- Was ist Slow Travel?
- Langsames Reisen ist überall möglich
- Darum liegt das entschleunigte Reisen im Trend
- Slow Travel: Weniger ist mehr
Was ist Slow Travel?
Slow Traveller genießen das Glück des Zufalls. Sie verlieren sich mal in den Gassen einer kleinen Stadt, plaudern mit den Einheimischen und sind offen für Überraschungen. Slow Travel hat nichts mit Schneckentempo zu tun: Es steht für das bewusste Erleben beim Reisen.
Langsam Reisende möchten ihren Horizont im wahrsten Sinne erweitern, am besten abseits bekannter touristischer Spots. Wenn die besucht werden, eher in der Nebensaison. Dann laden sonst übervolle Strände zu Spaziergängen ein, der Blick auf ein Architekturdenkmal bleibt ganz unverstellt. So lässt sich auch vermeintlich Bekanntes neu erfahren. Der Luxus des Slow Travelling besteht in der Qualität der Erlebnisse.
Slow traveln kannst du mit kleinem und großem Budget. Der größte Luxus dabei ist, sich Zeit zu lassen, eine Weile die Wolken über dem Meer beobachten, spontan irgendwo zu bleiben, nur weil es so schön ist.
Eine Weinreise durch die schönsten Regionen Italiens, die Arbeit auf einem Biohof, ein Roadtrip durch Portugal, das Bummeln in einer europäischen Metropole wie Paris: Die Philosophie des langsamen Reisens lässt sich überall umsetzen.
Dazu gehört, Ungeplantes willkommen zu heißen, lieber den schönen Umweg zu nehmen und im auf den ersten Blick Unscheinbaren das Besondere zu entdecken. Neugierde auf Land und Leute und vor allen Dingen auf Alltägliches sollten ebenfalls nicht fehlen. Der Begriff Abenteuerreise bekommt so eine ganz neue Bedeutung.
Jede:r hat wohl schon am eigenen Leib erlebt, dass es gerade die unerwarteten, skurrilen, im Moment vielleicht sogar unerwünschten Erlebnisse sind, die schlussendlich eine Reise besonders machen, im Gedächtnis haften und bei späteren Erzählungen die Augen leuchten lassen. Die Schönheit einer Reise, die Lust und Erholung hängen nicht davon ab, wie viele Fotos gepostet werden konnten. Es kommt auf die inneren Bilder an, die bleiben und von denen sich noch lange zehren lässt.
Langsam, aber ganz sicher: Mehr Genuss
- Eine neue Genusskultur und bessere Qualität der Ernährung
- Die Förderung verantwortlicher Landwirtschaft, Fischerei und artgerechter Viehzucht
- Schutz der regionalen Küche und Geschmacksvielfalt
Langsames Reisen ist überall möglich
Der Nachhaltigkeitsgedanke spielt beim Slow Travelling eine wichtige Rolle. Die eigenen Füße, das Rad, die Fahrt mit dem Zug werden, wie beim sanften Tourismus, bevorzugt. Die Orte, die in der Nähe erreichbar sind, die eigene Umgebung – Europa sowieso – bieten viel Unbekanntes und Unerwartetes.
- Warum nicht mal das idyllische Städtchen Pamplona in Spanien entdecken, Colmar in Frankreich oder Parma in Italien besuchen?
- Linz in Österreich oder das polnische Lodz sind andere Städte, die langsam Reisenden viel zu bieten haben.
- Von der Elbe im Norden über die Oberlausitz im östlichen Sachsen bis hin zum Bodensee im Süden kannst du auf der Deutschen Fachwerkstraße mit mehr als 100 Mitgliedsstädten schöne historische Architektur entdecken.
- Eine Fahrt von Tirana mit dem Bus in das albanische Bergdorf Berat ist ein weiterer Vorschlag für Slow Traveller, der Natur und Kultur in einer Reise vereint.
Nice to know: Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, kannst du komfortabel und flexibel fahren – und bist als Inhaber:in einer American Express Gold Card oder Platinum Card europaweit bei Autopannen abgesichert.*
Ob Wandern in den Bergen oder der Besuch einer beschaulichen Stadt: Öffnest du dich der Slow-Travelling-Idee, wirst du staunen, wie viele alternative Reiseziele es jenseits der seit Jahrzehnten bekannten und beliebten Destinationen gibt. Und natürlich darfst du beim Slow Travel in die Ferne schweifen und dafür einen Langstreckenflug buchen.
Aber gerade dann solltest du dir für den Aufenthalt Zeit nehmen, die Gegend erkunden und mit Einheimischen ins Gespräch kommen. Fast Travelling vergeht in der Erinnerung so schnell wie eine schöne Sternschnuppe.
Rat für Slow Traveller
- Lass deine Pläne los.
- Genieße das Glück des Zufalls.
- Entdecke lokale Handarbeit.
- Investiere in Qualität.
- Schlage Wurzeln.
- Mische dich unter die Leute.
- Sei Teil der Alltagskultur.
- Folge den Tipps der Einheimischen.
Darum liegt das entschleunigte Reisen im Trend
Dass die Sehnsucht nach dem langsamen Reisen wächst, hat unterschiedliche Gründe. Viele Menschen haben das Gefühl, dass das Leben immer schneller wird. Tage, Wochen, Monate sind getaktet mit Meetings, selbst Verabredungen im Freundeskreis werden mitunter Wochen im Voraus geplant.
Sicher: Die Digitalisierung, die ständige Erreichbarkeit und der schnelle Informationsfluss haben unser Leben auch interessanter und einfacher gemacht. Vieles lässt sich effizienter erledigen und besser organisieren, wir werden gut informiert und unterhalten.
Die Kehrseite der Medaille ist, dass ein Gefühl der Atemlosigkeit entsteht. Das Leben scheint manchmal einfach an uns vorbeizurauschen.
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Das langsame Reisen setzt dem etwas entgegen, erst recht, wenn du dir zusätzlich Digital Detox verordnest. Ohne Smartphone und Tablet zu reisen, kann ein abenteuerlicher Ausgleich sein zum digitalisierten Alltag. So eine Erlebnisreise ist dann wirklich etwas ganz Besonderes. Langsames Reisen ist individuelles Reisen, abseits vom All-inclusive-Service einer Pauschalreise.
Es passt zu dem Bedürfnis, das immer mehr Menschen teilen: In der globalisierten, sich ähnlicher werdenden Welt ein Stück Individualität zu finden und zu bewahren. Den Urlaub selbst zu gestalten, unabhängig und im eigenen Tempo lustzuwandeln, durchzuatmen, sich eine Auszeit zu nehmen.
Slow Travel: Weniger ist mehr
Eine langsame Reise verbindet Slowness mit Aktivität. Slow Traveller interessieren sich für Details, nicht nur für das große Ganze. Sie lassen sich auf Land und Leute ein, verweilen länger an einem Ort. Bummeln geht vor Sightseeing. Langsam Reisende übernachten auch mal in privaten Unterkünften, ziehen ein Ferienhaus dem Hotel vor oder reisen im Van oder Camper.
Slow Travelling bedeutet, in Ruhe zu erleben und teilzunehmen, statt zuzuschauen und durchgeschleust zu werden. Das weniger mehr sein kann, erfahren Reisende, weil Langsamkeit intensivere Erfahrungen, Eindrücke und Einsichten möglich macht. Diese Art des Reisens als Lebenshaltung wirkt im Alltag nach. Entschleunigung tut immer gut.
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