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Einleuchtend – worauf es bei der Lichtplanung ankommt

Tropisch eingerichtetes Schlafzimmer mit Beleuchtung
Nikolas Feireiss
Schönes Wohnen braucht auch schönes Licht. In einem Zuhause, das eine angenehme Lichtstimmung verbreitet, lässt sich angenehm entspannen – oder auch an einem entsprechend ausgeleuchteten Arbeitsplatz konzentriert die nächste Präsentation vorbereiten. Es geht nicht nur darum, die richtigen Lampen zu finden, sondern sie auch geschickt einzusetzen. Lichtplanung wird oft unterschätzt. Dabei kann man gar nicht früh genug mit ihr beginnen.
  1. Alles ins richtige Licht rücken – am besten von Beginn an
  2. Vom einfachen Licht zur Multi-Level-Beleuchtung
  3. Passende Leuchtmittel und wertvolles Licht to go
  4. Die ideale Lampe für jeden Stil
  5. Es werde Licht! Der Mix macht die Stimmung

Alles ins richtige Licht rücken – am besten von Beginn an

Licht bestimmt die Stimmung, daran besteht kein Zweifel. Für den großen Architekten Le Corbusier war das schon 1923 keine Frage: „Ein Haus ist nur bewohnbar, wenn es voller Licht und Luft ist“, sagte er mit Überzeugung.

Aber es geht nicht nur darum, dass ein Raum einfach hell ist, sondern, dass er stimmungsvoll beleuchtet wird. Hier kommen Lichtdesign und Lichtplanung ins Spiel. Beides wird oft unterschätzt. Gerade bei privaten Aufträgen erleben Lichtplaner:innen manchmal, dass sie erst zu Rate gezogen werden, wenn die Wände fein verspachtelt und nach einer ausgeklügelten Farbplanung in delikaten Farben gestrichen wurden. Auslässe für Lampen und Leuchten wurden dann vom Elektriker oder der Elektrikerin nach bestem Wissen und Gewissen festgelegt. Zum Beispiel da, wo vermeintlich der Esstisch stehen wird, genau in der Mitte: Üblich, aber nicht immer optimal.

Mehrere kleine Designer-Pendelleuchten erhellen einen kleinen Beistelltisch.

Beim Umzug in eine Wohnung oder in ein neues Haus wird die Beleuchtungsplanung am besten von Anfang an mitbedacht. Welche Bereiche sollen wirklich hell sein – die Ankleide vielleicht oder die Werkbank im Hobbyraum – welche eher gemütlich schummrig? Die Lichtplanung im Wohnzimmer wird auch einfacher, wenn frühzeitig klar ist, ob der Lesesessel in der dunklen Ecke stehen wird oder vor dem hellen Fenster. Kunst, Bilder und Skulpturen verdienen einen extra Spot. Ideal, wenn die Anschlüsse für sie von vornherein an der richtigen Stelle liegen. Aber auch durch spätere Planung am bestehenden Lichtdesign lässt sich noch viel herausholen.

Vom einfachen Licht zur Multi-Level-Beleuchtung

Ganz klar, Lichtplaner:innen wären keine Fachleute, wenn sie nicht auch bei bereits verlegten Kabeln ein stimmiges Beleuchtungskonzept entwickeln könnten. Kabel können etwa bewusst sichtbar verlegt werden, Schienenlösungen bringen Licht an Decken, die nur einen Auslass haben. Wirklich stylish ist die nachträgliche Lichtplanung aber nur, wenn sie Teil eines ästhetischen Konzepts ist. Es spart daher Zeit und Kosten, wenn Lichtplaner:innen und Architekt:innen ein Team bilden. Apropos Bezahlung: Abgerechnet wird bei beiden Berufsgruppen nach Honorarordnung. Der Preis hängt also von der Bausumme ab.

5 Tipps für die Lichtplanung: Das raten Expert:innen

Es gibt ein paar grundlegende Tipps von Expert:innen, viele lassen sich auch in schon bestehenden Wohnräumen beherzigen:

  1. Als Faustregel gilt: In größeren Räumen sollten fünf bis sieben unterschiedliche Lichtquellen eingerichtet werden. Fachleute nennen das Multi-Level-Beleuchtung.
  2. Decken- oder Wandleuchten sorgen für eine Grundbeleuchtung, Tisch- und Stehlampen akzentuieren Bereiche mit Licht und Schatten.
  3. Spots setzen Akzente. Im Smart Home lassen sie sich optimalerweise mit einer App an- und ausschalten und auch dimmen.
  4. Wahre Stimmungsmacher sind kleine Tischlampen, die variabel mal auf ein Sideboard, mal in ein Regal gestellt werden können. Von diesen atmosphärischen Leuchten kann ein Raum mindestens drei vertragen.
  5. Neben Tischleuchten können auch Pendel- oder Bodenleuchten atmosphärische Lichtinseln schaffen. Das hängt ganz vom Raum und seinen Gegebenheiten ab.

Jede Lampe erfüllt ihren eigenen Zweck, die eine ist rein dekorativ, die andere verbreitet eine bestimmte Stimmung, die nächste macht das Lesen leichter und wieder eine andere akzentuiert vielleicht den dekorativen Rundbogen im Zimmer. Gerne unterschätzt werden übrigens Wandleuchten, die in mittlerer Höhe ein atmosphärisch schönes Licht verbreiten. An Auslässe für sie zu denken, kann sich also lohnen.

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Mehrere dimmbare LED-Leuchten im Vintage-Look hängen gebündelt über einem Tisch.

Passende Leuchtmittel und wertvolles Licht to go

Nicht zu unterschätzen ist die belebende Wirkung, die Licht im Schlaf- oder auch Badezimmer hat. Intensives blaues Licht verringert den Melatoninspiegel und hält munter.

Manche Einschlafstörung kann damit zusammenhängen, dass das abendliche Zähneputzen vor dem hell erleuchteten Badezimmerspiegel wie ein Espresso wirkt. Das lässt sich leicht ändern, zum Beispiel mit dem passenden Leuchtmittel.

Für eine angenehme Wohlfühlstimmung – nicht nur im Schlafzimmer und Bad – sorgen etwa LED-Leuchten mit 2.700 Kelvin. Ein Dimmer kann alternativ oder zusätzlich die Lichtstimmung je nach Anlass und Tageszeit verändern.

Und wenn die eigentliche Lichtplanung schon abgeschlossen ist?

In einem bestehenden Zuhause können kleine kabellose tragbare Lampen, also „Licht to go“, ganz unkompliziert die Stimmung deutlich verändern. Sie setzen Akzente und bringen Licht in manch dunkle Ecke. Praktischerweise lassen sie sich im Sommer auch mit auf die Terrasse oder in den Garten nehmen.

Zwei portable Leuchten stehen vor einem Pool im Freien.

Die ideale Lampe für jeden Stil

Wer sich neu einrichtet, sollte bedenken: Besonders schön ist oft der Mix aus Vorhandenem und Neuem. Omas antiker Kristallleuchter funkelt nicht nur herrlich, sondern gibt beispielsweise auch einer ansonsten minimalistischen Einrichtung besonderes Flair. Den einen Trend gibt es sowieso nicht mehr. Das gilt auch für Lampen. Wer sich umsieht, wird für seine Beleuchtungsplanung in jedem Stil etwas finden.

Modernes Wohnzimmer mit blauem Sofa

Es werde Licht! Der Mix macht die Stimmung

Beim Einzug in ein neues Zuhause – und natürlich auch, wenn das vorhandene verändert werden soll – ist die Wirkung der richtigen Beleuchtung, der geschickte Einsatz verschiedener Lichtquellen nicht zu unterschätzen. Nicht ohne Grund sind die Lichtplaner:innen eine eigene Berufsgruppe. Manche (Innen)Architekt:innen haben auch Spezialwissen auf dem Gebiet, das sollte abgeklärt werden.

In jedem Fall ist es besser, sich die Lichtplanung nicht zu einfach zu machen und rechtzeitig zu überlegen, wo Auslässe für Decken- und Wandlampen notwendig sind. Auch Steckdosen werden oft dann vermisst, wenn die Renovierung eigentlich schon abgeschlossen ist.

Grundsätzlich gelingt eine atmosphärisch schöne Beleuchtung, wenn in einem Raum verschiedene Lichtquellen eingesetzt werden. Am besten sind wenigstens einige von ihnen dimmbar. Das sogenannte „architektonische Licht“ bestimmt die Grundbeleuchtung. Es nimmt sich zurück, die Lichtquelle kann sogar unsichtbar bleiben. Dazu kommen dekorative Leuchten, Pendelleuchten, Stehleuchten, Spots und kleine Tischleuchten, die Akzente setzen und für Atmosphäre sorgen. Der richtige Licht-Mix macht also die Stimmung.

 

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

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