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Versicherungen

Welche Versicherungen sind sinnvoll?

Versicherungen übernehmen für ihre Versicherten im Schadens- oder Krankheitsfall die Kosten ganz oder zumindest teilweise, je nachdem, wie der Versicherungsvertrag gestaltet ist. Manche Verträge enthalten eine Klausel zur Selbstbeteiligung. Das heißt, die versicherte Person zahlt einen im Vorhinein festgelegten Betrag zu den Kosten dazu. Dafür ist aber die Prämie im Vergleich zu anderen ohne Selbstbeteiligung oft günstiger.

So viel gaben die Deutschen für Versicherungen im Jahr 2019 aus

Keiner will sie, aber viele haben sie - Versicherungen. Versicherungen hängen zum einen von dem tatsächlichen Bedarf ab, zum anderen aber auch vom finanziellen Spielraum. Das Statistische Bundesamt, Destatis, nahm im Jahr 2021 einmal die Ausgaben der Deutschen für Versicherungen unter die Lupe. Als Berichtszeitraum diente das Jahr 2019.

Die Ausgaben für Versicherungsprämien steigen

Ob es nur an den steigenden Beiträgen liegt oder auch an einem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Versicherungsnehmer, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass der Anteil am Haushaltsbudget für Versicherungsbeiträge kontinuierlich steigt. Im Jahr 2019 gaben deutsche Haushalte durchschnittlich 1.500 Euro im Jahr für Versicherungsprämien aus. Im Jahr 2009 waren es noch 1.020 Euro jährlich. Dies bedeutet einen Anstieg um 47 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Fakt ist, dass Wohngebäudeversicherungen und Kfz-Versicherungen auf jeden Fall zu den Preistreibern gehören.

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GdV) bietet in seinem Jahrbuch 2022 leider nur das Jahr 2010 als Referenzjahr zum Jahr 2019. Es finden sich hier recht interessante Daten, auch in Bezug auf die Branche. So sank die Zahl der Versicherungsunternehmen in der Zeit von 2010 bis 2019 von ehemals 582 auf nur noch 530, Tendenz weiter fallend.

Bei den Prämieneinnahmen gibt es spartenabhängige Veränderungen. Der prozentuale Anteil am Gesamtaufkommen der Beitragseinnahmen sank bei Lebensversicherungen um 4,8 Prozent. Die privaten Krankenversicherungen verzeichneten ein Plus von 1,2 Prozent und die Sachsparte konnten den Beitragsanteil am Gesamtaufkommen um 3,3 Prozent steigern.

Der Bestand an Verträgen im Erstversicherungsgeschäft stieg von 418,3 Millionen um 35,8 Millionen Policen auf 454,1 Millionen. Dies entspricht einer Steigerung von 8,6 Prozent - signifikant weniger als der Prämienanstieg in diesem Zeitraum. Daraus lässt sich schließen, dass die erhöhten Ausgaben aus den Beitragserhöhungen resultieren, nicht an der Zunahme der verkauften Versicherungen.

Ausgaben für Versicherungen hängen vom Einkommen ab

Laut Destatis machten im Jahr 2019 die Ausgaben für Versicherungen 3,4 Prozent des verfügbaren Haushaltsnettoeinkommens aus. Dies sind 0,5 Prozent mehr als noch 2009 (2,9 Prozent).

Die folgende Grafik zeigt auf einen Blick, wie Versicherungsbeiträge und verfügbares Nettoeinkommen korrelieren:

Tabelle zu Versicherungshaushalten

Versicherungsbeiträge von Privathaushalten, 2019Weshalb die Kfz-Versicherung ebenfalls mit dem Einkommen steigt, kann zwei Gründe haben: Wer ein niedrigeres Einkommen hat, schaut vor dem Kauf eines Autos nach den Versicherungsbeiträgen, die auf ihn zukommen. Es ist schon lange nicht mehr so, dass “alte Autos mit wenig PS” automatisch die niedrigsteren Prämien bedeuten. Das war in den 80er Jahren noch der Fall. Wer über ein höheres Einkommen verfügt, leistet sich oft auch ein bisschen mehr Auto, möglicherweise einen Zweitwagen und achtet dabei auch auf einen optimierten Versicherungsschutz. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Einkommen unter 1.300 Euro eher auf den Basistarif optieren, Bezieher höherer Einkommen die Premiumvariante bevorzugen.

In der Tabelle sind zwei Positionen nicht aufgeführt. Dabei handelt es sich um Schadensversicherungen, exklusive Kfz und betriebliche Altersvorsorge.

Die durchschnittlichen Ausgaben für Schadensversicherungen (Unfall, Hausrat, Haftpflicht, Wohngebäude etc.) lagen im Jahr 2019 ebi 528 Euro. Die freiwilligen Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge beliefen sich im selben Jahr auf durchschnittlich 264 Euro. Nicht aufgeschlüsselt waren in der Studie die Beiträge zur Lebensversicherung und zur privaten Rentenversicherung.

Es gibt für nahezu alles eine Versicherung. Manche sind gesetzlich vorgeschrieben, zum Beispiel:

  • Krankenversicherung für jede in Deutschland lebende Person
  • Kfz-Haftpflichtversicherung für Autofahrer:innen
  • Arbeitslosen- und Rentenversicherung für Angestellte
  • Betriebshaftpflicht für Gewerbetreibende
  • Berufliche Unfallversicherung für Angestellte
  • Gebäudeversicherung für Immobilienbesitzer:innen

Andere Versicherungen sind in der Regel freiwillig. Zu den bekanntesten gehören:

Welche zusätzliche freiwillige Versicherung für wen sinnvoll ist, hängt stark von den Lebensumständen ab. Natürlich ist für Personen ohne Führerschein eine Mietwagenversicherung wenig sinnvoll. Für Vielreisende hingegen kann sie sich lohnen, ebenso wie eine Reiserücktrittsversicherung. In jedem Fall empfehlenswert ist eine Privathaftpflicht, denn sie kann vor existenzbedrohenden finanziellen Folgen schützen.

Welche Versicherungen sind steuerlich absetzbar?

Für bestimmte Versicherungen kannst du die Beitragszahlungen steuerlich geltend machen. Je nach Versicherung gibst du sie in der Steuererklärung als Sonderausgaben, Werbungskosten oder Betriebskosten an.

Private Versicherungen als Sonderausgaben

Die meisten Versicherungen sichern deine privaten Risiken ab. In Sachen Steuern gehören sie zu den Sonderausgaben, die du bei der Steuererklärung in der Anlage „Vorsorgeaufwand“ auflistest. Dazu gehören zum Beispiel:

Beachte aber, dass Angestellte und Beamt:innen einen Höchstbetrag von 1.900 Euro für Sonderausgaben haben. Für Selbstständige liegt der Höchstbetrag bei 2.800 Euro. Mit den Beiträgen für die Krankenversicherung ist dieser Rahmen für viele Menschen bereits ausgereizt.

Spezielle Begünstigung bei der Altersvorsorge

Auch Zahlungen zur Altersvorsorge gehören zu den Vorsorgeaufwendungen. Für die Altersvorsorge gelten aber eigene Höchstbeträge. So können Steuerzahler:innen zum Beispiel ihre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung seit 2023 vollständig von der Steuer absetzen, unabhängig von sonstigen Sonderausgaben.

Berufliche Versicherungen: Werbungskosten oder Betriebskosten

Nicht zu den privaten, sondern zu den beruflichen Versicherungen gehören zum Beispiel:

Für Angestellte fallen diese Ausgaben unter Werbungskosten (Anlage N in der Steuererklärung), für Selbstständige und Freiberufler:innen sind es Betriebskosten.

Welche Versicherung beruflich bedingt absetzbar ist, bestimmt zum Teil die Art der ausgeübten Beschäftigung. Wer zum Beispiel selbstständig ist und ein Betriebsfahrzeug hat, kann die Kosten für die Kfz-Haftpflichtversicherung als Betriebskosten steuerlich absetzen.

Mit den Prämien für Sachversicherungen, etwa Hausrat- oder Reiseversicherungen, lassen sich in der Regel keine Steuern sparen – es sei denn, es handelt sich um Versicherungen für ausschließlich beruflich genutzte Dinge, etwa eine Smartphone-Versicherung für das Betriebshandy.

FAQ: Häufige Fragen und Antworten

Welche Versicherungen gibt es? 
Es gibt viele verschiedene Arten von Versicherungen für unterschiedliche Zwecke. Zu den bekanntesten und wichtigsten gehören Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Hausratversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Rechtsschutzversicherung, Kfz-Haftpflichtversicherung, Reiserücktrittsversicherung.
Welche Versicherung sollte ich unbedingt haben? 
Gesetzlich verpflichtend ist für in Deutschland lebende Personen eine Krankenversicherung. Empfehlenswert sind außerdem eine private Haftpflichtversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
Was sind die bekanntesten Versicherungen? 
Zu den beliebtesten deutschen Versicherungsgesellschaften gehören die Allianz, ADAC, HUK-Coburg und R + V. (Quelle: Statista)

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