
Handwerkskunst, Hochgenuss und Höhenluft: 5 Geheimtipps im Erzgebirge
Zwischen sanft geschwungenen Tälern, dunklen Tannen und Werkstätten voller Geschichte offenbart das Erzgebirge seinen Reiz. In der Region an der Grenze zu Tschechien lebt die Kunst des Handwerks bis heute fort – in Holz, Leder, Porzellan und kulinarischem Können. Wir verraten fünf Geheimtipps, mit denen du das Erzgebirge neu entdecken kannst.
Alles Wichtige auf einen Blick
Zu den schönsten Geheimtipps im Erzgebirge zählen handwerkliche Manufakturen, außergewöhnliche Naturziele und kulinarische Highlights abseits bekannter Routen. Sehenswert sind etwa die MÜHLE Rasurmanufaktur in Stützengrün, die Ledermanufaktur Bergauer in Schneeberg und das Sternerestaurant St. Andreas in Aue.
Wanderfans entdecken bei den Greifensteinen eindrucksvolle Felsformationen und ein Naturtheater, während Kulturinteressierte nördlich vom Erzgebirge in der Porzellanmanufaktur Meissen Geschichte hautnah erleben. So zeigt sich die Region authentisch, traditionsbewusst und überraschend vielseitig.
In Stützengrün, zwischen sattgrünen Hügeln und klaren Bächen, fertigt das Familienunternehmen MÜHLE seit 80 Jahren hochwertige Rasierprodukte wie Rasierhobel, Pinsel und Accessoires in Handarbeit. Der hauseigene Store lädt zum Stöbern ein und veranschaulicht die Vielfalt gehobener Rasurkultur, samt unterschiedlichen Materialien, Formen und Designs.
Das kleine angeschlossene Museum im Stil eines historischen Barbiersalons erzählt die Entwicklung der klassischen Rasur. Nach vorheriger Anmeldung kannst du die MÜHLE Manufaktur sogar besichtigen. Eine Führung durch die Werkstatt zeigt, wie traditionelle Handwerkskunst mit modernen (innovativen) Fertigungsverfahren kombiniert werden.
Nice to know: MÜHLE ist bekannt für sein minimalistisches Design, für das es bereits den Red Dot Award sowie den German Design Award erhielt. In Berlin gibt es auch einen eigenen Store.

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Nur einen Steinwurf nördlich des Erzgebirges entfernt liegt Meissen, eine der bekanntesten Porzellanmanufakturen Deutschlands und die älteste Europas. Seit 1710 entstehen hier unter den gekreuzten blauen Schwertern feine Teller, Tassen und Skulpturen, die weltweit Sammler:innen begeistern. Auch eine Kooperation mit MÜHLE umfasst das Portfolio.
Besuchende können hier durch die Schauwerkstätten flanieren und die verschiedenen Arbeitsschritte kennenlernen, zum Beispiel wie Maler:innen zarte Motive wie den bekannten Ming-Drachen auf hauchdünnes Porzellan zaubern. Das Museum zeigt Meisterstücke vergangener Jahrhunderte – von der Schachfigur bis zur opulenten Tafelzier.
Nice to know: Das Logo mit den beiden blauen gekreuzten Schwertern gilt als ältestes eingetragenes Markenzeichen Europas.

Nerdpedia
Das am Nordrand des Erzgebirges liegende Chemnitz trägt 2025 den Titel „Kulturhauptstadt Europas“.
Im Restaurant St. Andreas im traditionsreichen Hotel Blauer Engel in Aue interpretiert Küchenchef Benjamin Unger regionale Klassiker neu. Sein Degustationsmenü reicht von Kalb mit Stachelbeere bis Heilbutt mit Sauerklee und zeigt, dass Heimatküche Weltformat haben kann – ein Michelin-Stern und zwei rote Hauben des Gault&Millau verdeutlichen das Niveau.
Die kreativ-saisonale Küche wird als Menü mit drei bis sieben Gängen serviert, auf Anfrage auch vegetarisch oder vegan. Das Küchenteam selbst reicht die Teller und erklärt die Gerichte, während sich Bruder Claudius Unger um den Service kümmert und für gemütliche Stunden bei Kaminfeuer und Kerzenschein sorgt.
Nice to know: Für junge Gourmets unter 30 gibt es das Twenü – drei Gänge, zwei Gläser Wein, Aperitif und Kaffee zu einem fairen Preis.

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In der Lederhandschuh-Manufaktur Bergauer trifft Tradition auf Maßarbeit und Stil. Seit 1867 fertigt Familie Bergauer in Schneeberg edle Handschuhe. Jedes Paar ist ein Unikat, unter anderem genäht aus hochwertigem Lamm-, Zickel- oder Hirschnappa. Mittlerweile führt Nils Bergauer das Unternehmen und somit auch das Erbe seiner Vorfahren mit Hingabe fort.

In der Schaumanufaktur kannst du die Herstellung miterleben: Vom präzisen Zuschnitt bis zur letzten Naht, mit Werkzeugen, die teils über 100 Jahre alt sind. Das Ergebnis sind Handschuhe, die sich wie eine zweite Haut tragen. Nicht nur im Winter: Zum Golfen, Biken, Young- oder Oldtimerfahren kannst du sie beispielsweise auch hervorragend im Sommer anziehen.
Nice to know: Ganz im Zeichen der Handwerkskunst sitzt in Schneeberg der Fachbereich Angewandte Kunst der Westsächsischen Hochschule Zwickau und bietet die Studienrichtungen Holzgestaltung, Modedesign und Musikinstrumentenbau an.
Das Erzgebirge eignet sich hervorragend zum Wandern. Zum Beispiel rund um die Greifensteine, die im Westen der erzgebirgischen Region liegen. Die imposante Gruppe bizarrer Granitfelsen wächst wie Skulpturen aus dem Boden und bietet im Sommer eine eindrucksvolle Naturbühne, auf der vor imposanter Kulisse Konzerte und Theaterstücke aufgeführt werden.
In der Greifensteinregion verlaufen zahlreiche gut markierte Wanderwege, meist Rundtouren mit unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsstufe. Darunter ein knapp zehn Kilometer langer Rundwanderweg um die Felsformation, ein Waldlehrpfad, ein Kinderpfad und eine Aussichtsfelsen-Tour.
Nice to know: Im Winter werden einige Wege zu tollen Strecken zum Langlaufen und Schneeschuhwandern.

Typisch Erzgebirge
Typisch für das Erzgebirge sind die handwerkliche Holzkunst, die eng mit der Bergbautradition verbunden ist, wie Schwibbögen, Nussknacker und Räuchermännchen, aber auch Räucherkerzen, Spitzenklöppeln und nicht zuletzt der erzgebirgische Christstollen gehören zu den Traditionen.
Hautnah erleben kannst du diese auch mit den klassischen Sehenswürdigkeiten im Erzgebirge wie dem Spielzeugmuseum in Seiffen, bei einer Fahrt mit der Fichtelbergbahn und während des Besuchs eines Schaubergwerks oder einer der vielen Burgen und Schlösser.
Vor allem rund um Weihnachten entfaltet das Erzgebirge seine volle Pracht: Dann kannst du die feinen Holzarbeiten in erleuchteten Fenstern bewundern, über heimelige Weihnachtsmärkte spazieren und mit etwas Glück eine weiße Schneelandschaft genießen.
Wo liegt das Erzgebirge eigentlich? Das Erzgebirge ist ein Mittelgebirge und liegt in Sachsen und Böhmen im heutigen Tschechien. Im Osten grenzt es an die Sächsische Schweiz und im Westen an das Vogtland. Der bekannte Fichtelberg ist mit 1.215 Metern die höchste Erhebung auf deutscher Seite.
Früher wurde das Erzgebirge „Mirikwidi“ genannt, was so viel wie Finsterwald oder Dunkelwald bedeutet und auf die dichten Wälder anspielt. Erst nachdem dort kostbare Erze gefunden wurden, erhielt es den Namen Erzgebirge. Wer es bereist, findet vor allem Gemütlichkeit, Liebe fürs Detail und eine grüne Naturlandschaft.
Mit unseren Geheimtipps erhältst du einen authentischen Einblick in eine Region, die das traditionelle Handwerk bewahrt, es aber auch versteht, dieses mit Innovationsgeist und Weltoffenheit zu bereichern. Bist du vor Ort, lohnt sich auch ein Ausflug ins Böhmische Bäderdreieck. Bis nach Karlsbad in Tschechien brauchst du etwas über eine Stunde mit dem Auto.
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Wo liegt das Erzgebirge?Das Erzgebirge liegt im Osten Deutschlands an der Grenze zu Tschechien und erstreckt sich über Sachsen bis ins Böhmische Becken. Die Mittelgebirgsregion ist geprägt von dichten Wäldern, historischen Bergstädten und einer langen Tradition im Handwerk und Bergbau.
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Wann ist die beste Zeit, das Erzgebirge zu besuchen?Das Erzgebirge ist ganzjährig eine Reise wert: Im Winter verwandeln sich die Orte in funkelnde Weihnachtswelten, im Sommer laden Wanderwege, Schaubergwerke und Manufakturen zu Entdeckungstouren ein.
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Welche Geheimtipps gibt es im Erzgebirge?Im Erzgebirge verbergen sich wahre Schätze abseits der Touristenpfade – von der Lederhandschuh-Manufaktur Bergauer in Schneeberg über die MÜHLE Rasurmanufaktur bis hin zum Sternerestaurant St. Andreas in Aue-Bad Schlema. Wer das Besondere sucht, entdeckt hier gelebtes Handwerk, kulinarische Finesse und Naturerlebnisse.
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Wo sind die schönsten Weihnachtsmärkte im Erzgebirge?Die schönsten Weihnachtsmärkte im Erzgebirge finden sich in den traditionsreichen Städten wie Annaberg-Buchholz, Aue, Seiffen und Schneeberg, wo Räuchermännchen, Schwibbögen und erzgebirgische Volkskunst in stimmungsvoller Kulisse erstrahlen. Besonders abends, wenn die Gassen im Lichterglanz erleuchten, wird das Erzgebirge zum echten Weihnachtswunder.
