
Edel und exklusiv essen: Das sind die 4 teuersten Gewürze der Welt
Noch eine Prise Salz, ein wenig Pfeffer und ein paar erlesene Aromen – der richtige Mix kann einem einfachen Gericht zur Geschmacksexplosion verhelfen. Nicht umsonst sind ganze Supermarktregale mit den verschiedensten Gewürzen aus aller Welt gefüllt. Dabei ist ein Kilogramm des teuersten Gewürzes sogar kostspieliger als manch ein neuer Kleinwagen. Alles, was du über die vier wertvollsten Geschmacksverstärker wissen solltest, erfährst du hier.
Wer an teure Gewürze denkt, hat meist sofort roten fadenförmigen Safran vor Augen. Und tatsächlich: das begehrte Gewürz ist das teuerste Gewürz der Welt, da es ausschließlich in aufwändiger Handarbeit gewonnen wird und sein Geschmack bis heute nicht künstlich hergestellt werden kann.
Das teuerste Gewürz der Welt wird aus einer Krokusart gewonnen und vor allem in Afghanistan, dem Iran und Spanien angebaut. Im ganzen Jahr gibt es nur zwei Wochen, in denen die orangeroten Stempelfäden geerntet werden können. Frühmorgens zupfen Arbeiter:innen in Handarbeit aus jeder einzelnen Blüte die drei Fäden. Bis zu 200.000 Krokusblüten müssen für ein Kilo Safran geerntet werden.
Good to know
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Wer mit gutem Gewissen Safran kaufen möchte, sollte auf Fair-Trade-Produkte setzen. Dort wird auf viele Zwischenhändler verzichtet, damit die Bäuer:innen einen gerechten Lohn erhalten.
Nice to know: Seit 2016 wird auch im thüringischen Altenburg Safran angebaut und von Hand gezupft.
Preis für Safran: ca. 3.000 bis 14.000 Euro pro Kilogramm

Nerdpedia
Von Süßspeisen bis Kosmetikartikeln – die Liste der Produkte mit Vanillezusatz ist nahezu endlos. Ihr lieblicher Duft und der süße Geschmack machen Vanille so beliebt – und die aufwendige Ernte von Hand und der zeitintensive Fermentationsprozess macht sie zu einem der teuersten Gewürze der Welt.
Vanille als Gewürz wird aus den Kapselfrüchten verschiedener Orchideenarten gewonnen. Nach der Ernte müssen die Schoten noch in einem vierwöchigen Prozess fermentiert werden, um ihr volles Aroma zu entfalten. Schon seit etwa 150 Jahren bestäuben die Produzent:innen jede einzelne Blüte von Hand.
Der Inselstaat Madagaskar gilt als größtes Anbaugebiet für Vanille der Welt und hat Einfluss auf die Preisentwicklung von Vanille. 2017 vernichtete der Wirbelsturm „Enawo“ einen großen Teil der Plantagen und sorgte so für Rekordpreise.
Nice to know: Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hieß La Réunion noch Île de Bourbon und war erfolgreicher Produzent von Vanille. Noch heute ist der Begriff „Bourbon-Vanille“ geschützt und darf nur für Vanille verwendet werden, die auf den Inseln Madagaskar, den Komoren, La Réunion, den Seychellen und Mauritius angebaut wird.
Preis für Vanille: ca. 700 Euro pro Kilogramm

Scharfer Schmerz
Du magst es scharf und exklusiv? Dann bist du hier genau richtig. Die erbsengroße Chilischote der Aji Charapita gilt als die teuerste Chilisorte der Welt und viel mehr als nur feurig. Auch ihr Geschmack überzeugt. Im ersten Moment hat sie etwas Süßes und wird erst im Abgang scharf. Ursprünglich kommt die Aji Charapita aus dem Norden Perus und wird dort mühsam von Hand geerntet.
Nice to know: Wenn du einen grünen Daumen hast, kannst du deine eigene Aji Charapita anpflanzen. Alles, was du dafür benötigst, sind ein beheizbares Mini-Gewächshaus, die Chilisamen für wenige Euro und viel Zeit. Bis zur Ernte dauert es sechs bis zehn Monate.
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Preis für Aji-Charapita-Chili: ca. 600 Euro pro Kilogramm

Ähnlich wie Chiltepin wächst auch Andaliman in der wilden Natur, vor allem in Indien, den Himalaja-Staaten, Teilen Chinas, Thailand, Sumatra, Vietnam und Malaysia. Die Ernte wird somit zu einem zeitaufwändigen Suchspiel. Wurden genügend Früchte gesammelt, beginnt die Trocknungsphase in Bambusschalen.
Für ein Kilogramm des getrockneten Gewürzes, das zu der Familie der Rautengewächse zählt, wird die achtfache Menge frischen Andalimans benötigt.
Auch wenn es Indonesischer Zitronenpfeffer genannt wird, ist Andaliman nicht mit dem bekannten Schwarzen Pfeffer verwandt. Das Gewürz ist nur leicht scharf, dafür begeistert es mit spannenden Zitrusaromen und kann einigen Gerichten das gewisse Etwas verleihen.
Nice to know: Andaliman-Pfeffer lässt sich bisher nicht züchten, seine Samen werden durch Vögel verbreitet. Bestimmte Enzyme in deren Verdauungstrakt lassen die Pflanze erst richtig wachsen.
Preis für Andaliman: ca. 400 Euro pro Kilogramm

Handarbeit, wild wachsende Pflanzen, Naturkatastrophen. Die Preise für die teuersten Gewürze der Welt schwanken und sind von den unterschiedlichsten Faktoren abhängig. Während jahrhundertelang Pfeffer Platz eins belegte und nun Safran ganz vorn rangiert, kann die Reihenfolge in kurzer Zeit schon wieder anders aussehen. Eins bleibt jedoch: Die richtigen Gewürze machen unsere Mahlzeiten leckerer, unsere Kosmetik duftender, zusammengefasst: unser Leben besser.
Apropos Chili: Kennst du schon die schärfsten Chilisorten der Welt? Wer sich daran wagt, hat besser schon das passende Premium-Versicherungspaket im Gepäck.
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Was sind die teuersten Gewürze der Welt?Die aktuell teuersten Gewürze sind Safran (ca. 3.000–14.000 €/kg), Vanille (ca. 700 €/kg), Aji-Charapita-Chili (ca. 600 €/kg) und Andaliman (ca. 400 €/kg). Ihre Preise entstehen durch reine Handarbeit, kurze Erntefenster, Fermentation oder wildes Wachstum mit aufwendiger Suche und Trocknung. Alle vier liefern intensive, seltene Aromen.
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Warum ist Safran so teuer und woher kommt er?Safran wird aus den Stempelfäden des Safrankrokus gewonnen; pro Blüte gibt es nur drei. Innerhalb von zwei Wochen im Jahr werden die Fäden frühmorgens in Handarbeit gezupft – bis zu 200.000 Blüten je Kilo. Hauptanbaugebiete sind Iran, Afghanistan und Spanien. Fair-Trade-Safran sichert bessere Löhne.
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Warum ist Vanille so teuer?Vanille stammt aus Orchideenschoten, deren Blüten seit rund 150 Jahren von Hand bestäubt werden. Nach der Ernte folgt eine vierwöchige Fermentation, die das Aroma entwickelt. Madagaskar dominiert den Markt; Stürme wie „Enawo“ können Ernten zerstören und Preise treiben. Aktuell kostet Vanille etwa 700 Euro pro Kilo.
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Welche Chili ist die teuerste der Welt und wie schmeckt sie?Die Aji Charapita gilt als teuerste Chili der Welt (ca. 600 €/kg). Die erbsengroßen Früchte werden in Peru mühsam von Hand geerntet. Geschmacklich startet sie leicht süß und wird im Abgang scharf. Ihr komplexes Aroma macht sie für feine, scharfe Küchen besonders begehrt.
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Ist Andaliman echter Pfeffer und wofür eignet er sich?Andaliman, oft „Indonesischer Zitronenpfeffer“ genannt, ist botanisch kein echter Pfeffer, sondern ein Rautengewächs. Er wächst wild in Süd- und Südostasien; die Ernte ist aufwendig, und fürs Trockengewicht braucht es die achtfache Frischmenge. Mild scharf mit Zitrusnoten verfeinert er Fisch, Gemüse, Salate und Desserts.
