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Die Taucheruhr: Von der Toolwatch zum Lifestyle-Accessoire

Taucheruhr mit Stahlgehäuse und weißem Zifferblatt in hellem Sand
Redaktion AMEXcited
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34 Kilometer, so lang ist die Strecke, die Mercedes Gleitze am 7. Oktober 1927 durch den Ärmelkanal schwimmen will. Die Londonerin startet früh, es herrscht dichter Nebel und Übelkeit überkommt sie. Dennoch gelingt ihr nach mehr als 15 Stunden als erste Schwimmerin die Kanaldurchquerung. Bei einem zweiten Versuch am 21. Oktober muss sie zwar aufgeben, schreibt dabei aber Uhrengeschichte: Gleitze trägt eine Rolex Oyster, die erste wasserdichte Armbanduhr. Die Uhr hält dicht – und gilt seitdem als Vorläufer aller Taucheruhren.
  1. Die Evolution einer robusten Ikone
  2. Form follows function: Das macht eine Taucheruhr aus
  3. Auf Nummer sicher: DIN-Norm für Diver-Uhren
  4. Top-Modelle: Aktuelle Taucheruhren
  5. Taucheruhren als funktionale, sportliche Statussymbole

Die Evolution einer robusten Ikone

Beim Unterwassersport selbst haben Tauchcomputer die -uhren als Zeitmesser weitgehend abgelöst. Dennoch: Durch ihre robuste Technik und ihren ikonischen Look haben Taucheruhren als sportliches Accessoire und markantes Statussymbol ihren festen Platz im Markt für hochwertige Timepieces gefunden – darunter Uhren, die sich als Wertanlage eignen.

Dazu gehört auch die legendäre Rolex Submariner, die 1953 erschien und mit ihrer charakteristischen Lünette den ikonenhaften Look der Taucheruhr bis heute definiert.

Blancpain: Das Marinemodell wird zum Medienstar

Ebenfalls 1953 begann die Uhrenmanufaktur Blancpain für die französische Marine das Modell Fifty Fathoms zu fertigen, die mit ihrem automatischen Aufzugswerk, ihrer einseitig drehbaren Lünette und einer möglichen Tauchtiefe von fast 100 Metern für viele Uhrensammler:innen als erste reguläre Taucheruhr gilt.

Mit einem Durchmesser von 42 Millimetern war die Uhr für damalige Verhältnisse recht groß – das sollte unter Wasser eine gute Ablesbarkeit gewährleisten. Die Fifty Fathoms erhielt eine gewisse mediale Berühmtheit, als der Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau sie in seinem Dokumentarfilm „Die schweigende Welt“ trug.

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Schwarz-Weiß-Foto eines Tauchers mit Taucheruhr am Arm

Doxa: Edelstahluhren mit 30 bar Druckdichtigkeit

Cousteau war es auch, der eine andere Uhrenmarke bekannt machte, die ebenfalls fest mit dem Profitauchen verbunden ist: Doxa. Der Meeresforscher trug die ersten Diver-Modelle aus Edelstahl, die bis zu 300 Meter Wassertiefe dicht waren, Ende der 60er-Jahre in vielen TV-Dokumentationen.

Zum Beispiel die Doxa Sub 300, die sich vor allem durch ihr orangefarbenes Zifferblatt und eine patentierte, doppelte Skalierung auf der Lünette auszeichnet. Ein weiteres Feature der Uhr: eine Bandschließe mit einem Mechanismus zum schnellen Verlängern des Metallarmbands, mit der die Doxa Sub problemlos über dem Ärmel des Taucheranzugs getragen werden kann.

Panerai: Zuverlässige Chronometer

Ende der 30er-Jahre wurde das Uhrenunternehmen Panerei damit beauftragt, besonders zuverlässige Taucheruhren für die italienische Marine zu entwickeln. Dieses zunächst geheime Projekt war der Ausgangspunkt für spätere Uhrenmodelle wie die Panerai Luminor und die Luminor Marina mit ihren großen Indizes, markanten Gehäuseformen und den halbmondförmigen Bügeln zum Schutz der Kronen. Die Uhren von Panerai haben sich gemausert in den Kreis der Luxusuhren – mit nachhaltiger Herstellungsweise.

Rolex Oyster Perpetual Deepsea vor vereistem Schnee auf einem Holzbrett

Form follows function: Das macht eine Taucheruhr aus

Taucheruhren müssen besonders wasserdicht und druckfest sein. Gehäuseboden, Uhrenglas und Krone sind mit Dichtungen ausgestattet, die Krone selbst ist häufig zusätzlich mit einem Schutz gegen Stöße versehen. Weitere Ausstattungen:

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Uhr unter Druck

Der Druck, der in der Tiefe auf eine Taucheruhr einwirkt, wird in bar gemessen. 1 bar entspricht dem senkrechten Druck von 1 Kilogramm auf eine 1 Quadratzentimeter große Fläche. Der Wasserdruck erhöht sich nochmal um 1 bar pro jede 10 Meter, die es weiter hinuntergeht.

Hinzu kommt 1 weiteres bar durch den Luftdruck, der an der Wasseroberfläche herrscht. So muss eine Taucheruhr in 10 Metern Tauchtiefe ungefähr 2 bar Druck aushalten, in 20 Metern sind es bereits 3 bar.
Porträt eines Tauchers im Neoprenanzug mit wasserdichter Uhr

Auf Nummer sicher: DIN-Norm für Diver-Uhren

Heute kommen Taucheruhren beim professionellen Unterwassersport oft noch als Back-up-Instrument zum Einsatz. Dabei müssen sie genauso wie ihre Vorgänger diverse Kriterien erfüllen, um einen sicheren Tauchgang zu gewährleisten. Diese Anforderungen sind in der DIN-Norm 8306 in 17 Punkten definiert. Einige der Normeninhalte:

Taucheruhren nach DIN-Norm werden unter anderem von Citizen, Glashütte, Sinn und Tissot angeboten.

Nerdpedia

In den James-Bond-Filmen spielen Taucheruhren stets eine Rolle – als legendäre Gadgets: So konnte sich Bond 1973 mithilfe einer Rolex Submariner im Film „Leben und sterben lassen“ von seinen Fesseln befreien, indem er die Lünette als Säge nutzte.
Nachleuchtende Zeiger und Ziffern auf dem Zifferblatt einer Panerai-Taucheruhr mit braunem Vintage-Lederarmband

Top-Modelle: Aktuelle Taucheruhren

Wenn du eine Taucheruhr erwerben möchtest, hast du die Wahl zwischen traditionellen Modellen und solchen, die mit modernen Features ausgestattet sind:

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Taucheruhren als funktionale, sportliche Statussymbole

Während sich Uhren mit Meteoriten-Zifferblatt auf die Sphären weit über dir beziehen, stehen Taucheruhren für die faszinierende Welt der Meerestiefen. Diver-Modelle haben sich von hochfunktionalen Tauchwerkzeugen zum Lifestyle-Accessoire entwickelt – und sich dabei ihre Eigenschaften und ihr sportliches Design beibehalten. Zur Arbeit, auf schicken Feiern, zum Schwimmen – deine Taucheruhr ist ein treuer und stilbekennender Begleiter in vielen Lebenslagen.

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