
Steuerlast senken im Unternehmen: Tipps, wie KMUs Steuern sparen
Alles Wichtige auf einen Blick
Unternehmen in Deutschland können ihre Steuerbelastung mit legalen Methoden gezielt senken. Mit Instrumenten wie dem Investitionsabzugsbetrag (IAB) lassen sich geplante Investitionskosten vorab steuerlich geltend machen, während geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) direkt im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden können. Solche Maßnahmen helfen, die Liquidität zu schonen und betriebliche Kosten effizient zu steuern.
Unternehmen in Deutschland stehen im internationalen Vergleich vor vergleichsweise hohen Steuerbelastungen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spüren die Belastung, da sie nicht über die gleichen personellen und finanziellen Ressourcen verfügen wie Großunternehmen.
Mit legalen und anerkannten Methoden lässt sich die Steuerplanung jedoch effizient gestalten und das Working Capital des Unternehmens gezielt optimieren.
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Unternehmen sollten darauf achten, alle steuerrechtlichen Pflichten zu erfüllen und ihre Steuern korrekt abzuführen – nicht nur, weil sie damit zum Gemeinwohl beitragen, sondern auch, um rechtliche Risiken zu vermeiden. Gleichzeitig lohnt es sich, ein Blick auf die legalen Möglichkeiten zur werfen, um die Steuerlast zu senken und den Cashflow im Unternehmen zu stärken.
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Die Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern ist steuerrechtlich für alle Investitionen möglich, für die in der Anschaffung Kosten von 250 bis zu 800 Euro angefallen sind. Neben dieser Kostenbegrenzung besteht die Auflage, dass die geringwertigen Wirtschaftsgüter abnutzbar, beweglich und selbstständig nutzbar sein müssen.
In die Kategorie der geringwertigen Wirtschaftsgüter fallen Gegenstände wie Werkzeug, Telefone, Datenträger, Büromöbel wie Stühle, Schreibtische oder Schreibtischlampen sowie die Kaffeemaschine. Die jeweiligen Anschaffungskosten kannst du vollständig im Jahr der Anschaffung abschreiben.
Alternativ können Wirtschaftsgüter mit Kosten zwischen 250 Euro und bis zu 1.000 Euro netto in einen Sammelposten (Pool) eingestellt werden. Dieser wird über fünf Jahre gleichmäßig (20 Prozent jährlich) abgeschrieben. Alle in demselben Jahr angeschafften GWG müssen dann gemeinsam im Pool berücksichtigt werden.
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Steuern sparen durch Investieren – genau das ermöglicht der Investitionsabzugsbetrag (IAB), von dem speziell KMUs profitieren können. Laut § 7g Einkommensteuergesetz (EstG) dürfen Unternehmen bis zu 50 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer geplanten Investition bereits als Aufwand ansetzen. Dadurch sinkt der zu versteuernde Gewinn und damit die Steuerlast.
Der IAB ist an vier Voraussetzungen gekoppelt:
- Nutzen dürfen ihn Selbstständige, deren Gewinn im Jahr der Bildung maximal 200.000 Euro beträgt (Stand 2026).
- Das geplante Investitionsgut muss ein bewegliches, abnutzbares Wirtschaftsgut sein, zum Beispiel Maschinen, Firmenwagen und Computer.
- Es muss überwiegend betrieblich genutzt werden (mehr als 90 Prozent).
- Die tatsächliche Anschaffung muss innerhalb von drei Jahren nach der Bildung des IAB erfolgen.
Du holst dir also einen Steuervorteil vorzeitig, verbesserst deinen Cashflow – verpflichtest dich aber, später wirklich zu investieren. Wird die geplante Investition nicht innerhalb der dreijährigen Frist getätigt oder fällt sie geringer aus als geplant, muss der IAB rückwirkend aufgehoben werden, du musst Steuern und Zinsen nachzahlen.
Technik-Upgrade fürs Office
Das deutsche Steuergesetz ist komplex und bietet zahlreiche Möglichkeiten, wie Unternehmen ihre Steuerlast senken können. Unsere Tipps zeigen dir erste Ansatzpunkte, doch um das volle Potenzial auszuschöpfen, lohnt sich eine professionelle Steuerberatung. Fachleute identifizieren individuelle Chancen, um die betriebliche Abgabenlast gezielt zu reduzieren.
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Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter und wie spare ich damit Steuern?Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sind bewegliche und abnutzbare Gegenstände bis 800 Euro Anschaffungskosten, zum Beispiel Werkzeuge, Telefone und Büromöbel. Diese können vollständig im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden, was die Steuerlast sofort senkt.+
Wie funktioniert der Investitionsabzugsbetrag?Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) erlaubt Unternehmen, bis zu 50 Prozent der geplanten Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Investition schon vorab steuerlich geltend zu machen. Das senkt den Gewinn und somit die Steuerlast sofort. Die Investition muss innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden, sonst werden die Steuern nacherhoben.+
Was ist der Unterschied zwischen der Soll- und Ist-Besteuerung?Bei der Soll-Besteuerung zahlst du die Umsatzsteuer sofort bei Rechnungsstellung, auch ohne Zahlungseingang. Bei der Ist-Besteuerung wird die Umsatzsteuer erst fällig, wenn der Kunde tatsächlich gezahlt hat. Dies verbessert die Liquidität, besonders bei Zahlungsausfällen. Die Ist-Besteuerung können Unternehmen beantragen, die nicht bilanzierungspflichtig sind und einen Jahresumsatz von 600.000 Euro nicht überschreiten. Der Wechsel muss beim Finanzamt beantragt werden.+
Wie hoch sind die Steuern für Unternehmen in Deutschland.Mit einem durchschnittlichen Unternehmenssteuersatz von rund 29,9 Prozent gehört Deutschland zu den Hochsteuerländern in Europa. Die Belastung ergibt sich aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Zum Vergleich: In Irland liegt der Satz bei 12,5 Prozent, in Ungarn sogar nur bei 9 Prozent.