Fahrrad mit Speed: Das können die 45 km/h schnellen S-Pedelecs

Seitenansicht einer Person im Anzug, mit Umhängetasche und Helm, die auf einem Fahrrad fährt
Redaktion AMEXcited
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Flott zur Arbeit fahren und dabei fit bleiben? Das geht mit einem Speed Pedelec! Die Fahrräder mit starkem Antrieb sind eine gute Alternative zum klassischen Pendler-Kleinwagen und zum Motorroller: Sie erreichen bis zu 45 km/h – und fordern dir trotzdem etwas sportliche Leistung ab. Außerdem sparst du damit Parkplatzgebühren und Spritkosten. Was die schnellen E-Bikes auszeichnet, welche Vorschriften dafür gelten, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Ausrüstung du brauchst, liest du hier.
  1. Speed Pedelecs: Was ist das überhaupt?
  2. Warum ein S-Pedelec? Einsatzgebiete und Vorteile
  3. Welches S-Pedelec? Darauf ist beim Kauf zu achten
  4. Um welchen Preis? Das kosten Speed Pedelecs
  5. Helm und Co.: Die richtige S-Pedelec-Ausrüstung
  6. Endlich unterwegs: Fahren auf dem Speed Pedelec
  7. Schnell und praktisch: Speed Pedelecs haben Potenzial

Speed Pedelecs: Was ist das überhaupt?

Speed Pedelecs – auch S-Pedelecs genannt – sind Fahrräder mit einem Elektromotor, der Radfahrende bis zu einem Höchsttempo von 45 km/h beim Treten unterstützt. Bei normalen Pedelecs, die im Volksmund häufig als E-Bikes bezeichnet werden, ist die Unterstützung dagegen auf Tempo 25 begrenzt. Im Unterschied zu „echten“ E-Bikes ist eine Fahrt allein mit Motor bei beiden Pedelec-Typen nicht möglich.

Der Motor bringt S-Pedelecs also auf das Maximaltempo, das auch für Motorroller wie eine 50-Kubikzentimeter-Vespa vorgeschrieben ist. Deshalb gelten sie als Kraftfahrzeuge, nicht als Fahrräder, und unterliegen entsprechenden Vorschriften. Dazu gehören unter anderem:

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Eine Frau fährt mit ihrem Fahrrad an parkenden Autos vorbei

Warum ein S-Pedelec? Einsatzgebiete und Vorteile

Helmpflicht, kostenpflichtiges Kennzeichen, Fahrerlaubnis – das klingt zunächst wenig reizvoll. Doch Speed Pedelecs bringen etliche Vorteile mit, die diese Nachteile durchaus wettmachen können.

S-Pedelecs sind zum Beispiel ideal, um längere Fahrten zur Arbeit zurückzulegen: Bei voller Motorunterstützung haben hochwertige Modelle mindestens 50 Kilometer Reichweite. Die Akkus lassen sich meist einfach herausnehmen und dann – falls der Arbeitgeber zustimmt – im Büro aufladen. Im Berufsverkehr schwimmen die Flitzer gut mit, und es entfällt die Parkplatzsuche am Bürogebäude oder am sonstigen Zielort.

Das Abstellen von Kraftfahrzeugen ist auf Gehwegen zwar nicht erlaubt, wird bei Motorrollern und S-Pedelecs jedoch häufig geduldet, soweit sie nicht den Weg blockieren. Und die wenigsten Arbeitgeber dürften etwas dagegen haben, statt für ein Auto künftig einen geeigneten Stellplatz für ein viel kleineres und leichteres Fahrzeug anzubieten.

Gut für Geist und Körper: S-Pedelecs als Sportgerät

Nicht zu unterschätzen ist auch der Fitnessaspekt: Trotz Motor bleibt das Fahren eines S-Pedelecs eine körperliche Betätigung, die sich positiv auf die Kondition und das subjektive Wohlbefinden auswirkt, wie etwa die Uni Zürich in einer internationalen Studie ermittelt hat.

Deshalb ist das zweite Einsatzgebiet von Speed Pedelecs der Sport. Zumindest offiziell beschränkt sich dieser auf die Straße, weil nur dort Kraftfahrzeuge fahren dürfen. Wald- und Feldwege sind grundsätzlich tabu. Das Angebot an geländegängigen Modellen ist dennoch erstaunlich groß und lässt Rückschlüsse auf den tatsächlichen Verwendungsort zu.

Gut verbunden

Praktisch ist auch, dass sich die meisten S-Pedelecs inzwischen zum Beispiel mit dem Smartphone verbinden lassen. Hier kannst du etwa Fahrzeugdaten wie den Ladezustand der Batterie oder den Standort abrufen. Auch weitere Funktionen wie die Navigation lassen sich per Handy steuern.

Eine Person radelt mit ihrem Fahrrad durch die Natur

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Welches S-Pedelec? Darauf ist beim Kauf zu achten

Bei S-Pedelecs buhlen Dutzende Hersteller und noch mehr Marken um die Käufergunst. Neben deinen persönlichen Präferenzen, etwa zu Optik und Marke, solltest du einige Überlegungen zur Ausrüstung und dem geplanten Einsatzzweck bei der Wahl mit einbeziehen.

Einsatzgebiet

Stadt, Land oder Offroad: Wo willst du hauptsächlich fahren? Die groben, breiten Reifen geländetauglicher S-Pedelecs benötigen wegen ihres hohen Rollwiderstands auf Asphalt mehr Energie.

Falls du zum Beispiel vor allem pendelst und nur gelegentlich abseits befestigter Straßen unterwegs ist, bist du mit einem Trekking-Rahmen besser bedient als mit einem Modell fürs Gelände.

Reichweite

Wie weit muss eine Akkuladung reichen? Die Reichweite hängt von der Akkukapazität, aber auch von der gewählten Tretunterstützung ab. Akkus mit höherer Kapazität sind teurer und schwerer: Falls du dein S-Pedelec täglich die Treppe herunter- und abends wieder herauftragen musst, solltest du die Entscheidung buchstäblich gut abwägen.

Lass dich übrigens von den Herstellerangaben nicht täuschen: Die angegebene Maximalreichweite bezieht sich meist nicht auf Fahrten mit voller Motorunterstützung. Bei dieser ist – als grober Anhaltswert – oft etwa die Hälfte der angegebenen Reichweite realistisch.

Platzierung des Motors

Wo soll der Motor sitzen? Gängig sind Mittelmotoren direkt am Tretlager und Heckmotoren in der Nabe des Hinterrades. Beide Varianten haben unterschiedliche Vorteile.

Ein Mittelmotor sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung: Das erleichtert das Handling und der Motor reagiert schneller. Sowohl Ketten- als auch Nabenschaltungen sind möglich.

Heckmotoren erlauben es, Energie beim Bremsen zurückzugewinnen. Sie gelten als leiser, entlasten die Kette, eignen sich gut für den Lastentransport und beschleunigen in der Regel stärker. Meist bleibt allerdings kein Platz für ein Getriebe in der Nabe.

Zubehör

Auf was möchtest du nicht verzichten? Ähnlich wie beim Auto haben viele Hersteller lange Listen mit möglichen Extras. Selbst für den Rückspiegel, die Hupe und den Seitenständer, die gesetzlich vorgeschrieben sind, gibt es kostenpflichtige Alternativen. Außerdem hast du die Wahl zwischen passenden Taschen, verschiedenen Getrieben sowie Auf- und Abblendlicht.

Wofür du dich entscheidest, hängt von deinen Wünschen ab. Auf jeden Fall solltest du darauf achten, dass das S-Pedelec allen verkehrsrechtlichen Vorschriften entspricht – also zum Beispiel über eine Kennzeichenbeleuchtung und ein Bremslicht verfügt.

Detailaufnahme eines E-Bike-Motors

Nicht zu empfehlen: Tuning von S-Pedelecs

„Bitte nicht zu Hause ausprobieren!“, warnte Thomas Gottschalk häufig in seiner Sendung „Wetten, dass...?“. Das gilt auch für das Tuning von Pedelecs.
Um die Tempobegrenzung aufzuheben, reicht es oft, ein paar Schrauben und Stecker zu lösen und neu zu verbinden, um einen kleinen Dongle an der richtigen Stelle im System zu platzieren. Diese im Netz zirkulierenden Basteltipps klingen spaßig, das Tunen ist aber gefährlich. Denn Bremsen und weitere sicherheitsrelevante Bauteile sind nicht für die höheren Belastungen ausgelegt.
Außerdem erlöschen die Betriebserlaubnis und der Versicherungsschutz. Tuning-Fahrzeuge dürfen allenfalls auf Privatgrundstücken oder geeigneten und freigegebenen Rennstrecken gefahren werden.

Um welchen Preis? Das kosten Speed Pedelecs

Je nach Marke, verwendeten Materialien und Bauteilen, Akkukapazität und Sonderausstattung variieren die Preise bei S-Pedelecs stark. Vorjahresmodelle sind häufig günstiger als die brandneuen Zweiräder. Los geht es mit etwas Glück bei gut 3.000 Euro, für Luxus-S-Pedelecs fallen schon in der Grundausstattung niedrige fünfstellige Preise an.

Viele Anbieter erlauben eine Ratenzahlung. Interessant für Angestellte und Unternehmen sind Leasingmodelle für S-Pedelecs als Dienstfahrräder, die unter anderem steuerliche Vorteile bieten.

Gebrauchte S-Pedelecs

Manche S-Pedelecs, etwa die Modelle von M1, sind technische Leckerbissen, die ähnliche verlockend wirken wie ein Oldtimer oder Sportwagen – aber aufgrund ihres Preises oft ein Traum bleiben. Eine günstigere Alternative zum Neukauf sind Gebrauchtmärkte wie Rebike.

Seriöse gewerbliche Händler bieten nur gecheckte Modelle an und beachten die gesetzlich vorgeschriebene, mindestens einjährige Gewährleistung für Defekte, die zum Verkaufszeitpunkt bestanden. Im besten Fall geben sie sogar eine Garantie.

Mehrere neue Fahrräder, die in einem Geschäft nebeneinander aufgereiht stehen

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Helm und Co.: Die richtige S-Pedelec-Ausrüstung

Einmal tief durchatmen: Beim Kauf eines S-Pedelecs fallen noch eine Reihe Zusatzkosten an. Ein Helm nach der Motorrad-Prüfnorm ECE R22-05, die zwar nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert ist, kostet etwa 100 Euro: eine gute und finanziell überschaubare Investition in die Unversehrtheit des eigenen Kopfes.

Falls du das neue Speed Pedelec intensiv nutzen willst, brauchst du eine für Wind und Wetter geeignete Kleidung, die tatsächlich schützt und bequem sitzt. Dafür kommt meist ein niedriger bis mittlerer dreistelliger Betrag zusammen. Eine Alternative zu Jacken-Hosen-Kombinationen sind Overalls mit variabler Belüftung.

Nicht vergessen solltest du auch die Haftpflichtversicherung, für die Assekuranzen pro Jahr einen mittleren zweistelligen Betrag aufrufen. Angesichts des hohen Kaufpreises für S-Pedelecs ist es zudem ratsam, eine Diebstahlversicherung abzuschließen. Dabei solltet du den Angebotsumfang der einzelnen Versicherer genau vergleichen.

Eine Person steht mit ihrem Fahrrad an einer Straße und schließt gerade ihren Helmgurt

S-Pedelecs auf dem Radweg: Sonderregeln in Tübingen

Kaum eine Regel ohne Ausnahme: Die Stadt Tübingen in Baden-Württemberg erlaubt die Nutzung von S-Pedelecs auf einem bestimmten Streckennetz, zu dem auch herkömmliche Radwege zählen. So sollen die Flitzer als Autoersatz attraktiver werden.

Endlich unterwegs: Fahren auf dem Speed Pedelec

Wie bei Motorrädern ist bei S-Pedelecs eine ständige Beleuchtung gesetzlich vorgeschrieben; meist sorgt die eingebaute Elektronik automatisch dafür. Das Fahren selbst entspricht dem auf Fahrrädern oder „normalen“ Pedelecs: in die Pedale treten, mit den Händen die Handbremsen betätigen. Dennoch ist dabei einiges zu beachten.

Erst mal üben: Anfangs ist vieles neu

Für S-Pedelec-Neulinge ungewohnt ist zunächst das Einordnen und Mitschwimmen im fließenden Verkehr. Das Problem: Autofahrende schätzen das hohe Tempo von S-Pedelec-Fahrenden oft nicht richtig ein und reagieren deshalb nicht angemessen, wenn diese etwa die Spur wechseln wollen.

Auf einem S-Pedelec solltest du deshalb stets mit unbedachten Aktionen anderer rechnen: lieber einmal zurückstecken, als gegen ein Auto einzustecken.

Auch an die Höchstleistung des Motors solltest du dich zunächst herantasten. Die Regeln erlauben eine bis zu vierfache Unterstützung der Tretleistung: Das sorgt für einen ungewohnt großen Schub und eine starke Beschleunigung. Maximal sind vier Kilowatt Leistung erlaubt, das sind über fünf PS – mehr als so mancher Motorroller mitbringt!

Da sich S-Pedelec-Fahren wie Fahrradfahren anfühlt, können leicht mal Regelverstöße passieren. Vergiss also nicht, dass dein Speed Pedelec gesetzlich als Kraftfahrzeug gilt! So ist damit zum Beispiel das Befahren von Einbahnstraßen in Gegenrichtung nicht erlaubt, ebenso das Ziehen von Anhängern oder das Fahren mit über 0,5 Promille Alkohol im Blut.

Sicher fahren: Umsicht ist gefragt

Ein Zusammenstoß mit einem Auto ist schon für klassische Radfahrende meist gefährlich bis lebensbedrohlich. Der hohe Schwerpunkt ist ebenso problematisch wie die fehlende Knautschzone. Mit höherer Geschwindigkeit nimmt zwangsweise das Verletzungsrisiko zu.

Das hohe Tempo von S-Pedelecs erfordert deshalb maximale Aufmerksamkeit, eine tendenziell zurückhaltende Fahrweise – und auf jeden Fall einen gut sitzenden Helm, wie zum Beispiel die Basler Versicherung wenig überraschend nach einem Crashtest empfiehlt.

Nerdpedia

Nicht nur die Fahrzeuge selbst, auch die Ausrüstungsstücke der Fahrenden werden immer nachhaltiger. So arbeitet etwa das niederländische Designbüro Studio MOM an einem kompostierbaren Fahrradhelm.
Zwei Elektrofahrräder werden während des Sonnenuntergangs an der Ladestation für Elektrofahrzeuge auf dem Parkplatz geladen

Schnell und praktisch: Speed Pedelecs haben Potenzial

Speed Pedelecs haben es nicht leicht, denn die strengen Regeln für Kraftfahrzeuge schrecken viele potenzielle Käufer:innen ab. Aktuell steckt diese Fahrzeugklasse deshalb ein wenig in der Nische fest. Mit der richtigen Ausrüstung sind die schnellen Räder für Pendler:innen aber schon heute eine finanziell interessante, sportliche Alternative zum Kleinwagen, E-Roller oder E-Bike.

Derzeit beschäftigt sich die EU-Kommission mit praktikableren Regeln, die insbesondere die Mitnutzung von Radwegen beinhalten. Das S-Pedelec könnte so zu einem ähnlichen Verkaufsschlager werden wie in der Schweiz, wo die Radwege bereits freigegeben sind.

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