
Sportlich reisen: Rafting-Abenteuer auf der Tara in Montenegro
Die Tara kommt wie alles Gute von oben: In 2.000 Metern Höhe entsteht der Fluss an der montenegrinisch-albanischen Grenze, etwa 30 Kilometer südlich von Kolašin, als Zusammenfluss der Flüsse Opasanica und Veruša. Über die Jahrtausende hat sich die Tara bis zu 1.300 Meter tief in das Gebirge gegraben und eine Schlucht gebildet, die als der Grand Canyon Europas bezeichnet wird.
Bis zu 60 Meter hohe Wasserfälle lassen die Herzen von Raftingfans höherschlagen. Doch so wichtig die Wasserfälle für gute Strömungen sind, so vorsichtig solltest du sie auch umschiffen. Das Gefälle beträgt in der Schlucht durchschnittlich 3,6 Meter pro Kilometer. Seit 1980 ist die Schlucht Teil des UNESCO-Welterbes.

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In die reißenden Fluten der Tara kannst du dich auch im Frühling oder Herbst werfen. Etwas entspannter geht es im Sommer zu, der Fluss zeigt sich dann von seiner zahmeren Seite – hat aber immer noch ordentlich Zug drauf. Im Juli und August ist der Wasserstand so niedrig, dass sogar Anfänger:innen durch die Schlucht fahren können. Doch auch im Sommer gibt es Abschnitte, die nicht befahrbar sind. Das gesamte Gebiet von Bistrica bis zur Rangerstation Splavište etwa ist für Rafter:innen gesperrt. Dazu gehört auch die Teufelsklamm.
So oder so: Am besten buchst du im Rahmen deiner Montenegro-Reise eine Tour bei einem erfahrenen Guide vor Ort, zum Beispiel beim Rafting Center Drina-Tara. Dort kannst du eine viertägige Tour buchen, die von Durmitor etwa 100 Kilometer weit fast die gesamte Tara entlangführt – inklusive Übernachtungen in Bungalows am Ufer des Flusses (Preis: ab 250 Euro).

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Whitewater-Rafting heißt so, weil das Wasser aufgrund des Gefälles und Hindernissen wie Felsen nicht gleichmäßig strömt, sondern aufschäumt und weiß erscheint.
Die Tara eignet sich perfekt zum Whitewater-Rafting oder Angeln. Aus dem smaragdgrünen Fluss kannst du unbedenklich trinken, er wird auch als „Träne Europas“ bezeichnet. Aber lass dich davon nicht täuschen: Die Tara wird dich ordentlich durchschütteln, wenn du dich mit dem Raftingboot von Splavište oder Šćepan Polje aus in die Wellen stürzt.
Wegen der Steilwände gibt es nur sehr wenige Einstiegsstellen. Dafür hast du vom Fluss aus einen tollen Blick auf die unbewohnte Berglandschaft um dich herum, deren Wälder im Frühling und Sommer im prächtigsten Grün erstrahlen. Die letzten 30 Kilometer der Tara-Schlucht sind die tiefsten, haben die meisten Stromschnellen und die beeindruckendsten Wasserfälle.

Ob Strandsegeln in Holland, Wracktauchen in Norwegen oder eben Raftingtouren auf der Tara in Montenegro – auch wenn Aktivurlaube immer beliebter werden, sind sie noch lange nichts für jede und jeden.
Und doch kann der Urlaub trotz unterschiedlicher Interessen auch gemeinsam funktionieren: Schließlich spricht nichts dagegen, dass eine Person ganz bequem von oben aus herunterblickt, während sich die andere im Fluss den Adrenalinkick gibt. Eine Möglichkeit dazu bietet die 350 Meter lange, 150 Meter hohe Tara-Brücke – insbesondere für (Hobby-)Fotograf:innen ein Highlight des Montenegro-Urlaubs.

Wann wurde Rafting erfunden?
Rafting ist eine vergleichsweise junge Sportart. Auch wenn die Wurzeln schon im 19. Jahrhundert liegen, gaben die 1950er-Jahre den entscheidenden Anstoß für die Entwicklung der turbulenten Wasserfahrten. Damals bot ein Hotel im Grand Teton National Park in den USA erstmals Wildwassertouren an; zum Einsatz kamen alte Militärschlauchboote aus dem Zweiten Weltkrieg.
Bis der Trend nach Mitteleuropa kam, vergingen aber noch drei Jahrzehnte. Erst Mitte der 1980er-Jahre wurde Rafting oder Wildwasser-Bootfahren auch in Deutschland bekannt. Seit 1997 gibt es einen offiziellen Weltverband – die International Rafting Federation (IRF). Es finden sogar Weltmeisterschaften statt.
Für die nächste Raftingtour
Wer eine große Reise plant, schließt vorher eine Reiserücktrittsversicherung ab – oder bucht mit American Express. Bei den meisten Karten ist ein Schutz für krankheitsbedingte Stornierungen inkludiert.*
Das Großartige am sportlichen Reisen sind die Welten, die du damit aufstößt. Wenn du Lust hast, dich in einen wilden Strom zu werfen, ist die Tara eine ideale Destination. Doch das Land Montenegro birgt viele weitere Schätze, die du nicht verpassen solltest: Besuche doch einmal die alte mediterrane Handels- und Hafenstadt Kotor im Südwesten des Landes! Dort kannst du abends nach einem Raftingtrip durch die Altstadt spazieren oder die montenegrinische Spezialität Jagnjetina u mlijeku essen – Lammfleisch in Milch.
Hotels bei Kotor: Drei Tipps
Kotor ist nicht nur ein Startpunkt für Raftingtouren, in dieser Stadt lohnt es sich zu verweilen. Die folgenden drei Hotels in Kotor und seiner Umgebung sind besonders zu empfehlen.
- Corso Levante Luxury Suites Dobrota: Etwa vier Kilometer von der Altstadt Kotors entfernt liegt diese Strandperle mit herrlichem Meerblick und direktem Zugang zur historischen Kirche.
- Aman Sveti Stefan: Dieses exklusive Hotel liegt gut 30 Kilometer südlich von Kotor in einem historischen Fischerdorf aus dem 15. Jahrhundert. Die handrestaurierten Steinhäuser locken mit Meerblick, auf der Terrasse gibt es montenegrinische Spezialitäten aus regionalen Zutaten.
- Regent Porto Montenegro: Das Hotel liegt etwa 15 Autominuten von Kotor entfernt am Ufer der Boka Bay an der Adriaküste. Draußen warten drei Infinity-Pools, drinnen das Spa mit Dampfbad und Hammam.
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Rafting wurde zu einer Zeit populär, als immer mehr Adrenalinsportarten in unsere Kultur Eingang fanden: Bungee-Jumping, Paragliding oder Fallschirmspringen sind nur drei weitere Beispiele dieser Entwicklung. Im Unterschied zu diesen Aktivitäten ist Rafting kein Individualsport, er braucht zwingend die Gemeinschaft. Denn nur wenn alle als Gruppe im Boot gut zusammenarbeiten, macht die wilde Fahrt Spaß und bleibt sicher.
