
Polaroid-Kamera: Alles über die faszinierende Sofortbild-Funktion
Die Kamera macht klick. Surrend schiebt sich eine Art Pappkarte aus ihrem Schlitz – und binnen weniger Sekunden zeigt sich das fertige Foto. Bis heute sind Polaroid-Kameras, und die fast magische Entstehung der Fotos mit dem weißen Rand, faszinierend. Erfahre hier mehr über die Geschichte der Sofortbild-Fotografie, wie sie funktioniert und welche Grenzen sie hat.
Wer in den 1990er-Jahren fotografieren wollte, hatte dafür kein Smartphone, sondern benötigte eine Kamera mit eingelegtem Film, der extra entwickelt werden musste, wenn er „voll“ war. Sofern man nicht selbst in die Dunkelkammer stieg, konnten zwischen dem Moment der Aufnahme und der Abholung des fertigen Abzugs im Fotolabor ein paar Tage vergehen – heute kaum noch vorstellbar.
Das Anfertigen der Bilder erforderte mehrere Arbeitsschritte und unterschiedliche Chemikalien:
- das Entwickeln des Films,
- das Belichten eines Abzugs auf lichtempfindlichem Papier,
- das chemische Fixieren dieses Fotos und
- das Spülen und Trocknen des fertigen Bildes.
Zu umständlich, zu zeitaufwendig, dachte sich der amerikanische Tüftler Edwin Herbert Land. 1947 stellte er eine revolutionäre Sofortbildkamera vor und die klassische Prozedur der Fotoentwicklung auf den Kopf. Seine geniale Erfindung: Er verlagerte den Entwicklungsprozess in die Kamera, oder genauer gesagt: in die unbelichteten Bilder.
Das Anfertigen der Sofortbilder mit der damals innovativen Polaroid-Kamera, die nach Lands Polaroid Company benannt wurde, war und ist noch heute spielend einfach:
- Ein Schacht in der Kamera enthält einen kleinen Stapel von Fotopapieren, die mit allen nötigen Entwicklerchemikalien präpariert sind.
- Nachdem das oberste Fotopapier belichtet ist, wird es aus der Kassette gezogen.
- In diesem Moment treffen das Bild und die Entwicklerflüssigkeit aufeinander; innerhalb weniger Sekunden nimmt das Foto langsam Konturen an.
- Aus der vorher grauen Fläche treten die Farben und Details der Aufnahme hervor – fertig ist das Bild.
Nerdpedia
Polaroid-Bilder waren bei Künstler:innen sehr beliebt – Andy Warhol hatte jahrzehntelang seine Polaroid-Kamera immer bei sich.

Das fertige Foto sofort in der Hand halten zu können, bedeutete eine Revolution in der Fotografie. Und der Vorgang des wie aus dem Nichts entstehenden Bildes fasziniert die Menschen bis heute. Kameras mit Sofortbild sind ein Verkaufshit: Im Jahr 2019 wurden allein in Deutschland rund 500.000 Sofortbildkameras verkauft. Doch die Fototechnik hat auch ihre Grenzen:
- Von Sofortbildern gibt es keine Negative – wird später ein weiterer Abzug benötigt, muss er als fotografische Reproduktion angefertigt werden. Ausnahme: Mit dem Polaroid Film 665 ließen sich Schwarz-Weiß-Negative fotografieren.
- Sofortbilder sind auf kleinere, durch die Größe des Kameraschachts limitierte Formate begrenzt.
- Ihre Einstellmöglichkeiten für Blende und Belichtungszeit sind ebenfalls überwiegend begrenzt.
Und darum verlor die Revolution der Polaroid-Kamera mit der Zeit etwas an Schwung. Die Konkurrenz durch Pocketkameras und die Digitalfotografie brachten dann das vermeintliche Ende: Die Firma Polaroid meldete 2008 Konkurs an, die meisten der Polaroid-Kameras wanderten über die Jahre in die Schubladen.
Dass die Polaroid-Fototechnik überlebte, verdankt sie dem Einsatz der Firma Impossible, die weiterhin Filmmaterial herstellte, alte Polaroid-Kameras reparierte und am Leben erhielt. Gebrauchte Polaroid-Kameras werden im Originalzustand als vintage angeboten.
Klassische Geräte in Top-Zustand sind gesucht und werden teuer gehandelt. Überholte und instandgesetzte Apparate heißen „refurbished”. 1972 und später hergestellte Polaroid-Kameras haben die ausgereifteste und damit benutzerfreundlichste Entwicklungstechnik. Besonders gesucht Modelle sind:
- die 600er-Reihe,
- die faltbare SX-70
- und die SLR-680.
Bevor du dich für eine bestimmte Sofortbildkamera entscheidest, prüfe die Verfügbarkeit passenden Filmmaterials – für einige Sondermodelle gibt es kein Fotopapier mehr für neue Sofortbilder. Beim Test einer Secondhand-Kamera brauchst du ein neues Film-Pack. Sind die bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Distanzen fotografierten Bilder okay, spricht nichts gegen den Kauf.
Altes Filmmaterial solltest du nicht verwenden. Es ist meist überlagert, und die falsche Farbwiedergabe der Fotos lässt keine Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit der Kamera zu.
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Wenn du Lust auf Sofortbilder hast, bist du nicht auf eine klassische Polaroid-Kamera angewiesen. Inzwischen haben mehrere Hersteller wie Fujifilm neue Kameras mit Sofortbild-Technik im Programm, zum Beispiel die Polaroid-Kamera Instax – eine gute Alternative, denn auch bei geprüften und instandgesetzten Original-Apparaten gibt es keine Garantie auf Langlebigkeit.
Neue Sofortbildkameras sehen peppiger aus als die Klassiker und sie unterschieden sich in den möglichen Bildformaten. Einige Modelle sind zum Beispiel mit einem Spiegel für Selfie-Fotos ausgestattet – du kannst dem Objektiv also direkt in die Augen schauen.
Instax-Vorteil: Die Geräte haben eine Herstellergarantie, du kannst also davon ausgehen, dass im Falle eines Defektes auch Ersatzteile verfügbar sein sollten. Allerdings zielen auch moderne Sofortbildkameras vor allem auf das Freizeit- und Vergnügungssegment.
Sie eignen sich für spaßige Schnappschüsse und weniger für anspruchsvolle Fotografie wie der detailgetreuen Abbildung des Sternenhimmels. Wechselobjektive oder vielfältige Einstellmöglichkeiten gibt es bei den Instax-Modellen ebenfalls nicht.
Gut zu wissen: Wenn du deine neue Sofortbildkamera mit einer American Express Kreditkarte bezahlst, ist sie automatisch 90 Tage gegen Beschädigungen, Raub und Einbruchdiebstahl versichert.*

Heute sind Polaroid-Kameras und vergleichbare Sofortbildkameras wieder angesagter denn je, weil sie nach wie vor einzigartig sind. Mit dem Smartphone, das immer griffbereit ist, bekommt jede:r ein halbwegs gutes Foto hin. Vermutlich liegt genau hier die Faszination für Polaroids: Das Bild wird ganz bewusst gemacht.
Du musst dich für ein Motiv entscheiden, knippst nicht Dutzende Familien- oder Feuerwerksfotos, sondern eins oder zwei. Und das Beste: Das Foto hältst du gleich in Händen, kannst es verschenken oder an deine Wand hängen – und dich immer wieder daran erfreuen.
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Wie viel kostet eine Polaroid-Kamera?Polaroid-Kameras und vergleichbare Sofortkameras gibt es bereits unter 100 Euro.
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Wie funktioniert eine Polaroid-Kamera?Bei einer Polaroid-Kamera werden die Bilder sofort in der Kamera entwickelt. Dafür befindet sich in der Kamera ein Stapel von Fotopapieren, die mit den notwendigen Chemikalien für die Entwicklung präpariert sind. Nach der Belichtung des obersten Fotopapiers wird dieses aus der Kassette gezogen. Das Bild und die Entwicklerflüssigkeit treffen in diesem Moment aufeinander – und das Bild erscheint langsam auf dem Papier.
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Wann wurde die Polaroid-Kamera erfunden?1947 präsentierte der Erfinder Edwin Herbert Land in den USA die erste Sofortbildkamera, die nach Lands Polaroid Company benannt wurde.
