
Polarlichter fotografieren: Tipps für atemberaubende Aufnahmen
Du stehst unter einem klaren Nachthimmel, fernab der Stadt und ihren niemals schlafenden Lichtern – und plötzlich beginnt der Himmel zu tanzen: Grüne, violette und manchmal rote Schleier bewegen sich majestätisch über dir. Diesen Moment möchtest du unbedingt festhalten. Wie du Polarlichter, die Aurora borealis, am besten fotografierst, liest du hier.
Polarlichter sind wunderschön anzusehen – aber nicht ganz so leicht zu fotografieren. Damit die faszinierenden Lichtspiele am Himmel auf deinen Fotos nichts von ihrem Reiz verlieren, kommt es auf die passende Ausrüstung an. Die folgenden Dinge solltest du dabeihaben:
- Kamera: Eine spiegellose Systemkamera mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten oder eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) eignen sich am besten, um Polarlichter zu fotografieren. Denke unbedingt auch an Ersatzakkus.
- Objektiv: Mit einem lichtstarken Weitwinkelobjektiv mit einer Blendenöffnung von mindestens f/2.8 (oder kleiner) kannst du selbst in dunklen Nächten wunderbare, helle Bilder machen – ganz ohne zusätzlichen Blitz.
- Stativ: Für Langzeitbelichtungen ist ein Stativ unverzichtbar, da selbst kleinste Verwacklungen das Bild ruinieren können.
- Fernauslöser: Um Erschütterungen beim Auslösen zu verhindern und scharfe Bilder knipsen zu können, nimmst du am besten einen Fernauslöser. Alternativ kannst du den Selbstauslöser deiner Kamera verwenden.
Nerdpedia
Weitwinkelobjektive fangen einen besonders großen Bildausschnitt ein und sind deshalb ideal, um Nordlichter zu fotografieren. Die Blendenzahl steht meist vorne auf dem Objektiv und verrät, wie viel Licht das Objektiv aufnehmen kann: Je kleiner die Zahl ist, desto mehr Licht nimmt es auf. Und umso klarer werden die Bilder, die du bei Dunkelheit oder während der Dämmerung machst.
Besonders gute Chancen auf Polarlichtsichtungen hast du von September bis März auf der Nordhalbkugel, etwa in Ländern wie Norwegen, Island, Schweden, Finnland oder Kanada. Vor allem abseits großer Städte, wo wenig künstliches Licht die Sicht beeinträchtigt.
Ein Tipp für deinen Trip: Wirst du auf deiner Reise krank, sorgt die Auslandskrankenversicherung von AXA Partners, vermittelt durch American Express®, weltweit für schnelle Hilfe.*
Schutz für dein Smartphone: Die Handyversicherung von Assurant
Kaputtes Handy? Bei einem Sturz-, Fall- oder Wasserschaden kannst du ganz gelassen bleiben. Mit der Handyversicherung von Assurant, vermittelt durch American Express, versicherst du dein Gerät weltweit gegen zahlreiche Unfallschäden.*
Beachte bei der Planung deiner Fotosafari den sogenannten KP-Index vor Ort, er gibt die geomagnetische Aktivität wieder. Dabei gilt: Je höher der angezeigte Wert, desto wahrscheinlicher sind Nordlichter zu sehen. Spezielle Polarlichter-Apps informieren in nahezu Echtzeit über die aktuelle Entwicklung des KP-Wertes, zudem bieten die örtlichen Wetterdienste oft einen entsprechenden Service.
Nice to know: Nordlichter haben ein südliches Gegenstück – die sogenannten Südlichter (Aurora australis). Diese entstehen durch denselben Effekt: Elektrisch geladene Teilchen der Sonne treffen auf die Atmosphäre und erzeugen die Lichterscheinungen. Allerdings sind Südlichter seltener zu beobachten, da sie vor allem über der Antarktis auftreten.

Schnelle Hilfe bei Krankheit im Urlaub
Auf Reisen erkrankt? Deine Auslandskrankenversicherung von AXA Partners schützt dich vor hohen Behandlungskosten im Ausland.*
Neben der Ausrüstung sind auch die Einstellungen deiner Kamera entscheidend. So praktisch der Automatikmodus im Alltag sein mag: Möchtest du mit deiner Kamera Polarlichter fotografieren, solltest du das Gerät immer auf manuell (M) stellen.
- ISO-Wert: Beginne mit einem Wert zwischen 800 und 3200, abhängig von der Helligkeit der Polarlichter und der Leistungsfähigkeit deiner Kamera. Höhere ISO-Werte erhöhen die Lichtempfindlichkeit, können jedoch zu Bildrauschen führen.
- Blende: Wähle die größtmögliche Öffnung (kleinste f-Zahl), um die maximale Lichtmenge in möglichst kurzer Zeit einzufangen.
- Verschlusszeit: Starte mit 5 bis 15 Sekunden. Bei sehr aktiven Nordlichtern kann eine kürzere Belichtungszeit sinnvoll sein, zum Beispiel 2 Sekunden. So vermeidest du Bewegungsunschärfe.
- Fokus: Stelle manuell auf unendlich (∞) scharf. Nutze dazu einen hellen Punkt am Himmel, etwa einen Stern, und überprüfe die Schärfe im Live-View-Modus.
Zusätzlicher Profi-Tipp: Lass deine Kamera die Aufnahmen im RAW-Dateiformat abspeichern. So werden die Bildinformationen direkt vom Sensor gespeichert, ohne dass die Kamera sie vorher verarbeitet oder komprimiert. Auf diese Weise bleiben deutlich mehr Bilddetails, Farbinformationen und Dynamikumfänge erhalten und du kannst die Bilder später verlustfrei weiterbearbeiten.
Einige der modernen Smartphones eignen sich ebenfalls dazu, Polarlichter zu fotografieren, auch wenn sie nicht ganz so optimale Fotos erzeugen können wie eine richtige Kamera. Beachte zum Polarlichterfotografieren mit Handy die folgenden Tipps:
- Nachtmodus nutzen: Der Nachtmodus ermöglicht längere Belichtungszeiten und fängt somit mehr Licht ein.
- Manuelle Einstellungen: Falls dein Smartphone es erlaubt, stelle die Belichtungszeit auf mehrere Sekunden und den ISO-Wert auf mindestens 800 ein.
- Stativ verwenden: Ein kleines Smartphone-Stativ hilft, das Gerät während der Aufnahme stabil zu halten und Verwacklungen zu vermeiden.
- Apps nutzen: Es gibt zahlreiche Apps, die speziell für die Nordlichtfotografie mit dem Handy entwickelt wurden. Die Anwendungen bieten unter anderem erweiterte Einstellungsmöglichkeiten, durch die die Qualität der Aufnahmen verbessert werden können.
Nice to know: Sollte dir dein Smartphone im Dunkel der Nacht abhandenkommen oder herunterfallen und kaputtgehen, springt die Handyversicherung von Assurant, vermittelt durch American Express, ein.*

Unabhängig davon, ob du Nordlichter mit dem Handy oder einer richtigen Kamera fotografieren möchtest, gilt: Ein durchdachter Bildaufbau bringt die Aurora erst so richtig zur Geltung.
- Drittel-Regel: Platziere das Polarlicht etwa entlang der oberen Drittellinie, Landschaft oder andere Elemente im unteren Drittel. Lass außerdem genügend freien Raum nach oben und seitlich, um die Bewegung und die Dynamik der Polarlichter einzufangen.
- Interessanter Vordergrund: Nutze Bäume, Steine, Schneeoberflächen, Gebäude oder Gewässer, um dem Foto Tiefe und Kontext (Maßstab) zu verleihen. Eine Spiegelung des Polarlichts im Wasser kann sehr faszinierend wirken. Dunkle Silhouetten erzeugen Dramatik und heben die Leuchtkraft des Nordlichts hervor.
- Führungslinien und natürlicher Rahmen: Nutze Straßen, Flüsse oder Landschaftsformen, um den Blick gezielt zum Polarlicht zu führen. Natürliche Elemente (beispielsweise Äste oder Felsen) rahmen dein Motiv ein und lenken den Blick zusätzlich.
- Horizont: Achte darauf, den Horizont im Bild gerade zu halten.
Etwas Planung, die passende Ausrüstung und – besonders wichtig – die richtigen Einstellungen: Mehr braucht es nicht, um Nordlichter zu fotografieren und beeindruckende Aufnahmen mit nach Hause zu bringen.
Die besten Chancen für Polarlichtsichtungen hast du auf der nördlichen Halbkugel, etwa in Norwegen oder Kanada. Und wohin es dich für deine Aufnahmen auch zieht: Die Auslandskrankenversicherung von AXA Partners, vermittelt durch American Express, übernimmt weltweit die Kosten für alle medizinisch notwendigen Behandlungen – auch bei Aufenthalten in den USA und Kanada.*
+
Wie kann ich Polarlichter fotografieren?Mit einer Kamera, die manuelle Einstellungen erlaubt, einem lichtstarken Weitwinkelobjektiv und einem Stativ. Entscheidend sind ein hoher ISO-Wert, eine offene Blende und die richtige Belichtungszeit.
+
Kann ich Polarlichter mit dem Handy fotografieren?Ja, moderne Smartphones mit Nachtmodus und manuellen Einstellungsmöglichkeiten können durchaus gute Ergebnisse liefern. Ein Stativ verbessert die Bildqualität zusätzlich.
+
Kann ich Polarlichter mit Blitz fotografieren?Nein, ein Blitz bringt bei der Polarlichtfotografie nichts, da die Lichter in großer Entfernung am Himmel erscheinen und ein Blitz diese nicht erfassen kann.
