
Funkeln des Regenbogens: Wissenswertes zum Edelstein Saphir
Du schlenderst durch die Stadt – da bleibt dein Blick am Schaufenster eines Juweliers hängen. Dort glitzert, exponiert auf einem Collier, ein großer blauer Saphir. So etwas Beeindruckendes hast du noch nicht gesehen. Zusammen mit drei weiteren Edelsteinarten zählen Saphire zu den begehrtesten Juwelen der Welt. Was sie ausmacht, liest du hier.
Saphir ist eine Edelsteinart, die zur Familie des Korunds gehört, einem vielfältigen, aber eher seltenen Mineral. Am bekanntesten sind blaue Saphire, doch Saphir gibt es in weiteren Farben. Mit einer Mohshärte von 9 gelten Saphire als dritthärtester Edelstein. Nur Moissanit (9,5) und Diamant (10) sind härter.
Ein einkarätiger Saphir kostet etwa 1.000 bis 2.000 Euro. Es gibt einige teurere Steine wie den Padparadscha-Saphir, der 6.500 bis 7.500 Euro pro Karat kostet. Der Wert eines Saphirs bemisst sich einerseits an der Rarität, andererseits an der Qualität. Diese wiederum wird durch die Transparenz, die Farbverteilung und -sättigung, die Reinheit sowie den Schliff bestimmt.
Nice to know: Das Wort Saphir leitet sich von altgriechisch sappheiros ab, was blau bedeutet.
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Saphire werden meist mit der Farbe Blau assoziiert, es gibt sie aber auch in Violett, Grün, Gelb, Orange, Rosa und deren Mischfarben – roter Korund hingegen ist unter dem Namen Rubin bekannt. Außerdem können Saphire grau, schwarz oder braun sein. Der Padparadscha-Saphir beispielsweise hat eine Farbgebung von Orange bis Rosa und schimmert je nach Lichteinfall rötlich.
In seiner reinsten Form ist der Korund hingegen farblos, erst der Einschluss von weiteren Elementen macht den Edelstein Saphir bunt. Eisen zum Beispiel färben ihn Blau, Titan Gelb und Chrom Lila. Wird über Saphire gesprochen, ist in der Regel der blaue Stein gemeint. Andere Farbvarianten müssen namentliche gekennzeichnet, etwa „grüner Saphir“.
Nice to know: Es gibt Saphire, die je nach Lichtart die Farbe wechseln, beispielsweise bei Tageslicht blau erscheinen und im künstlichen Licht eine Glühlampe violett sind.

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Bis ins 13. Jahrhundert hinein wurde der Begriff Saphir für alle blauen Steine verwendet, wie beispielsweise den Lapislazuli, der gar kein Edelstein ist.
Saphire können von Expert:innen auf ihre optisch-physikalischen Eigenschaften geprüft werden und beispielsweise anhand der Dichte erkannt werden. Saphirsteine haben eine Dichte von 3,9 bis 4,1 Gramm pro Kubikzentimeter. Zudem kann ein Blick durch das Mikroskop oder die Juwelierlupe Aufschluss geben: Ein natürlicher Saphir weist bestimmte geometrische Strukturen und Muster auf.
Natürliche Saphire haben meist Einschlüsse. Ist der Stein hingegen makellos und fehlerfrei, weist das auf einen synthetischen Saphir hin, der zudem oft parallel zueinander verlaufende Wachstumslinien, kleine Bläschen oder schleierartige Formationen aufweist.
Nice to know: Künstliche Saphire gibt es bereits seit mehr als einhundert Jahren, sie lassen sich recht einfach herstellen. Und das ist gewollt, denn synthetische Saphire werden weltweit gehandelt und in Preisklassen von günstig bis hochpreisig erhältlich.

Schon in der Antike trugen König:innen Saphir als Schmuck- und Schutzstein. Auch die britischen Kronjuwelen enthalten mehrere Saphire. Blaue Saphire gelten als Geburtsstein für den Monat September und zählen zu den Hauptsteinen für das Sternzeichen Fische.
Dem Saphirstein werden konzentrationsfördernde und emotionsausgleichende Eigenschaften nachgesagt. So soll das Tragen dieses Schmucksteins den Geist beruhigen und Spannungen abbauen sowie die Aufmerksamkeit stärken und geistige Klarheit bringen. Saphir soll auch Stein der Treue, der Liebe, der Ruhe und des Friedens sein.
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König Charles III. schenkte damals Diana einen Saphir verzierten Verlobungsring. Mit ebendiesem hielt auch Prinz William um die Hand seiner Frau Kate an.
Eins der bekanntesten Herkunftsländer von Saphiren ist Sri Lanka, wo die Steine schon seit mehr als zweitausend Jahren gefördert werden. Zudem gibt es Lagerstätten in der chinesischen Region Kaschmir, in Indien, Vietnam, Laos, Australien, Kambodscha, Thailand, Myanmar, Madagaskar, Tansania, Kenia, Nigeria und Nordamerika.
Die Lager in der Kaschmir-Region gelten mittlerweile als erschöpft, dafür wurden jüngst Vorkommen in Afghanistan, Pakistan, Kolumbien und Brasilien entdeckt. Übrigens: Die Farben der Spahire variieren je nach Abbaugebiet.
Nice to know: Die seltensten und damit wertvollsten Saphire kommen in der Regel aus der Region Kaschmir. Der teuerste Stein namens Blue Belle of Asia stammt allerdings aus Sri Lanka und wurde 2014 beim Auktionshaus Christie’s für 17 Millionen Dollar versteigert.

Bis ein Saphir unter der Erdoberfläche entstanden ist, vergehen Millionen Jahre. Der Edelstein Saphir bildet sich aus den Kristallen, die durch Metamorphose bei tektonischen Aktivitäten oder Vulkanausbrüchen entstehen, wenn flüssiges Magma tief im Erdinneren abkühlt. Saphire werden in magmatischen Gesteinen wie Granit und in metamorphen Gesteinen wie Marmor gebildet.
Saphire sind robust, du kannst sie mit Wasser und milder Seife reinigen. Selbst in einem Ultraschall-Schmuckreiniger werden sie nicht beschädigt – im Gegensatz zu anderen Steinen wie Opal oder Tansanit.
Nice to know: Der größte geschliffene Saphir der Welt ist der in Sri Lanka gefundene Star of Adam, mit einem Gewicht von 1.404 Karat. Der Saphir ist der zweitgrößte geschliffene Edelstein der Welt, nach dem Golden Jubilee Diamond.

Saphir wird aufgrund seiner Härte vielseitig in der Industrie eingesetzt, unter anderem bei Brillengläsern, Lasern, Barcodescannern, als verschleißfeste Keramikbeschichtungen sowie bei der Raum- und Luftfahrt. Viele Luxusuhrenfirmen verwenden Saphir für ihre Gläser wie beispielsweise bei der Sonderedition Bathyscaphe Sylt der Fifty Fathoms von Blancpain.
Nice to know: Chemisch betrachtet handelt es sich bei einem Saphir um ein Oxidmineral mit der chemischen Zusammensetzung Al2O3.
Saphire sind faszinierende Steine, die seit jeher Beachtung finden. Möchtest du einen Saphir kaufen, solltest du am besten Fachleute hinzuziehen. Es gelten die 4Cs zur Wertbestimmung eines Diamanten. Wenn dir eine faire Produktion deines Schmuckstücks wichtig ist, solltest du zudem zu einem nachhaltigen Schmucklabel wie beispielsweise Jan Spille greifen, der Saphire verwendet, die nach ökologischen und sozialgerechten Standards abgebaut werden.
Und wenn du dein Saphir-Schmuckstück mit einer American Express Kreditkarte bezahlst, ist es automatisch 90 Tage gegen Beschädigungen, Raub und Einbruchdiebstahl versichert.*
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Was kostet ein Saphirstein?Ein einkarätiger Saphir kostet etwa 1.000 bis 2.000 Euro pro Karat. Es gibt auch teurere Steine, etwa den Padparadscha-Saphir, der pro Karat 6.500 Euro bis 7.500 Euro kostet.
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Wie erkenne ich, ob ein Saphir echt ist?In der Regel sind echte Edelsteine im Vergleich zu unechten schwerer und härter. Zudem weisen sie eine höhere Transparenz auf, sind im Gegensatz zu Fälschungen demnach klarer und durchsichtiger. Echte Saphire können von Expert:innen beispielsweise anhand der Dichte erkannt werden, die 3,9 bis 4,1 Gramm pro Kubikzentimeter beträgt. Und bei einem Blick durch das Mikroskop oder die Juwelierlupe sind bei natürlichen Saphiren bestimmte geometrische Strukturen und Muster zu erkennen.
