
Apnoetauchen: Disziplinen, Training, Sicherheit und Rekorde
Alles Wichtige auf einen Blick
Apnoetauchen ist das Tauchen mit nur einem Atemzug ohne Pressluftgerät und umfasst Disziplinen auf Zeit, Strecke und Tiefe. Der Sport verbindet Atemkontrolle, Technik, Druckausgleich und mentale Ruhe und wird von vielen Freediver:innen als intensive, fast meditative Erfahrung beschrieben.
Gleichzeitig verlangt Apnoetauchen konsequente Sicherheitsregeln: nie allein tauchen, nicht hyperventilieren und nur mit geschultem Buddy oder Safety-Team trainieren, um Risiken wie Blackout oder Barotrauma zu vermeiden. Wer Apnoetauchen lernen möchte, startet am besten in einem zertifizierten Freediving-Kurs, in dem Grundlagen, Disziplinen, Training und sichere Abläufe vermittelt werden.
Apnoetauchen bedeutet, mit angehaltenem Atem ohne Pressluftgerät zu tauchen. Anders als beim Gerätetauchen absolvieren Freediver:innen ihren Tauchgang mit nur einem Atemzug, je nach Disziplin auf Zeit, Strecke oder Tiefe.
Der Begriff Apnoe bezeichnet dabei das Luftanhalten. Im Wettkampf und im Training geht es nicht nur darum, möglichst tief zu tauchen. Auch das lange Luftanhalten an der Oberfläche oder das horizontale Tauchen im Pool gehören zu dieser Sportart.
Je nach Disziplin kommen Hilfsmittel wie Monoflosse oder Bifins (zwei lange Flossen), Maske oder Nasenclip, Neoprenanzug, Gewichtssystem und Sicherungskarabiner zum Einsatz. Bei Tieftauchgängen dient eine senkrechte Leine als Orientierungs-, Referenz- und Sicherheitslinie.
Der wichtigste Grundsatz lautet: Apnoetauchen betreibst du nie allein. Jede Einheit erfordert einen geschulten Buddy oder ein Safety-Team, das bei Problemen sofort eingreifen kann.
Im Apnoetauchen wird grundsätzlich zwischen Pool- und Tiefendisziplinen im Freiwasser unterschieden.
Pooldisziplinen:- Static Apnea (STA): Luftanhalten auf Zeit an der Wasseroberfläche
- Dynamic With Fins (DYN): horizontales Tauchen mit Monoflosse oder Bifins auf Strecke
- Dynamic With Bifins (DYNB): horizontales Tauchen mit zwei Flossen
- Dynamic Without Fins (DNF): horizontales Tauchen ohne Flossen auf Strecke
Tiefendisziplinen:
- Constant Weight (CWT): Ab- und Auftauchen mit Flossen aus eigener Kraft
- Constant Weight with Bifins (CWTB): wie CWT, aber mit zwei Flossen
- Constant Weight No Fins (CNF): Tieftauchen ohne Flossen
- Free Immersion (FIM): Tauchen am Seil ohne Flossen, nur mit Armkraft
- Variable Weight (VWT): Abstieg mit Zusatzgewicht, Aufstieg aus eigener Kraft
Kurz gesagt: Apnoetauchen ist nicht nur Tieftauchen. Der Sport umfasst Disziplinen auf Zeit, Strecke und Tiefe.

Apnoetauchen fordert Körper und Kopf gleichermaßen. Trainiert werden vor allem Atemkontrolle, Entspannung, CO₂-Toleranz, Technik, Wasserlage und mentale Ruhe, damit Taucher:innen unter Wasser kontrolliert und energiesparend unterwegs sind.
Ein wichtiger Teil des Trainings sind Atem- und Entspannungsübungen. Ziel ist nicht hektisches Luftsammeln, sondern ein ruhiger, kontrollierter Atemrhythmus vor dem Tauchgang. Wenn du entspannt bleibst, verbrauchst du weniger Sauerstoff und bewegst dich unter Wasser effizienter.
Dazu kommen Schwimmtraining, Mobilitätsübungen für Brustkorb und Zwerchfell, Techniktraining am Seil sowie allgemeine Ausdauer- und Kraftarbeit. Gerade im Tieftauchen spielt auch der saubere Druckausgleich eine zentrale Rolle.
Typisch für gut trainierte Freediver:innen ist der sogenannte Tauchreflex: Während der Apnoe kann die Herzfrequenz deutlich sinken, um Sauerstoff zu sparen. Studien mit Elite-Athlet:innen zeigen ausgeprägte Bradykardie-Effekte, also eine Verlangsamung des Herzschlags, die individuell sehr unterschiedlich ausfallen.
Viele Freediver:innen beschreiben den Sport deshalb auch als Mischung aus Techniktraining, Körperkontrolle und Meditation. Die mentale Komponente ist kein Nebeneffekt, sondern ein zentraler Teil der Leistung.
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Nerdpedia
Sängerin Sarah Connor ist bekennende Apnoetaucherin. Bis zu 30 Meter taucht die Deutsche in die Tiefe. Der Sport sei so etwas wie Meditation für sie, beruhigend und euphorisierend.
Kein Geräusch, keine Angst und kein Wunsch, je wieder zu atmen – so formulierte einst der Italiener Umberto Pelizzari, was ihn am Apnoetauchen faszinierte. Diese Faszination an der Disziplin teilen viele.
Allerdings ist dieser Extremsport nicht ungefährlich, wenn beispielsweise Sicherheitsregeln missachtet oder Grenzen falsch eingeschätzt werden. Das höchste akute Risiko ist ein hypoxischer Blackout, also eine Ohnmacht durch Sauerstoffmangel, vor allem gegen Ende des Aufstiegs oder direkt an der Oberfläche.
Auch ein großes Thema: der Druckausgleich. Wenn du Ohren und Nebenhöhlen beim Abtauchen nicht rechtzeitig ausgleichst, riskierst du ein Barotrauma, also druckbedingte Verletzungen. Das ist etwas anderes als die klassische Taucherkrankheit.
Eine Dekompressionskrankheit (DCS) ist beim Freediving zwar möglich, aber selten. Sie tritt eher nach vielen wiederholten tiefen Tauchgängen in kurzer Zeit auf.
Für sicheres Training gelten daher einige Grundregeln:
- Nie allein tauchen (wichtigste Sicherheitsregel!)
- Nie vor dem Tauchgang hyperventilieren (senkt den CO₂-Spiegel, kann Blackouts begünstigen)
- Nur innerhalb des eigenen Ausbildungsstands trainieren
- Mit geschultem Buddy oder Safety-Team ins Wasser gehen
- Rettungsabläufe und Recovery Breathing (Erholungsatmung) beherrschen
- An der Oberfläche Notfallsauerstoff verfügbar haben
Apnoetauchen kannst du in Gewässern wie dem Bodensee oder während deines Tauchurlaubs in vielen verschiedenen Ländern, beispielsweise in Thailand, in Griechenland oder auf Bali.
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Im Freediving gibt es nicht den einen Weltrekord, sondern viele
Bestmarken je nach Disziplin und Regelwerk. Offizielle Rekordlisten
führt unter anderem AIDA International.
Beim Apnoetauchen gibt es diverse Disziplinen unter verschiedenen Bedingungen, daher existieren auch zahlreiche Rekorde. Einige Beispiele für Bestleistungen (Stand März 2026):
- Tolga Taskin ist Deutscher Meister und Guinness-Weltrekordhalter im Apnoetauchen für den tiefsten Tauchgang mit nur einem Atemzug unter einer Eisoberfläche. In viereinhalb Minuten schaffte der Student 74,8 Meter.
- Anna von Boetticher gilt als Deutschlands erfolgreichste Freitaucherin. Laut ihrer offiziellen Biografie stellte sie mehr als 30 deutsche Rekorde auf und gewann mehrfach WM-Bronze. Gemeinsam mit Andrea Zuccari erreichte sie in der Extremdisziplin Tandem No Limits 125 Meter.
- Auch Heike Schwerdtner zählt aktuell zu den wichtigsten deutschen Namen im Pool-Freediving: Auf der offiziellen AIDA-Rekordliste wird sie mit 9:22 Minuten als Weltrekordhalterin der Frauen in Static Apnea geführt.
Eine Auswahl aktueller internationaler Bestmarken (Stand März 2026):
- Free Immersion Männer: Petar Klovar – 135 Meter
- Free Immersion Frauen: Sanda Delija – 103 Meter
- Constant Weight Männer: Alexey Molchanov – 136 Meter
- Constant Weight Frauen: Alessia Zecchini – 123 Meter
- Static Apnea Männer: Stéphane Mifsud – 11:35 Minuten
- Static Apnea Frauen: Heike Schwerdtner – 9:22
Minuten
Den historischen Tiefenrekord im No Limit hält weiterhin der Österreicher Herbert Nitsch mit 214 Metern. Dieser Rekord stammt aus dem Jahr 2007 und wurde bislang nicht übertroffen.

Unterwasser-Eishockey und andere eisige Aktivitäten
Es hört sich an wie eine Spinnerei, doch diesen Extremsport gibt es wirklich: Beim Unterwasser-Eishockey duellieren sich Apnoetaucher:innen kopfüber unter zugefrorenem Wasser mit Schläger und Puck. Das Spielfeld befindet sich an der Unterseite der Eisfläche. Zwischendurch müssen die Sportler:innen immer wieder Luft holen, denn Sauerstoff gibt es nicht aus der Flasche.
Zudem ist Eistauchen eine extreme Erfahrung. Bei dieser Sportart bist du allerdings vollständig ausgerüstet und kannst die Unterwasserwelt mit Druckluft erkunden. Es gibt jedoch nur einen Weg zurück: durch das zuvor gesägte Loch in der Eisdecke.
Eisbaden hingegen ist eine Form der Kältetherapie, bei der du deinen nackten oder nur durch Badekleidung umhüllten Körper kurzzeitig einer sehr niedrigen Temperatur aussetzt. Für wenige Minuten oder sogar nur Sekunden in eiskaltes Wasser abzutauchen, kann positive gesundheitliche Effekte haben.
Apnoetauchen kannst du in Schwimmbädern, tiefen Trainingspools, Seen und im Meer lernen. Für Einsteiger:innen gilt jedoch: Starte nicht allein und in einem zertifizierten Freediving-Kurs.
In solchen Kursen lernst du unter anderem:
- Sichere Atemvorbereitung
- Druckausgleich
- Buddy- und Rettungsregeln
- Recovery Breathing
- Erste Pool- und Freiwasserdisziplinen
Geeignete Ausbildungsstandards bieten zum Beispiel AIDA und PADI.
Wenn du in Deutschland starten möchtest, findest du Kurse unter anderem in größeren Städten, an Seen oder in spezialisierten Freediving-Schulen. Für Urlaube sind Reviere wie Griechenland, Ägypten oder Bali beliebt – entscheidend ist aber nicht der Ort, sondern die Qualität der Ausbildung und der Sicherheitsstandards.
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Apnoetauchen ist mehr als der Versuch, möglichst lange die Luft anzuhalten. Der Sport verbindet Technik, Körpergefühl und mentale Ruhe auf eine Weise, die viele Freediver:innen als besonders intensiv und fast meditativ erleben. Gerade diese Mischung aus Schwerelosigkeit, Konzentration und Selbstkontrolle macht den Reiz aus.
Gleichzeitig gehört Apnoetauchen zu den Disziplinen, in denen Sicherheit niemals Nebensache ist. Wer Freitauchen lernen oder vertiefen möchte, braucht eine gute Ausbildung, saubere Technik, konsequente Buddy-Regeln und ein realistisches Gefühl für die eigenen Grenzen. Genau darin liegt die eigentliche Faszination: nicht im Leichtsinn, sondern in der kontrollierten Beherrschung eines anspruchsvollen Sports.
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Können Anfänger:innen Apnoetauchen lernen?Ja – aber nur unter Anleitung. Einsteiger:innen sollten mit einem zertifizierten Kurs beginnen, um Atemtechnik, Druckausgleich, Buddy-Regeln und Rettungsabläufe sicher zu lernen.+
Warum darf ich vor dem Apnoetauchen nicht hyperventilieren?Hyperventilation senkt den CO₂-Gehalt im Blut und kann den natürlichen Atemreiz verzögern. Dadurch steigt das Risiko eines Blackouts unter Wasser.+
Wo kann ich Apnoetauchen?Apnoetauchen kannst du im Meer oder in Seen, die tief genug sind. Der Bodensee ist beispielsweise ein beliebtes Revier in Deutschland.
