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Zeitlos schöne Zeitmesser: Die 7 wichtigsten Luxusuhrenmarken

Eine Uhr an einem Handgelenk, die andere Hand fasst an das Armband der Uhr
Nikolas Feireiss
Eine Luxusuhr kaufen sich Männer und auch immer mehr Frauen nicht in erster Linie, weil sie wissen wollen, wie spät es ist. Eine edle Uhr aus Stahl, Gold oder Platin ist ein Hingucker, ein Schmuckstück und natürlich auch ein Statussymbol. Ein Modell aus der Kollektion einer Luxusuhrenmarke verliert nicht an Wert und kann sogar als Erbstück noch geschätzt werden. Es gibt also viele gute Gründe, sich eine edle Uhr zu leisten. Ein Überblick über die spannendsten Marken.
  1. Rolex – Luxus für den täglichen Gebrauch
  2. OMEGA – Uhrmacherkunst in Vollendung
  3. Breitling – Präzision von hoch oben bis in die Tiefe
  4. Patek Philippe SA – limitierte Auflagen und edle Modelle
  5. Officine Panerai – Luxusuhren im italienischen Design
  6. Tag Heuer – von preiswert bis teuer und innovativ
  7. A. Lange & Söhne – neue Handwerkskunst in alter Tradition
  8. Zeitlose Handwerkskunst

Rolex – Luxus für den täglichen Gebrauch

Rolex ist die bekannteste unter den Schweizer Top-Uhrenmarken. Rolex Datejust, Submariner oder Daytona sind Klassiker, die sich optisch seit Jahrzehnten kaum verändert haben. Rolex-Modelle gelten als hochpräzise, zuverlässige und vor allen Dingen langlebige Uhren für den täglichen Gebrauch.

1926 präsentierte Rolex die weltweit erste wasserdichte Uhr, die Oyster. 1931 überraschte es mit einem Perpetual-Werk, also einem Uhrwerk mit Selbstaufzugsmechanismus. Beim Kauf einer Rolex ist mit mindestens 8.000 Euro zu rechnen – nach oben ist die Skala offen.

Übrigens

Paul Newman trug 1969 eine Daytona im Film Indianapolis. Ein Modell aus seinem Privatbesitz wurde im Jahr 2017 für umgerechnet 15,3 Millionen Euro versteigert.

Eine Uhr in silber und gold liegt auf der Seite

OMEGA – Uhrmacherkunst in Vollendung

Mit den Serien Seamaster, Speedmaster oder Constellation ist Omega, neben Rolex, einer der führenden Luxusuhrenhersteller aus der Schweiz. Omega steht als letzter Buchstabe des griechischen Alphabets metaphorisch für „Vollendung“. 1894 tauchte der Name das erste Mal für ein neu entwickeltes Uhrenkaliber einer Taschenuhr auf.

Seit 1932 ist Omega offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele. 1969 trug Buzz Aldrin bei der ersten Mondlandung eine Speedmaster Professional, die Moonwatch. Seit 2015 bietet Omega Uhren mit dem Schriftzug „Master Chronometer“ auf dem Zifferblatt an. Sie wurden vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) einem besonders anspruchsvollen Testverfahren unterzogen. Geprüft werden unter anderem Magnetfeldresistenz, Ganggenauigkeit und Wasserdichtheit.

Eine Omega ist ab etwa 5.000 Euro erhältlich, es gibt aber auch Modelle für über 100.000 Euro.

Übrigens

Der Wettbewerb zwischen Omega und Rolex spiegelt sich in den James Bond Filmen wieder. Seit „GoldenEye” von 1995 trägt James Bond Omega-Uhren. Bis dahin war Rolex, wie im Buch von Ian Fleming beschrieben, seine erste Wahl.

Zwei Uhren liegen nebeneinander auf der Seite auf einer Mauer

Nerdpedia

In fast allen Luxusuhren ticken Schweizer Uhrwerke. Die Uhrmacherei ist in den meisten Ländern der Welt sonst ausgestorben. Schweizer Uhren werden mit feinster Handwerkskunst und jahrhundertelanger Erfahrung gebaut.

Breitling – Präzision von hoch oben bis in die Tiefe

Die Modelle Chronomat und Navitimer von Breitling zählen zu den berühmtesten Fliegeruhren der Geschichte. Für solche Uhren ist das 1884 gegründete Unternehmen auch besonders bekannt. Mit manchen können Flugdaten berechnet und Rettungssignale gesendet werden. Aber auch die Taucheruhren aus den Kollektionen Superocean oder Avenger gelten als genauso präzise wie solide. Und die Superocean Heritage 57 sind für Fans durch ihren Retro-Look interessant.

Alle Modelle der Schweizer Marke Breitling tragen seit 1999 das COSC-Zertifikat, das die hohe Ganggenauigkeit der Uhrwerke bescheinigt. Den günstigsten Breitling Chronomat gibt es für etwa 4.000 Euro, die Preise für die exklusiven Luxusuhren reichen aber auch bis weit über 100.000 Euro.

Übrigens

Mit #Squadonamission möchte Breitling die Stärke von Teams hervorheben. So sind die Stars Brad Pitt, Charlize Theron und Adam Driver im Breitling Cinemasquad, die IRONMAN®-Weltmeister Jan Frodeno, Daniela Ryf und Chris «Macca» McCormack sind Teil des Breitling Triathlon Squad.

Der linke Arm einer Frau der angewinkelt nach oben zeigt mit einer Armbanduhr am Handgelenk

Patek Philippe SA – limitierte Auflagen und edle Modelle

Tradition und perfektes Handwerk sind die Werte, für die die Schweizer Edel-Uhrenmarke Patek Philippe steht. Seit 1932 ist die Familie Stern Eigentümerin der Uhrenmanufaktur. Patek Philippe produziert nur etwa 60.000 seiner Luxusuhren pro Jahr, die sich auf rund 140 verschiedene Modelle aufteilen. Die wichtigsten Kollektionen sind Calatrava, Nautilus, Aquanaut, Ellipse d’Or, Gondolo und Twenty 4.

Patek Philippe ist eine Manufaktur, die alle Teile ihrer Uhren selbst herstellt und verschiedene Komplikationen miteinander kombiniert. Das macht die Uhren so kostbar. Höchste Uhrmacherkunst zeigt sich etwa in der Zweizeigeruhr mit Handaufzugswerk, den kleinen Komplikationen mit Jahreskalender oder zweiter Zeitzone und natürlich bei den Meisterstücken mit Minutenrepetition, Tourbillon oder Schleppzeigerchronograph.

Der Einstiegspreis bei einer Patek Philippe liegt bei um die 20.000 Euro. Auf der Liste der teuersten jemals versteigerten Uhren belegt Patek Philippe fast lückenlos die ersten 20 Plätze.

Übrigens

Ein besonders erfolgreiches Modell der Uhrenmarke ist die Nautilus 5711/1A. Ihre Produktion wird jedoch eingestellt. Ihr Wert hat sich in den letzten Jahren vervielfacht: Die Referenz 5711/1A-010 mit blauem Zifferblatt kostete Anfang 2015 etwa 21.000 Euro, heute werden für ein neuwertiges Exemplar mehr als 100.000 Euro aufgerufen.

Eine Uhr im Detail mit Lichtschein auf das Ziffernblatt

Officine Panerai – Luxusuhren im italienischen Design

Die Luxusuhren von Panerai vereinen Uhrmacherkunst und italienisches Design. Heute noch sehen die wasserdichten und unter Wasser ablesbaren Uhren aus wie die Modelle, welche die „Panerai-Werkstätten“ zwischen den dreißiger und fünfziger Jahren für die italienische Kriegsmarine bauten. 1993 entschloss sich das Unternehmen in den zivilen Markt einzusteigen und war damit von militärischer Geheimhaltungspflicht befreit.

Die berühmtesten Linien des Hauses sind Radiomir und Luminor. Charakteristisch für die Luminor-Modelle ist der Halbmondbügel zum Schutz der Krone. Die Radiomir-Zeitmesser sind mit einer Schraubkrone ausgestattet.

Bekannt wurde die Luxusuhrenmarke unter anderem durch Sylvester Stallone, der eine Panerai Luminor im Film „Daylight” (1996) trug. Eine Panerai-Uhr ist ab um die 5.000 Euro erhältlich.

Übrigens

Die neue Taucheruhr Submersible eLAB-ID von Panerai besteht zu 98,6 Prozent aus recycelten Materialien.

Good to know: Wenn du deine neue Luxusuhr mit American Express bezahlst, ist sie automatisch 90 Tage gegen Beschädigungen, Raub und Einbruchdiebstahl versichert.

Eine Uhr liegt auf einem einem Ledersessel

Uhren als Geldanlage?

Wer beim Verkauf seiner Luxusuhr mindestens den Wert erhalten will den er gezahlt hat, muss zwingend Kaufbelege, Papiere und die Box, in der sie erworben wurde, beieinander halten. Auch bei einer Uhr kann Provenienzforschung betrieben werden. Für ein gut erhaltenes Modell ist es dann möglich, auch nach zehn Jahren noch den Einkaufspreis zu erhalten. Vintage, und unter Umständen mehr wert als beim Kauf, ist eine Uhr dann, wenn sie in dieser Form nicht mehr hergestellt wird. Das betrifft häufig etwa Zeitmesser von 1950, ein Modell aus den frühen 2000ern eventuell aber auch, wenn die Serie ausgelaufen ist.

Tag Heuer – von preiswert bis teuer und innovativ

Die meisten Uhrenmarken sind auf eine Preislage beschränkt. Tag Heuer ist eines der wenigen Schweizer Unternehmen, das preiswertere Quarzuhren anbietet und auch Modelle im Luxusuhrensegment. Gegründet wurde Tag Heuer 1860 von Edouard Heuer, seinen Technikern gelangen viele Neuerungen, zum Beispiel das erste Patent für einen Stoppuhrmechanismus, der erste Chronograph mit Weltgezeitenanzeige und Zifferblatt für Regatten oder der erste mechanische Armband-Chronograph mit Hundertstelsekunde-Messgenauigkeit.

Inzwischen sind einige Uhren der Marke sogar noch genauer. Die Carrera Mikrotimer Flying 1000 etwa kann Zeit auf die halbe Tausendstelsekunde genau messen. Tag Heuer-Uhren gibt es ab gut 1.000 Euro, können aber je nach Ausstattung auch bis zu 20.000 Euro kosten.

Übrigens

Seit diesem Jahr haben Porsche und Tag Heuer eine strategische Partnerschaft beschlossen. Erstes Ergebnis: Der Tag Heuer Carrera Porsche Chronograph.

Eine Uhr die auf der Seite liegt mit grünem Zifferblatt

A. Lange & Söhne – neue Handwerkskunst in alter Tradition

1845 gründete Ferdinand A. Lange die Uhrenmanufaktur „A. Lange & Cie.” in der sächsischen Kleinstadt Glashütte. Mehr als 30 Uhrenpatente wurden unter ihm und seinen Nachfahren angemeldet. 1945 zerstörten Bomben das Hauptproduktionsgebäude, 1948 wurde das Unternehmen dann enteignet und die Marke A. Lange & Söhne verschwand.

Erst Ferdinand A. Langes Urenkel Walter Lange erweckte das Unternehmen 1990 mit der „Lange Uhren GmbH“ und dem Erwerb der Markenrechte für „A. Lange & Söhne“ zu neuem Leben. 1994 konnten die ersten Uhrenmodelle, die LANGE 1, die SAXONIA und die ARKADE vorgestellt werden. Andere bekannte Modelle sind zum Beispiel der Datograph, das Cabaret oder der Double-Split-Chronograph.

Die erste Lange-Uhr, die LANGE 1, steht mit Dreiviertelplatine, verschraubten Goldchatons und Schraubenunruh ganz besonders in der Tradition des Unternehmens. Ein markantes Merkmal der LANGE 1-Uhrenfamilie ist das Großdatum im goldenen Rahmen. Sein Vorbild ist die berühmte Fünf-Minuten-Uhr der Dresdner Semperoper.

Der Einstiegspreis für eine Uhr aus der Manufaktur A. Lange & Söhne liegt bei etwa 20.000 Euro.

Übrigens

A. Lange & Söhne macht immer wieder mit streng limitierten „Kunstwerken“ auf sich aufmerksam. Das Erste war das TOURBILLON „Pour le Mérite“. Von 1994 bis 1998 wurden in Gold nur 150, in Platin 50 Exemplare hergestellt.

Ein Arm mit einer Uhr am Handgelenk

Zeitlose Handwerkskunst

Die Faszination einer handwerklich gefertigten Uhr liegt in ihrer liebevollen Feinarbeit, ihrer faszinierenden Mechanik, dem Mikrokosmos von Hebeln und Federn, dem Schwingen der Unruhe und dem Ineinandergreifen einer Vielzahl von Rädchen, die die Zeit gleichsam verzehren. Wie ein Herzschlag arbeitet das Werk. „Zeit in ihrer schönsten Form“, heißt es in einer Werbung. So viel Handwerkskunst hat ihren Preis, den die präzisen und edlen Zeitmesser aber durchaus auch wert sind.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

 

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