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Kaviar essen: Ein Ratgeber für den köstlich kostbaren Genuss

Kaviar im Glas, ein Stapel Blinis und Löffel auf einem Marmortisch, daneben Sektkorken und -gläser
Nikolas Feireiss
Nikolas Feireiss
„Kaviar braucht keinen Anlass, er ist einer“, heißt es unter Kenner:innen oft. Keine Frage: Kaviar ist kein Alltagsgericht, dafür ist er schlichtweg zu kostbar. Wenn du Kaviar servierst, macht er das gesamte Essen zu etwas Besonderem. Um ihn anzubieten, brauchst du kein Fachwissen – doch es gibt einiges zu beachten. Die wichtigsten Tipps, wie du Kaviar essen und servieren solltest, findest du im Folgenden.
  1. Metalllöffel, Silberlöffel – womit isst man Kaviar?
  2. Die richtige Kühlung
  3. Kaviar richtig servieren
  4. Kaviar essen: Was passt dazu?
  5. Luxuriös und gesund: Kaviar ist ein Genuss

Dass Kaviar eine genauso elegante wie luxuriöse Delikatesse ist, wird niemand in Zweifel stellen. Vor allem in Spitzenqualität ist Kaviar sündhaft teuer und wird schon deswegen bei den wenigstens „immer“ auf den Tisch kommen. Gerade seltene Genüsse sind bekanntermaßen groß. Kaviar gönnst du dir, deshalb solltest du ihn so essen, dass sich seine zarten Meeresaromen harmonisch auf dem Gaumen entfalten können.

Metalllöffel, Silberlöffel – womit isst man Kaviar?

Das Wichtigste vorweg: Metalllöffel eignen sich nicht für den Kaviargenuss. Das gilt auch für edle Silberlöffel. Sie alle verfälschen aufgrund von Oxidation den Geschmack der kostbaren Perlen. Der Kaviar könnte also einen metallischen Beigeschmack bekommen.

Ohne unerwünschte Geschmacksverirrungen lässt sich Kaviar auf einem Perlmuttlöffel genießen. Der sieht mindestens so edel aus wie ein Silberlöffel, hat geschmacklich aber keinen Einfluss. Denkbar sind auch Hornlöffel, notfalls tun es Holz- oder Kunststofflöffel.

Doch wer sich Kaviar gönnt, sollte bereit sein, in elegante Perlmuttlöffel zu investieren. Das Auge isst schließlich mit – und das fein schimmernde Perlmutt passt aufs Feinste zum Glanz der Kaviarperlen.

Holzlöffel mit Kaviar

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Die richtige Kühlung

Damit Kaviar zum echten Geschmackserlebnis wird, musst du ihn mit der richtigen Temperatur servieren. Gelagert werden sollte er zwischen -2 und +2 Grad Celsius, Temperaturen unter -4 Grad bekommen ihm überhaupt nicht. Das gilt auch für große Temperaturschwankungen.

Wenn du einen Kühlschrank hast, bei dem das Eisfach direkt in den Kühlteil integriert ist, kannst du Folgendes tun: Lagere den Kaviar unter oder über dem Tiefkühlfach, und zwar möglichst weit hinten im Kühlschrank. Hier behält er die richtige Temperatur und ist beim Öffnen der Kühlschranktür weniger starken Temperaturschwankungen ausgesetzt.

Hast du keine Möglichkeit, den Kaviar bei der genannten Temperatur zu lagern, lege ihn im untersten Fach (über der Gemüseschublade) ganz nach hinten. Hier herrscht in normalen Kühlschränken die niedrigste Temperatur. Wirf aber auch einen Blick auf die Kaviarpackung – einige Sorten kannst du bei normalen Kühlschranktemperaturen zwischen 4 und 8 Grad Celsius aufbewahren.

Kaviar richtig servieren

Plane das Servieren des Kaviars gut ein, denn du solltest die Fischeier eine oder mindestens eine halbe Stunde vor dem Verzehr aus der Kühlung nehmen. Die Kaviardose wird aber erst ganz kurz vor dem Servieren geöffnet, denn Luft, Licht und Wärme beeinträchtigen die Qualität des Rogens.

Klassischerweise genießt man den Kaviar direkt aus der Dose, die auf Eis gebettet wird. Es gibt aber auch spezielle Kaviarschalen, meist aus Perlmutt, Glas oder Holz: Du füllst sie mit Eis und setzt eine weitere Schale auf das Eis, in der du den Kaviar anrichtest.

Nerdpedia

Kaviar darf niemals direkt mit Eis oder Wasser in Berührung kommen, sonst „erblindet“ er. Auch sein Aroma geht dann verloren. Wenn du Kaviar als Beilage zu einer Speise servieren möchtest, füge ihn erst ganz am Ende hinzu.
Kaviar in Silberschale auf Eis angerichtet, daneben Sektgläser und Toastbrot

Kaviar essen: Was passt dazu?

Feinschmecker:innen genießen ihren Kaviar zu Speisen, die sich geschmacklich zurücknehmen, sodass das zarte Aroma des Fischrogens nicht übertönt wird. Wer Kaviar etwa mit Zwiebeln oder Zitrone serviert, nimmt dem vollen Kaviargenuss etwas weg.

Es gibt sogar Menschen, die nur dünnes, mit salziger Butter bestrichenes Toastbrot in seiner Gesellschaft gelten lassen. Kaviar auf Brot ist also durchaus ein Klassiker. Typisch sind auch Blinis (kleine Buchweizen-Pfannkuchen), Pellkartoffeln mit Sauerrahm oder gekochtes Ei. Und niemand wird verbieten, Kaviar ganz einfach pur zu essen.

Und was wird zum Kaviar getrunken? Champagner passt immer! Eiskalter Wodka ist ein Klassiker und auch ein guter trockner Weißwein ist möglich. Wer auf Alkohol verzichten will, trinkt Wasser, mit oder ohne Sprudel.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Ist der Kaviar frisch? Teste es!


Frischer Kaviar strahlt förmlich. Seinen Glanz nennt man „Spiegel“. Kaviarexpert:innen testen ihn, indem sie eine Portion vom Handrücken mit dem Mund abnehmen. Die Hand sollte danach geruchsfrei sein und es darf kein öliger Fischfilm zurückbleiben.

Weitere Eigenschaften von frischem Kaviar:
  • Bei frischem Kaviar liegen die Rogen locker aufeinander und kleben nicht aneinander.
  • Frischer Kaviar riecht nach Meer, nie fischig.
  • Beim Öffnen einer Dose bleibt frischer Kaviar nicht am Deckel kleben. Er „steht“ in der Dose.

Luxuriös und gesund: Kaviar ist ein Genuss

Der Begriff Kaviar wurde von persischen und russischen Fischer:innen geprägt, die ihn schon im fünften Jahrhundert vor Christus am Kaspischen Meer ernteten. Sie beschrieben damit die unbefruchteten Eier aller 26 Störarten. Aber ganz gleich, ob Osietra-, Sevruga-, Sibirischer oder Beluga-Kaviar – für den Umgang gelten bei allen Kaviarsorten dieselben Regeln.

Um beim Kaviaressen das feine Aroma des Rogens voll auskosten zu können, sind ein paar Punkte besonders wichtig: allen voran die richtige Kühlung und das richtige Besteck, also keine Silber- oder anderen Metalllöffel. Was dazu passt, ist ein Stück weit Geschmackssache. Brot, Pellkartoffeln und Blinis gelten als Klassiker.

Übrigens: Ein gutes Argument, Kaviar zu essen, ist auch der Nährwert des Fischrogens. Jedes Korn besteht aus knapp 30 Prozent Eiweiß und Mineralsalzen. Außerdem enthält Kaviar Kalzium, Eisen, Jod und Vitamine der A-, D- und der B-Gruppe. Bon appétit!

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