
Gault&Millau Schweiz: Diese 5 Restaurants sind der Gourmetgipfel
Die hohe Toque wippt über dem Pass. Jérémy Desbraux garniert konzentriert im jurassischen Le Noirmont. Dann die Nachricht: Koch des Jahres. Ein Meilenstein! Mit Alpenpanorama oder Skyline-Blicken setzt die Schweizer Fine-Dining-Szene 2026 neue Maßstäbe. Wir stellen 5 der Top-Restaurants des Gault&Millau Schweiz vor.
Das Wichtigste im Überblick
Der Gault&Millau Schweiz 2026 kürt Jérémy Desbraux (Maison Wenger, 18 Punkte) zum Koch des Jahres. „Le Club des 19“ umfasst damit sieben Chefs.
Insgesamt sind 880 Restaurants und 109 Neueinträge im Gault&Millau Schweiz 2026 gelistet. Wir stellen dir die wichtigsten Adressen und Highlights vor, von Tanja Grandits und Heiko Nieder bis zu Patrick Mahler und The Japanese in Andermatt.
In Le Noirmont kochen Jérémy Desbraux und Anaëlle Roze in der Maison Wenger große Küche im kleinen Dorf: 13 Köche im Team, radikal regional gedacht in liebevoll renoviertem Haus. Dafür kürt der Gault&Millau Desbraux zum „Koch des Jahres 2026“.
Die Küche ist mit 18 Punkten bewertet: präzise, eigenständig, terroirverbunden. Desbraux kochte jahrelang bei Franck Giovannini im Hôtel de Ville in Crissier. In der Maison Wenger treffen Tradition und Moderne zusammen, vom neu gedachten Signature-Ei aus Le Noirmont bis zu saisonalen Menüs mit klugen Weinbegleitungen.
Nice to know: In Le Noirmont wurde schon mal ein „Koch des Jahres“ gekürt, im Jahr 1997, und zwar Georges Wenger, der dem Haus seinen Namen gab.
Köchin Tanja Grandits inszeniert im Stucki auf dem Bruderholz eine unverwechselbare Farbaromenküche – ausgezeichnet mit 19 Punkten.Das Stucki zählt damit zur Schweizer Gastrospitze.
Zwischen Terrasse und Restaurant trifft lässige Eleganz auf radikal durchkomponierte Aromen: etwa Schweinebauch mit Honiglack und Tomatillo-Relish, Rosmarin-Birnen mit Pistazien und farblich wie geschmacklich pointierte Menüs mit präziser Kräuter- und Gewürzführung.
Nice to know: Tanja Grandits ist Vegetarierin. Mit ihrem Kochbuch „Tanja Vegetarisch“ beweist sie, dass eine hochkarätige Küche nicht zwingend Fleisch und Fisch braucht. Und mit „Tanjas Kochbuch“ zeigt sie, wie Gourmetküche alltagstauglich wird.

Nerdpedia
Der Gault&Millau hat noch nie die höchstmögliche Punktzahl von 20 Punkten vergeben. Warum? Weil nach Überzeugung des Gault&Millau nur der liebe Gott Vollkommenheit feststellen kann.
Ob Calamari mit Paprika, Gurke, Koriander, Sesam und Miso oder Périgord-Trüffel mit Sellerie und Kokosnuss: Heiko Nieder ist ein detailversessener Perfektionist und Aromenjongleur: Seine Menüs orchestrieren Dutzende Komponenten mit beeindruckender Präzision.
Nieder kocht im The Restaurant im The Dolder Grand in Zürich. Seine Küche ist mit 19 Gault&Millau-Punkten ausgezeichnet. The Dolder Grand residiert in einem historischen Prunkbau von 1899 mit einem Blick auf Zürich. Es beherbergt zudem eine mehr als 100 Werke umfassende Kunstsammlung, zu der etwa Skulpturen von Takashi Murakami und Gemälde von Salvador Dalí gehören.
Nice to know: Da das Hotel zu den FINE HOTELS + RESORTS von American Express® gehört, bekommst du mit deiner Platinum Card hier zahlreiche Extras, wie beispielsweise täglich ein kostenloses Frühstück für zwei Personen.*

Die Schweizer Gourmet-Elite: Le Club des 19 (2026)
In der Schweiz wird die Elite der Köch:innen, die 19 Punkte oder fünf Hauben erhielten, als „Le Club des 19“ bezeichnet. Sie und ihre Teams setzen Maßstäbe mit Engagement, Kreativität und herausragenden Kompositionen. Das ist die Liste der sieben Fünf-Hauben-Stars des Jahres 2026:
- Marco Campanella: La Brezza, Tschuggen Grand Hotel (Arosa) & Eden Roc (Ascona)
- Andreas Caminada: Schloss Schauenstein (Fürstenau)
- Tanja Grandits: Restaurant Stucki (Basel)
- Peter Knogl: Cheval Blanc (Basel)
- Heiko Nieder: The Restaurant, The Dolder Grand Hotel (Zürich)
- Franck Giovannini: Restaurant de l’Hôtel de Ville (Crissier)
- Philippe Chevrier: Domaine de Châteauvieux (Satigny)
Direkt am Vierwaldstättersee kocht Patrick Mahler im focus ATELIER (Park Hotel Vitznau) auf 18-Punkte- und 2-Sterne-Niveau. Seine Markenzeichen: messerscharfe Präzision, produktgetriebene Menüs und pointierte Aromatik. Vier Hauben treffen in dem Gault&Millau-Restaurant der Schweiz auf eine herrliche Kulisse.
In seinen Tasting-Menüs verschmilzt Mahler klassische Basis mit japanischen Einflüssen und nordischen Inspirationen zu fantasievollen, kontrastreichen Kreationen. Das elegante Ambiente sowie der aufmerksame Service mit Zugang zum Weinkeller (über 35.000 Flaschen) machen deinen Besuch zu einem vollkommenen Genusserlebnis.
Nice to know: Das focus ATELIER wurde 2024 als sechstes Schweizer Restaurant in den erlauchten Kreis der „Les Grandes Tables du Monde“ aufgenommen – eine weltweite Vereinigung von mehr als 200 Spitzenrestaurants in 28 Ländern (Stand Oktober 2025).
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Im The Chedi Andermatt steht The Japanese für authentische, fein justierte japanische Spitzenküche, ausgezeichnet mit 18 Punkten und zwei Michelin-Sternen und dem Michelin Young Chef Award. Das Restaurant, das unter der Leitung der Executive Chefs Dominik Sato und Fabio Toffolon steht, konzentriert sich auf die Zubereitung hochwertiger Zutaten mit japanischen Einflüssen.
Das Konzept „Ichi Go Ichi E“ betont, dass jedes Essen eine einmalige Komposition aus Gäst:innen, Ort, Zeit und Erfahrung darstellt. Die Speisekarte nährt die Erfahrung und umfasst Omakase-Menüs, darunter eine vegetarische Variante, sowie À-la-carte-Gerichte. Eine gute Auswahl an Weinen und Sake findest du ebenfalls.
Nice to know: Die Bergdependance The Japanese at Gütsch ist 2026 mit 17 Punkten gelistet, wunderbare Panoramablicke sind inklusive.

Gault&Millau-Bewertung: Punkte und Hauben in der Schweiz
Was beim Guide Michelin die Sterne sind, sind beim Gault&Millau Hauben oder Kochmützen, die jeweils für eine bestimmte Punktzahl stehen. So funktioniert das Punkte-Hauben-System in der Schweiz:
- 5 Hauben: weltbeste Restaurants – 19 bis 19,5 Punkte
- 4 Hauben: prägende Küche, führend bei Kreativität, Qualität und Zubereitung – 17 bis 18,5 Punkte
- 3 Hauben: hohe Kochkunst, Kreativität und Qualität – 15 bis 16,5 Punkte
- 2 Hauben: sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet – 13 bis 14,5 Punkte
- 1 Haube: ambitionierte Küche – 11 bis 12,5 Punkte
Die Schweiz ist ein Gourmetland: 880 Restaurants sind im Gault&Millau 2026 gelistet, 109 Adressen sind neu dabei, dazu 100 Gourmet-Hotels. Zu den starken Aufsteigern zählen Orsini (Zürich, 17), La Réserve Eden au Lac – La Muña/Orsini (Zürich, 17), The Japanese at Gütsch (Andermatt, 17), The Omnia (Zermatt, 17). Spitzenküche findest du landesweit – von Basel und Zürich über Luzern, Bern und St. Gallen bis nach Genf, Lugano und Zermatt.
Wie Österreich und Deutschland ist auch die Schweiz reich an berühmten Köch:innen. Eine Reise zu ihren kulinarischen Tempeln lohnt sich, vielleicht als Abstecher beim Skiurlaub in der Schweiz. Denn ihre Lage ist häufig ebenso faszinierend wie ihre Küche.
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Wer hat die meisten Gault&Millau-Punkte in der Schweiz?19 Punkte, die höchste Punktzahl, die der Gault&Millau in der Schweiz vergab, haben die Restaurants von Tanja Grandits, Peter Knogl, Franck Giovannini, Andreas Caminada, Philippe Chevrier, Heiko Nieder und Marco Campanella bekommen (Stand Oktober 2025).
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Wie viele Gault&Millau-Restaurants gibt es in der Schweiz?880 Restaurants sind für das Jahr 2026 im Gault&Millau der Schweiz gelistet.
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Was ist besser: Gault&Millau oder Michelin?Keines kann als besser bezeichnet werden, die beiden Gourmet-Guides bewerten unterschiedlich. Gault&Millau vergibt Punkte und Hauben, schreibt ausführliche Texte über die Restaurants und deckt die Szene breit ab. Michelin vergibt 1 bis 3 Sterne (und den Bib Gourmand sowie den Grünen Stern), ist international stark vergleichbar und fokussiert sich stärker auf Top-Gastronomie. Für eine fundierte Wahl in der Schweiz lohnt der Blick auf beide Guides.
