarbeitete Produkte setzt, fährt meist besser als mit einer extrem einseitigen „Hauptsache keine Kohlenhydrate“-Strategie.
Nach der Umstellungsphase kann es zu einem stabilerem Sättigungsgefühl und weniger Heißhunger kommen. Ob sich auch Konzentration, Leistungsfähigkeit oder Energielevel verbessern, ist individuell verschieden und wissenschaftlich nicht für alle Personengruppen eindeutig belegt.
Die ketogene Ernährung ist nicht für jede Person geeignet. Wer an Diabetes, Nieren- oder Lebererkrankungen leidet, schwanger ist, stillt oder Medikamente einnimmt, sollte eine Keto-Diät nur nach ärztlicher Rücksprache beginnen. Auch bei Essstörungen oder starkem Untergewicht ist Vorsicht geboten.
Warum nehme ich mit Keto oft anfangs schnell ab?
Der schnelle Gewichtsverlust zu Beginn der Keto-Diät hat oft auch mit Wasserverlust zu tun. Weil der Körper weniger Kohlenhydrate speichert, leert er seine Glykogenspeicher – und mit ihnen geht gebundenes Wasser verloren. Erst danach zeigt sich, ob die Ernährungsform auch tatsächlich beim Fettabbau hilft.
Die ketogene Ernährung kann, ähnlich wie Paleo, beim Abnehmen helfen, weil sie Kohlenhydrate stark reduziert und bei manchen Menschen das Sättigungsgefühl erhöht. Sie ist jedoch sehr restriktiv, nicht für alle geeignet und sollte bei Vorerkrankungen nur nach ärztlicher Rücksprache ausprobiert werden. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist nicht nur die Ketose, sondern ob die Ernährungsform ausgewogen geplant, alltagstauglich und dauerhaft umsetzbar ist.
Vielleicht bist du auch eher der Typ für eine epigenetische Ernährung, für Superfoods oder Healthy Hedonism? Tipp: Suche dir jemanden, mit dem oder der du dein Vorhaben gemeinsam planst und deine Erfahrungen teilen kannst. So macht es gleich mehr Spaß.
Auch Inhaber:innen einer Platinum Card können ihr Glück teilen – indem sie ihre Zusatzkarten direkt an ihre Liebsten weitergeben. Denn: Wer eine Platinum Card beantragt, kann kostenlos eine Zusatzkarte mit nahezu identischen Vorteilen beantragen sowie vier weitere Zusatzkarten, wahlweise als American Express Card oder Gold Card.*
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Was ist ketogene Ernährung?Die ketogene Ernährung ist eine sehr kohlenhydratarme und fettreiche Ernährungsform, bei der der Körper seine Energie vor allem aus Fett statt aus Zucker gewinnt. Dadurch kann er in die sogenannte Ketose gelangen, bei der Ketonkörper als alternative Energiequelle genutzt werden.+
Wie viele Kohlenhydrate sind bei Keto erlaubt?Bei einer ketogenen Ernährung liegt die tägliche Kohlenhydratzufuhr meist bei etwa 20 bis 50 Gramm, je nach Person und Ziel. Entscheidend ist, dass die Menge niedrig genug bleibt, damit der Körper in der Ketose bleibt.+
Was darf ich bei Keto essen?Erlaubt sind vor allem fettreiche und eiweißhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Nüsse, Avocados sowie kohlenhydratarmes Gemüse. Stark zuckerhaltige Lebensmittel, Brot, Nudeln, Reis und viele Obstsorten solltest dagegen weitgehend vermeiden.
