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Uhren als Wertanlage: Gutes Investment oder großes Risiko?

Eine klassische Herrenuhr von Patek Philippe mit braunem Lederarmband, goldener Lünette und hellem Zifferblatt auf Hochglanzmagazinen
Nikolas Feireiss
Nikolas Feireiss
Welche Armbanduhren kommen als Geldanlage infrage? Wie an der Börse oder auf dem Kunstmarkt gilt es, mit Empfehlungen vorsichtig zu sein. Denn die Geschmäcker ändern sich, und eventuell erlebt ein Unternehmen einen Einbruch – und schon sind Prognosen nicht mehr gültig. Doch bei Uhren sind sich Expert:innen einig: Einige wenige Marken sind durchaus als Wertanlage geeignet. Sie sind mindestens wertstabil oder geben sogar berechtigte Hoffnung auf eine Wertsteigerung.
  1. Eine Uhr als Wertanlage: Die Basics
  2. Gibt es Geheimtipps auf dem Luxusuhrenmarkt?
  3. Geeignet als Geldanlage: Wertbeständige Uhrenmarken
  4. Eine Alternative zu raren Luxusmodellen: Vintage-Uhren
  5. Worauf ist beim Kauf von Vintage-Uhren zu achten?
  6. Wohin geht der Trend?
  7. Welche Uhr eignet sich als Wertanlage?

Eine Uhr als Wertanlage: Die Basics

Expert:innen wissen: Nur eine Handvoll Marken haben Uhren im Angebot, deren Wert stabil ist oder sich steigert. Das gilt auch für Lutz Reuer, der AMEXcited als langjähriger Kenner im Folgenden detaillierte Einblicke in die Branche gibt.

Reuer ist Uhrmachermeister, Goldschmied und Diamant- und Edelsteingutachter – und setzt eine 90-jährige Familientradition fort: Schon sein Urgroßvater, Großvater und Vater waren Uhrmachermeister und Goldschmiede. Die Leidenschaft für hochwertige Zeitmesser wurde ihm also in die Wiege gelegt.
Willst du in eine hochwertige Armbanduhr investieren, die als echte Wertanlage infrage kommt, solltest du laut Reuer auf eine der folgenden Marken setzen, da ihre Modelle besonders gefragt sind:

Close-up einer in Blau gehaltenen Uhr von A. Lange und Söhne an einem Männerarm, der auf einem Holztisch mit Fotokamera und Espressotasse liegt

Wegen der großen Nachfrage sind die Uhren allerdings nur nach langen Wartezeiten erhältlich – oder mit immensem Aufpreis auf den Listenpreis im Sekundärmarkt. Denn trotz ihrer stolzen Preise sind Luxusuhren ausgesprochen begehrt. Apropos Preis: Mindestens 10.000 Euro solltest du für den Kauf einer Luxusuhr einplanen.

Ebenfalls wichtig, wenn du eine Uhr als Geldanlage kaufst: Du solltest die Uhr nur selten oder besser gar nicht tragen. Nur eine Uhr, die keine Gebrauchsspuren zeigt und bestenfalls noch originalverpackt ist, kann ihren Wert halten – oder sogar steigern.

Was du ebenfalls einplanen solltest: Die meisten Luxusuhren müssen regelmäßig zur Uhrenrevision

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Gibt es Geheimtipps auf dem Luxusuhrenmarkt?

Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie die Wertentwicklung bestimmter Uhren aussehen wird. Einige Kenner:innen empfehlen zum Beispiel das Modell Moonwatch aus der Speedmaster-Serie von OMEGA. Andere geben den Black-Bay-Chronografen von Tudor den Vorzug – die Schwestermarke von Rolex.

Lutz Reuer schätzt zum Beispiel die Uhren der Marke Triton oder auch Ulysse Nardin. „Dabei handelt es sich um weniger bekannte Marken mit tollen Uhren“, sagt er, „etwas für Kenner:innen und Liebhaber:innen.“ Ob diese Uhren eine Geldanlage sein könnten? Das ist wie der Blick in die Kristallkugel. Wenn du auf weniger bekannte Luxusmarken setzt, sei dir bewusst, dass du ein gewisses Risiko eingehst.

Produktbild eines silberfarbenen Chronographen der Marke OMEGA

Geeignet als Geldanlage: Wertbeständige Uhrenmarken

Modelle von Rolex gehören zu den gefragtesten unter den Luxusuhren. Besonders vielversprechend als Wertanlage sind die Sportmodelle aus Edelstahl sowie die Modelle der Serien Rolex Daytona und Sea-Dweller. Diese begehrten Uhren sind kaum noch – oder nur mit langen Wartezeiten – erhältlich, obwohl sie in vergleichsweise hoher Stückzahl produziert werden.

Luxusuhren mit Aussicht auf Wertsteigerung sind auch Modelle von Patek Philippe. Der Hersteller ist unter anderem für seine Grandes-Complications-Kollektion bekannt – Uhren mit besonders vielen Funktionen. Wer allerdings nicht als Uhrenliebhaber:in oder Sammler:in bekannt ist, bekommt kaum Gelegenheit, eine dieser Luxusuhren zu erwerben. Eine sogenannte Umsatzhistorie, auch mit Schmuck, soll bei manchen Händler:innen helfen, auf der Warteliste ein Stück nach vorn zu rücken.

Ein silberfarbener Daytona-Cosmograph mit Paul-Newman-Zifferblatt von Rolex

Ebenfalls begehrt bei Sammler:innen sind die edlen Uhren von Audemars Piguet. Im Fachhandel gibt es sie kaum noch, sondern nur in den exklusiven Filialen des Unternehmens. Insbesondere Modelle aus der Royal-Oak-Serie von Audemars Piguet gelten als Garanten für Wertzuwachs.

Nicht ganz so bekannt wie die anderen Marken sind die Uhren von Vacheron Constantin. Sie sind bekannt für ihr außergewöhnliches Kunsthandwerk. Vor allem die astronomischen Uhren von Vacheron Constantin können eine echte Geldanlage mit Aussicht auf Wertsteigerung sein.

Alle bisher genannten Marken kommen aus der Schweiz. Doch auch Deutschland ist Heimat traditioneller Uhrenmanufakturen, wie zum Beispiel A. Lange & Söhne. Vor allem deutsche Sammler:innen interessieren sich für die Chronografen aus diesem Hause. Berühmt geworden ist die Manufaktur vor allem mit ihrer Uhrenfamilie Lange 1.

Und es gibt noch viele weitere Luxusuhrenmarken, die einen Blick wert sind.

Eine klassische Herrenarmbanduhr mit dunklem Lederband und hellem Zifferblatt von Vacheron Constantin

Eine Alternative zu raren Luxusmodellen: Vintage-Uhren

Viele Luxusuhren, die als Wertanlage infrage kommen, sind im Handel gar nicht oder nur mit sehr langen Wartezeiten erhältlich. Alternativ kannst du dich in Uhrenbörsen umsehen und Angebote von Auktionshäusern vergleichen. So bekommst du ein Gefühl dafür, welche wertvollen, aber noch erhältlichen Modelle besonders gefragt sind und zu welchen Preisen sie gehandelt werden.

Vintage ist eine Uhr, wenn sie in dieser Form nicht mehr hergestellt wird. Das betrifft eine Uhr von 1950 genauso wie ein Modell von 2005, wenn die Serie ausgelaufen ist. Ein Beispiel ist die Nautilus von Audemars Piguet mit blauem Zifferblatt.

Nerdpedia

Die teuerste Armbanduhr, die je bei einer Auktion versteigert wurde, ist die Grandmaster Chime von Patek Philippe. Sie wechselte 2019 für mehr als 31 Millionen US-Dollar den:die Besitzer:in.

Worauf ist beim Kauf von Vintage-Uhren zu achten?

Grundsätzlich gilt: Glaubwürdige Kaufbelege der Vorbesitzer:in müssen vorhanden sein, genauso wie Zertifikate und am besten die originale Uhrenbox. Auch bei Uhren ist Herkunftsforschung möglich.

Wenn du dich nach Vintage-Uhren umsiehst, solltest du bei unscharfen Fotos misstrauisch werden. Auch limitierte Editionen von 500 oder 1.000 Exemplaren sind nicht beeindruckend. Denn von vielen wertvollen Uhren werden nicht mehr als 500 Stück angefertigt. Wirklich interessant sind Uhren, von denen nur zehn oder höchstens 100 Modelle im Umlauf sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie weiter an Wert gewinnen, ist hoch.

Wertvoll kann eine Vintage-Uhr außerdem nur sein, wenn sie nicht „kaputt repariert“ wurde. Es gibt unseriöse Händler:innen, die aus drei alten, nicht funktionstüchtigen Uhren eine neue bauen. Für Kenner:innen ist das keine Option. Werknummer und Gehäusenummer müssen zueinander passen und die Zeiger original sein.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Wohin geht der Trend?

Die meisten Luxusuhrenhersteller konzentrieren sich auf eine männliche Zielgruppe – filigrane Damenuhren sind eher die Ausnahme. Doch hier scheint sich ein Wandel anzukündigen. Uhrenexperte Lutz Reuer erlebt es in seinem Geschäft: Kleinere Modelle für Damen werden immer häufiger nachgefragt.

Der Trend zu großen Uhren ist hingegen zurückgegangen. Moderne Modelle pendeln sich bei einem Durchmesser von 40 oder 41 Millimeter ein. Große 44er-Modelle werden seltener.

Eine silberfarbene Uhr mit olivgrünem Zifferblatt von Rolex

Welche Uhr eignet sich als Wertanlage?

Die Preise von Luxusuhren der großen Marken sind in den letzten Jahren ständig gestiegen. Oft hast du gute Chancen, für eine gut erhaltene Uhr auch nach zehn Jahren noch den Preis zu bekommen, den du gezahlt hast. Eine Garantie gibt es allerdings nicht.

Wer eine Uhr als Wertanlage sucht, sollte vor allem nach Klassikern und gefragten Modellen traditioneller Marken Ausschau halten. Meist sind das sportliche Stahlmodelle, zum Beispiel von Rolex, Audemars Piguet oder Patek Philippe. Sie sind meist schon beim Erstkauf sehr teuer: Mit mindestens 10.000 Euro solltest du rechnen. Bei Schnäppchenangeboten ist Vorsicht angesagt.

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