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Fischlos happy: So vielfältig und lecker ist veganes Sushi

Veganes Sushi auf einer Schieferplatte angerichtet mit Sojasauce und Algensalat
Alexander Nebe
Alexander Nebe
Die japanischen Schlemmerrollen galten einst als Inbegriff für exotischen Genuss, mittlerweile ist Sushi längst in aller Munde. Doch Lachs, Thunfisch oder Steinbutt sind keine unbedingten Zutaten mehr für einen Asia-Abend mit köstlichen Sushi-Variationen. Auch vegane Rohhäppchen sehen top aus, sind super gesund, punkten mit überraschend großer Vielfalt – und schmecken extrem lecker. Wir zeigen dir, was drinsteckt und wie du veganes Sushi selbst zubereiten kannst.
  1. Sushi-Genuss ist das, was du draus machst
  2. Veganes Sushi selber machen: Rollen und füllen
  3. Auf die inneren Werte und Zutaten kommt es an
  4. Same but different: Fischähnlich und pflanzlich
  5. So geht Soul Food
  6. Veganes Sushi: Keineswegs eintönig und langweilig

Sushi-Genuss ist das, was du draus machst

Böse, vielleicht auch geschmacklose Zungen mögen behaupten, Sushi schmecke nur mit Fisch. Doch Sushi ist ebenso auf vegane Weise köstlich. Gelungen und genussvoll werden die asiatischen Häppchen mit gutem Reis, Noriblättern und verschiedenen, feinen Füllungen – und davon gibt es viele bunte und leckere auf rein pflanzlicher Basis.

Beispielsweise Gurke, Avocado, Zucchini und Bohnen aus der gesunden, grünen Ecke. Hokkaido, Paprika und Karotte bringen Vitamine und Rottöne mit. Gebratene Pilze oder Aubergine, Tempeh und Räuchertofu sorgen für den Umami-Anteil. Veganes Sushi lädt zudem zum Experimentieren ein, entweder selbst hergestellt oder beispielsweise in Sushi-Restaurants in Berlin kannst du Varianten mit Mango oder Chabis oder probieren.

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In der Anfangszeit war Sushi ein reines Streetfood. Erst als nach dem großen Erdbeben von 1923 in Tokio die Immobilienpreise durch die großen Zerstörungen stark sanken, entstanden erste Sushi-Bars und -Restaurants.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Veganes Sushi selber machen: Rollen und füllen

Das sind die wichtigsten Zutaten und Werkzeuge für selbst hergestelltes Sushi:

Ohne optimal zubereiteten Reis geht in Sachen Sushi leider so gut wie gar nichts. Der muss nach seiner Zubereitung die notwendige klebrige Konsistenz haben, damit Rollen oder Ballen nicht auseinanderfallen. Empfehlenswert ist die Sushi-Reissorte Koshihikari. Koche den Reis nach Packungsanleitung. Danach säuerst du ihn mit etwas hellem Essig und lässt ihn abkühlen.

Vegetarisches Sushi in der Zubereitung, bevor es zusammengerollt wird

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Auf die inneren Werte und Zutaten kommt es an

Beim Maki-Sushi werden Reis und weitere Zutaten mit einem Noriblatt eingerollt. Die Füllungen neben dem Reis brauchen ebenso etwas Vorbereitung:

Du legst ein Noriblatt längs und mit der glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte, feuchtest in der Wasserschüssel deine Finger an und drapierst eine dünne Schicht Reis auf dem Algenblatt. Wirklich nur eine dünne Schicht, Neulinge nehmen gerne zu viel.

Im unteren Drittel platzierst du nun die Füllungen. Danach rollst du die Bambusmatte von unten auf. Du wirst schnell ein Gefühl dafür bekommen, wann du am besten wo drückst, um eine feste, einheitliche Rolle hinzubekommen. Die fertige Rolle legst du mit der Naht nach unten auf ein Brett und schneidest sie mit einem sehr scharfen Messer in deine Wunsch-Häppchengröße. Nun richtest du das Sushi hübsch auf einem Teller an, stellst Wasabi, Sushi-Ingwer und vegane Sojasauce dazu – und dann guten Appetit.

Vegane Sushi-Rollen auf einem Teller mit Sojasauce, Dip und Stäbchen

Wie alles begann

Das überrascht: Seinen Ursprung hat Sushi nicht in Japan, sondern in Südostasien. Entlang des Flusses Mekong entwickelten die Menschen eine Methode, Süßwasserfisch in gekochtem Reis einzulegen, zu fermentieren und somit bis zu einem Jahr haltbar zu machen. Im Jahr 718 kam diese Methode nach Japan und wurde weiterentwickelt – bis der Koch Hanaya Yohei am Anfang des 19. Jahrhunderts die Frühform des heute servierten Sushis erfand. In Little Tokyo in Los Angeles eröffnete 1966 die erste Sushi-Bar der USA. In Deutschland eröffnete Anfang der Achtzigerjahre die ersten Sushi-Restaurants in Hamburg und Düsseldorf.

Same but different: Fischähnlich und pflanzlich

Bei klassischem Nigiri-Sushi liegt der Fisch lose auf dem Reis. Um diese Variante vegan herzustellen, kannst du den Sushi-Reis, den du zu einer zwei Finger breiten Rolle formst, mit einem Fischimitat in Thunfisch-, Lachs- und Garnelenform belegen. Dieses besteht in den meisten Fällen aus Soja-, Seitan- oder Hülsenfruchtproteinen. Alternativ bietet es sich an, den Thunfisch durch ein Tomatenfilet und den Lachs durch gedünstete und marinierte Karottenscheiben zu ersetzen.

Veganes Sushi auf einem weißen Teller in Blattform und mit Stäbchen angerichtet

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Um sich in Japan eines Tages Sushi-Meister:in nennen zu können, bedarf es eines langen Atems: Zwischen 6 und 15 Jahren dauert es, bis die Ausbildung abgeschlossen ist.

So geht Soul Food

Du möchtest bei deinem veganen Sushi besondere optische Akzente setzen? Das bietet sich vor allem bei California-Rolls an, auch Inside-Out-Rolls genannt. Bei dieser Sushi-Variante ist das Noriblatt innen und der Reis außen. Den klebrigen Reis kannst du zum Beispiel mit veganem Kaviar, geröstetem Sesam oder Zwiebelsprossen verzieren. Um deine eigenen Kreationen zudem mit ein paar Farbakzenten aufzuwerten, färbst du den Sushi-Reis mit Karotten- oder Rote-Bete-Saft oder Spinat orange, rot oder grün ein.

Veganes Sushi auf einem runden Teller mit Stäbchen

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Veganes Sushi: Keineswegs eintönig und langweilig

Wer behauptet, vegane Gerichte seien eintönig und langweilig, liegt falsch. Vor allem bei Sushi. Egal ob in der Maki-, Nigiri- oder Temaki-Variante – bei allen Sushi-Sorten wartet in der veganen Form ein Feuerwerk an Variationsmöglichkeiten auf dich. Ebenso für Nicht- oder Teilzeitveganer sind diese Leckerhäppchen eine super kulinarische Ergänzung zum altbekannten Sushi mit langweiligem Lachs oder tristem Thunfisch. Selbst wenn die ersten Häppchen nicht professionell aussehen, schmecken sie köstlich, und du wirst mit jedem Röllchen besser. Also, an die Stäbchen, fertig, los!

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