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Intelligentes Gepäck: 7 smarte Koffer und Taschen

Ein Mann in einem Sessel, neben ihm steht ein Koffer
Redaktion AMEXcited
Stell dir vor, dein Koffer wiegt sich selbst und folgt dir auf Schritt und Tritt – ohne dass du ihn berührst. Deinen Rucksack öffnest und schließt du mittels Face ID, Handy und Tablet lädst du jederzeit und überall einfach an deinem Trolley auf. Zukunftsmusik? Keineswegs. Smart luggage ist längst Realität. Wir stellen sieben spannende Modelle vor.
  1. Der Klassiker: Koffer mit USB-Anschluss von Horizn Studios
  2. Für Multitasker:innen: selbstfahrende Koffer von Travelmate Robotics
  3. Echte Alltagshelden: Smart Backpacks von Plevo
  4. Für Vielflieger: Modobag – der Reisekoffer mit Motor
  5. Made in Germany: Koffer mit Fingerabdruckscanner von Titan
  6. Für die große Reise: Koffer mit Face ID und Hängesystem von Plevo
  7. Smarte Travel-Buddys

Der Klassiker: Koffer mit USB-Anschluss von Horizn Studios

Sie gelten als die Pioniere der smarten Koffer: 2016 brachte das Berliner Start-up Horizn Studios das weltweit erste Reisegepäck mit herausnehmbarer Powerbank heraus. Seither ist Schluss mit der Suche nach freien Steckdosen am Flughafen oder in der Bahn – Handy, Laptop oder Tablet können direkt am Koffer aufgeladen werden. Zwei USB-Anschlüsse stehen dafür zur Verfügung, der herausnehmbare Smart Charger ist bei allen Airlines im Handgepäck zugelassen.

Die smarten Kabinentrolleys aus Polycarbonat sind in mehreren Farben und zwei Varianten erhältlich: als „H5 smart“ mit 35 Liter Volumen und als „M5 smart“ mit wasserabweisender Fronttasche, in der ein bis zu 15 Zoll großer Laptop, Zeitschriften oder andere Utensilien Platz finden. Die Tasche ist durchaus praktisch, weil so etwa bis kurz vorm Boarding gearbeitet werden kann – das geht jedoch zu Lasten des Stauraums: Das Volumen des „M5 smart“ liegt bei 33 Liter.

Beide Modelle sind mit ihren vier 360-Grad-Drehrollen aus Japan schön leichtgängig, ein TSA-zugelassenes Zahlenschloss sorgt für Sicherheit, ein Compression Pad innen ermöglicht platzsparendes Packen. Das Design ist modern und schlicht, das Verhältnis von Stabilität und Gewicht perfekt.

Nice to know: Deine Reise dauert länger? Für die Handgepäckskoffer mit Ladefunktion gibt es passende Weekender, die am Teleskopgriff der Koffer befestigt werden können und 32 Liter zusätzliches Volumen bringen.

Preis: „H5 smart“ ab 325 Euro, „M5 smart“ ab 395 Euro

Ein Koffer steht neben einem Mann der ein Handy hält das über USB am Koffer angeschlossen ist

Nerdpedia

Powerbanks dürfen nur im Handgepäck mitgeführt werden. Willst du Koffer mit integrierter Powerbank als Gepäckstück aufgeben, musst du sie vorher entnehmen.

Für Multitasker:innen: selbstfahrende Koffer von Travelmate Robotics

Mit den selbstfahrenden Koffern von Travelmate Robotics bleiben die Hände beim Reisen frei für die wichtigen Dinge im Leben – Kinder, Kaffee, Konferenz-Calls. Denn tragen oder ziehen musst du diese Gepäckstücke nicht.

Die smarten Koffer sind mit Motoren und Sensoren versehen und folgen dir auf Schritt und Tritt, wenn sie mit der dazugehörigen App und deinem Handy verbunden sind. Dabei erkennen und umrunden sie selbstständig Menschen und andere Hindernisse, reagieren auf einige Handbewegungen und verbale Kommandos – sogar einen Namen kannst du dem Travelmate geben, auf den er dann hört.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Hinter Travelmate steckt ein Tech-Team aus San Francisco, das seit Jahren schon Roboter entwickelt. Fast elf Stundenkilometer können die Roboterkoffer erreichen und sowohl hochkant als auch horizontal gekippt fahren – vor allem in letzterem Fall kannst du sogar noch etwas auf ihnen ablegen. Gut vier Stunden hält der Akku, an dem du über einen USB-Anschluss auch andere technische Geräte aufladen kannst.

Den Travelmate gibt es in drei Größen – alle mit integrierter Kofferwaage und einem mehrfarbigen LED-Licht, das unter anderem den Ladestand der Batterie anzeigt. Dank GPS-Chip weißt du außerdem immer, wo dein Koffer gerade ist.

Nice to know: Der GPS-Chip ist abnehmbar und kann auch für andere Gegenstände oder Gepäckstücke verwendet werden.

Preis: ab 1.099 US-Dollar (ca. 932 Euro)

Ein Mann läuft über einen Zebrastreifen, neben ihm rollt sein Koffer

Echte Alltagshelden: Smart Backpacks von Plevo

Komfortabel, funktional, stylish: Die Smart Backpacks der Kollektion Urban Series von Plevo sind die ersten connected, also per App kontrollierbaren Backpacks weltweit. An der integrierten, herausnehmbaren Powerbank (bei allen Airlines im Handgepäck zugelassen) lädst du deine elektronischen Geräte ganz unkompliziert auch unterwegs auf – der USB-Anschluss befindet sich an der Außenseite des Rucksacks.

Die smarten Rucksäcke sind bis ins Detail durchdacht, haben eine praktische Innenaufteilung mit mehreren Fächern, sind wasserdicht und robust. Überzeugend sind auch die Sicherheitsfeatures: Die Rucksäcke sind mit einem batteriebetriebenen Schloss ausgestattet, das wahlweise mittels Face ID, Touch ID oder Morse Code geöffnet und verriegelt werden kann. All das passiert über die zugehörige App, mit der du auch den Batteriestand der Powerbank checken und Informationen zu gebuchten Flügen abrufen kannst.

Ein Alarm weist dich darauf hin, wenn du dich zu weit vom Rucksack entfernst. Und geht er doch mal verloren, kannst du ihn mittels integriertem GPS-Tool tracken – weltweit. Erhältlich ist der Smart Backpack von Plevo in zwei Größen, „The Urban“ hat 19,5 Liter Volumen, „The Urban +“ 27 Liter.

Nice to know: Der Smart Backpack ist voraussichtlich ab Oktober 2021 lieferbar. Eine Pre-Order ist jetzt möglich.

Preis: ab 239,99 US-Dollar (ca. 203 Euro)

Ein schwarzer kofferförmiger Rucksack von schräg vorne

Für Vielflieger: Modobag – der Reisekoffer mit Motor

Nassgeschwitzt und außer Atem kommst du auf den letzten Drücker am Gate an – der Weg war weit, die Zeit knapp und das Gepäck schwer. Mit dem Modobag passiert dir das nicht mehr: Der Reisekoffer ist mit einem Elektromotor (150 Watt), einem Lenker und einem Aluminium-Fahrgestell ausgestattet. Auf dem Koffer fährst du bei Bedarf mit bis zu zwölf Stundenkilometern über den Flughafen. Und das bis zu zwölf Kilometer weit!

Das reicht locker selbst für riesige Airports wie den Beijing Capital International Airport oder den Flughafen von Zürich, wo vom Eingang bis zum am weitesten entfernten Gate Strecken von bis zu drei Kilometern zurückgelegt werden müssen. Die Füße ruhen dabei ganz entspannt auf den ausklappbaren Fußstützen. Und wenn du mal mehr Power brauchst: In 15 Minuten ist die Batterie zu 80 Prozent geladen.

Weitere Features des rasanten Koffers: ein bequemer Sitz aus Memory-Schaum, zwei beleuchtete USB-Ausgänge, GSM-GPRS Real-Time Tracking, Easy-Access-Außentaschen für Handy und Tablet und eine stoßgeschützte Außentasche für Laptops bis 17 Zoll. Der Modobag wiegt neun Kilogramm, chauffiert Reisende bis zu einem Körpergewicht von 118 Kilogramm und kann auch auf anderen Untergründen und sogar bei Regen gefahren werden. Mehr geht nicht.

Preis: ab 1.495 US-Dollar (ca. 1.271 Euro)

Nice to know: Eine Alternative zum Modobag ist der vom Künstler Steve Aoki designte „Micro Luggage II Steve Aoki sound2go“ – Koffer, Trolley und Kickboard in einem. Bei diesem Koffer musst du zwar selbst aktiv für Antrieb sorgen, dafür ist er mit etwa 400 Euro deutlich günstiger als der Modobag. Das smarte Gepäckstück hat sogar eine eingebaute Bluetooth-Lautsprecherbox.

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Made in Germany: Koffer mit Fingerabdruckscanner von Titan

Safety first – das ist das Motto beim X-RAY PRO von Titan, einem Koffer mit Fingerabdrucksensor. Im batteriebetriebenen TSA-Lock des X-RAY PRO können bis zu zehn Fingerabdrücke gespeichert werden. Praktisch, wenn mehrere Familienmitglieder den Koffer nutzen, denn niemand muss sich mehr eine Zahlenkombination merken.

Ebenfalls sehen lassen kann sich die Verarbeitung. Der X-RAY PRO ist extrem stabil und kratzfest, dabei trotzdem leicht: 2,6 Kilogramm für einen handgepäcktauglichen Kabinentrolley, 3,8 Kilogramm für das größte Check-in-Modell – das ist nicht viel. Dank vier leichtlaufender Zwillingsrollen und des arretierbaren Leichtmetallgestänges lässt sich der Koffer gut navigieren, auch die Innenaufteilung überzeugt.

Die Kabinentrolleys der Serie sind zusätzlich mit einem USB-Port ausgestattet und haben ein USB-Kabel im Reißverschlussfach, an das eine Powerbank angeschlossen werden kann.

Nice to know: Die Koffer der X-RAY PRO-Serie werden aus nachhaltigen Materialien in Deutschland handgefertigt.

Preis: Kabinentrolley ab 179,95 Euro

Ein Finger auf einem Scanner an einem Kofferschloss

Für die große Reise: Koffer mit Face ID und Hängesystem von Plevo

Nochmal Plevo. Das Unternehmen aus den USA hat nicht nur innovative Rucksäcke im Programm, sondern auch Koffer mit Mehrwert. Das XXL-Modell „The Up“ aus der Series One etwa ist ein Check-in Koffer mit satten 105,6 Liter Volumen – perfekt für längere Reisen von 14 Tagen oder mehr.

Und smart ist das Gepäckstück noch dazu: Es punktet mit integrierter Waage, abnehmbaren Rädern, GPS-Tracking und einem Distanz-Alarm, der dich informiert, wenn du dich zu weit von ihm entfernst. Das Schloss wird über Face ID, Touch ID oder Morse Code bedient. Gesteuert wird alles über die Plevo-App.

Außerdem hat sich Plevo für diesen Koffer ein interessantes Patent gesichert: Er enthält das weltweit erste Hängesystem für Kleidung in einem Koffer. Ob T-Shirts oder Businesshemden, Blusen, Kleider oder Anzüge – da knittert garantiert nichts mehr.

Nice to know: Wenn die Reise doch mal etwas kürzer ausfällt: Mit „The Infinite“ und „The Runner“ gibt es den Koffer auch noch in einer mittleren Check-in-Größe und als Boardtrolley, dann aber ohne Hängeoption.

Preis: 599 US-Dollar (ca. 508 Euro)

Ein stehender offener Koffer mit Jackets in Schutzhülle

Smarte Travel-Buddys

Viele Innovationen in Sachen smarte Koffer wurden über Crowdfunding-Kampagnen realisiert. Die Zielgruppe, in der Regel technikaffine, urbane Nomad:innen, sind bereit, echte Innovationen zu unterstützen. Auch wenn einiges vielleicht als technische Spielerei einzuordnen ist, punkten die cleveren Koffer doch mit echtem Mehrwert. Das hat allerdings seinen Preis: Nicht nur sind die Gepäckstücke vergleichsweise teuer in der Anschaffung, durch die integrierte Technik wiegen sie in der Regel auch mehr als klassisches Gepäck.

 

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