
Entdecke Südafrikas Tiere: Das sind die Big Five
Die Sonne geht unter über dem Flussdelta. Es ist still im Jeep. Ein Stück voraus grast eine Elefantenherde. Ein atemloser Moment. Und nur einer von vielen: Rund 250 Land- und 40 Meeressäugetierarten gibt es in Südafrika. Die bekanntesten sind die sogenannten Big Five. Erfahre, wo du Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard live sehen kannst.
Alles Wichtige auf einen Blick
Die Big Five in Südafrika sind Löwe, Elefant, Nashorn, Büffel und Leopard – ein Begriff aus der Zeit der Großwildjagd. Heute stehen sie für unvergessliche Safari-Erlebnisse und Naturschutz in Schutzgebieten wie dem Kruger Nationalpark, Addo Elephant Park, Hluhluwe-iMfolozi, Kgalagadi oder privaten Game Reserves.
In diesen Parks kannst du die Big Five in freier Wildbahn beobachten und mit etwas Glück auch seltene Arten wie die „Little Five“ entdecken. Übrigens: Giraffe und Flusspferd gehören trotz ihrer Größe nicht zu den Big Five, weil für die Klassifizierung nicht die Körpergröße, sondern die Schwierigkeit der Jagd entscheidend war.
Löwen zählen für viele Tourist:innen zu den Höhepunkten einer Big-Five-Safari in Südafrika. Viele wünschen sich, eine Löwin, einen Löwen und auch deren Nachwuchs einmal aus der Nähe zu sehen.
Die Chancen, dass das klappt, stehen gar nicht schlecht: Die großen Raubkatzen sind nicht so scheu wie andere Tiere. Sie schlafen meistens am Tag. Deshalb gibt es so viele Fotos von gähnenden Löwen. Nachts geht das Rudel auf Jagd.
Safari-Tipp: Die besten Tageszeiten zur Sichtung sind morgens, an späten Nachmittagen oder während Nachtfahrten. Frage im Camp nach aktuellen Sichtungen – Ranger:innen wissen oft, wo sich ein Rudel aufhält.
In vielen Nationalparks kannst du, zum Beispiel bei einem Roadtrip durch Südafrika, die edlen Tiere sehen. Vor allem im Kgalagadi Transfrontier Park und im Kariega Game Reserve sind sie sehr gut zu beobachten.
Nice to know: Löwen leben in Familienrudeln. Sie können bis zu zwölf Meter weit springen und rasend schnell auf eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde beschleunigen.

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Elefanten gehören zu den eindrucksvollsten Big Five in Südafrika. Eine wilde Herde Elefanten in der Savanne zu beobachten, ist ein Wahnsinnserlebnis. Die Dickhäuter leben in Sippenverbänden von sechs bis 200 Tieren unter der Führung eines weiblichen Tieres.
Sie sind die größten Landsäugetiere auf der Erde und verschlingen bis zu 200 Kilogramm Grünzeug pro Tag. Besonders gut kannst du Elefanten im Addo Elephant Park und im Kruger Nationalpark beobachten.
Tipps für deine Safari: Halte mit dem Jeep einen Mindestabstand ein, füttere die Tiere niemals an und stelle den Motor aus, wenn eine Herde kreuzt.
Nice to know: Elefanten sind soziale Tiere. Sie teilen Freud und Leid und helfen einander.

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Der nächste Verwandte des Elefanten ist ein seltsames kleines Tier: der Klippschliefer – dachsartig, braunes Fell, kleine Ohren, kein Rüssel. Klippschliefer leben in Familienverbänden auf Felsen überall in Südafrika, du kannst sie zum Beispiel bei deiner Wanderung auf den Tafelberg beobachten.
Nashörner sind gewaltige, eigentümliche Tiere. Ein bisschen wirkt es, als kämen sie aus der Urzeit. 70 Prozent aller Nashörner leben in Südafrika. Unterschieden werden zwei Arten: das Breitmaulnashorn und das Spitzmaulnashorn.
Trotz starker Schutzbemühungen sind Nashörner in Südafrika durch Wilderei bedroht – viele Parks investieren massiv in Maßnahmen, die darauf abzielen, illegale Wilderei zu bekämpfen, sogenannte Anti-Poaching-Einheiten.
Safari-Tipp: Besonders gut kannst du Nashörner im Hluhluwe-iMfolozi-Reservat mit der wohl weltweit größten Population, im Kruger Nationalpark und im Kariega Game Reserve beobachten.
Nice to know: Nashörner lieben Schlammlöcher. Deshalb stehen die Chancen gut, sie dort zu entdecken.

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Der Afrikanische Büffel ist oft der am wenigsten beachtete der Big Five in Südafrika – bis eine Herde Schwarzbüffel (Kaffernbüffel) vor dir auftaucht. Wenn eine Herde naht, erzittert der Boden. Ein grollendes Muhen erklingt.
Die imposante Büffelart ist wehrhaft, Hauptfeinde sind Menschen, Nilkrokodile und Zecken sowie mutige, weil hungrige Löwen. Die Herden werden oft begleitet von Vögeln, da sie bei ihrem Marsch Insekten aufscheuchen. Im Kruger Nationalpark leben über 20.000 Tiere, die du in großen Herden beobachten kannst.
Safari-Tipp: Mach eine Büffeltour zu Fuß mit einem Guide – eine gigantische Erfahrung. Aber Achtung: Die Tiere gelten als unberechenbar. Walking Safaris solltest du nur mit erfahrenen Guides unternehmen, da Büffel überraschend angreifen können.
Nice to know: Ein Schwarzbüffel hat eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 3,40 Meter, eine Schulterhöhe bis zu 1,70 Meter und ein Gewicht von bis zu 900 Kilo. Damit wiegt ein ausgewachsener Büffel so viel wie ein Mittelklasseauto. Kühe und Bullen haben im Alter oft schwarze Haut ohne Fell.

Viele Reisende sehen in Südafrika vier der Big Five und verpassen den Leopard. Im Gegensatz zum Löwen sind Leoparden ausgesprochen scheu. Weil sie außerdem nur in der Nacht jagen, braucht es Glück und Geduld, um einen der eleganten Jäger zu entdecken. Leoparden gehören zu den besten Schleichjägern und Kletterern unter den Großkatzen.
Safari-Tipp: Am ehesten kannst du sie im Kruger Nationalpark und in der Bergwelt von Paarl und Franschhoek bei Kapstadt beobachten. Schaue am besten bei einer Leopardentour öfter nach oben. Leoparden liegen tagsüber gern auf dicken Ästen hoch in den Bäumen.
Nice to know: Leoparden sind Einzelgänger und kommen nur zur Paarung zusammen. Jeder hat eine eigene Musterung. Sie dient der Individualerkennung.
Warum ist die Giraffe keine der Big Five?
Viele möchten in Südafrika die Big Five sehen:
- Löwe
- Elefant
- Nashorn
- Schwarzbüffel (Kaffernbüffel)
- Leopard
Und warum gehören nicht Giraffe und Flusspferd dazu, schließlich sind auch sie „big“? Eine Erklärung liefert die Geschichte. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war die Jagd auf die Big-Five-Tierarten äußerst schwierig und gefährlich.
Umso größer war der Ruhm, wenn es gelang, eines dieser Tiere zu erlegen. Die bloße Größe war also kein Auswahlkriterium für die Big Five. Die Big Five wurden vielmehr nach der Gefährlichkeit der Jagd ausgewählt.
Heute ist die Jagd durch ein Quotensystem und internationale Abkommen für die Einfuhr von Trophäen streng begrenzt, um die selten gewordenen Arten zu schützen.

Die Little Five
In Südafrika finden sich zahlreiche seltene Arten. Deshalb gibt es noch so viel mehr als die Big Five zu entdecken. Zum Beispiel die Little Five:
- Elefantenspitzmaus
- Büffelweber
- Ameisenlöwe
- Nashornkäfer
- Leopardenschildkröte
Rund 20 Nationalparks und viele private Wildreservate gibt es in Südafrika, alle mit eigenem Charakter und Engagement für die Erhaltung von Flora und Fauna. Diese Nationalparks und Reservate eignen sich besonders, um die Big Five bei deiner Safari durch Südafrika zu sehen:
- Hluhluwe-iMfolozi-Wildreservat: eines der ältesten Reservate Südafrikas, etwa 250 Kilometer von Durban entfernt, beteiligt sich maßgeblich an der Rettung der Nashörner
- Kgalagadi Transfrontier Park: grenzüberschreitendes Schutzgebiet in der Kalahari-Wüste, empfehlenswert für Abenteurer:innen
- Kariega Game Reserve: Geheimtipp am Ostkap, ein familiengeführtes Wildreservat in einem der reichsten Biotope des Landes
- Pilanesberg Nationalpark: eines der teuersten Schutzprojekte des Landes auf den Überresten eines Vulkankraters
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Wenn du die Big Five in Südafrika gesehen hast, wirst du diese Momente wahrscheinlich nie vergessen. Zudem bietet das Land weit mehr als Safaris. Fährst du quer durchs Land, wirst du beeindruckende Landschaften sehen, dich über eifrige Webervögel im Busch, gelangweilte Paviane an der Fahrbahn und stoische Klippschliefer auf Felsen freuen.
Zudem lohnt es sich, erstklassige Weingüter zu besuchen und zu testen sowie etwas über die indigenen Kulturen zu lernen. Neben faszinierender Natur gibt es in Südafrika auch zahlreiche großartige Hotels, vor allem in Kapstadt erwarten dich einige wunderbare Luxushotels.
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Welche Tiere gehören zu den Big Five?Zu den Big Five Südafrikas zählen: Löwe, Elefant, Nashorn, Schwarzbüffel, Leopard.
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Welches Tier gehört nicht zu den sogenannten Big Five, obwohl es auch zum Großwild zählt?Giraffe und Flusspferd werden bisweilen mit den Big Five verwechselt, obwohl sie nicht dazugehören. Der Ausdruck Big Five stammt aus einer Zeit, in der die Großwildjagd populär war, um Trophäen zu ergattern. Die Big Five galten als besonders schwer zu erlegen und der Ruhm war entsprechend groß. Heute haben sich die Zeiten geändert und der Schutz der Big Five steht, ebenso wie der Schutz anderer seltener Arten, im Fokus.
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Wo leben die Big Five?Die Big Five leben in Afrika, vor allem in Botswana, Eswatini, Kenia, Mosambik, Namibia, Ruanda, Simbabwe, Tansania, Uganda und Südafrika. In Südafrika kannst du sie besonders gut in unterschiedlichen Nationalparks bewundern. Toll für eine Safari sind das Hluhluwe-iMfolozi-Wildreservat, der Kgalagadi Transfrontier Park, das Kariega Game Reserve und der Pilanesberg National Park.
