Kaffeespezialitäten von Latte bis Cold Brew: Die feinen Unterschiede

Verschiedene Kaffeespezialitäten auf einem Tisch von oben fotografiert
Alexandra Lindenberg
Alexandra Lindenberg
Espresso, Cappuccino, Cold Brew, Barraquito und Co.: Kaffeespezialitäten gibt es für Liebhaber:innen des beliebten Koffeingetränkes inzwischen mehr, als man an einer Hand abzählen kann. Auf der Getränkekarte in Cafés und Restaurants hat man die Qual der Wahl. Vom Namen her dürften viele Varianten bekannt sein. Aber weißt du eigentlich genau, was wo drin ist und wie sich die jeweiligen Kaffeespezialitäten sonst unterscheiden? Hier erfährst du mehr über die unterschiedlichen Variationen des beliebten Heißgetränks.
  1. Die italienische Kaffeespezialität: Espresso
  2. Der Klassiker mit Milch: Cappuccino
  3. Die Milch macht’s: Latte macchiato
  4. Milchkaffee aus Australien: Flat White
  5. Mehr als kalter Kaffee: Cold Brew
  6. Ein Käffchen am Abend: Coffee Cocktail
  7. Kanarisches Kunstwerk: Barraquito
  8. Heiße Trends: So ausgefallen kann Kaffee sein

Die italienische Kaffeespezialität: Espresso

Der Espresso ist der italienische Klassiker schlechthin und die Grundlage vieler Kaffeespezialitäten. Im Original wird das aromatische Getränk aus fein gemahlenem Kaffeepulver zubereitet, durch das Wasser mit hohem Druck gepresst wird. Das Verfahren sorgt für die typische Crema, die dicke goldbraune Schaumschicht eines guten Espresso.

Der Espresso kommt in vielen Varianten daher. Das sind einige der gängigsten:

Nice to know: Wer in Italien einen Espresso trinken möchte, bestellt einen caffè.

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Eine Frau hält zwei Gläser mit Espresso in den Händen

Nerdpedia

Mit einem Konsum von etwa 450 Tassen pro Kopf im Jahr zählt Kaffee in Deutschland zu den beliebtesten Heißgetränken. Europaweit trinken Luxemburger:innen mit 925 Tassen jährlich laut Statista am meisten Kaffee.

Der Klassiker mit Milch: Cappuccino

Der Cappuccino zählt ebenfalls zu den Klassikern auf der Getränkekarte. Hierbei handelt es sich um ein Kaffeegetränk, das oft aus einem Drittel Espresso und zwei Drittel Milch besteht und typischerweise in einer dickwandigen, bauchigen Tasse serviert wird. Die Reihenfolge der Zubereitung ist entscheidend: Zuerst kommt der Espresso in die Tasse, danach die leicht aufgeschäumte Milch.

Nice to know: Baristas krönen Cappuccino vielfach mit einem Blatt, einem Herz oder einem anderen Motiv auf der Milchschaumoberfläche. Diese Kunst des Verzierens wird als Latte Art bezeichnet.

Cappuccino mit einem Herz im cremigen Milchschaum

Die Milch macht’s: Latte macchiato

Der Latte macchiato besteht wie der Cappuccino aus viel Milch und einem Schuss Espresso. Der Milchschaum und die Schichten sind aber unterschiedlich. Beim Latte macchiato kommt zuerst die stark aufgeschäumte Milch ins hohe Glas, dann der Espresso. Durch das langsame Eingießen entstehen die drei typischen Schichten automatisch: oben Milchschaum, in der Mitte Espresso und unten Milch.

Nice to know: Je fettiger die Milch, desto cremiger der Schaum.

Espresso wird aus einem Kännchen in ein Glas mit Milchschaum gegossen

Milchkaffee aus Australien: Flat White

Auf den ersten Blick ähnelt der Flat White einem Cappuccino. Doch es gibt feine Unterschiede. Während der Cappuccino meist aus einem einfachen Espresso gemacht wird, wird für den Flat White eher ein doppelter Espresso oder ein Ristretto verwendet. Der Milchschaum ist zudem flüssiger und dünner und ragt nicht, wie beim Cappuccino, als Haube über die Tasse hinaus. Diesem Umstand verdankt das Getränk seinen Namen, der übersetzt so viel wie „flacher Weißer“ bedeutet.

Nice to know: Der Flat White stammt ursprünglich aus Australien. Den weltweiten Durchbruch schaffte das Getränk 2010, als Starbucks den Flat White ins Sortiment aufnahm.

Flat White wird mit dünnflüssiger Milch aufgegossen

Milchkaffee ist nicht gleich Milchkaffee

Kaffee und warme Milch sind eine beliebte Kombination – das Angebot an Milchkaffeearten ist entsprechend groß. Die genaue Zusammensetzung variiert, viele Länder haben ihre eigene Spezialität. Hierzulande besteht ein klassischer Milchkaffee beispielsweise je zur Hälfte aus Filterkaffee und warmer Milch.

Und in anderen Ländern? Österreicher:innen trinken Wiener Melange (eine Hälfte Filterkaffee und eine Hälfte Milch) oder Kaffee verkehrt (doppelt so viel Milch wie Filterkaffee). Die französische Variante heißt Café au lait (Milch und starker Filterkaffee oder Espresso Lungo zu gleichen Teilen), in Portugal findest du den Galão (Verhältnis von Espresso und Milchschaum 1:3) auf der Karte.

Mehr als kalter Kaffee: Cold Brew

Bei Cold Brew handelt es sich um einen Kaffee, der mit kaltem Wasser extrahiert wird und am besten über Nacht zieht. Der Vorteil: Das kalte Wasser löst nur die Aromen, nicht die Bitterstoffe aus den gemahlenen Kaffeebohnen. Das macht die kalte Kaffeespezialität besonders aromatisch und magenschonend. Cold Brew kannst du pur genießen oder als Basis für Mixgetränke mit Eis, Sahne, Sirup, Fruchtsäften, Tonic und Co. nutzen.

Nice to know: Bei Nitro Cold Brew handelt es sich um einen mit Stickstoff versetzten Cold Brew. Die Kaffeevariante aus den USA kommt mit einer Schaumkrone daher, ist cremig und dezent herb und süßlich im Geschmack.

Ein Barista gießt Kaffee in zwei Gläser voller Eiswürfel

Ein Käffchen am Abend: Coffee Cocktail

Bislang hast du abends auf Kaffee verzichtet? Das könnte sich nun ändern, denn der beliebte Wachmacher ist immer öfter auch auf der Getränkekarte vieler Bars zu finden. Ob Espresso Gin Tonic, Espresso Martini, Piña Coffeelada, Coffee Sour oder Coffee Sangria: Coffee Cocktails sind zum Trendgetränk avanciert, das mit und ohne Alkohol und in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen daher kommt – mal süß, mal fruchtig, mal herb.

Nice to know: Als Basis für Cocktails eignen sich besonders gut Espresso und Cold Brew.

Ein Cocktail mit Kaffee zubereitet in einem Martiniglas, daneben eine Kaffeekanne

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Kanarisches Kunstwerk: Barraquito

Der Barraquito punktet nicht nur mit seinem süßen Geschmack: Die verschiedenen Schichten aus Espresso, Kondensmilch, aufgeschäumter Milch und Vanillelikör machen die kanarische Kaffeespezialität zu einem kleinen Kunstwerk. Die Zubereitung des klassischen Barraquito variiert. Doch oft wird das Getränk vor dem Servieren mit etwas Zimt bestreut und mit Zitronenschale garniert.

Nice to know: Obwohl die verschiedenen Schichten im Glas ein echter Hingucker sind, wird der Barraquito vor dem Trinken umgerührt.

Zwei Gläser mit Barraquito auf einem Tisch mit dem Meer im Hintergrund

Heiße Trends: So ausgefallen kann Kaffee sein

Die Liste an Kaffeespezialitäten ist lang und ließe sich gefühlt unendlich fortsetzen. Neben bereits bestehenden Klassikern gesellen sich jährlich neue Kaffeearten dazu: Frappuccino (kaltes Mischgetränk aus Espresso, Eis und Milch), Superfood Coffee (mit Pflanzenextrakten angereicherter Kaffee), Coffbucha (ein Kombi aus Kaffee und Kombucha), Bulletproof Coffee (ein Mix aus Kaffee, Butter, Kokosöl und MCT Öl) oder Dalgona Coffee (eine Art umgedrehter Cappuccino) sind nur einige der ausgefallenen Kreationen. Und wer weiß, welche ungewöhnlichen Kaffeetrends zukünftig noch den Markt erobern?

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