
Flugangst überwinden: So besiegst du die Aviophobie
Flugangst ist eine spezifische Angststörung, die sich auf das Fliegen bezieht. Sie kann in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten, von leichtem Unbehagen bis zu starken Panikattacken. Auch körperliche Reaktionen wie Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, Schwindel oder Übelkeit sind keine Seltenheit. Bei einigen Betroffenen wird die Angst bereits ausgelöst, wenn sie ein Flugzeug betreten, bei anderen erst, wenn der Flug unruhig verläuft.
Wenn du unter Flugangst leidest, bist du nicht allein: Bei einer YouGov-Umfrage 2022 gaben 26 Prozent der Befragten aus Deutschland an, zumindest in bestimmten Situationen Angst vorm Fliegen zu haben – sieben Prozent während des gesamten Fluges, sechs Prozent nur beim Start oder bei der Landung, zehn Prozent lediglich bei Turbulenzen und drei Prozent in anderen Situationen.
Dieses auch Aviophobie genannte Phänomen ist also keine Seltenheit, obwohl es beim Fliegen fast nie zu Unfällen kommt: Statistisch gesehen gilt das Passagierflugzeug als sicherstes Verkehrsmittel, gefolgt von der Bahn. Das Risiko, bei einem Autounfall zu Schaden zu kommen, ist weitaus höher – dennoch ist die sogenannte Fahrangst oder Amaxophobie weit weniger verbreitet.
Gut zu wissen
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Doch warum ist das so? Was macht das Fliegen für viele Menschen so bedrohlich? Dafür gibt es verschiedene Gründe – der Hauptgrund ist jedoch bei den meisten der Kontrollverlust, den sie erleiden, wenn sie sich in die Hände der Pilot:innen geben und sich auf die Technik verlassen müssen.
Sie fühlen sich – anders als im Auto, wo sie durch ein Fahrmanöver einem Unfall vielleicht ausweichen können – ausgeliefert, da sie keine Chance haben, in irgendeiner Weise einzugreifen. Dazu kommt die geringe Überlebenschance, wenn es wirklich zu einem Absturz kommen sollte.
Außerdem kann die räumliche Enge im Flugzeug oder die Höhe, in der das Flugzeug sich bewegt, die Flugangst verstärken. Und natürlich kann Flugangst auftreten, wenn negative Erfahrungen gemacht werden. Wenn du beispielsweise schonmal heftige Turbulenzen erlebt hast, vermeidest du vielleicht, erneut in ein Flugzeug zu steigen.
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Um Flugangst zu behandeln, kannst du verschiedene Maßnahmen ergreifen. Oft ist es eine Kombination aus mehreren Ansätzen, die dir die Freude am Fliegen zurückgeben können. Zu den wichtigsten gehören:
- Entspannungstechniken: Sei es autogenes Training, Atemübungen oder die sogenannte progressive Relaxation, das bewusste An- und Entspannen der relevanten Muskelgruppen: Übungen zur Entspannung können gegen Flugangst helfen. Einige Therapeuten haben sich auf solche Techniken spezialisiert, die du unter Anleitung erlernst und selbstständig perfektionieren kannst.
- Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Diese Therapie versucht, negative oder angstfördernde Gedanken zu entschlüsseln und zu lösen. In Kombination mit einer gestuften Exposition gibt es für die KVT besonders gute Wirksamkeitsnachweise. Darunter wird eine schrittweise Konfrontation mit angstauslösenden Gedanken, Bildern, Orten oder Situationen verstanden, die mit dem Fliegen zu tun haben.
- Medikamente: Es gibt Schlaf- und Beruhigungsmittel, die Ärzt:innen bei starker Flugangst verschreiben, beispielsweise Benzodiazepine. Diese unterdrücken die Flugangst allerdings nur, anstatt sie zu bewältigen. Zudem ist das Suchtpotenzial solcher Arzneien nicht zu unterschätzen. Eine gesunde Alternative sind Einschlaf-Apps.
Es gibt außerdem sehr einfache Maßnahmen, mit denen du deine Flugangst oft schon bedeutend lindern kannst:
- Mach das Flugpersonal auf deine Flugangst aufmerksam: Dieses Outing kann befreiend wirken, und die Mitarbeitenden der Airline werden dir mutmaßlich zur Seite stehen.
- Zudem solltest du dich während des Fluges beschäftigen: Lies ein Buch, gucke einen Film oder arbeite konzentriert, das wird dich ablenken.
- Und auch die richtige Platzwahl kann helfen: Sitzt du auf einem Gangplatz auf Höhe der Tragflächen, schwankt der Flieger nicht so stark.

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Viele Menschen leider unter Flugangst – manche entwickeln diese Phobie sogar erst im späteren Verlauf ihres Lebens, nachdem sie schon Dutzende Flüge problemlos absolviert hatten. Vor allem Langstreckenflüge können belastend sein.
Gehörst du auch zu den Betroffenen, kannst du durch Entspannungstechniken versuchen, Linderung zu verschaffen. Ist die Flugangst stark ausgeprägt, begib dich in therapeutische Behandlung – die Wirksamkeit ist hoch, vielen Menschen wurde danach bewusst, dass sie keine Angst vorm Fliegen haben müssen.
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Was hilft gegen Flugangst?Je nach Ausprägung der Beschwerden helfen Entspannungstechniken oder eine kognitive Verhaltenstherapie am besten gegen Flugangst.+
Warum muss ich keine Angst vorm Fliegen haben?Das Flugzeug ist statistisch gesehen das sicherste Verkehrsmittel. Die Chance, dass dir im Straßenverkehr etwas zustößt, ist deutlich höher.+
Helfen Medikamente gegen Flugangst?Es gibt verschreibungspflichtige Schlaf- und Beruhigungsmittel, die die Flugangst unterdrücken können. Solche Medikamente solltest du allerdings nur in schweren Fällen von Flugangst einnehmen, da sie Suchtpotenzial aufweisen.
