- Der Diamant Regent: Mörderisch und kaiserlich
- Der Golden Eye: Durch Gauner zum Ruhm
- Hope-Diamant: Begehrt, verflucht, gestohlen
- Koh-i-Noor-Diamant: Umstritten bis heute
- Orlow: Russischer Diamant im Dienst der Zarin
- Tiffany: Filmjuwel der Stars
- Sancy-Diamant: Weitgereister Glücksbringer
- Kaum Elite-Zuwachs unter den Diamanten
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Alles Wichtige auf einen Blick
Zu den bekanntesten Steinen zählen der Hope-Diamant, der Koh-I-Noor, der Regent-Diamant, der Orlow, der Tiffany-Diamant, der Sancy und der Golden Eye, die über Jahrhunderte mehrfach den Besitzer:innen wechselten und Geschichte schrieben.
Viele dieser Edelsteine waren Teil von Kronjuwelen oder Herrschaftssymbolen und sind heute in Museen und Sammlungen wie dem Louvre, dem Tower of London, dem Smithsonian oder dem Kreml zu sehen. Ihre Geschichten zeigen, warum hochkarätige Diamanten bis heute als Statussymbole gelten – und warum sich um sie so viele Mythen ranken.
Der Diamant Regent: Mörderisch und kaiserlich
Um 1700 entdeckte ein Sklave einen 410-karätigen Rohdiamanten in einer Mine am indischen Fluss Krishna. Er floh damit auf ein Schiff. Dem Kapitän des Schiffs versprach er eine Gewinnbeteiligung, aber der tötete ihn. Danach verkaufte der gierige Kapitän den Edelstein – und brachte sich später aus schlechtem Gewissen um. So zumindest wird es überliefert.
Der Diamant wurde Eigentum von Thomas Pitt, damaliger Gouverneur von Madras Fort. Sein Enkel William Pitt (1759–1806) ließ den Regent im Kissenschliff bearbeiten, was zwei Jahre dauerte und das Gewicht des Steins auf 140,5 Karat sinken ließ. Die dabei abfallenden kleineren Steine bekamen einen Rosenschliff. Heute ist der Regent-Diamant eine der Sehenswürdigkeiten in Paris im Louvre.
Nice to know: Der Regent-Diamant wurde zeitweise in französischen Kronjuwelen und Insignien verwendet, darunter in der Krone Ludwigs XV. und in Napoleons Schwertgriff.
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Der Golden Eye: Durch Gauner zum Ruhm
Der Werdegang des kanariengelben, 43,51-karätigen Golden Eye ist nicht eindeutig geklärt. Als Rohdiamant mit 124,5 Karat wurde er wohl in der südafrikanischen Region Kimberley gefunden und ist von da in die USA gekommen.
Die gesicherte Geschichte des Golden Eye ist ab den 2000er-Jahren dokumentiert, als US-Behörden den Verkauf im Rahmen einer Ermittlung verhinderten: Demnach wollten die „Geschäftsleute“ Paul Monea und Mickey Miller aus Ohio ihn dort im Jahr 2007 blauäugig an einen verdeckten FBI-Ermittler verkaufen.
Doch der Deal misslang: Der Stein wurde beschlagnahmt, vier Jahre später für 2,8 Millionen Dollar versteigert und schließlich in New York in seine jetzige Form geschliffen. Monea und Miller wurden wegen Geldwäsche verurteilt.
Heute gehört der Golden Eye zu den wertvollsten Edelsteinen der Welt und befindet sich im Besitz südafrikanischer Sammler:innen. Die Farbe des Golden Eye erhielt die Klassifizierung Fancy Intense Yellow – die höchste Qualitätsstufe für gelbe Diamanten, die für besonders gesättigtes Gelb steht.
Nice to know: Im gleichnamigen James-Bond-Film bezeichnet GoldenEye keinen Diamanten, sondern ein geheimes russisches Waffensystem.
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Hope-Diamant: Begehrt, verflucht, gestohlen
Der 45,52-karätige Hope-Diamant wird heute auf über 200 Millionen Dollar geschätzt und gilt als der berühmteste Diamant der Welt. Entdeckt wurde er im 17. Jahrhundert in einer Mine in Golconda, Indien. Der Legende nach soll der tiefblaue Edelstein die Statue der indischen Gottheit Vishnu geschmückt haben, die den Diamanten nach seinem Diebstahl verfluchte.
In Europa erwischte der Fluch demnach zum Beispiel Ludwig XVI. und Marie Antoinette in Form eines Fallbeils sowie Ludwig XV., der die Pocken bekam. In den Wirren der Französischen Revolution ging Hope erneut verloren. In England tauchte er dann wieder auf: in der Sammlung des britischen Bankiers und passionierten Juwelensammlers Henry Philip Hope. Von ihm leitet sich auch der Name ab.
Nice to know: Seit 1958 befindet sich der Hope-Diamant in der Smithsonian Institution in Washington, USA. Da kann der Fluch wohl nicht mehr wirken.
Elizabeth Taylor und die Diamanten
„Diamonds Are a Girl’s Best Friend“ heißt es im Broadway-Song von 1949. Das galt vor allem für Elizabeth Taylor. Zwei Diamanten verdanken der juwelenverliebten Schauspielerin ihren Ruhm.
Erstens der Krupp-Diamant, den sie in einem Ring trug. Er hat 33,19 Karat und gehörte ursprünglich Vera Krupp, der Ehefrau des Großindustriellen Alfried Krupp von Bohlen und Halbach. 1968 kaufte Richard Burton den Diamanten für 305.000 US-Dollar und schenkte ihn seiner Ehefrau Elizabeth. Deshalb wird der Diamant auch „Elizabeth Taylor Diamond“ genannt.
Zweitens der Taylor‑Burton‑Diamant, der nach Elizabeth Taylor und Richard Burton benannt wurde und als Promi-Juwel hohe Auktionspreise erzielte. Er war ebenfalls ein Geschenk des Ehemanns. Der tropfenförmig geschliffene Edelstein mit 69,42 Karat hieß zuvor Cartier-Diamant. Als er 1966 entdeckt wurde, hatte er als Rohdiamant noch 240,8 Karat.
Das Unternehmen Cartier ersteigerte ihn für mehr als eine Million US-Dollar. Nur wenige Tage später erstand Richard Burton den weißen Diamanten für seine Liebste. 1978, als die Ehe beendet war, verkaufte Taylor den Edelstein kurzerhand für fünf Millionen US-Dollar.
Koh-i-Noor-Diamant: Umstritten bis heute
Der Wert des 108,93-karätigen Diamanten Koh-i-Noor wird auf 140 Millionen Euro geschätzt. Auch er ist legendär: Der Koh‑i‑Noor ist ein historischer Diamant, dessen Besitz bis heute politisch umstritten ist, weil er im Kontext kolonialer Aneignung nach Großbritannien gelangte.
Vor etwa 5.000 Jahren soll er in Indien entdeckt worden sein. Zahllose Male wechselte er die Besitzer:innen, war Objekt vieler Streitigkeiten, die bis heute anhalten. Bereits die hinduistischen Götter sollen sich um ihn gestritten und ihn schließlich verflucht haben.
Im Mittelalter zierte er in Delhi den Pfauenthron. Heute ist der Koh‑i‑Noor Teil der britischen Kronjuwelen und wird im Tower of London ausgestellt. Um ihn rankt sich folgende Legende: Weil der verfluchte Diamant angeblich Männern Unglück bringen soll, verfügte Königin Victoria, dass nur Frauen den feinen weißen Edelstein tragen dürfen.
Nice to know: Als Rohdiamant soll Koh-i-Noor 795 Karat gehabt haben. Historische Angaben hierzu und zur ursprünglichen Form des Koh‑i‑Noor variieren allerdings je nach Quelle. Sein Äußeres wird häufig als sehr farblos beschrieben.
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Orlow: Russischer Diamant im Dienst der Zarin
Der Orlow-Diamant wird heute in Verbindung mit den russischen Zareninsignien gebracht, seine frühen Indien-Erzählungen sind teils legendär überliefert: Der 189,62-karätige bläulich-grüne Orlow-Diamant gilt als gottgegeben und startete seinen Werdegang als indischer Diamant. Einst soll er das funkelnde Auge einer Brahma-Statue gewesen sein. Nach dessen Entwendung verfluchte der indische Gott demnach postwendend das Juwel.
Benannt wurde der Diamant nach Fürst Grigori Grigorjewitsch Orlow (1734–1783), der ein unglücklicher Liebhaber der Zarin Katharina der Großen war. Er schenkte den Edelstein der Zarin, die ihn ins russische Zepter einarbeiten ließ, und so wurde aus dem indischen ein russischer Diamant. Der Orlow wurde in das russische Zepter eingearbeitet und gehört heute zum Diamantenfonds im Kreml.
Nice to know: Möglicherweise ist der Orlow-Diamant der verschwundene legendäre Diamant Großmogul. Er hat die gleiche Facettierung, den gleichen auffälligen Einschluss und die gleiche Form von in der Mitte geteiltem und geschliffenem Eis. Gesichert ist diese Zuordnung allerdings nicht.
Tiffany: Filmjuwel der Stars
Auch der große gelbe Tiffany-Diamant ist legendär – aber ganz ohne Götterfluch und Raub. Als Rohdiamant mit 287,42 Karat wurde er 1877 in den Kimberley-Diamantenminen Südafrikas gefunden und von Charles Lewis Tiffany, dem Mitbegründer des berühmten Unternehmens, ein Jahr später erworben.
Nur vier Frauen trugen ihn bis heute, darunter Schauspielerin Audrey Hepburn für Werbeaufnahmen zum Film „Frühstück bei Tiffany“ (1961), in dem er die Brosche Bird on the Rock krönte. Und Sängerin Beyoncé in einem Video mit einer Interpretation des Kult-Songs „Moon River“. Der Tiffany-Diamant ist dort Teil eines Diamanten-Colliers von über 100 Karat.
Der Kissenschliff des heute 128,54-karätigen Diamanten soll seine Farbe betonen, nicht seine Größe.
Nice to know: Du möchtest das Land der Diamanten entdecken? Besonders eindrucksvoll ist eine Reise durch Südafrika mit dem Luxuszug Blue Train von Pretoria nach Kapstadt, der unter anderem in Kimberly hält.
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Sancy-Diamant: Weitgereister Glücksbringer
Niemand weiß, wann und wo der 55,23-karätige Diamant Sancy gefunden wurde. 1477 jedenfalls gehörte er Karl dem Kühnen und diente ihm in der Schlacht bei Nancy als Glücksbringer. Es folgten viele weitere Besitzer:innen. 1570 zum Beispiel Nicolas Harlay de Sancy, Botschafter in Konstantinopel, der zum Namensgeber wurde.
1596 wurde der Diamant Teil der britischen Kronjuwelen, dann kam er zu Ludwig XIV. und wurde wie so viele andere Reichtümer während der Französischen Revolution gestohlen. 1828 tauchte er wieder auf und wechselte noch einige Male die Besitzer:innen. Heute ist er im Pariser Louvre zu bewundern.
Nice to know: Der blassgelbe Diamant mit pinkem Schimmer ist für seinen besonderen Schliff in Schildform bekannt.
Kaum Elite-Zuwachs unter den Diamanten
Diamanten sind wegen bestimmter Eigenschaften bei Farbe, Schliff, Reinheit und Karat heiß begehrt und bewundert. Dabei wird die heutige Diamanten-Elite künftig wohl unter sich bleiben müssen. Die Förderung konzentriert sich auf wenige große Förderländer, neue wirtschaftliche Lagerstätten sind selten. Aber sehen wir es positiv: So gibt es auch weniger Gelegenheit für Flüche, Mord und Raub.
Als besonders wertvolle und symbolträchtige Geschenke bleiben mit Diamanten besetzte Schmuckstücke vor allem unter Liebenden beliebt. Umso schöner funkeln sie, wenn sie mit Rücksicht auf die Umwelt und unter fairen Bedingungen abgebaut oder künstlich erzeugt werden. Entsprechende Angebote findest du bei nachhaltigen Schmuckhändlern und Goldschmieden wie dem Hamburger Jan Spille.
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