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Die Marke ist das Herzstück deiner Unternehmensidentität.

Anmeldung einer Marke – So gehst du bei der Eintragung vor!

Erfahre, wie du dein Logo markenrechtlich schützt! Dieser Beitrag zeigt dir die verschiedenen Markenarten, wann eine Markeneintragung sinnvoll ist und welche Vorteile sie bietet. Mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anmeldung und Tipps von Fachexperten bist du bestens vorbereitet, um dein Unternehmen vor Nachahmern zu schützen.

Das Wichtigste im Überblick

Eine Markenanmeldung beim DPMA schützt Namen, Logos oder andere unterscheidungskräftige Kennzeichen für die ausgewählten Waren- und Dienstleistungsklassen und sollte idealerweise vor dem Marktstart erfolgen. Entscheidend sind eine gründliche Recherche nach älteren Marken und Kennzeichenrechten sowie eine präzise Klassenwahl, denn das DPMA prüft solche älteren Rechte nicht von Amts wegen.


Die Anmeldung erfolgt mit Markenangabe, Inhaber:in und Waren-/Dienstleistungsverzeichnis. Nach Prüfung der Formalien und absoluten Schutzhindernisse wird die Marke eingetragen; der Schutz gilt zehn Jahre ab Anmeldung und kann jeweils verlängert werden.

Was ist eine Marke und welche Markenformen gibt es?

Marken gehören zu den gewerblichen Schutzrechten, genauso wie Patente oder Gebrauchsmuster. Die Definition einer Marke nach dem Markenrecht lautet: „Als Marke können alle Zeichen geschützt werden, die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denen anderer Unternehmen zu unterscheiden.“ Das Gesetz nennt beispielhaft Wörter, Bilder, Buchstaben, Zahlen, Klänge, 3D-Gestaltungen sowie Farben.

Um zu verhindern, dass beispielsweise dein Logo von einem anderen Unternehmen nachgeahmt oder kopiert wird, solltest du darüber nachdenken, eine entsprechende Marke eintragen zu lassen.

Wann ist eine Markeneintragung sinnvoll?

Die Entscheidung, wann du deine Marke anmelden solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt: Je früher, desto besser – idealerweise vor dem Markteintritt deines Produkts oder deiner Dienstleistung. Mit einer expandierenden Geschäftsidee steigt auch die Bedeutung eines rechtlichen Schutzes.

Besonders in diesen Situationen solltest du über eine Markeneintragung nachdenken:

  1. Unternehmensstart: Sichere dir frühzeitig die Rechte an deinem Markennamen
  2. Vor Produkteinführungen: Schütze neue Produktlinien rechtzeitig
  3. Bei steigender Bekanntheit: Mit zunehmender Popularität steigt das Risiko von Nachahmungen
  4. Vor der Expansion: Insbesondere vor dem Schritt in internationale Märkte
  5. Nach Rebranding-Prozessen: Neue Unternehmensidentitäten benötigen neuen Schutz

In bestimmten Branchen ist der Markenschutz besonders wichtig:

  1. Mode und Luxusgüter: Hohe Fälschungsgefahr
  2. Technologie: Schnelllebig mit vielen Markteinsteigern
  3. Gastronomie: Restaurantnamen und -konzepte werden häufig kopiert
  4. Kosmetik: Starker Wettbewerb mit ähnlichen Produkten
  5. Online-Dienstleistungen: Leichte Kopierbarkeit von Geschäftsmodellen

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5 Anzeichen, dass dein Business eine Markeneintragung benötigt

  1. Dein Unternehmen wächst schnell und gewinnt an Sichtbarkeit im Markt
  2. Du hast Pläne zur regionalen oder internationalen Expansion
  3. In deiner Branche gibt es viele ähnliche Namen oder Produkte
  4. Du investierst erheblich in Marketing und Markenbildung
  5. Du planst, Lizenzen zu vergeben oder dein Geschäftsmodell zu franchising

Je früher du handelst, desto besser ist dein Schutz gegen Nachahmer. Beachte: Im Markenrecht spielt der Zeitrang eine zentrale Rolle. Vor der Anmeldung sollten daher ältere Marken und sonstige Kennzeichenrechte recherchiert werden.

Vorteile einer eingetragenen Marke

Eine eingetragene Marke bietet dir zahlreiche Vorteile, die weit über den bloßen rechtlichen Schutz hinausgehen:

  1. Exklusives Nutzungsrecht: Nur du darfst deine Marke für die eingetragenen Waren und Dienstleistungen verwenden
  2. Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche: Du kannst rechtlich gegen Markenrechtsverletzungen vorgehen
  3. Wertsteigerung: Eingetragene Marken erhöhen den immateriellen Wert deines Unternehmens
  4. Vertrauensbildung: Kunden vertrauen registrierten Marken stärker
  5. Lizenzierungsmöglichkeiten: Du kannst Nutzungsrechte an Dritte vergeben und zusätzliche Einnahmen generieren
  6. Finanzierungsvorteile: Bei Kreditverhandlungen kann eine wertvolle Marke als immaterieller Vermögenswert gelten

Ein weiterer wichtiger Vorteil: Deine eingetragene Marke kann dir als Grundlage für internationale Schutzerweiterungen dienen. So kannst du mit einer deutschen Basisanmeldung relativ einfach den Schutz auf die EU-Marke oder internationale Registrierungen (IR-Marke) ausdehnen.

Gut zu wissen: Ohne eingetragene Marke hast du nur beschränkte Möglichkeiten, gegen Nachahmer vorzugehen – meist nur auf Basis des Wettbewerbsrechts, was in der Regel schwieriger durchzusetzen ist.

Fachexpert:innen für Markenrecht bei der Eintragung der Marke hinzuziehen

Bei der Anmeldung der Marke beim DPMA ist die Hinzuziehung einer spezialisierten juristischen Fachkraft meist sinnvoll, wenngleich keine Anwaltspflicht besteht. Das Risiko bei der Anmeldung Fehler zu machen ist hoch. Die Eintragung der Marke kann abgelehnt werden oder sich erheblich verzögern, was unterm Strich zusätzliche Kosten verursacht. 

Eine Fachanwältin bzw. ein Fachanwalt für Markenrecht kennt die Prüfvorgänge beim Markenamt und bringt entsprechende Erfahrungen beim Formulieren des Antrags mit. Eine Werbeagentur kann bei Gestaltung und organisatorischer Vorbereitung unterstützen; markenrechtliche Beratung, Recherche und die strategische Anmeldung sollten durch qualifizierte Rechts- oder Patentanwält:innen erfolgen.

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Die Markenanmeldung: Schritt-für-Schritt

Die Eintragung einer Marke beim Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA) erfolgt im Wesentlichen in vier Schritten:

  1. Anmeldung der Marke beim Markenamt
  2. Bezahlen der Anmeldegebühr
  3. Prüfung der Markenanmeldung durch das DPMA
  4. Eintragung der Marke ins Markenregister

Schritt 0: Markenrecherche und Strategie

Prüfe vor der Anmeldung identische und ähnliche Marken, geschäftliche Bezeichnungen und die passenden Waren- und Dienstleistungsklassen.

Schritt 1: Anmeldung der Marke beim Markenamt

Zunächst muss der Markenantrag vollständig ausgefüllt werden. Im Antrag müssen Angaben zur Identität der anmeldenden Person und zum Unternehmen gemacht werden. Außerdem müssen eine konkrete Beschreibung der Marke und eine Zuordnung zur Waren- oder Dienstleistungsklasse erfolgen.

Schritt 2: Bezahlen der Anmeldegebühr

Die Gebühr für die Anmeldung einer Marke beträgt Stand August 2026

  • 290 Euro bei elektronischer Anmeldung, jeweils für bis zu drei Klassen
  • 300 Euro bei Papieranmeldung, ebenfalls für bis zu drei Klassen
  • 100 Euro für jede Klasse ab der vierten Klasse

Schritt 3: Prüfung der Markenanmeldung beim DPMA

Sobald der Antrag eingereicht und die Anmeldegebühr bezahlt ist, erfolgt eine Prüfung durch das DPMA. Das DPMA prüft insbesondere formale Voraussetzungen und absolute Schutzhindernisse, beispielsweise fehlende Unterscheidungskraft, beschreibende Angaben, Täuschungsgefahr oder Verstöße gegen die öffentliche Ordnung bzw. die guten Sitten. Ob ältere identische oder ähnliche Marken entgegenstehen, prüft das DPMA grundsätzlich nicht von Amts wegen. 

Hinzu kommen zusätzliche Eintragungshindernisse, die aus dem Markengesetz hervorgehen.

Diese betreffen zum Beispiel folgende Fragen:

  • Handelt es sich um eine schutzfähige Marke?
  • Entspricht die Anmeldung den formalen Anforderungen?
  • Besteht das Risiko einer Irreführung oder Täuschung?
  • Wird gegen Gesetze oder gegen die guten Sitten verstoßen?
  • Besteht eine gewisse Unterscheidungsfähigkeit?

Eventuell müssen im Rahmen des Prüfprozesses noch Unterlagen nachgereicht werden.

Schritt 4: Eintragung der Marke ins Markenregister

Sofern keine Beanstandungen seitens des DPMA bestehen, wird die Marke in das Markenregister eingetragen. Nach der Eintragung veröffentlicht das DPMA die Marke. Inhaber:innen bestimmter älterer Rechte können innerhalb von drei Monaten ab dem Tag der Veröffentlichung Widerspruch einlegen. Auch nach Ablauf dieser Frist kann eine Marke unter bestimmten Voraussetzungen noch angegriffen werden.

Der Markenschutz läuft grundsätzlich zehn Jahre ab dem Anmeldetag und kann gegen Gebühr jeweils um weitere zehn Jahre verlängert werden.

Deine Marke – dein Kapital

Die Anmeldung einer Marke ist mehr als nur ein rechtlicher Schritt – sie ist eine strategische Investition in die Zukunft deines Unternehmens. Eine starke, geschützte Marke bietet dir nicht nur rechtliche Sicherheit, sondern schafft auch Vertrauen bei deinen Kunden und steigert den Wert deines Unternehmens.

Der Weg zur eingetragenen Marke mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, doch mit der richtigen Vorbereitung und ggf. professioneller Unterstützung kannst du den Prozess erfolgreich meistern. Besonders wichtig sind eine gründliche Markenrecherche, die strategische Auswahl der Waren- und Dienstleistungsklassen sowie die sorgfältige Formulierung der Anmeldung.

Denke daran, dass die Investition in eine Markeneintragung sich langfristig auszahlt – durch rechtliche Sicherheit, klarere Marktpositionierung und nicht zuletzt durch die Möglichkeit, gegen Nachahmer vorzugehen.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen.
Erfahre hier mehr zu den Bedingungen.
*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes oder des Versicherungsproduktes entnehmen: Business Gold Card, Business Platinum Card