- Ludovic Lazareth: Tuner der Extreme
- Quadski: Nah am Wasser gebaut
- Arctic Cat: Die eiskalte Schneekatze
- Yamaha: Die Allesmacher
- E.-ATV Racing: Hier ist Schmalhans Wiegemeister
- Bisher eher unbekannte Quad-Marken dominieren den Markt
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Alles Wichtige auf einen Blick
Beim Kauf ist entscheidend, ob das Quad eine Straßenzulassung und Konformitätsbescheinigung hat, sonst sind sie nur fürs Privatgelände geeignet. Für Asphalt sind Modelle mit zuschaltbarem Differenzial meist stabiler als Quads mit starrer Achse. Achte außerdem auf moderne Sicherheitstechnik wie (belüftete) Scheibenbremsen und ABS sowie auf Optionen wie die LoF-Zulassung, wenn du legal schneller als 90 Kilometer pro Stunde fahren möchtest.
Ludovic Lazareth: Tuner der Extreme
Der französische Tuner Ludovic Lazareth liebt den Temporausch. Seine Manufaktur gehört zu den besten Quad-Marken, dabei steht sie für extreme Einzelstücke. Das Wazuma V12 beispielsweise ist ein extremes Power-Quad (Custom-Bau), bei dem Leistung und Show wichtiger sind als Alltagstauglichkeit.
Es wird von einem BMW-Motor 5.0L V12 befeuert, der serienmäßig 350 Pferdestärken (PS) liefert und auf 500 PS aufgebohrt wurde. Beim Fahren liegst du bäuchlings auf dem rund 500 Kilogramm schweren Quad mit dem markant schwarzen Design. Die große Spurweite vorn und der geringe Abstand zwischen den Hinterrädern verleihen dem Quad seine ungewöhnliche, trapezförmige Gestalt.
Nice to know: Durch die charakteristische Bauform gilt das Vehikel in Frankreich bei der Zulassung als Dreirad.
Was du beim Quad-Kauf beachten solltest
Ein Großteil der Quad-Marken kommt heute aus Fernost. Viele günstige Modelle besitzen keine Straßenzulassung und keine Konformitätspapiere (CoC) und dürfen daher nur auf Privatgelände gefahren werden. Willst du dein Quad auch mal auf der Straße bewegen, steht dann zuerst ein teurer Umbau an.
Tipp: Ob ein Quad auf die Straße darf, erkennst du am CoC beziehungsweise der EU-Typgenehmigung. Frage diese Dokumente am besten vor dem Kauf aktiv an.
Quads sind in erster Linie für das Gelände gedacht. Für den Straßeneinsatz sind Modelle mit zuschaltbarem Differenzial besser geeignet als solche mit starrer Achse. Denn auf Asphalt neigen sie nicht so stark zum Ausbrechen. Bist du also oft auf den Straßen unterwegs, sind daneben gute Straßenreifen und (wenn verfügbar) ABS die größten Sicherheitshebel.
Tipp: Fahrpraxis kannst du als Einsteiger:in gut bei geführten Quad-Touren sammeln.
Auch bei der aktiven Sicherheit liegen Welten zwischen Modellen und Quad-Marken. Die Auswahl reicht von belüfteten Scheibenbremsen mit ABS bis hin zu per Seilzug betätigten Trommelbremsen. Letzteres ist indes sicherheitstechnisch längst überholt. Wenn ein Quad also nur Trommelbremsen und keine saubere Ersatzteilversorgung hat, ist das oft ein Warnsignal – besonders bei höheren Geschwindigkeiten.
Alle technischen Daten solltest du dir vor deiner Kaufentscheidung sorgfältig durchlesen. Auch beim Fahren mit einem Quad solltest du einige Dinge beachten.
Quadski: Nah am Wasser gebaut
Warum nicht mal ein Quad mit einem Jetski kombinieren? Das dachte sich das Unternehmen Gibbs Sports Amphibians aus Michigan und stellte 2013 den einsitzigen Quadski und den zweisitzigen Quadski XL vor.
Dank vier klappbarer Räder und Jetski-Antrieb mit 140 PS macht dieses Quad auch auf dem Wasser ordentlich Strecke. Das Quadski ist also die Speziallösung für alle, die Quad und Jetski in einem Fahrzeug wollen. Die rund 1.000 gefertigten Exemplare sind zwischenzeitlich ausverkauft, sodass die amphibischen Flitzer nur noch gebraucht zu haben sind.
Nice to know: TV-Entertainer Stefan Raab präsentierte das Fahrzeug 2014 bei seinem „TV Total Turmspringen“ im Fernsehen.
Als Inspirationen für deine nächste Quad-Tour: Die schönsten Straßen der Welt
Gesundheit ist unser wertvollstes Gut
Arctic Cat: Die eiskalte Schneekatze
Der US-Hersteller Arctic Cat hat sich eigentlich auf den Bau von Schneemobilen spezialisiert, doch nach einigen turbulenten Jahren überzeugt die Marke heute auch mit hochwertigen All Terrain Vehicles (ATV) mit 90 bis 700 Kubikzentimetern Hubraum: eine Quad-Variante mit Vierradantrieb, die häufig auch für schwere Arbeiten zum Einsatz kommt.
Begriffe erklärt: Quad vs. ATV vs. UTV
2006 verblüffte der Hersteller mit einem Diesel-ATV. Diesel-ATVs sind selten, aber im Forst beliebt, weil sie viel Drehmoment und oft niedrigen Verbrauch kombinieren. Das heute nur noch gebraucht erhältliche Modell Arctic Cat 700 Super Duty Diesel kam beim finnischen Grenzschutz und der US Army zum Einsatz.
Nice to know: 2010 gewann Christian Joormann die Deutsche Geländewagen-Meisterschaft in der UTV-Klasse mit einem Arctic Cat Prowler.
Nerdpedia
Yamaha: Die Allesmacher
Mit seinen Motoren bewegt der japanische Hersteller Yamaha fast alles, was fliegt, schwimmt oder fährt – von Drohnen über Rennboote bis hin zu Motorrädern und Quads. Yamaha zählt für viele Käufer:innen zu den besten Quad-Marken, weil Technik, Haltbarkeit und Händlernetz meist gut zusammenspielen.
Im Sportsegment setzt Yamaha mit seinen Quads der Baureihen YFM und YFZ auf kompromisslose Geländegängigkeit ohne Ausflug in den öffentlichen Straßenverkehr. Arbeits-ATVs erkennst du an 4x4-Antrieb, Untersetzung und hoher Nutz- und Anhängelast.
Die kraftvoll-gemütlichen Forst- und Ackerknechte Kodiak und Grizzly lassen sich auch für die Straße umbauen. Aber Achtung: Ob ein ATV legal auf die Straße kommt, hängt weniger vom Schrauben als von Zulassung beziehungsweise Typgenehmigung und Abnahme ab.
Nice to know: Daneben hat Yamaha ein reiches Angebot an Side-by-side-Vehikeln und Viersitzer-Buggys, die schon eher Auto als Quad oder ATV sind.
Extra-Tipp
E.-ATV Racing: Hier ist Schmalhans Wiegemeister
Weil immer mehr Großserienhersteller ihre Enduro- und Motocrossserien einstellen, sind sportliche Fahrer:innen auf kleinere Quad-Marken angewiesen. Hier kommt E.-ATV Racing aus dem nordrhein-westfälischen Neukirchen-Vluyn ins Spiel.
E.-ATV Racing ist eine deutsche Kleinserien-Manufaktur für sportliche Leichtbau-Quads. Ihre Leichtbau-Quads sind fahrdynamisch spektakulär, verlangen aber meist mehr Wartungsdisziplin und sind preislich im Premiumbereich.
Inhaber Clemens Eicker nimmt Motorräder und Motoren der österreichischen Enduro-Schmiede KTM und fertigt daraus seine ganz eigenen, superleichten Gelände-Quads. Seine Modelle entwirft er mit viel Liebe zum Detail und kämpft beim Fahrzeuggewicht um jedes Gramm.
Zuletzt stellte Eicker das muskelbepackte Naked Bike KTM 1290 Super Duke R von zwei auf vier Räder. Das Modell gehört zu den stärksten Serien-Quads in der Enduro-Rennklasse. Der Super-Duke-Quad-Umbau ist ein Showcase – aber kein typisches Freizeit-Quad.
Nice to know: High-Performance-Quads wie die Super Duke sind allerdings eher Renn- oder Eventfahrzeuge und daher für Alltag und Einsteiger:innen nicht die beste Wahl.
LoF-Zulassung: Die Wald- und Wiesen-Quads
Ausnahme: Sie sind als Fahrzeug für die Land- und Forstwirtschaft (LoF-Zulassung) abgenommen. Eine solche Zulassung kann allerdings nicht jedes Quad erhalten. Voraussetzung hierfür sind unter anderem eine Lichtanlage, Rückwärtsgang und Anhängerkupplung.
Bisher eher unbekannte Quad-Marken dominieren den Markt
Vorbei die Zeiten, als viele Fahrzeuge noch von Quad-Marken wie KTM, Suzuki, Honda und Kawasaki kamen. Marken aus China und Taiwan wie CF Moto, TGB und Kymco beherrschen heute den Markt. Dazu kommen einige wenige Spezialanbieter und Manufakturen aus den USA und Europa. Neben den Standardbenzinern werden Elektro-Quads immer häufiger nachgefragt. Beim Kauf lohnt der Blick auf die Technik hinter der schnittigen Karosserie.
Auch bei Quad und ATV gilt: Preisgünstige Modelle kommen nicht nur im Gelände schnell an ihre Grenzen. Qualität hat nun mal ihren Preis, bereitet am Ende aber länger Freude und Fahrspaß.
Good to know: Mit einer BMW Premium Card Carbon profitierst du von Reise- und Mobilitätsversicherungen und bekommst zu deiner Hauptkarte bis zu vier Zusatzkarten für deine Liebsten.*